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Warum scheint es so, als könne Hesperus auch nicht mit Phosphorus identisch sein? Eine Analyse von Kripkes Antwort

Ein Beitrag zur theoretischen Philosophie

Titel: Warum scheint es so, als könne Hesperus auch nicht mit Phosphorus identisch sein? Eine Analyse von Kripkes Antwort

Hausarbeit , 2017 , 12 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Liren Xu (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Kripkes Antwort auf die Frage, warum es so scheint, als könne Hesperus auch nicht mit Phosphorus identisch sein, die Kripke in „Naming and Necessity“ diskutiert. Bei der Analyse von Kripkes Antwort werde ich auf Kripkes Referenztheorie und seine Kategorisierung von Indentitätsaussagen zwischen Eigennamen eingehen.

Kripke betrachtet Identitätsaussagen wie „Hesperus ist Phosphorus“ als a posteriori notwendig wahr. Diese Betrachtung beruht auf seine Referenztheorie, die sich von der deskriptivistischen Referenztheorie von Frege und Russell unterscheidet. Nach dem Deskriptivismus sind Eigennamen wie „Hesperus“ synonym mit der Beschreibung „der hellste Himmelskörper am Abend“, bzw. abgekürzte oder verkleidete Kennzeichnungen. Im Gegensatz zu Frege und Russell sieht Kripke Eigennamen als starre Designatoren. Weil das Referieren laut Kripke durch zwei Phasen zustandekommt, nämlich durch einen Taufakt und eine kausal historische Verbindung von Eigennamen und ihren Referenten, die allgemein in der Gemeinschaft der Zielsprache anerkannt ist, sollen starre Bezeichner sowohl in unserer aktuellen Welt wie auch in allen kontrafaktischen Welten die genannten selben Referenten herausgreifen, wenn der Referent in jenen Welten existiert. Dieselben Kennzeichnungen können nach dem Deskriptivismus in anderen möglichen Welten unterschiedliche Gegenstände designieren. Eine Identitätsaussage wie „H = P“ könnte im deskriptivistischen Sinne und im Kontext der Modallogik gleichzeitig wahr und falsch sein, so dass das Gesetz des Satzes vom Widerspruch verletzt wird. Im Zusammenhang von Kripkes Referenztheorie der Eigennamen kann das Problem vermieden werden. Von daher ist das Thema der Arbeit vom großen Interesse. Und durch die Beschäftigung mit dem Thema kann man Kripkes Theorie besser verstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Identitätsaussagen als a posteriori notwendige Wahrheiten

3. Das Problem der Vorstellbarkeit von „Hesperus ≠ Phosphorus“

4. Kripkes Lösung

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Saul Kripkes Argumentation in „Naming and Necessity“, insbesondere seine Antwort auf die Frage, warum Identitätsaussagen wie „Hesperus ist Phosphorus“ trotz ihrer notwendigen Wahrheit a posteriori erscheinen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Unterscheidung zwischen epistemischer und metaphysischer Möglichkeit, um das Problem der scheinbaren Kontingenz solcher Identitäten aufzulösen.

  • Kripkes Referenztheorie und starre Designatoren
  • Kategorisierung von Identitätsaussagen als a posteriori notwendige Wahrheiten
  • Das Problem der Vorstellbarkeit bei kontradiktorischen Identitätsaussagen
  • Die Differenzierung zwischen epistemischer und metaphysischer Möglichkeit

Auszug aus dem Buch

4. Kripkes Lösung

Eine Sache muss man im Hinterkopf behalten, bevor man Kripkes Antwort auf die Einwände rekonstruiert. Was ist mit Vorstellbarkeit gemeint? Es gibt viele Dinge, die wir nicht bildlich vorstellen können, sondern nur theoretisch bzw. begrifflich, z.B. ein Atom. Dennoch sind die Dinge möglich. Bei den Einwänden muss Vorstellbarkeit als begriffliche Denkbarkeit verstanden werden. Vorstellbarkeit bezieht sich nicht auf bildliche Repräsentation (vgl. Kung 2016: 437-438).

Kripke argumentiert gegen den ersten Einwand, indem er epistemische Möglichkeit von metaphysischer Möglichkeit unterscheidet.

