Ziel der Arbeit ist es, die derzeitige Lage in Deutschland in Bezug auf die gesetzliche Rente zu verdeutlichen und anschließend Lösungen und Handlungsempfehlungen vorzustellen. Hauptaugenmerk liegt auf der Bedeutung der Aktie als Baustein der Altersvorsorge.
Hierbei spielt vor allem das Umlageverfahren eine besondere Rolle. Die steigende Lebenserwartung, die nicht ideale Geburtenrate sowie die Wanderungsbewegung lassen das Umlageverfahren an seine Grenzen stoßen. Die Folge davon ist, dass Sicherheit und Höhe der Rente gefährdet sind. Aus diesem Grund ist die private Vorsorge ein Muss. Trotz Niedrigzinspolitik besparen die Deutschen weiterhin Sparbücher, Tagesgeldkonten oder auch Bausparverträge. Ausschlaggebender Grund ist hierbei zum einen die fehlende Aufklärung der Menschen über Altersvorsorgeprodukte und zum anderen die Komplexität der Produkte. Trotz dieser Hindernisse sind die Menschen gezwungen, für die Rente privat vorzusorgen.
Ein vielversprechendes Instrument ist hierbei die Aktie. Wird sie langfristig und gezielt eingesetzt, so kann sie überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird erklärt, in welchen Ausführungen die Aktie einsetzbar ist. Die Unsicherheit soll vergessen und die Chance erkannt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Altersvorsorge in Deutschland
2.1. Die gesetzliche Rentenversicherung
2.2. Der demographische Wandel
2.3. Auswirkungen auf die Altersvorsorge in Deutschland
3. Die Bedeutung der Aktie als Baustein der Altersvorsorge
3.1. Die Akzeptanz der Aktie in Deutschland
3.1.1. Aktienkultur in Deutschland
3.1.2. Einfluss des Staates auf die Aktienkultur
3.2. Das Instrument Aktie
3.2.1. Aktien in der deutschen Altersvorsorge
3.2.2. Aktienfonds als Bestandteil der Altersvorsorge
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation der gesetzlichen Altersvorsorge in Deutschland unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und analysiert die Aktie als notwendiges Instrument zur Schließung der drohenden Versorgungslücke.
- Herausforderungen durch den demographischen Wandel
- Analyse der Akzeptanz und Aktienkultur in Deutschland
- Staatlicher Einfluss auf das Anlageverhalten
- Vorteile der Aktie und Aktienfonds als langfristige Vorsorgebausteine
Auszug aus dem Buch
3.1.1. Aktienkultur in Deutschland
Die Aktienakzeptanz setzt eine in hohem Maße positive Grundeinstellung der Anleger gegenüber der Aktie als Anlageinstrument voraus. Die positive Grundeinstellung kann sich aber nur herausbilden und stetig entwickeln, wenn die Anleger effektiv und effizient über die Vor- und Nachteile und die Regeln einer Aktienanlage aufgeklärt werden. Das Deutsche Aktieninstitut und die Börse Stuttgart haben in einer Umfrage Personen mit und ohne Aktienbesitz zum Thema Aktien befragt. Aus den Antworten konnte man schlussfolgern, dass Missverständnisse, Fehlurteile und Unsicherheit gegenüber der Aktienanlage weit verbreitet sind. So geben z.B. 74% der Befragten an, dass für eine Aktienanlage gute wirtschaftliche Kenntnisse benötigt werden. 44% sind der Meinung, dass die Aktienanlage eher unsicher und riskant ist. Zusammenfassend bestätigt die Umfrage den geringen Stellenwert der Aktie und das vermeintlich risikolose Anlageverhalten der Deutschen. Dementsprechend können die Menschen auch nicht wissen, dass man schon mit kleinen Anlagebeträgen und Diversifikation eine Vermögensvermehrung einleiten oder sich ein Altersvorsorgepolster auf diese Art und Weise aufbauen kann.
Doch es ist nicht nur das fehlende Wissen oder die falsche Risikoeinschätzung, sondern vielmehr die Unsicherheit. So sind verschiedene Ereignisse vom Jahr 2000 bis 2015 der Grund für die schwache Beteiligung am Aktienmarkt. Ein prägendes Ereignis ist die Erschaffung der „Volksaktie Telekom“. Die Investition der Privatanleger in die „Volksaktie“ erklärt somit auch den Höchststand der Aktionäre mit 6,2 Mio. im Jahr 2000. Ab 2001 begann die Talfahrt und das Platzen der „New Economy Blase“ vergrößerte die Kursverluste der Volksaktie. Diese Investition ist bis heute in den Köpfen der Menschen verankert. Weitere Ereignisse wie z.B. der 11. September 2001 oder die Finanzkrise im Jahr 2008 sorgten erneut für Turbulenzen an den Börsen und aus der Sicht der Deutschen bestätigte sich das Vorurteil gegenüber der Aktie als Risikoinvestition. So verzeichnet man einen Rückgang der Zahl der Aktionäre vom Jahr 2000 bis 2015 um 1,8 Mio. auf 4,4 Mio., wobei im Jahr der Finanzkrise 2008 ein Tiefstand von 3,55 Mio. Aktionären zu verzeichnen war.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung verdeutlicht die Problematik der gesetzlichen Rentenversicherung und führt die Aktie als notwendiges Instrument für die private Altersvorsorge ein.
