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Vespasian und der römische Senat. Eine Beziehung zwischen gleichberechtigten Partnern?

Title: Vespasian und der römische Senat. Eine Beziehung zwischen gleichberechtigten Partnern?

Term Paper , 2013 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Gerhardt (Author)

World History - Early and Ancient History

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In dieser Seminararbeit soll das Verhältnis des Princeps Vespasian und dem Senat, als zentralem Gremium der Republik, näher erläutert werden. War dies eine Beziehung von gleichberechtigten Partnern oder machte Vespasian den Senat schrittweise zu „seinem“ persönlichen Gremium von Marionetten? War die flavische Regierungskonzeption der Stabilität nur auf Kosten der Freiheit zu bewerkstelligen?

Zur Klärung dieser Fragestellung soll die schubweise erfolgte electio in senatum durch Vespasian dargestellt werden. War sie etwa notwendig, aufgrund der politischen Wirren der Vorjahre, oder diente sie lediglich zum Ausbau der eigenen Herrschaft, indem man treue Parteigänger der Flavier in den Rat brachte? Des Weiteren gilt es an dieser Stelle zu beachten, wie sich Vespasian in den Jahren seiner Regentschaft gegenüber dem Senat verhielt. Schließlich müssen das Auftreten der politischen Opposition unter Vespasian und sein Umgang damit eine eingehendere Betrachtung finden. Hierbei soll das Beispiel des Helvidius Priscus explizit herausgehoben werden und eine Schwerpunktsetzung erfahren. Dies alles soll in der Frage gipfeln, ob Vespasian als optimus Princeps bezeichnet werden kann.

Als Grundlage für diese Arbeit dienen Suetons Kaiserbiographie des Vespasian,die Berichte des Cassius Dio über das Verhältnis von Vespasian und dem Senat, sowie die Berichte des Tacitus in seinen Historien. Für die electio in senatum bildet Birks 1967 erschienene Dissertation zum Wandel der römischen Führungsschicht unter Vespasian ein wichtiges Fundament dieser Arbeit. Ebenso gelten Herrmann Bengtsons Werk „Die Flavier“ und Jürgen Malitzs Artikel über Helvidius Priscus und Vespasian als besonders relevant, da bei ihnen die umfangreichen Forschungskont-roversen ebenfalls Anklang finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Electio in Senatum

2.2 Der Princeps Vespasian und der Senat

2.3 Umgang mit politischer Opposition

3. Fazit

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

4.1 Editionen und Übersetzungen antiker Texte und Quellen

4.2 Literatur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die kritische Untersuchung des Machtverhältnisses zwischen dem Princeps Vespasian und dem römischen Senat, um zu ergründen, ob Vespasian tatsächlich als „optimus Princeps“ bezeichnet werden kann oder ob seine Politik der Stabilität die Freiheit des Senats systematisch untergrub.

  • Die schubweise erfolgende electio in senatum als Instrument der Machtfestigung
  • Die Untersuchung der Rolle des Senats unter flavischer Herrschaft
  • Die Analyse des Umgangs mit der stoischen Senatsopposition am Beispiel des Helvidius Priscus
  • Die kritische Reflexion der antiken Quellenlage zur Herrschaft Vespasians

Auszug aus dem Buch

2.3 Umgang mit politischer Opposition

Vespasian war nach übereinstimmenden Berichten kein Herrscher, der bei kleinster Kritikäußerung Todesurteile verhängte und willkürlich Bestrafungen aussprach. Vielmehr wird sein Umgang mit Kritik, beispielsweise durch die Opposition, als milde beschrieben. Bei Schmähschriften reagierte er besonnen und geradezu gleichgültig, ebenso machte er sich über Personen, die ihm vor seinem Kaisertum nicht wohlgesonnen waren, eher lustig, anstatt rechtliche Maßnahmen zu ergreifen.

Dennoch hatte auch Vespasian mit oppositionellen Kräften zu kämpfen. Dabei sind besonders die stoischen Philosophen zu nennen. Bei ihnen handelte es sich um hochgebildete Männer, die sich mit philosophischen Schriften, vor allem der griechischen Klassik, auseinandersetzten und auch die darin vorgegeben Ideale in die Tat umzusetzen versuchten. Der Princeps ließ sich seitens dieser Gruppierung einige Beleidigungen und Diffamierungen gefallen, bis er schließlich nicht mehr tatenlos zusehen konnte. Im Jahre 71 sah er sich gezwungen einen Großteil dieser Männer aus Rom auszuweisen und in die Verbannung zu schicken. Dieser Vorgang wird gemeinhin als „Philosophenvertreibung“ bezeichnet.

