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Komplexe Verstehensprozesse in der zwischenmenschlichen Kommunikation

Titel: Komplexe Verstehensprozesse in der zwischenmenschlichen Kommunikation

Hausarbeit , 2015 , 19 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Anna-Marie Lauber (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interpersonale Kommunikation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, warum Verstehensprozesse in der zwischenmenschlichen Kommunikation so komplex sind und welche Faktoren diese Komplexität bedingen. Komplexität wird hierfür in Anlehnung an Grzywatz (2015) definiert.

Ziel der Arbeit ist es, anhand von Konstrukten, Theorien und Modellen aus den Bereichen der Kommunikations- und Kognitionswissenschaft Gründe für die Komplexität von Verstehensprozessen in der zwischenmenschlichen Kommunikation aufzuzeigen. Die Ausarbeitung stellt damit eine grundlagen- und übersichtsartige Darstellung des Themenkomplexes ‚Verstehen und Verstehensprozesse‘ aus Sicht der Kommunikations- und Kognitionswissenschaft dar.

Gegenseitiges Verstehen bildet das Kernstück erfolgreicher zwischenmenschlicher Kommunikation. Ist dieses in einer Kommunikationssituation nicht gegeben (Nicht(s)verstehen) oder auch nur beeinträchtigt (Missverstehen) wirkt sich das auf den Erfolg dieser Kommunikation aus. Dieser Umstand macht den Themenkomplex Verstehen zu einem für alle Lebens- und Wissensbereiche relevanten Problemfeld.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Konstrukte zu den Bereichen Textverstehen und Verstehensprozesse

2.1 Modell der zwischenmenschlichen Kommunikation

2.2 Unterscheidung von Verstehensprozessen und deren Relationen

3. Funktionalität des Textverstehens

3.1 Repräsentationaler Aspekt des Textverstehens

3.1.1 Propositionaler Ansatz nach Kintsch (1974)

3.1.2 Drei Ebenen der Textrepräsentation nach van Dijk und Kintsch (1983)

3.2 Prozeduraler Aspekt des Textverstehens

3.2.1 Wortverstehen

3.2.2 Satzverstehen

3.2.3 Textverstehen

4. Begründung der Komplexität von Verstehensprozessen in der zwischenmenschlichen Kommunikation

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht aus kommunikations- und kognitionswissenschaftlicher Perspektive die Gründe für die Komplexität von Verstehensprozessen in der gesprochenen Face-to-Face Kommunikation. Das primäre Ziel ist es, eine theoretische Grundlage zu schaffen, um zu verstehen, warum gegenseitiges Verstehen ein komplexes, störanfälliges System darstellt.

  • Grundlagen der zwischenmenschlichen Kommunikation
  • Differenzierung von Verstehen, Nichtverstehen und Missverstehen
  • Repräsentationale Aspekte der Textverarbeitung
  • Prozedurale Abläufe der kognitiven Textverarbeitung
  • Einflussfaktoren auf die Komplexität von Kommunikationsprozessen

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Satzverstehen

Um einen Text zu verstehen genügt es allerdings nicht, Wortkonzepte im mentalen Lexikon zu aktivieren. Die aktivierten und selektierten Wortkonzepte müssen nun, in der zweiten Verarbeitungsstufe, zu kohärenten Phrasen, Sätzen und satzübergreifenden Bedeutungseinheiten verknüpft werden (Kercher, 2013).

In der vorliegenden Arbeit wird davon ausgegangen, dass die dabei erzeugten Bedeutungseinheiten propositional repräsentiert werden (vgl. Kapitel 3.1.1). Nach Ballstaedt et al. (1981) ergänzen sich bei der mentalen Konstruktion von Propositionen semantische und syntaktische Prozesse, sodass von einer semantisch-syntaktischen Verarbeitung gesprochen werden kann. Bei der semantischen Verarbeitung verwenden Rezipienten ihr Vorwissen über Zusammenhänge der Realität (Weltwissen), bei der syntaktischen Verarbeitung das Sprachwissen (z.B. Wissen über die konventionalisierten Verbindungen von Wörtern) (Ballstaedt et al., 1981). Clark und Clark (1977) beschreiben dabei die Erkennung der Phrasenstruktur und die Zuordnung der Satzfunktion zu den jeweiligen Phrasen als die zentralen Prozesse der Bedeutungskonstruktion.

