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Michael Kohlhaas’ Verhältnis zu den Menschen in Heinrich von Kleists Novelle

Titel: Michael Kohlhaas’ Verhältnis zu den Menschen in Heinrich von Kleists Novelle

Seminararbeit , 2017 , 12 Seiten

Autor:in: Kristina Poledica (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Seminararbeit beschäftige ich mich mit den Verhältnissen Michael Kohlhaas zu anderen Menschen. Einige Teile in der Novelle werden näher analysiert, welche von großer Bedeutung für die Seminararbeit sind. Neben den Verhältnissen zu den Menschen wurden auch Herrschaftsverhältnisse erwähnt. Zudem wurde auch das zentrale Thema der Gerechtigkeit und des Rechtes in der Novelle bearbeitet. Hier erhebt sich die Sphäre des Rechts und die ideale Welt des Rechts zeigt sich durch Intrigen und Unterschlagung. Kohlhaas Kampf einer Einzelperson um das Recht stellt eigentlich die Strebung des Gesamtvolkes nach Änderungen dar. Das ausdrucksvolle Ereignis am Ende der Geschichte ist noch zu betonen, als der Hauptprotagonist schließlich den Sieg erlangt, welchen er mit seinem Leben bezahlen müsste. In dieser Seminararbeit wurde auch analysiert, wie Kohlhaas sein verachtetes Rechtsgefühl zum größeren Schaden geführt hat. Er hat sein Tod als gerechte Strafe akzeptiert. Kohlhaas beginnt in seinem stark entwickelten Rechtsgefühl den Kampf mit Staat und Gesellschaft,um sich selbst sein Recht zu verschaffen.Sein Recht wird ihm schließlich zuteil, aber als Sühne für die Verletzung der Rechtsordnung muss sein Haupt fallen. Kleists Wirklichkeitssinn hat ein Meisterstück packender Darstellung geschaffen. Kohlhaas ist nur so lange Räuber und Mörder,als ihm sein Recht versagt ist.Dann besteigt er ruhig das Schaffot , die Notwendigkeit des Staates und der menschlichen Gesetze anerkennend. Die Darstellung ist lebendig und stets vorwärtsdrängend.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Heinrich von Kleist-biographische Angabe

3. Das Phänomen Kleist

4. Michael Kohlhaas’ Verhältnis zu den Menschen

5. Herrschaftsverhältnis und Politik

6. Der Kampf um die Gerechtigkeit

6.1 Paradoxie der Gerechtigkeit

7. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Seminararbeit untersucht das vielschichtige Verhältnis des Protagonisten Michael Kohlhaas zu seinen Mitmenschen innerhalb der gleichnamigen Novelle von Heinrich von Kleist. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie Kohlhaas’ kompromissloses Streben nach Gerechtigkeit und seine Interaktion mit gesellschaftlichen sowie staatlichen Strukturen nicht nur zur persönlichen Tragödie führen, sondern auch die moralischen Defizite des damaligen Rechtswesens spiegeln.

  • Analyse des Rechtsgefühls von Michael Kohlhaas
  • Untersuchung der Herrschaftsstrukturen und des politischen Umfelds
  • Die Dialektik von individuellem Unrecht und staatlicher Willkür
  • Reflektion über Gerechtigkeit vs. Rechtsgleichheit
  • Verhältnis zwischen Kleists Biografie und dem Werk

Auszug aus dem Buch

4. MICHAEL KOHLHAAS’ VERHÄLTNIS ZU DEN MENSCHEN

Vom Anfang an weist der Schriftsteller in der Novelle auf die Tugend des Hauptprotagonisten und nimmt ihm somit in seinen Schutz: ‘‘Dieser außerordentliche Mann würde, bis in sein dreißigstes Jahr für das Muster eines guten Staatsbürgers haben gelten können’’3 Somit wird er als vorbildlicher Bürger seiner Zeit dargestellt.

Der Zweikampf wird mit der persönlichen Begegnung zwischen dem sächsischen Kurfürsten und Kohlhaas eröffnet. Wenn man die Familie Kohlhaas mit dem sächsischen Kurfürst vergleicht, erkennt man die ähnliche identitätsstiftende Funktion. Doch Kleist kennt schon die Parallelen zwischen der bürgerlichen Familie und dem Adelsgeschlecht. Das sehen wir, wenn Kohlhaas seine Frau als Fürstin beerdigt. Was mit der Hasenhetze begann, endete mit dem Tod von Lisbeth und mit der Auflösung und Verletzung der bürgerlichen Familie des Kohlhaas, so dass er sein Haus verkaufte und seine Kinder über die Grenze schickte.

