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Die Absurditäten der karnevalistischen Literatur des Mittelalters

Analysiert an "Die drei Mönche zu Kolmar" und "Die Tinte"

Titel: Die Absurditäten der karnevalistischen Literatur des Mittelalters

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 15 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Philipp Nern (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Aufgabe dieser Hausarbeit wird es sein, die Werke "Die Tinte" von Hans Rosenplüt und "Die drei Mönche zu Kolmar" von Niemand, in Hinsicht auf die irrationalen, meist absurd dargestellten Handlungsweisen der Charaktere zu analysieren. Die Tatsache, dass die karnevaleske Literatur des Mittelalter die Doppelgänger oder die Verwechslungen von Identitäten als Parodie und somit als versteckte Kritik an den Ständen oder an Werten und Normen sieht, war anstoßgebend für die exemplarische Auseinandersetzung mit diesem Themengebiet und der Wahl der Texte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Karnevalisierung

2. Die vier Mönche zu Kolmar?

3. Der maskierte Teufel

Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Werke „Die Tinte“ von Hans Rosenplüt und „Die drei Mönche zu Kolmar“ von Niemand hinsichtlich ihrer absurden und irrationalen Handlungsweisen, wobei das Vierkategorien-Muster nach Michail Bachtin als theoretisches Analyseraster dient, um die Funktion von Komik und die darin verborgene Kritik an ständischen Normen und dem Klerus offenzulegen.

  • Analyse karnevalistischer Elemente in der mittelalterlichen Literatur.
  • Untersuchung der Figurenkonstellation und gesellschaftlicher Hierarchien.
  • Anwendung von Bachtins Kategorien (zwischenmenschlicher Kontakt, Exzentrizität, Mesalliance, Profanation).
  • Dechiffrierung von Parodie als Mittel der Gesellschaftskritik.
  • Erklärung der komischen Wirkung durch irrationale Handlungen der Protagonisten.

Auszug aus dem Buch

3. Der maskierte Teufel

In der Geschichte „Die Tinte“ von Hans Rosenplüt wird beschrieben, wie ein Mönch eine Frau dafür bezahlte mit ihr den Beischlaf zu vollführen. Sie wurde eingeladen dem Mönch in seinen Gemächern im Kloster zu besuchen und dort angetroffen, vollführten sie den Beischlaf, sodass der Mönch die ganze Nacht nicht schlafen konnte (V. 38-46). Am Morgen, noch verschwitzt von der Nacht, träufelte er sich Rosenwasser auf die Stirn, um das Schwindelgefühl zu beseitigen, damit er seine Pflichten auf der Frühmesse zu erfüllen vermöge (V. 50). Nach der Frühmesse - so versprach der Mönch - kehre er wieder zur Frau zurück und lege sich wieder ins Bett (V. 59). Nun allein im Zimmer überkam der Frau auch ein Schwindel und sie bestrich sich ihre Stirn mit Rosenwasser, um den Schwindel zu lösen. Doch als sie nach der Flasche griff, war es nicht das Rosenwasser sondern ein Tintenglas. Sie schmierte sich die Tinte ins Gesicht (V. 70-75). Die Identität der Frau wurde durch die Tinte unkenntlich gemacht und sie sah nun aus wie der Teufel. Als der Mönch wiederkam fand er nicht die Frau sondern den Teufel in seinem Bett wieder. Er erschrak sich und rief seine Ordensbrüder, die feststellten, dass dies der Teufel sein musste (V.85-89). Die Frau, erschrocken von der Anschuldigung, schaute sich im Spiegel an, entdeckte, dass sie voller Tinte war und lief davon (V. 95-100).

