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Aktive Sterbehilfe. Ein Einblick in die ethische Problematik

Titel: Aktive Sterbehilfe. Ein Einblick in die ethische Problematik

Seminararbeit , 2015 , 14 Seiten , Note: 2

Autor:in: Esther Jobst (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Arbeit wird als erstes auf die verschiedenen Formen der Sterbehilfe eingegangen und der Begriff der aktiven Sterbehilfe von den anderen abgegrenzt. Danach werden unterschiedliche ethische Positionen und deren Statements geschildert. Anschließend geht es um die Argumentation bzw. die Ansätze hinsichtlich aktiver Sterbehilfe. Am Ende findet eine Analyse der Argumentationen statt, bevor eine ethische Stellungnahme verfasst wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Formen und erforderliche Unterscheidung zwischen Euthanasie und Sterbehilfe

3. Niederlande: Legalisierung der aktiven Sterbehilfe

3.1 Das holländische „Experiment“

3.2 Problemfelder bei der Legalisierung der aktiven Sterbehilfe per Gesetz

4. Positionen zur Sterbehilfe

4.1 Österreichische Ärztekammer

4.2 Weltärztebund

4.3 Christentum

5. Argumente der aktiven Sterbehilfe

5.1 Argumente für die Befürwortung der aktiven Sterbehilfe

5.1.1. Utilitaristischer Ansatz

5.1.2. Respekt vor der Autonomie des Patienten (Ansatz individueller Autonomie)

5.2 Argumente gegen die aktive Sterbehilfe

5.2.1. Die Autonomie der Patienten

5.2.2. Christliche Werte

5.2.3. Ärztlicher Berufsethos

5.2.4. Der Wert des kranken Menschen

5.2.5. Möglicher Missbrauch der aktiven Sterbehilfe

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit setzt sich mit der ethischen Problematik der aktiven Sterbehilfe auseinander, um ausgehend von der Rechtslage in den Niederlanden und verschiedenen gesellschaftlichen sowie fachlichen Positionen eine fundierte ethische Stellungnahme zu erarbeiten.

  • Grundlagen der Unterscheidung verschiedener Formen der Sterbehilfe und Euthanasie.
  • Analyse des niederländischen Modells zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe.
  • Gegenüberstellung der Positionen von Ärztekammern, Ethikgremien und kirchlichen Ansichten.
  • Diskussion utilitaristischer und autonomiebasierter Argumentationsmuster.
  • Kritische Reflexion potenzieller Missbrauchsrisiken und des ärztlichen Berufsethos.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das holländische „Experiment“

Anfang des Jahres 1985 in den Niederlanden wurde erstmals ein Arzt freigesprochen, der das Leben seiner Patientin mit Hilfe einer tödlichen Injektion beendete. Die an Krebs erkrankte Frau hatte ihn über Monate hinweg immer wieder gebeten, dies zu tun. Das Bezirksgericht Rotterdam billigte dem angeklagten Arzt zu, dass er einer Pflichtenkollision ausgesetzt war und deshalb in einer Situation des Notstandes gehandelt habe. Gegenüber dem Interesse, das Art. 293 des Strafgesetzbuches zu schützen sucht (die Erhaltung des Lebens), stand das in diesem Falle ebenso entscheidende Rechtsinteresse, dem Leiden der Patientin durch ärztliche Hilfestellung bei der Beendigung ihre Lebens ein Ende zu machen.

Diesem letzteren Interesse hat der Arzt durch die Injektion gedient. Der Angeklagte konnte dies als Teil seines Berufes als Arzt auffassen. Somit wurde entschieden, dass diese Tat des Angeklagten aufgrund von Notstand gerechtfertigt ist. Dieses Urteil war der erste Schritt zur Zulassung der aktiven Sterbehilfe in den Niederlanden, welche dann mit 1. April 2002 unter Bedingungen (Sorgfaltskriterien) straffrei gestellt wurde. Damit der tötende Arzt straffrei dem schriftlich niedergelegten oder mündlich ausgesprochenem Wunsch nach Sterbehilfe entsprechen darf, muss er gemäß den folgenden definierten Sorgfaltskriterien handeln:

1. Der Arzt muss zu der Überzeugung gelangt sein, dass der Patient seine Bitte freiwillig und nach reiflicher Überlegung geäußert hat.