Er wollte eigentlich sich an die Verfolgung der Adelssippenschaft machen. Der Destruktionsbewegung der Novelle vom Anfang korrespondiert am Ende eine Konsolidierungsbewegung. Kohlhaas ist dort mit seinen fünf Kindern erneut vereint, die auf seine Bitte aus Findelhäusern wieder zusammengesucht hatte. Er musste jetzt das verlorene mütterliche Prinzip ersetzen, indem er ein erkranktes Kind mit Semmel und Milch fütterte. Im Rahmen des Textes soll die Mutter nur für das Aufpäppeln erkrankter Kinder verloren sein und zugleich soll sie, als Zigeunerin wiedergeboren, Kohlhaas mit dem Amulett gegen die fürstliche Herrschaft verliehen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Analyse von Kohlhaas' Rechtsverständnis sowie die damit einhergehenden Herrschaftskritiken und moralischen Konflikte innerhalb der Novelle.

2. Heinrich von Kleist-biographische Angabe: Dieses Kapitel verortet Kleist in der romantischen Epoche, hebt aber seine realistische Darstellungsweise hervor, die ihn von seinen Zeitgenossen abhebt.

3. Das Phänomen Kleist: Der Autor beschreibt hier das pessimistische Weltbild Kleists und dessen Fokus auf die Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz.

4. Michael Kohlhaas’ Verhältnis zu den Menschen: Dieses Kapitel analysiert den Wandel des Protagonisten vom vorbildlichen Bürger zum Räuber sowie die Zerstörung seiner familiären Identität.

5. Herrschaftsverhältnis und Politik: Hier wird die Willkür des Adels und das Unvermögen der Obrigkeit, Gerechtigkeit walten zu lassen, kritisch beleuchtet.

6. Der Kampf um die Gerechtigkeit: Dieses Kapitel setzt sich mit der rechtsphilosophischen Dimension von Kohlhaas’ Handeln und dem Konflikt zwischen positivem Recht und Naturrecht auseinander.

6.1 Paradoxie der Gerechtigkeit: Es wird erörtert, warum Kohlhaas' Suche nach Gerechtigkeit zwingend in eine Kette von neuem Unrecht münden muss.

7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass Kohlhaas als Symbolfigur für ein unzufriedenes Volk steht, das für seine Rechte kämpft, und betont das Scheitern des Individuums gegenüber korrupten Strukturen.

Schlüsselwörter

Michael Kohlhaas, Heinrich von Kleist, Gerechtigkeit, Rechtsgefühl, Novelle, Herrschaftskritik, Moral, Rachefeldzug, Individuum, Naturrecht, Gesellschaft, Staatskritik, Rechtswirklichkeit, Wahnsinn, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Novelle „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist unter dem Aspekt des Verhältnisses des Protagonisten zu seinen Mitmenschen und seiner Umgebung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Rechtsgefühl, die Willkür feudaler Herrschaft, das Streben nach Gerechtigkeit sowie die psychologische Entwicklung des Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Konflikt zwischen individuellem Rechtsempfinden und staatlicher Ordnung aufzuzeigen und die Konsequenzen dieses Widerstands zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische Methode, kombiniert mit literaturwissenschaftlicher Interpretation und Bezugnahme auf rechtsphilosophische Kontexte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Biografie des Autors, das Verhältnis von Kohlhaas zum Adel und Kurfürsten sowie die Unvermeidbarkeit des tragischen Endes im Kontext der Gerechtigkeitsfrage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Rechtsgefühl, Gerechtigkeit, Herrschaftskritik, Individuum und gesellschaftliche Willkür.

Warum wird Kohlhaas im Laufe der Novelle zum Räuber?

Der Autor argumentiert, dass das versagte Recht und die tiefgreifende Kränkung Kohlhaas' Gerechtigkeitssinn in eine irrationale, destruktive Form umschlagen lassen, die ihn zum Handeln außerhalb des Gesetzes zwingt.

Inwieweit spielt die Rolle Luthers eine wichtige Bedeutung?

Die Begegnung mit Martin Luther stellt den moralischen Wendepunkt dar, an dem das Prinzip der staatlichen Unterordnung und die Aufforderung zur Vergebung auf Kohlhaas' unnachgiebiges Rechtsstreben prallen.

Warum endet die Novelle trotz Kohlhaas' Sieg für ihn tödlich?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass zwar das angestrebte Recht erreicht wird, aber die Verletzung der staatlichen Ordnung, die durch Kohlhaas' Selbsthilfe begangen wurde, eine Sühne durch den Tod zwingend macht.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Michael Kohlhaas’ Verhältnis zu den Menschen in Heinrich von Kleists Novelle
Veranstaltung
Seminararbeit
Autor
Kristina Poledica (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
12
Katalognummer
V375861
ISBN (eBook)
9783668544659
ISBN (Buch)
9783668544666
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kleist Michael Kohlhaas Verhältnis Rechtsverweigerung Gerechtigkeit Rechtsgefühl
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristina Poledica (Autor:in), 2017, Michael Kohlhaas’ Verhältnis zu den Menschen in Heinrich von Kleists Novelle, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/375861
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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