In dieser Einsendeaufgabe geht es um die Themen Jahresabschlussanalyse, Controlling und Kostenrechnung. Diese werden übersichtlich anhand einer fiktiven GmbH dargestellt. Zunächst wird das Thema Jahresabschlussanalyse in den Blick genommen. Es werden dazu eine vertikale Strukturanalyse für 2013 und 2014, eine kurzfristige Finanzanalyse für 2013 und 2014 sowie eine Erfolgsanalyse (Rentabilitätskennzahlen) für 2013 und 2014 angefertigt. Daraus kann anschließend die wirtschaftliche Entwicklung abgeleitet werden.
Für den Themenkomplex Controlling werden ein Kennzahlensystem und ein Controllingsystem entwickelt, welche im Anschluss eingehend interpretiert werden. Für die Kostenrechnung werden dann noch eine Zahlungskalkulation und eine Deckungsbeitragsrechnung angefertigt. Auch die Deckungsbeitragssituation wird daraufhin analysiert und interpretiert. An den praktischen Teil der Ausarbeitung schließt abschließend noch ein Literaturverzeichnis zu den besprochenen Themen an.
Inhaltsverzeichnis
1 JAHRESABSCHLUSSANALYSE
1.1 Teilanalyse der Jahresabschlussanalyse
1.1.1 Vertikale Strukturanalyse für 2013 und 2014
1.1.2 Kurzfristige Finanzanalyse für 2013 und 2014
1.1.3 Erfolgsanalyse (Rentabilitätskennzahlen) für 2013 und 2014
1.2 Wirtschaftliche Entwicklung
2 CONTROLLING
2.1 Entwicklung des Kennzahlensystems
2.2 Entwicklung des Controllingsystems
2.3 Interpretation Controllingsystem
3 KOSTENRECHNUNG
3.1 Zuschlagskalkulation
3.2 Deckungsbeitragsrechnung
3.3 Interpretation der Deckungsbeitragssituation
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die betriebswirtschaftliche Analyse der XY GmbH anhand konkreter Kennzahlen der Jahre 2013 und 2014, um die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zu bewerten und fundierte Aussagen über dessen finanzielle Stabilität sowie Rentabilität zu treffen.
- Durchführung einer umfassenden Jahresabschlussanalyse zur Beurteilung der Vermögens- und Kapitalstruktur.
- Entwicklung und Auswertung eines Kennzahlensystems zur Steuerung der Unternehmensziele.
- Anwendung der Kostenrechnung mittels Zuschlagskalkulation zur Preisbildung.
- Durchführung einer Deckungsbeitragsrechnung zur betriebswirtschaftlichen Entscheidungsfindung.
- Kritische Würdigung der Aussagekraft von Deckungsbeiträgen bei der Bewertung von Geschäftsbereichen.
Auszug aus dem Buch
3.3 Interpretation der Deckungsbeitragssituation
„Sollte der Deckungsbeitrag 2 eines Unternehmensbereiches negativ sein der Deckungsbeitrag 1 jedoch positiv, so ist die einzig richtige Unternehmensstrategie, dass dieser Geschäftsbereich aufgegeben werden muss!“
Diese Aussage ist zu verneinen. Die Deckungsbeitragsrechnung geht auf die einzelnen Produktgruppen eines Unternehmens ein. Für Geschäftsbereiche können auch nach der Einstellung dieser, weitere Fix-Kosten entstehen. Meist bleiben beispielsweise Mietkosten für die Fläche vorhanden, welche man mit einer Vermietung der Räumlichkeiten vermindern bzw. ganz abwenden könnte.
Wenn der Deckungsbeitrag eines Unternehmens negativ ist, muss dies nicht zwangsläufig heißen, dass der Geschäftsbereich aufgegeben werden muss, da er unwirtschaftlich ist. Oftmals beeinflussen sich einzelne Produkte oder Geschäftsbereiche, was zur Folge hat, das bei einer Einstellung eines Bereiches (mit negativem Deckungsbeitrag), ein anderer Bereich (mit positiven Deckungsbeitrag) negativ beeinflusst werden könnte.