2. Er muss zu der Überzeugung gelangt sein, dass keine Aussicht auf Besserung besteht und der Patient unerträglich leidet.

3. Er muss den Patienten über dessen Situation und über die medizinische Prognose aufgeklärt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Institutionalisierung des Sterbens durch moderne medizinische Entwicklungen und führt in die moralische Konfliktsituation der Sterbehilfe ein.

2. Formen und erforderliche Unterscheidung zwischen Euthanasie und Sterbehilfe: Dieses Kapitel differenziert auf Basis der Definitionen von Eberhard Schockenhoff zwischen verschiedenen medizinischen und pflegerischen Handlungsweisen am Lebensende.

3. Niederlande: Legalisierung der aktiven Sterbehilfe: Es wird die historische Entwicklung der Rechtslage in den Niederlanden, ausgehend von einem Präzedenzfall bis hin zur gesetzlichen Verankerung der Sorgfaltskriterien, detailliert dargestellt.

4. Positionen zur Sterbehilfe: Hier werden die unterschiedlichen Haltungen der österreichischen Ärztekammer, des Weltärztebundes und der christlichen Tradition gegenüber der Sterbehilfe einander gegenübergestellt.

5. Argumente der aktiven Sterbehilfe: Das Kapitel bietet eine systematische Übersicht über Argumente für die Befürwortung (Utilitarismus, Autonomie) und gegen die aktive Sterbehilfe (Menschenwürde, Berufsethos).

6. Fazit: Die Autorin fasst die Debatte zusammen und votiert angesichts des Missbrauchspotenzials und der Rolle des Arztes gegen die aktive Sterbehilfe.

Schlüsselwörter

Aktive Sterbehilfe, Euthanasie, Patientenautonomie, Medizinethik, Palliativmedizin, Sterben in Würde, Weltärztebund, Österreichische Ärztekammer, Lebensschutz, Utilitarismus, ärztlicher Berufsethos, Notstand, Sorgfaltskriterien, Lebensqualität, Sterbebegleitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das kontroverse Thema der aktiven Sterbehilfe unter ethischen, medizinischen und gesellschaftspolitischen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Sterbehilfen, die rechtliche Situation in den Niederlanden, verschiedene ethische Argumentationslinien sowie die ethischen Positionen wichtiger medizinischer und kirchlicher Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Komplexität der aktiven Sterbehilfe aufzuzeigen und eine ethisch fundierte eigene Stellungnahme zur Frage der Zulässigkeit dieser Praxis zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und die Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlichen Debatten, um ethische Argumente zu strukturieren und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische Klärung, die Fallstudie Niederlande, eine Übersicht zu institutionellen Positionen sowie die Darstellung konträrer ethischer Argumente wie Utilitarismus versus Schutz der Menschenwürde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Autonomie des Patienten, der ärztliche Berufsethos, der Wert des Lebens sowie die Unterscheidung zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe.

Warum wird gerade das Beispiel der Niederlande herangezogen?

Die Niederlande gelten als Pionier bei der gesetzlichen Regelung der aktiven Sterbehilfe und bieten daher die notwendige empirische Basis, um die Herausforderungen einer solchen Gesetzgebung, wie etwa die Einhaltung von Sorgfaltskriterien, zu untersuchen.

Welche Rolle spielt das christliche Menschenbild in der Argumentation?

Das Christentum dient als Gegenposition zur aktiven Sterbehilfe, indem es das menschliche Leben als Gottesgabe definiert und das Tötungsverbot auf die absolute Unverfügbarkeit des Lebens durch den Menschen stützt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aktive Sterbehilfe. Ein Einblick in die ethische Problematik
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz
Note
2
Autor
Esther Jobst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V377958
ISBN (eBook)
9783668552807
ISBN (Buch)
9783668552814
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sterbehilfe aktive Sterbehilfe Tod Ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Esther Jobst (Autor:in), 2015, Aktive Sterbehilfe. Ein Einblick in die ethische Problematik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/377958
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Leseprobe aus  14  Seiten
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