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Inwiefern hat die Prothetik zu der Wiedereinglierung der Kriegsinvaliden des Ersten Weltkrieges in die Weimarer Republik beigetragen?

Titel: Inwiefern hat die Prothetik zu der Wiedereinglierung der Kriegsinvaliden des Ersten Weltkrieges in die Weimarer Republik beigetragen?

Hausarbeit , 2014 , 12 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Julia Merten (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Hausarbeit über die Vorteile der Prothetik und inwiefern sie es den Invaliden des Ersten Weltkrieges ermöglicht hat, sich wieder in die Gesellschaft der Weimarer Republik zu integrieren.

Von 1914 bis 1918 wütete der Erste Weltkrieg, ausgelöst durch das Attentat vom 28. Juni 1914 auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seine Ehefrau auf offener Straße in Sarajewo, durchgeführt von dem serbischen Nationalisten Gavrilo Princip. Doch dieser Krieg war anders: Qualitativ wie quantitativ unterschied er sich von bisher geschehenen Kriegen. Bereits die Bezeichnung eines Weltkrieges, weist daraufhin, dass eine enorme Anzahl von Staaten in diesen Krieg involviert war. Die Qualitative Änderung des Krieges wird in dem Brief eines deutschen Soldaten zusammengefasst: „Das ist überhaupt das Scheußlichste an diesem Krieg – alles wird maschinenmäßig, man könnte den Krieg eine Industrie gewerbsmäßigen Menschenschlachtens nennen.“ (Bieber, 2002) 1.81 Millionen deutsche Soldaten verloren in diesem Krieg ihr Leben, 4.25 Millionen kehrten verletzt Heim und 772.000 wurden zu Kriegsgefangenen.

Mich interessieren diese 4.25 Millionen Kriegsinvaliden; was passierte mit ihnen als sie wieder in ihre Heimat zurückkehrten? Sie waren physisch wie auch psychisch teils schwer, teils leicht verletzt. Wie wurden sie wieder in die Gesellschaft integriert? War dies überhaupt möglich? Inwiefern hat die technische Entwicklung der Prothetik zu diesem Prozess der Wiedereingliederung beigetragen?
Spezialisiert auf die Prothetik des Armes, werde ich im Laufe meiner Arbeit unter Hinzuziehung von einschlägigen Publikationen, all dies untersuchen und erarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wichtigkeit der Prothetik nach dem ersten Weltkrieg

3 Prothetik

3.1 Der Arbeitsarm

3.2 Die Methode Schlesingers und Sauerbruchs

3.3 Der Carnes-Arm

4 Konflikt zwischen Medizinern und Ingenieuren

5 Akzeptanz in der Weimarer Republik

6 Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die technische Entwicklung der Prothetik nach dem Ersten Weltkrieg einen Beitrag zur Wiedereingliederung von Kriegsinvaliden in die Gesellschaft der Weimarer Republik geleistet hat, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Verwertbarkeit und individueller körperlicher Wiederherstellung beleuchtet wird.

  • Technische Entwicklung von Armprothesen nach 1914
  • Konfliktlinien zwischen Medizinern und Ingenieuren
  • Ökonomische Reintegration von Veteranen in den Arbeitsmarkt
  • Soziale Akzeptanz und Wahrnehmung von Kriegsinvaliden
  • Psychologische Aspekte der Prothesenversorgung

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Methode Schlesingers und Sauerbruchs

1915 wurde in Berlin Charlottenburg die Prüfstelle für Ersatzglieder gegründet. Im Vorstand war der Maschinenbauingenieur und Professor für Betriebswirtschaft Georg Schlesinger. (Harrasser, Karin: Sensible Prothesen. In: Body Politics. Zeitschrift für Körpergeschichte, 1. Jg. 2013, Heft 1, S.103.) Für Schlesinger stand genau wie bei Kollege Jagenberg die Produktivität im Vordergrund. Die Prothese hatte ein Grundgerät, das an dem rudimentären Ober- oder Unterarm befestigt wurde und welches dann mit den unterschiedlichsten Aufsätzen versehen werden konnte, um den Körper problemlos mit der Maschine zu verbinden (Harrasser, S.104.). Schlesinger hatte demnach einen klassischen Arbeitsarm, einen Armersatz, in feinster Ingenieurmanier entwickelt. Er war der Auffassung, eine Prothese müsste nicht „dem ‚inneren Konstruktionsplan‘ des ursprünglichen Organs […] folgen, sondern strikt seiner Funktion“ (Harrasser, S.107.). Sein Kollege in der Prüfstelle, der prominente Chirurg Ferdinand Sauerbruch hingegen, verfolgte eine ganz andere Methode.