In Untersuchungen konnte herausgefunden werden, dass Rezipienten bei der Erkennung der Phrasenstruktur auf bestimmte Prinzipien und Heuristiken zurückgreifen. Nach Anderson (2001) ist ein häufig angewandtes Prinzip dabei das ‚Prinzip der minimalen Anbindung‘ (Minimal Attachement): Nach diesem Prinzip wird ein Satz immer so interpretiert, dass die Komplexität der Phrasenstruktur minimal ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Problem der Komplexität von Verstehensprozessen und grenzt das Untersuchungsfeld auf gesprochene Face-to-Face Kommunikation ein.

2. Grundlegende Konstrukte zu den Bereichen Textverstehen und Verstehensprozesse: Dieses Kapitel erläutert das Kommunikationsmodell der Arbeit und differenziert die zentralen Begriffe Verstehen, Missverstehen und Nichtverstehen.

3. Funktionalität des Textverstehens: Das Kapitel analysiert die repräsentationalen und prozeduralen Aspekte der Textverarbeitung, einschließlich propositionaler Ansätze und zyklischer Speicherungsprozesse.

4. Begründung der Komplexität von Verstehensprozessen in der zwischenmenschlichen Kommunikation: Hier werden die theoretischen Erkenntnisse zusammengeführt, um die vielschichtigen Faktoren und Wechselwirkungen zu begründen, die Kommunikation komplex und störanfällig machen.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass es kein Allheilmittel für perfektes Verstehen gibt, und betont die Notwendigkeit, sich der Komplexität in der konkreten Kommunikationssituation bewusst zu sein.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Verstehen, Missverstehen, Textverstehen, Komplexität, Kognitionswissenschaft, Proposition, Kohärenz, mentale Repräsentation, Face-to-Face, Sprachverarbeitung, Kommunikationsmodell, Wissen, Konstruktivismus, Sprachbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Untersuchung der Komplexität von Verstehensprozessen in der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die kognitions- und kommunikationswissenschaftlichen Grundlagen des Verstehens sowie die Faktoren, die zu Missverständnissen führen können.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, anhand wissenschaftlicher Modelle zu erklären, warum Verstehen in der Face-to-Face Kommunikation ein derart komplexes und fehleranfälliges System ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Anwendung kommunikations- sowie kognitionswissenschaftlicher Modelle basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition grundlegender Konstrukte, die Analyse der Funktionalität von Textverstehen (repräsentational und prozedural) sowie die Zusammenführung dieser Erkenntnisse zur Begründung der Kommunikationskomplexität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Verstehensprozesse, Kommunikationskomplexität, mentale Repräsentation und kognitive Verarbeitung.

Warum ist laut der Arbeit "hundertprozentiges Verstehen" unwahrscheinlich?

Aufgrund konstruktivistischer Prämissen werden Botschaften nicht exakt vom Sender zum Empfänger übertragen; stattdessen bildet der Rezipient eine individuelle Repräsentation, die durch eigenes Vorwissen und Kontext beeinflusst wird.

Welche Rolle spielt der Faktor "Zeit" bei Missverständnissen?

Der Faktor Zeit ist entscheidend, da Missverstehen ein unbewusster Prozess ist, der erst durch ein bewusstes, punktuelles Ereignis (das Missverständnis) im Nachhinein erkennbar wird.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Komplexe Verstehensprozesse in der zwischenmenschlichen Kommunikation
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten  (Mediendidaktik)
Veranstaltung
Kommunikation
Note
2,1
Autor
Anna-Marie Lauber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V376879
ISBN (eBook)
9783668542648
ISBN (Buch)
9783668542655
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verstehensprozesse Komplexität Kommunikation zwischenmenschliche Kommunikation Kommunikationswissenschaft Kognitionswissenschaft Textverstehen Propositionaler Ansatz Drei Ebenen der Textrepräsentation Wortverstehen Satzverstehen Missverstehen Verstehen Missverständis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Marie Lauber (Autor:in), 2015, Komplexe Verstehensprozesse in der zwischenmenschlichen Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/376879
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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