Der Wandel von der Industriegesellschaft zur heutigen Informations- und Wissensgesellschaft, stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Dieser Wandlungsprozess wird durch die Globalisierung und moderne Kommunikations- und Informationstechnologien vorangetrieben. Unternehmen müssen in diesem dynamischen Umfeld entsprechend handeln und Wissen als Erfolgsfaktor nicht nur erkennen, sondern auch nutzen, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben. Besonders in der Forschung und Entwicklung (F&E) hat das Wissensmanagement (WM) einen hohen Stellenwert, denn das Unternehmenswissen und seine -ressourcen sind begrenzt. Ein Unternehmen steht vor zwei grundsätzlichen Problemen, zum einen die rasante Zunahme, Fragmentierung und Globalisierung des Wissens, zum anderen die immer kürzer werdenden Entwicklungszeiten, geringeren Entwicklungsbudgets und die Anforderung nach höherer Qualität der Ergebnisse. Die Zusammenarbeit in F&E-Projekten mit externen Partnern eröffnet Unternehmen neue Wege, das begrenzte Wissen sowie Ressourcen im Unternehmen zu erweitern, die Wettbewerbsposition auszubauen, innovativ zu bleiben und sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Jedoch stellen diese Kooperationen die Unternehmen auch vor besondere Herausforderungen, da neue Schnittstellen entstehen und gemeinsame Regelungen zum Wissensaustausch getroffen werden müssen, Kulturen aufeinandertreffen und Vertrauen aufgebaut werden muss. Des Weiteren bedeutet dies auch einen hohen Verlust an Flexibilität und Eigenständigkeit für das Unternehmen.
Ziel dieser Arbeit ist es, die besonderen Herausforderungen an ein WM bei unternehmensübergreifenden F&E-Projekten zu untersuchen. Aufgrund der wachsenden Bedeutung der Ressource „Wissen“ in Unternehmen wurden diverse Modelle zur Gestaltung des WMs entwickelt. Dabei wird oft in die Dimensionen Mensch, Organisation und Technik unterschieden. Dahingegen hat sich das weitverbreitetste Modell nach Probst/Raub/Romhardt „Bausteine des WMs“ in der Praxis bewährt. Anhand eines der Modelle des WMs soll geprüft werden, worauf die Unternehmen bei unternehmensübergreifender Zusammenarbeit, bspw. mit Hochschulen und Lieferanten, achten sollten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problematik
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und methodisches Vorgehen
2 Erläuterungen und Begriffsdefinitionen
2.1 F&E, F&E-Projekte und F&E-Kooperationen
2.2 Wissen
2.3 Wissensmanagement
3 Modelle und Ansätze im WM
3.1 Die weitverbreitetsten Modelle und Ansätze
3.2 Das Modell „Bausteine des WM“ nach Probst/Raub/Romhardt
4 Besondere Herausforderungen bei F&E-Projekten mit externen Partnern
4.1 Status quo: WM im F&E-Bereich des Unternehmens Musterfirma GmbH
4.2 Analyse der besonderen Herausforderungen
4.2.1 Analysefeld „Wissensidentifikation“
4.2.2 Analysefeld „Wissenserwerb“
4.2.3 Analysefeld „Wissensentwicklung“
4.2.4 Analysefeld „Wissens(ver)teilung“
4.2.5 Analysefeld „Wissensnutzung“
4.2.6 Analysefeld „Wissensbewahrung“
4.2.7 Analysefeld „Wissensziele“
4.2.8 Analysefeld „Wissensbewertung“
5 Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist die systematische Untersuchung der spezifischen Herausforderungen an das Wissensmanagement (WM) bei unternehmensübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten (F&E-Projekten), wobei das Modell der „Bausteine des Wissensmanagements“ nach Probst/Raub/Romhardt als theoretische Grundlage für die Analyse der Praxis bei der Musterfirma GmbH dient.
- Grundlagen des Wissensmanagements in F&E-Projekten
- Analyse des Modells „Bausteine des Wissensmanagements“
- Status-quo-Analyse des WM bei der Musterfirma GmbH
- Identifikation spezifischer Herausforderungen in acht WM-Analysefeldern
- Verknüpfung von theoretischen Ansätzen mit praktischen Erfahrungen aus einem Experteninterview
Auszug aus dem Buch
1.1 Problematik
Der Wandel von der Industriegesellschaft zur heutigen Informations- und Wissensgesellschaft, stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Dieser Wandlungsprozess wird durch die Globalisierung und moderne Kommunikations- und Informationstechnologien vorangetrieben. Unternehmen müssen in diesem dynamischen Umfeld entsprechend handeln und Wissen als Erfolgsfaktor nicht nur erkennen, sondern auch nutzen, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben.