Stellt man beispielsweise den Theken-Betrieb in einem Fitness-Studio ein, so könnte dies negative Folgen auf die Kundenzufriedenheit haben. Schließlich wären die Kundenbetreuung mit Trainingstipps und auch der Verkauf ganz aus dem „Sortiment“ genommen. Die Kundenbindung und auch –Zufriedenheit wurde sinken. Dies hätte wohlmöglich eine höhere Anzahl an Kündigungen von Mitglieder zur Folge.
Schlussendlich ist es wichtig die Zusammenhänge im Unternehmen zu beachten und den Deckungsbeitrag nicht als einziges Entscheidungskriterium zu sehen. Man sollte kurzfristig aber auch langfristig planen können um ein Unternehmen erfolgreich zu führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 JAHRESABSCHLUSSANALYSE: Dieses Kapitel wertet die finanzielle Lage der XY GmbH anhand von Kennzahlen zur Kapitalstruktur, Finanzkraft und Rentabilität für die Jahre 2013 und 2014 aus.
2 CONTROLLING: Hier wird ein Kennzahlensystem entwickelt und visualisiert, um die Plan-Ist-Abweichungen der operativen Unternehmensbereiche zu interpretieren und wirtschaftliche Ursachen zu identifizieren.
3 KOSTENRECHNUNG: Das Kapitel befasst sich mit der Kalkulation von Produktpreisen sowie der Ermittlung von Deckungsbeiträgen zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit einzelner Unternehmensbereiche.
Schlüsselwörter
Jahresabschlussanalyse, Eigenkapitalquote, Liquidität, Cashflow, Kennzahlensystem, Controlling, Zuschlagskalkulation, Deckungsbeitragsrechnung, Betriebswirtschaft, Rentabilität, Fremdkapital, Finanzanalyse, Unternehmenssteuerung, Kostenrechnung, XY GmbH.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der betriebswirtschaftlichen Analyse und Steuerung der XY GmbH unter Verwendung von Instrumenten des Rechnungswesens und Controllings.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Bilanzkennzahlen, dem Aufbau eines Controllingsystems sowie der praktischen Anwendung von Kalkulations- und Deckungsbeitragsrechnungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die wirtschaftliche Entwicklung der XY GmbH im Zeitraum 2013 bis 2014 objektiv zu bewerten und die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu prüfen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden klassische Methoden der Finanz- und Bilanzanalyse, Kennzahlenvergleiche (Plan-Ist-Vergleiche) sowie Instrumente der Kosten- und Leistungsrechnung (Zuschlagskalkulation, Deckungsbeitragsrechnung) angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Auswertung von Bilanzdaten, die grafische Aufarbeitung im Controllingsystem sowie die Berechnung und Interpretation von Kosten- und Ertragssituationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Jahresabschlussanalyse, Kennzahlensystem, Liquidität, Rentabilität, Deckungsbeitrag und Unternehmenssteuerung.
Warum ist eine positive Eigenkapitalquote für die XY GmbH vorteilhaft?
Eine hohe Eigenkapitalquote erhöht die finanzielle Unabhängigkeit von Kreditgebern, stärkt die Krisenstabilität und verbessert die Kreditwürdigkeit bei Banken.
Ist ein negativer Deckungsbeitrag immer ein Grund, den Bereich aufzugeben?
Nein, da bei der Aufgabe eines Geschäftsbereichs oft weiterhin Fixkosten bestehen bleiben und zudem negative Auswirkungen auf andere, profitable Bereiche (z.B. sinkende Kundenzufriedenheit) entstehen könnten.
- Arbeit zitieren
- Sarah Andrina Heimann (Autor:in), 2016, Jahresabschlussanalyse, Controlling und Kostenrechnung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/374739