Er war Schlesingers Opponent und der Meinung, dass es gerade wichtig war die Bewegungen und das Äußere der Hand so exakt wie möglich nachzubauen. Demnach war er der Vertreter des Ersatzarmes. (Herrasser, S. 108.) Dieser war wie folgt konzipiert: Der verbleibende Stumpf des Invaliden sollte als Kraftquelle genutzt werden. Der Eingriff war operativ; In die Wulst des Patienten wurde ein Elfenbeinstab gesetzt, der mit der verbleibenden Muskulatur des Stumpfes verbunden war. (Ebd.) Eine einem Arm mit Hand ähnelnde Prothese wurde danach an den Stumpf angebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die massive Zäsur des Ersten Weltkriegs und die daraus resultierende Notwendigkeit, Millionen von Kriegsinvaliden medizinisch und ökonomisch wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

2 Wichtigkeit der Prothetik nach dem ersten Weltkrieg: Dieses Kapitel erläutert den kriegsbedingten Anstieg des Prothesenbedarfs und deren zentrale Bedeutung für die Rückkehr der Veteranen in ein geregeltes Arbeitsleben.

3 Prothetik: Der Hauptteil analysiert verschiedene Prothesentypen, insbesondere den Arbeitsarm und den Ersatzarm, sowie die zugrundeliegenden technologischen und medizinischen Ansätze.

4 Konflikt zwischen Medizinern und Ingenieuren: Hier wird der fachliche Machtkampf zwischen den beteiligten Berufsgruppen thematisiert, die unterschiedliche Vorstellungen über die Zielsetzung und Gestaltung von Prothesen hatten.

5 Akzeptanz in der Weimarer Republik: Dieses Kapitel untersucht die gesellschaftliche Wahrnehmung der Kriegsinvaliden unter dem Einfluss politischer Mythen wie der Dolchstoßlüge und der schwierigen ökonomischen Lage.

6 Konklusion: Das Fazit fasst zusammen, dass die Prothetik einen wesentlichen, wenn auch noch nicht voll ausgereiften Beitrag zur Reintegration leistete und maßgeblich zur Entwicklung moderner Prothesentechnik beitrug.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Kriegsinvaliden, Prothetik, Weimarer Republik, Arbeitsarm, Ersatzarm, Ferdinand Sauerbruch, Georg Schlesinger, Reintegration, Industrielle Fertigung, Körperbild, Medizintechnik, Facharbeiter, Dolchstoßlüge, Kriegsheimkehrer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Rolle der Prothetik als technisches und gesellschaftliches Instrument zur Wiedereingliederung von Kriegsversehrten nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der technologischen Entwicklung von Armprothesen, dem soziopolitischen Kontext der Weimarer Republik und dem fachlichen Wettstreit zwischen Ärzten und Ingenieuren.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Autorin untersucht, inwiefern die technische Entwicklung der Prothetik maßgeblich dazu beigetragen hat, den Kriegsinvaliden einen Wiedereinstieg in die Berufswelt und die Gesellschaft zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der zeitgenössische Quellen sowie fachwissenschaftliche Publikationen zur Technik- und Körpergeschichte ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische Analysen verschiedener Prothesenkonzepte (Arbeits- vs. Ersatzarm), die Darstellung des Berufsstandkonflikts zwischen Medizinern und Ingenieuren sowie eine Untersuchung der Akzeptanz der Invaliden in der Gesellschaft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind hierbei Prothetik, Kriegsinvalidität, ökonomische Reintegration, anthropomorphe Maschinen und der Gegensatz von Funktion und Ästhetik.

Warum gab es einen Konflikt zwischen Medizinern und Ingenieuren?

Die Ingenieure wollten den menschlichen Körper an die Anforderungen industrieller Maschinen anpassen, während Chirurgen wie Sauerbruch die Wiederherstellung der natürlichen Anatomie und Selbstständigkeit in den Vordergrund stellten.

Welche Rolle spielte der "Carnes-Arm" in der Diskussion?

Der amerikanische Carnes-Arm galt als technisch hochwertig, stieß aber aufgrund seiner Herkunft aus einem "Feindesland" und seiner hohen Kosten auf erheblichen Widerstand innerhalb des Vereins Deutscher Ingenieure.

Wie wirkte sich die gesellschaftliche Situation der Weimarer Republik auf die Invaliden aus?

Die anfängliche Dankbarkeit gegenüber Veteranen wich durch politische Mythen wie die Dolchstoßlüge und wirtschaftliche Unsicherheiten einer zunehmenden Distanzierung, was die soziale Reintegration erschwerte.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich des Erfolgs der Prothesen?

Obwohl die Konzepte noch nicht vollständig ausgereift waren, hatten sowohl der "Arbeitsarm" als auch der "Ersatzarm" einen wesentlichen Anteil daran, Veteranen vor dem sozialen Absturz zu bewahren und ihre Arbeitsfähigkeit zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inwiefern hat die Prothetik zu der Wiedereinglierung der Kriegsinvaliden des Ersten Weltkrieges in die Weimarer Republik beigetragen?
Hochschule
Universität Paderborn
Note
2,3
Autor
Julia Merten (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
12
Katalognummer
V375453
ISBN (eBook)
9783668548282
ISBN (Buch)
9783668548299
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inwiefern prothetik wiedereinglierung kriegsinvaliden ersten weltkrieges weimarer republik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Merten (Autor:in), 2014, Inwiefern hat die Prothetik zu der Wiedereinglierung der Kriegsinvaliden des Ersten Weltkrieges in die Weimarer Republik beigetragen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/375453
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Leseprobe aus  12  Seiten
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