Aber auch im Senat gab es teilweise sehr starke und offene Kritik gegen Vespasian. Hauptsächlich kam diese aus Reihen überzeugter Republikaner, die sich nicht mit der Staatsform des Prinzipats arrangieren wollten. Hierbei ist der Name des Gaius Helvidius Priscus von herausragender Bedeutung. Dieser sah sich in der Tradition seines Schwiegervaters Publius Thrasea Paetus, der ebenfalls überzeugter Republikaner war und aufgrund seines offenen Eintretens für seine Überzeugungen unter Nero den Tod fand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Prinzipats ein und formuliert die Forschungsfrage, ob Vespasian das Verhältnis zum Senat als gleichberechtigter Partner oder als dominanter Herrscher gestaltete.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Neuordnung des Senats durch Vespasian, sein persönliches Verhältnis zum Senat und den Umgang mit politischer Opposition, insbesondere mit stoischen Philosophen.

2.1. Electio in Senatum: Dieses Kapitel erläutert die schubweise erfolgte Neubesetzung des Senats durch Vespasian, die dazu diente, Parteigänger zu belohnen und Gegner aus dem Gremium zu entfernen.

2.2 Der Princeps Vespasian und der Senat: Hier wird das Verhältnis zwischen Kaiser und Senat beleuchtet, wobei die Ambivalenz zwischen formaler Bewahrung der republikanischen Formen und der faktischen Machtausübung durch die Flavier hervorgehoben wird.

2.3 Umgang mit politischer Opposition: Dieser Abschnitt thematisiert den Konflikt mit oppositionellen Kreisen, primär den Fall des Helvidius Priscus, und reflektiert die Strenge der Bestrafungen im Kontext der kaiserlichen Macht.

3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Vespasian zwar eine stabile Herrschaft etablierte, die kritische Quellenlage jedoch ein differenzierteres Bild verlangt, das eine Einordnung als idealen Herrscher in Frage stellt.

4. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

4.1 Editionen und Übersetzungen antiker Texte und Quellen: Zusammenstellung der antiken Autoren wie Sueton, Tacitus und Cassius Dio.

4.2 Literatur: Katalog der herangezogenen modernen Forschungsliteratur zur Geschichte der Flavier und der römischen Kaiserzeit.

Schlüsselwörter

Vespasian, Prinzipat, Römischer Senat, Electio in senatum, Helvidius Priscus, Stoische Opposition, Flavier, Machtpolitik, Kaiserbiographie, Sueton, Tacitus, Cassius Dio, Politische Geschichte, Rom, Herrschaftskonzeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Kaiser Vespasian und dem römischen Senat unter Berücksichtigung von Personalpolitik und dem Umgang mit politischer Opposition.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Zentrum stehen die Neuordnung des Senats durch den Kaiser, das Spannungsfeld zwischen Prinzipat und traditioneller Republik sowie die Analyse der Senatsopposition.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Vespasian als „optimus Princeps“ gelten kann oder ob seine Politik der Stabilität durch die Marginalisierung des Senats erkauft wurde.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer quellenkritischen Auswertung antiker Berichte (Sueton, Tacitus, Cassius Dio) und moderner Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die zwei Phasen der electio in senatum, Vespasians Selbstverständnis in der augusteischen Tradition und den konkreten Konflikt mit Helvidius Priscus.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind electio in senatum, adlecti, homines novi, optimus Princeps, relegatio und stoische Senatsopposition.

Inwieweit spielte die soziale Herkunft bei den Ernennungen durch Vespasian eine Rolle?

Die soziale Herkunft spielte eine untergeordnete Rolle; für Vespasian waren Leistungsfähigkeit und Treue zur flavischen Herrschaft die entscheidenden Kriterien bei der Wahl neuer Senatoren.

Warum wird der Fall des Helvidius Priscus als „Justizskandal“ bezeichnet?

Der Fall gilt als Skandal, da Helvidius Priscus aufgrund seiner prinzipientreuen republikanischen Haltung trotz einer vergleichsweise milden offiziellen Bestrafung schließlich hingerichtet wurde, was das Bild des „milden“ Kaisers stark beschädigte.

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Details

Title
Vespasian und der römische Senat. Eine Beziehung zwischen gleichberechtigten Partnern?
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Historisches Seminar)
Course
Proseminar Die Flavier
Grade
1,3
Author
Daniel Gerhardt (Author)
Publication Year
2013
Pages
11
Catalog Number
V375394
ISBN (eBook)
9783668525825
ISBN (Book)
9783668525832
Language
German
Tags
Flavier Vespasian Römischer Senat Römisches Kaiserreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Gerhardt (Author), 2013, Vespasian und der römische Senat. Eine Beziehung zwischen gleichberechtigten Partnern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/375394
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