First, there's one sense in which things might turn out either way, in which it's clear that that doesn't imply that the way it finally turns out isn't necessary. For example, the four color theorem might turn out to be true and might turn out to be false. It might turn out either way. It still doesn't mean that the way it turns out is not necessary. Obviously, the 'might' here is purely 'epistemic'-it merely expresses our present state of ignorance, or uncertainty. (Kripke 1980: 103)

In diesem Szenario beruht Vorstellbarkeit auf einer epistemischen Unsicherheit des Protagonisten anstatt auf Wahrheit. Die Überzeugung „H = P“ hat bereits in der kontrafaktischen Welt mit ihrem propositionalen Gehalt übereinstimmende Tatsachen, dass der „H“ genannte Planet derselbe wie H in unserer Welt ist, der „P“ genannte Planet derselbe wie P in unserer Welt ist, und die beiden Planeten identisch sind. Diese Tatsachen sind für diese kontrafaktische Welt gegeben, indem Kripke so schreibt: „[I]n advance of our discovering that these were the same“ (Kripke 1980: 103). Das heißt, dass die Wahrheit dieser Identitätsaussage in dieser kontrafaktischen Welt gegeben ist. Eine Aussage wie „H = P“ ist wahr, gdw. H = P (vgl. Beckermann 2009: 289-293). Die Wahrheit von „H = P“ hängt also nicht von den epistemischen Zuständen des Protagonisten ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Kripke’sche Referenztheorie ein und umreißt die Fragestellung nach der notwendigen Wahrheit von Identitätsaussagen.

2. Identitätsaussagen als a posteriori notwendige Wahrheiten: In diesem Kapitel wird erläutert, wie Kripke Identitätsaussagen zwischen Eigennamen als a posteriori notwendig charakterisiert und von der deskriptivistischen Tradition abgrenzt.

3. Das Problem der Vorstellbarkeit von „Hesperus ≠ Phosphorus“: Hier wird der Einwand gegen Kripke diskutiert, dass die Vorstellbarkeit einer Welt, in der die Identität nicht gilt, die Notwendigkeit der Aussage infrage stellt.

4. Kripkes Lösung: Dieses Kapitel analysiert Kripkes Entgegnung, in der er zwischen epistemischer Unsicherheit und metaphysischer Möglichkeit unterscheidet, um das Vorstellbarkeitsproblem zu entkräften.

5. Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst die wesentlichen Argumente zusammen und betont den Beitrag von Kripkes Theorie zu einer neuen Auffassung notwendiger Wahrheiten.

Schlüsselwörter

Saul Kripke, Naming and Necessity, Identitätsaussagen, Hesperus, Phosphorus, starre Designatoren, a posteriori, notwendige Wahrheit, epistemische Möglichkeit, metaphysische Möglichkeit, Referenztheorie, Vorstellbarkeit, Modallogik, Eigennamen, kontrafaktische Welten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Saul Kripkes philosophische Antwort auf das Problem, warum Identitätsaussagen zwischen Eigennamen als notwendige Wahrheiten gelten, obwohl sie a posteriori entdeckt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Kripke'sche Referenztheorie, das Konzept der starren Designatoren sowie die Unterscheidung zwischen epistemischen und metaphysischen Möglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Kripkes Lösung für das sogenannte Vorstellbarkeitsproblem darzulegen, welches besagt, dass die intuitive Vorstellbarkeit einer Nicht-Identität die notwendige Wahrheit einer Identitätsbehauptung untergraben könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die auf der exegesischen Untersuchung von Saul Kripkes Werk „Naming and Necessity“ sowie ergänzender Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Kripkes Theorie zu starren Designatoren, die Erläuterung des Problems der Vorstellbarkeit von Nicht-Identität und die abschließende Rekonstruktion von Kripkes Antwort auf diese Einwände.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie starre Designatoren, a posteriori notwendige Wahrheit, epistemische und metaphysische Möglichkeit sowie die Fallbeispiele Hesperus und Phosphorus geprägt.

Wie unterscheidet Kripke zwischen dem Hesperus- und Phosphorus-Beispiel?

Kripke nutzt das Beispiel, um zu zeigen, dass Eigennamen in allen möglichen Welten dieselben Referenten herausgreifen, unabhängig davon, ob unser Wissensstand zum Zeitpunkt der Taufakte eine Identität bereits explizit offenbart hat.

Warum hält Kripke das Vorstellbarkeitsproblem für ein Scheinproblem?

Kripke argumentiert, dass die Intuition, die Identität könnte falsch sein, lediglich auf einer epistemischen Unsicherheit basiert, welche nicht mit der metaphysischen Möglichkeit verwechselt werden darf, dass die Identität tatsächlich in einer anderen Welt nicht besteht.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Warum scheint es so, als könne Hesperus auch nicht mit Phosphorus identisch sein? Eine Analyse von Kripkes Antwort
Untertitel
Ein Beitrag zur theoretischen Philosophie
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Möglichkeit, Notwendigkeit und unser Wissen davon
Note
2.0
Autor
Liren Xu (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
12
Katalognummer
V375986
ISBN (eBook)
9783668527591
ISBN (Buch)
9783668527607
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kripke Möglichkeit Notwendigkeit Sprachphilosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Liren Xu (Autor:in), 2017, Warum scheint es so, als könne Hesperus auch nicht mit Phosphorus identisch sein? Eine Analyse von Kripkes Antwort, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/375986
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Leseprobe aus  12  Seiten
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