2. Altersvorsorge in Deutschland: Hier wird der Wandel des deutschen Rentensystems durch Gesetze und demographische Veränderungen analysiert.
2.1. Die gesetzliche Rentenversicherung: Dieses Kapitel erläutert das Solidaritätsprinzip, den Generationenvertrag und das Umlageverfahren als Fundamente der gesetzlichen Rente.
2.2. Der demographische Wandel: Es wird untersucht, wie steigende Lebenserwartung und niedrige Geburtenraten das Sozialversicherungssystem unter Druck setzen.
2.3. Auswirkungen auf die Altersvorsorge in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die drohende Versorgungslücke und die Notwendigkeit privater Eigenvorsorge.
3. Die Bedeutung der Aktie als Baustein der Altersvorsorge: Hier wird die Rolle der Aktie als Investitionsbaustein zur langfristigen Altersvorsorge diskutiert.
3.1. Die Akzeptanz der Aktie in Deutschland: Es wird analysiert, warum die Aktienakzeptanz in Deutschland aufgrund von Wissenslücken und historischen Ereignissen gering ist.
3.1.1. Aktienkultur in Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet das Sicherheitsdenken der Deutschen und den Einfluss prägender Börsengeschichten wie der Volksaktie.
3.1.2. Einfluss des Staates auf die Aktienkultur: Hier wird kritisiert, wie Regulierung und Besteuerung die Aktienkultur in Deutschland behindern.
3.2. Das Instrument Aktie: Es werden die Grundlagen und die Diversifikationsvorteile von Aktien erläutert.
3.2.1. Aktien in der deutschen Altersvorsorge: Dieses Kapitel zeigt anhand des DAI-Renditedreiecks die historischen Renditechancen von Aktien im Vergleich zum Sparen.
3.2.2. Aktienfonds als Bestandteil der Altersvorsorge: Es wird erklärt, wie Aktienfonds und Sparpläne Anlegern einen langfristigen Vermögensaufbau ermöglichen.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine aktienorientierte Vorsorge trotz Skepsis der Bevölkerung notwendig ist, um den Lebensstandard im Alter zu sichern.
Schlüsselwörter
Altersvorsorge, Aktie, Rentenversicherung, demographischer Wandel, Aktienkultur, Kapitalmarkt, Aktienfonds, Rendite, Diversifikation, Versorgungslücke, Umlageverfahren, Finanzvorsorge.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die aktuelle deutsche Altersvorsorge und plädiert dafür, Aktien stärker als Instrument für den privaten Vermögensaufbau zu nutzen, um drohende Versorgungslücken zu schließen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Kerngebiete umfassen das deutsche Sozialversicherungssystem, die Auswirkungen des demographischen Wandels, die Analyse der deutschen Aktienkultur und die Möglichkeiten der privaten Vorsorge durch Aktien und Aktienfonds.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit einer aktienorientierten Altersvorsorge aufzuzeigen und Strategien vorzustellen, wie Anleger trotz Niedrigzinsumfeld und Marktschwankungen sinnvoll für den Lebensabend vorsorgen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Ausarbeitung basiert auf einer Literaturrecherche und der Auswertung von aktuellen Statistiken und Studien des Deutschen Aktieninstituts (DAI) sowie offizieller demographischer Daten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das Rentensystem und die demographischen Probleme analysiert, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der Aktien als Investment, inklusive einer Untersuchung der deutschen Aktienakzeptanz und staatlicher Rahmenbedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Altersvorsorge, demographischer Wandel, Aktienkultur, Kapitalmarkt, Rendite und Diversifikation.
Warum ist das Vertrauen der Deutschen in Aktien laut dem Autor begrenzt?
Laut Autor liegt dies an mangelndem Wissen, der Komplexität der Produkte sowie historischen negativen Ereignissen wie dem Platzen der „New Economy Blase“ und der Finanzkrise 2008, die das Vorurteil der Aktie als Risikoinvestition verstärkt haben.
Wie könnten Aktienfonds das Problem der Kursschwankungen lösen?
Der Autor führt den Cost-Average-Effekt bei monatlichen Sparplänen an, der es ermöglicht, über lange Zeiträume hinweg zu unterschiedlichen Kursen zu investieren und somit Marktschwankungen auszugleichen.
- Arbeit zitieren
- Alexander Filippuk (Autor:in), 2017, Die Bedeutung der Aktie als Instrument der Altersvorsorge in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/376962