Die Kategorien von Bachtin sind auch hier alle wiederzufinden. Die Kategorie des zwischenmenschlichen Kontakts, eng verbunden mit der Mesalliance ist in den normenwidrigen Handlungen des Mönches wiederzufinden. Die Exzentrizität wird durch die Themenwahl des „lüsternen Mönches bezahlt eine Prostituierte“ erfüllt. Die Profanität ist hierbei der spannendste Analysepunkt. Man würde annehmen, dass der Mönch, weil in seinem Gemach eine nackte Frau mit einem durch Tinte zum Teufel maskierten Gesicht gefunden wurde, den Karnevalskönig darstellen muss. Dies ist aber nicht so. Durch die Vereinfachung der Gegebenheiten und der panischen Reaktion des Mönches wird er nicht der Karnevalskönig, sondern die Mätresse wird blamiert, obwohl sie kein solch großen Bruch an Normen begangen hat wie der Mönch.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die irrationalen Handlungen in den ausgewählten Mären mittels Bachtins Vierkategorien-Muster zu analysieren.

1. Karnevalisierung: Dieses Kapitel erläutert theoretisch das Konzept der Karnevalisierung und stellt die vier Analyse-Kategorien (zwischenmenschlicher Kontakt, Exzentrizität, Mesalliance, Profanation) vor.

2. Die vier Mönche zu Kolmar?: Der Abschnitt analysiert die Märe „Die drei Mönche zu Kolmar“ als ein Spiel der Intrigen und zeigt auf, wie durch die Übertrumpfung der Mönche komische Effekte erzielt werden.

3. Der maskierte Teufel: Dieses Kapitel untersucht Hans Rosenplüts „Die Tinte“ und verdeutlicht, wie durch eine Verwechslung und die Maskierung der Frau als Teufel eine karnevalistische Situation der Lächerlichkeit entsteht.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Absurdität und das irrationale Handeln der Figuren in erster Linie der Erzeugung von Komik dienen und eine versteckte Kritik am Klerus ermöglichen.

Schlüsselwörter

Karnevalisierung, Mittelalter, Novellistik, Michail Bachtin, Parodie, Komik, Märe, Die drei Mönche zu Kolmar, Die Tinte, Hans Rosenplüt, Klerus, Profanation, Exzentrizität, Mesalliance, Literaturkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht zwei mittelalterliche Mären, „Die drei Mönche zu Kolmar“ und „Die Tinte“, im Hinblick auf deren absurde Handlungsweisen und die dort dargestellte Karnevalisierung.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Themenfelder umfassen die Analyse von Komik, die Umkehrung ständischer Normen sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Klerus und dessen Keuschheitsgelübden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die naiven und irrationalen Handlungen der Protagonisten eine tiefere Bedeutung haben oder primär dazu dienen, eine komische Wirkung zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?

Es wird das „Vierkategorien-Muster“ von Michail Bachtin als theoretisches Analyseraster angewendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Karnevalisierung und die praktische Analyse der beiden Primärtexte, wobei insbesondere die Figurenkonstellationen beleuchtet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Karnevalisierung, Parodie, Profanation, Mesalliance und die Analyse der „umgestülpten Welt“ des Mittelalters.

Warum hält der Student in „Die drei Mönche zu Kolmar“ die Mönche für Wiedergänger?

Aufgrund seiner Trunkenheit und der absurden Situation ist der Student nicht in der Lage, die unterschiedlichen Personen voneinander zu unterscheiden, was zur mechanisierten und komischen Tötung der Mönche führt.

Wie lässt sich die moralische Aussage in „Die Tinte“ interpretieren?

Die Moral wird als chaotisch und zweitrangig eingestuft, da der Mönch trotz seines Fehltritts ungeschoren davonkommt, während die Frau die Demütigung trägt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Absurditäten der karnevalistischen Literatur des Mittelalters
Untertitel
Analysiert an "Die drei Mönche zu Kolmar" und "Die Tinte"
Hochschule
Universität Potsdam  (Germanistik Institut)
Note
2.0
Autor
Philipp Nern (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
15
Katalognummer
V376819
ISBN (eBook)
9783668571549
ISBN (Buch)
9783668571556
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karneval Drei Mönche zu Kolmar Die Tinte Bachtin Schwarzer Humor PDF Hausarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Nern (Autor:in), 2017, Die Absurditäten der karnevalistischen Literatur des Mittelalters, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/376819
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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