Besonders in der Forschung und Entwicklung (F&E) hat das Wissensmanagement (WM) einen hohen Stellenwert, denn das Unternehmenswissen und seine -ressourcen sind begrenzt. Ein Unternehmen steht vor zwei grundsätzlichen Problemen, zum einen die rasante Zunahme, Fragmentierung und Globalisierung des Wissens, zum anderen die immer kürzer werdenden Entwicklungszeiten, geringeren Entwicklungsbudgets und die Anforderung nach höherer Qualität der Ergebnisse. Die Zusammenarbeit in F&E-Projekten mit externen Partnern eröffnet Unternehmen neue Wege, das begrenzte Wissen sowie Ressourcen im Unternehmen zu erweitern, die Wettbewerbsposition auszubauen, innovativ zu bleiben und sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Jedoch stellen diese Kooperationen die Unternehmen auch vor besondere Herausforderungen, da neue Schnittstellen entstehen und gemeinsame Regelungen zum Wissensaustausch getroffen werden müssen, Kulturen aufeinander treffen und Vertrauen aufgebaut werden muss. Des Weiteren bedeutet dies auch einen hohen Verlust an Flexibilität und Eigenständigkeit für das Unternehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt den Wandel zur Wissensgesellschaft, die Relevanz von Wissensmanagement in F&E-Projekten sowie die Zielsetzung und methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Erläuterungen und Begriffsdefinitionen: Definiert die zentralen Begriffe F&E, Wissen und Wissensmanagement im Kontext der Arbeit.
3 Modelle und Ansätze im WM: Gibt einen Überblick über gängige Wissensmanagement-Modelle und führt detailliert in das Modell der „Bausteine des WM“ nach Probst/Raub/Romhardt ein.
4 Besondere Herausforderungen bei F&E-Projekten mit externen Partnern: Analysiert den Status quo der Musterfirma GmbH und untersucht detailliert die Herausforderungen anhand der acht Bausteine des WM-Modells.
5 Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Ergebnisse der Analyse zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für Unternehmen in F&E-Kooperationen.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, F&E-Projekte, F&E-Kooperationen, Bausteine des Wissensmanagements, Probst/Raub/Romhardt, Wissensidentifikation, Wissenserwerb, Wissensentwicklung, Wissensverteilung, Wissensnutzung, Wissensbewahrung, Wissensziele, Wissensbewertung, Musterfirma GmbH, Open Innovation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den speziellen Herausforderungen des Wissensmanagements bei unternehmensübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen Wissensmanagement-Prozesse wie Identifikation, Erwerb, Entwicklung, Verteilung, Nutzung, Bewahrung sowie die strategische Ausrichtung und Bewertung von Wissen in Kooperationen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die besonderen Herausforderungen an das Wissensmanagement bei externen F&E-Kooperationen auf Basis des „Bausteine des WM“-Modells zu identifizieren und zu untersuchen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Literaturrecherche in Verbindung mit einem Experteninterview bei der Musterfirma GmbH durchgeführt, ergänzt durch die Erstellung von Mind-Maps zur Strukturierung der Ergebnisse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Modelle erläutert und anschließend die Herausforderungen bei F&E-Projekten anhand von acht spezifischen Analysefeldern (Bausteinen) detailliert praxisnah beleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Wissensmanagement, F&E-Kooperationen, Bausteine-Modell nach Probst/Raub/Romhardt und externe Wissensbeschaffung charakterisiert.
Wie unterscheidet sich implizites von explizitem Wissen in der Untersuchung?
Explizites Wissen ist explizit formulierbar (z.B. Dokumente), während implizites Wissen an Personen gebunden ist (Werte, Know-how) und eine größere Herausforderung bei der Weitergabe darstellt.
Welche Rolle spielt das „Need-to-know“-Prinzip?
Es fungiert als Schutzmechanismus bei vertraulichen Daten, kann aber gleichzeitig den Wissensaustausch in F&E-Projekten erschweren.
Was sind die Hauptherausforderungen bei der Wissensbewahrung?
Die Hauptaufgabe besteht darin, wertvolles Wissen vor Verlust durch Mitarbeiterabgänge oder Reorganisationen zu schützen, wobei die Pflege von Datenbanken ressourcenbindend ist.
Wie steht die Musterfirma GmbH zur Wissensbewertung?
Das Unternehmen sieht die Akzeptanz der Messbarkeit von Wissen kritisch und fürchtet potenzielle Bloßstellung durch Kooperationspartner.
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- Anonym (Author), 2016, Herausforderungen an das Wissensmanagement bei Projekten der Forschung und Entwicklung in einem Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/377557