Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › German Studies - Linguistics

Analyse von "komm" hinsichtlich seiner Form und seinen Funktionen als Diskursmarker in der gesprochenen Sprache

Title: Analyse von "komm" hinsichtlich seiner Form und seinen Funktionen als Diskursmarker in der gesprochenen Sprache

Term Paper , 2016 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Hausarbeit untersucht die Form und Funktion von 'komm' als Diskursmarker.

Im Deutschen gibt es in der gesprochenen Sprache eine Reihe von sprachlichen Phänomenen, die im Schriftlichen grundsätzlich nicht auftauchen. Eines dieser Phänomene sind die sogenannten Diskursmarker, die man vor allem an ihrer syntaktischen Position und ihren Funktionen für den Gesprächsbeitrag erkennt. Aufgrund dieser Merkmale unterscheiden sie sich von ihrer homophonen Wortart, die unter anderem ein Adverb, eine Subjunktion oder ein Imperativ sein kann.
Letztere Form wird mit dem Fall des Imperativs ‚komm‘ vom Bewegungsverb ‚kommen‘ in dieser Arbeit thematisiert. Das Vollverb ‚kommen‘ drückt vor allem die Bewegung von etwas oder jemandem zu einem Ort oder das Auftauchen eines Geschehens aus. Der Imperativ ‚komm‘ steht in der zweiten Person Singular (auch ‚komme‘) und fungiert dabei als Befehlsform. Er kommt dann zur Verwendung, wenn eine Person einer anderen beispielsweise befiehlt zu ihm zu kommen.

Im gesprochenen Deutsch jedoch fällt auf, dass ‚komm‘ zum einen diskursbezogene Funktionen besitzt, die für einen Imperativ ungewöhnlich sind. Zum anderen ist die syntaktische Stellung für einen Imperativ untypisch. Aus diesem Grund wird ‚komm‘ in der Forschung mit Diskursmarkern in Verbindung gebracht.

In dieser Arbeit geht es um die Fragestellung, ob ‚komm‘ sich im gesprochenen Deutsch vom Imperativ zum Diskursmarker entwickelt hat. Dies geschieht anhand von Transkripten aus Alltagsgesprächen, mit dem Ziel herauszufinden, welche Merkmale des Imperativs ‚komm‘ in der gesprochenen Sprache verblassen und ob dieser aufgrund seiner neuen Merkmale als Diskursmarker zu bezeichnen ist.

Im Verlauf dieser Arbeit wird zunächst die grammatikalische Klassifikation sowie der wissenschaftliche Forschungsstand zu diesem Thema reflektiert. Dabei werden sowohl die in der allgemeinen Forschung geltenden Definitionskriterien von Diskursmarkern als auch das Auftreten von ‚komm‘ in der Forschung erläutert. Des Weiteren werden die Methode dieser Untersuchung sowie das ausgewählte Korpus beschrieben. Anschließend folgt die Analyse von transkribierten Alltagsgesprächen, die die spezielle Verwendung von ‚komm‘ belegen soll und mit Hilfe dieser die Funktionen erarbeitet werden. Anhand dieser Grundlage wird diskutiert, ob sich ‚komm‘ im gesprochenen Deutsch zu einem Diskursmarker entwickelt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grammatikalische Klassifikation und Forschungsstand

2.1 Diskursmarker

2.2 ‚komm‘

3. Methodik und Datensammlung

3.1 Linguistische Gesprächsanalyse

3.2 Interaktionale Linguistik

3.3 Korpus

4. Analyse

4.1. Aufforderungen

4.2 Ermunterung

4.3 Beendigung einer inneren Überlegung/ Einleitung einer Entscheidung

5. Diskussion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Fragestellung, ob sich die Form ‚komm‘ im gesprochenen Deutsch vom Imperativ zu einem Diskursmarker entwickelt hat. Anhand von Transkripten aus Alltagsgesprächen wird analysiert, welche Merkmale des ursprünglichen Imperativs verblassen und ob die Verwendung als Diskursmarker linguistisch begründet werden kann.

  • Grammatikalische Klassifikation von Diskursmarkern
  • Linguistische Gesprächsanalyse als methodische Grundlage
  • Analyse der verschiedenen Funktionen von ‚komm‘ in der Interaktion
  • Untersuchung von formalen und semantischen Verblassungsprozessen
  • Diskussion über die Kategorisierung von ‚komm‘ als Diskursmarker

Auszug aus dem Buch

4.1. Aufforderungen

Das im folgenden Ausschnitt vorkommende ‚komm‘ impliziert jeweils eine klare Aufforderung in Richtung des Gesprächsteilnehmers ‚Co‘. In dem Gespräch in einem Jugendlager geht es um das Spiel ‚Küchendollar‘, bei dem die Jugendlichen herausfinden müssen, wer die Belohnungsgegenstände namens ‚Küchendollar‘ aus der Küche gestohlen hat. Dabei sprechen die Jugendlichen zunächst den Betreuer ‚Co‘ an, der vehement bestreitet, der Dieb zu sein. Sowohl ‚jun2‘ als auch ‚jun4‘ und ‚jo‘ projizieren mit der Verwendung von ‚komm‘ die folgende Forderung, dass ‚Co‘ die Wahrheit sagen soll. Es wird also eine Handlung in Form einer Aussage gefordert.

