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Interkulturelle Philosophie und deren Hermeneutik

Title: Interkulturelle Philosophie und deren Hermeneutik

Seminar Paper , 2000 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefan Ginter (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

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Die Welt wächst unweigerlich zusammen, während kulturelle Differenzen aufeinanderprallen und sich wie bei einer Kontinentalverschiebung im Laufe der Gezeiten wieder vereinigen und verschmelzen - doch der Preis ist hoch. Wir bemerken weltweit eine nie da gewesene globale Völkerwanderung derer, die von Naturkatastrophe, Armut, Krankheit und Unterdrückung gepeinigt sintflutartig an Europas und Nordamerikas Küsten stranden. Bei einer Angleichung eines kulturell verschiedenen Menschen an die westliche Denkweise wird schnell das Eigene zum Fremden und das Fremde zum Eigenen. Dabei besteht die Gefahr der unbewussten Relativierung des Selbstverstehens, das Annehmen fremden Gedankenguts, ohne die Tradition der eigenen kulturellen Identität mit einzubinden.
Dass während der Kolonialzeiten die eroberten Gebiete mit den fremden Wilden willkürlich mit eigenen Maßstäben neu konstituiert wurden und im weiteren durch Philosophen wie Hegel oder Husserl als Bedrohung für die Existenzsicherung des autoritären europäischen Geistes angesehen wurden, erscheint auf den ersten Blick als vollkommen natürlicher Schutzmechanismus. Wie beim Tier zeigt sich des Menschen Instinkt zwiespältig, einerseits Fremdes kritisch als mögliche Gefahr anzusehen, andererseits das Eigene zu überwinden und mit Neugier zu neuen Ufern aufzubrechen. Näher hingesehen zeigt sich jedoch eine höchst inhumane Menschenverachtung, die jenseits von Toleranz die "Seele des Südens" bluten lässt.

Anhand der Interkulturellen Philosophie von R. A. Mall und der Hermeneutik bei H. G. Gadamer möchte ich im folgenden näher auf naturgegebene und kulturbedingte Verstehensbarrieren hinweisen, dabei jedoch Möglichkeiten aufzeigen, aus dem eurozentrischen Kreis auszubrechen, ohne der Vereinheitlichung und dem Universalismus zu verfallen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auf dem Weg zu einer Interkulturellen Philosophie

2.1. Entstehung der Interkulturellen Philosophie

2.2. Interkulturelle Philosophie heute

3. Interkulturelle Hermeneutik

3.1. Interkulturelle Hermeneutik (R. A. Mall)

3.2. Der universelle Aspekt der Hermeneutik (H. G. Gadamer)

4. Resümee

5. Bibliographie

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Voraussetzungen eines interkulturellen Verstehens in einer globalisierten Welt. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie der eurozentrische Blick in der Philosophie überwunden werden kann, ohne in einen universellen Vereinheitlichungsdruck zu geraten, indem die Ansätze von R. A. Mall und H. G. Gadamer kritisch beleuchtet werden.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der Interkulturellen Philosophie
  • Kritik an eurozentrischen Denkmustern und hegemonialen Wissensstrukturen
  • Die Rolle der Hermeneutik im interkulturellen Austausch
  • Verhältnis von Eigenem und Fremdem im Verstehensprozess
  • Die Bedeutung der Sprache und des historischen Bewusstseins für das Sein

Auszug aus dem Buch

3.2. Der universelle Aspekt der Hermeneutik (H. G. Gadamer)

Anhand der Hermeneutik von H. G. Gadamer, beschrieben in seinem Hauptwerk „Wahrheit und Methode“ von 1960, möchte ich nun näher auf die Sprachlichkeit des Verstehens eingehen und verdeutlichen wie diffizil es erscheint, wirklichkeitsgetreu im Rahmen einer gegenwärtigen, endlichen Situation im historischen Kontext dem Wahrheitsmoment eines Seins dem Verstehen näher zu kommen. Um nicht an einer allgemeinen, begrifflichen Erläuterung der Grundthesen der Gadamer´schen Hermeneutik festzuhalten, beschränke ich mich zum Zwecke meiner gewählten Thematik auf den universellen Aspekt der Hermeneutik und diesbezüglichen Interpretationen seitens Jean Grondin´s Einführung.

In diesem Aspekt untersucht Gadamer die Zugehörigkeit des Verstehens zum in dem Sein enthaltenen Sinn der Sprache. „Das Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache“. Das Problem dabei besteht jedoch in der Authentizität einer subjektiven Interpretation des Seins, welches sich in schriftlichen, fixierten Überlieferungen oder im direkten Dialog stattfindenden mündlichen Diskurs offenbart. Trifft das geschichtlich Tradierte auf die gegenwärtige Kunstform mit einer eigenen subjektiven Sich-Darstellung und einem verschlüsselten Begriff des Verstandenwerdens, gibt dabei der universale, unendliche Charakter der Metaphysik dem endlichen Verstand mittels einer Horizontverschmelzung die Möglichkeit, die objektivierte Erscheinungsweise des Seins mittels der Sprache zu ermitteln, denn „Sprache ist Kunst, Geschichte und alles Seiende, sofern es verstanden werden kann“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Völkerwanderung und die damit einhergehende Konfrontation unterschiedlicher kultureller Identitäten, die ein Umdenken in der Philosophie erforderlich macht.

2. Auf dem Weg zu einer Interkulturellen Philosophie: Dieses Kapitel erläutert die Genese der Interkulturellen Philosophie als notwendige Antwort auf die einseitige Expansion des europäischen Geistes.

2.1. Entstehung der Interkulturellen Philosophie: Hier wird der historische Kontext der Disziplin sowie die anthropologische und klimatologische Bedingtheit der kulturellen Entwicklung untersucht.

2.2. Interkulturelle Philosophie heute: Dieses Kapitel analysiert R. A. Malls Konzept der Überlappung und fordert eine Abkehr vom eurozentrischen Ausschließlichkeitsanspruch.

3. Interkulturelle Hermeneutik: Der Fokus liegt auf der methodischen Reflexion darüber, wie das Verstehen zwischen Kulturen unter Berücksichtigung der Identität gelingen kann.

3.1. Interkulturelle Hermeneutik (R. A. Mall): Es wird diskutiert, wie durch gegenseitige Toleranz und die Anerkennung von Differenz ein neuer Verstehenshorizont entstehen kann.

3.2. Der universelle Aspekt der Hermeneutik (H. G. Gadamer): Dieses Kapitel widmet sich der ontologischen Verbindung von Sein, Sprache und Verstehen bei Gadamer.

4. Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass ein interkulturelles Verstehen möglich ist, sofern der Gegensatz der Kulturen gewahrt bleibt und als Quelle der Vielfalt anerkannt wird.

5. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Philosophie, Hermeneutik, R. A. Mall, H. G. Gadamer, Eurozentrismus, Horizontverschmelzung, Kulturelle Identität, Verstehen, Fremdverstehen, Sprache, Ontologie, Globalisierung, Differenz, Universalismus, Philosophia perennis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie eine Interkulturelle Philosophie als Gegenentwurf zu einseitigen eurozentrischen Denktraditionen etabliert werden kann, um in einer vernetzten Welt ein gegenseitiges Verstehen zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Interkulturelle Philosophie, die Rolle der Hermeneutik im zwischenkulturellen Diskurs, die Bedeutung der Sprache für das Sein sowie die kritische Reflexion über Identität und Fremdheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie unterschiedliche kulturelle Weltanschauungen in einen Dialog treten können, ohne ihre eigene Tradition zu verlieren oder einer falschen Vereinheitlichung zu unterliegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philosophisch-hermeneutische Analyse angewandt, die primär auf den Theorien von R. A. Mall und H. G. Gadamer basiert, um deren Konzepte auf das interkulturelle Verstehen anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehung der Interkulturellen Philosophie, die Kritik am eurozentrischen Weltbild sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Malls Ansatz der Überlappung und Gadamers universalem Hermeneutik-Verständnis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird besonders durch Begriffe wie Interkulturalität, Hermeneutik, Identitätswahrung, Horizontverschmelzung und die Überwindung des Eurozentrismus geprägt.

Wie unterscheidet sich Malls Ansatz vom klassischen eurozentrischen Verständnis?

Mall betont, dass das Adjektiv „interkulturell“ wichtiger ist als der Begriff der Philosophie selbst, da er eine Emanzipation des nicht-europäischen Denkens von unzutreffenden, historisch gewachsenen europäischen Bildern fordert.

Warum hält Gadamer die Endlichkeit für so essenziell für die Welterfahrung?

Gadamer sieht in der Endlichkeit des Menschen die Bedingung für eine hermeneutische Welterfahrung; ein Anspruch auf absolute Unendlichkeit im modernen Wissenschaftsdenken führt hingegen zu einer „Endlichkeitsvergessenheit“.

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Details

Title
Interkulturelle Philosophie und deren Hermeneutik
College
Humboldt-University of Berlin  (Philosophische Fakultät)
Course
Seminar: Interkulturelle Philosophie
Grade
1,3
Author
Stefan Ginter (Author)
Publication Year
2000
Pages
17
Catalog Number
V3781
ISBN (eBook)
9783638123389
ISBN (Book)
9783638745925
Language
German
Tags
Interkulturelle Philosophie Hermeneutik Seminar Interkulturelle Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Ginter (Author), 2000, Interkulturelle Philosophie und deren Hermeneutik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/3781
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