Die formale Ebene zeigt ‚komm‘ in folgender Position: Es steht im Vor-Vorfeld und kann somit durch die syntaktische Position das nachfolgende Syntagma projizieren. (Vgl. Z. 0399). Auer bezeichnet ‚komm‘ in diesem Zusammenhang als deverbalen Partikel (Vgl. Auer 1997: 81). Außerdem zeigt das Beispiel, dass ‚komm‘ eine eigene Intonationsphrase bilden kann und somit eine selbstständige Prosodie aufweist (Vgl. Z. 0402). Diese Merkmale zeigen, dass ‚komm‘ sich auf formaler Ebene nicht wie ein Imperativ darstellt. Vielmehr handelt es sich auch aufgrund der nicht vorhandenen Beeinflussung der anderen Satzglieder um eine Partikel, genauer um einen Diskurs- beziehungsweise Gesprächspartikel. Diese stellen wie zuvor erwähnt eine Oberkategorie der Diskursmarker dar.

Die semantische Ebene zeigt, dass die Bedeutung des Verbs ‚kommen‘ verblasst. Dieses drückt Bewegung aus, welche in diesem Beispiel nicht thematisiert wird. Die funktionelle Ebene des Imperativs bleibt jedoch insofern erhalten, dass es sich um einen Aufforderungsmodus handelt (Vgl. Donhauser 1986: 32 f.). Das ständige Auftreten von ‚komm‘ im Aufforderungsmodus übt zusätzlich einen großen Druck auf die befragte Person auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Diskursmarker in der gesprochenen Sprache ein und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Entwicklung von ‚komm‘ vom Imperativ zum Diskursmarker.

2. Grammatikalische Klassifikation und Forschungsstand: Dieses Kapitel reflektiert den aktuellen Forschungsstand zu Diskursmarkern und ordnet das Wort ‚komm‘ in bestehende grammatikalische Kategorien und Wörterbuchdefinitionen ein.

3. Methodik und Datensammlung: Hier werden die Methoden der linguistischen Gesprächsanalyse und der Interaktionalen Linguistik erläutert, die als Grundlage für die Untersuchung des Korpus dienen.

4. Analyse: In diesem Hauptteil wird das Korpus anhand von Beispielen untersucht, wobei ‚komm‘ als Aufforderung, Ermunterung sowie als Steuerungselement in Entscheidungsprozessen analysiert wird.

5. Diskussion: Das Kapitel bewertet die Ergebnisse der Analyse und diskutiert, inwiefern die Kriterien eines Diskursmarkers durch ‚komm‘ erfüllt werden.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass ‚komm‘ unter Berücksichtigung formaler und funktionaler Kriterien als Diskursmarker bezeichnet werden kann.

Schlüsselwörter

Diskursmarker, gesprochene Sprache, Grammatikalisierung, linguistische Gesprächsanalyse, Interaktionale Linguistik, Imperativ, Vollverb, Aufforderung, Ermunterung, Korpus, Vor-Vorfeld, syntaktische Position, semantische Verblassung, Gesprächsorganisation, ‚komm‘

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das sprachliche Phänomen ‚komm‘ in der gesprochenen Sprache und analysiert, ob sich dieses Wort vom klassischen Imperativ zu einem Diskursmarker entwickelt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Grammatikalisierung, die Syntax der gesprochenen Sprache sowie die funktionale Bestimmung von Partikeln im Alltagsgespräch.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob und unter welchen Bedingungen ‚komm‘ in der gesprochenen Sprache als Diskursmarker fungiert, anstatt lediglich als Imperativ des Verbs ‚kommen‘ zu dienen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine linguistische Gesprächsanalyse auf Basis eines Korpus von 26 transkribierten Alltagsgesprächen durchgeführt, ergänzt durch Ansätze der Interaktionalen Linguistik.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in drei funktionale Analyseschwerpunkte: Aufforderungen, Ermunterung sowie die Beendigung innerer Überlegungen und die Einleitung von Entscheidungen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Diskursmarker, Grammatikalisierung, gesprochene Sprache, Gesprächsanalyse und die spezifische Partikel ‚komm‘.

Warum wird ‚komm‘ in Wörterbüchern anders bewertet als in dieser Arbeit?

Herkömmliche Wörterbücher ordnen ‚komm‘ primär als Imperativ des Bewegungsverbs ein, während diese Arbeit die diskursiven, nicht-bewegungsbezogenen Funktionen in der natürlichen Sprachpraxis hervorhebt.

Wie unterscheidet sich die Funktion von ‚komm‘ als Diskursmarker vom Imperativ?

Als Diskursmarker verliert ‚komm‘ seine ursprüngliche Bedeutung der physischen Bewegung und dient stattdessen der Strukturierung des Gesprächsflusses, der Steuerung von Aufmerksamkeit oder der sozialen Interaktion.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Analyse von "komm" hinsichtlich seiner Form und seinen Funktionen als Diskursmarker in der gesprochenen Sprache
College
University of Münster
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V377531
ISBN (eBook)
9783668562561
ISBN (Book)
9783668562578
Language
German
Tags
analyse form funktionen diskursmarker sprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Analyse von "komm" hinsichtlich seiner Form und seinen Funktionen als Diskursmarker in der gesprochenen Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/377531
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint