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Neues zur Treuepflicht. Die Media-Saturn-Entscheidung des BGH. Urteil v. 12.4.2016 – II ZR 275/14

Titel: Neues zur Treuepflicht. Die Media-Saturn-Entscheidung des BGH. Urteil v. 12.4.2016 – II ZR 275/14

Seminararbeit , 2017 , 31 Seiten , Note: 14

Autor:in: Ralph Kokott (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Machtkampf zwischen dem Metro-Konzern und Erich Kellerhals innerhalb der Media-Saturn-GmbH geht in einer weiteren Runde vor den BGH. In der Presse nimmt die Berichterstattung Bezug auf die eigenen Werbeslogans, etwa unter den Titeln „Alle sind blöd“ oder „Streit ist nicht so geil“ als persiflierte Zusammenfassung der langwierigen, durch die Gerichtsinstanzen getragenen Streitigkeit. Bei der Beschlussfassung über eine positive Geschäftsführungsmaßnahme der Gesellschaft verwehrte ein Gesellschafter die Zustimmung aufgrund formaler Gründe. Streitig war daher, ob die Ablehnung aus formalen Gründen, die Geschäftsführung könne allein darüber entscheiden, einen Verstoß gegen die Treuepflicht darstelle. Das Zusammenspiel von gesellschafterlicher Treuepflicht und Beschlussautonomie sowie eine Enthaftung des Geschäftsführers gegenüber der Letztverantwortung der Gesellschafter sollen im Folgenden näher betrachtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Grundlagen

I. Herleitung

II. Inhalt

1. Wirkrichtung

2. Personeller Umfang

3. Sachbezogener Umfang

4. Parameter

5. Fallgruppe: Mitwirkungspflichten

6. Zwischenergebnis

III. Rechtsprechung

1. Darstellung der Rechtsprechung

2. Zusammenfassung: Stand vor dem BGH Urteil

3. Anmerkung

C. Das Urteil des BGH v. 12.04.2016 – II ZR 275/14

I. Sachverhalt

1. Motivlage für formale Ablehnung

2. Bejahung einer Treuepflichtverletzung durch OLG

II. Urteil

1. Zustimmungspflicht aus Treuepflicht

2. Widersprüchliches Verhalten

3. Treuwidrigkeit aus anderen Gründen

4. Ergebnis

D. Kritische Überprüfung und Diskussion der Entscheidung

I. Rechtsprechungsentwicklung oder bloße Klarstellung?

II. Missbrauch von Minoritätsrechten

III. Haftungsentledigung des Geschäftsführers

E. Konklusion und Ausblick

F. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Entscheidung des BGH vom 12.04.2016 im "Media-Saturn"-Streit und untersucht das Spannungsfeld zwischen gesellschaftsrechtlicher Treuepflicht, Beschlussautonomie und der Haftungsbefreiung des Geschäftsführers bei der Verweigerung von Zustimmung durch Gesellschafter.

  • Herleitung und dogmatische Einordnung der gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht.
  • Analyse der positiven Stimmpflicht als Ausprägung der Mitwirkungspflichten.
  • Untersuchung der Rechtsprechungslinie des BGH zu Zustimmungspflichten.
  • Diskussion des Verhältnisses von Minderheitsrechten (§ 50 Abs. 2 GmbHG) zur Beschlussautonomie.
  • Bewertung der Haftungsentledigung von Geschäftsführern durch Gesellschafterbeschlüsse.

Auszug aus dem Buch

a. Unbeachtlichkeit der Beweggründe

Im Umkehrschluss von Stimmrechtsbeschränkungen aus § 47 Abs. 4 GmbH und der Treuepflicht stellt der BGH zunächst fest, dass keine generelle Rechtspflicht zur Zustimmung zu Maßnahmen der Geschäftsführung besteht. Den Gesellschaftern ist die Beurteilung der Zweckmäßigkeit einer Maßnahme eingeräumt, einer Rechtfertigung für eine Stimmabgabe bedarf es nicht. Auch eine sachwidrige, mithin „törichte“ Entscheidung des Gesellschafters ist damit umfasst.

Das OLG ging noch davon aus, die Treuepflicht verlange in Geschäftsführungsmaßnahmen von Gesellschaftern stets, die Gesellschaft „aktiv“ zu fördern. Zutreffend sind grundsätzlich die Ausführungen, bei Geschäftsführungsmaßnahmen habe das Gesellschaftsinteresse im Vordergrund zu stehen und soweit ein milderes Mittel einschlägig ist, darf die Gesellschaft nicht außer Verhältnis zum erzielten Vorteil belastet werden. Die rechtliche Wertung einer aktiven Förderpflicht aus Treuepflichtsgesichtspunkten ging jedoch fehl. Das OLG verband den Gedanken der allgemeinen Förderpflicht mit einer Interessenabwägung nach dem Verhältnismäßigkeitsprinzip. Für eine Treuepflichtverletzung sei folglich nicht entscheidend, ob eine Geschäftsführungsmaßnahme objektiv zwingend erforderlich ist. Der Gedanke einer Bindung an den Gesellschaftszweck ist durchweg legitim und geht untrennbar mit der Treuepflicht einher. Jedoch kann ein Eingriff in die Beschlussautonomie nicht bloß deshalb erfolgen, weil kein sachlicher Grund angeführt wird.

Gegenüber der pauschalen Herleitung einer allgemeinen Zustimmungspflicht aus Treuepflichtsgesichtspunkten genießt die Fortführung bereits früherer BGH Rechtsprechung den Vorzug: Schon 1972 formulierte der BGH, eine Rechtspflicht zur Zustimmung von gewünschten Geschäftsführungsmaßnahmen bestehe im Allgemeinen nicht und komme nur ausnahmsweise bei bedeutsamen und notwendigen Maßnahmen als eine Ausnahme in Frage.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in den "Media-Saturn"-Streit und die Fragestellung zur Treuepflicht im Konflikt zwischen Gesellschaftern und Geschäftsführung.

B. Grundlagen: Erläuterung der dogmatischen Herleitung, des Inhalts sowie der verschiedenen Fallgruppen und Parameter der Treuepflicht.

C. Das Urteil des BGH v. 12.04.2016 – II ZR 275/14: Darstellung des konkreten Sachverhalts und der Urteilsbegründung hinsichtlich der Zustimmungspflicht aus Treuepflicht.

D. Kritische Überprüfung und Diskussion der Entscheidung: Auseinandersetzung mit der Rechtsprechungsentwicklung, dem Missbrauch von Minoritätsrechten und der Haftung des Geschäftsführers.

E. Konklusion und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung zur künftigen Bedeutung der Treuepflicht als Korrektiv.

F. Fazit: Abschließende Bewertung, dass das Urteil keine neue Ära begründet, sondern bestehende Anforderungen präzisiert.

Schlüsselwörter

Treuepflicht, GmbH-Recht, Beschlussautonomie, Media-Saturn-Entscheidung, BGH, Zustimmungspflicht, Minderheitenrechte, Geschäftsführung, Haftungsentledigung, Stimmabgabe, Gesellschaftsinteresse, Regel-Kompetenzordnung, Mitwirkungspflicht, Interessenabwägung, Zweckverfolgungsnähe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftsrechtliche Treuepflicht anhand des wegweisenden "Media-Saturn"-Urteils des BGH und untersucht die Grenzen, unter denen ein Gesellschafter zur Zustimmung zu Maßnahmen der Geschäftsführung verpflichtet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Beschlussautonomie, der Ausübung von Minderheitenrechten nach § 50 Abs. 2 GmbHG, der Haftungssituation des Geschäftsführers und der dogmatischen Einordnung der Stimmpflicht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der BGH durch sein Urteil die Voraussetzungen für eine positive Stimmpflicht konkretisiert hat und ob dadurch ein Eingriff in die Beschlussautonomie der Gesellschafter gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die klassische juristische Auslegungsmethode, kombiniert mit einer historischen Aufarbeitung der Rechtsprechungslinie des BGH zu gesellschaftsrechtlichen Treuebindungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Grundlagen der Treuepflicht, stellt die BGH-Entscheidung dar und diskutiert kritisch die Argumente bezüglich einer möglichen "Rechtsprechungsentwicklung" im Vergleich zu älteren Urteilen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Treuepflicht, Beschlussautonomie, GmbHG, Minderheitenrechte und Haftungsentledigung definiert.

Warum war der Ausgang des Media-Saturn-Falls für das GmbH-Recht so wichtig?

Die Entscheidung war wichtig, weil sie verdeutlichte, dass ein Eingriff in die Beschlussautonomie nur bei einer existenzbedrohenden Notwendigkeit gerechtfertigt ist und dass das Fehlen sachlicher Beweggründe für ein Stimmverhalten allein noch keine Treuepflichtverletzung begründet.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Geschäftsführers im Kontext der Haftungsentledigung?

Der Autor argumentiert, dass der Geschäftsführer bereits durch allgemeine Sorgfaltspflichten geschützt ist und ein "Abschieben von Verantwortung" durch die Gesellschafter in der Regel nicht zu einer unzulässigen Haftung des Geschäftsführers führt.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neues zur Treuepflicht. Die Media-Saturn-Entscheidung des BGH. Urteil v. 12.4.2016 – II ZR 275/14
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
14
Autor
Ralph Kokott (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
31
Katalognummer
V374673
ISBN (eBook)
9783668545137
ISBN (Buch)
9783668545144
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Treuepflicht Gesellschaftszweck Satzungszweck Gesellschafter Pflichtenbindung Rücksichtnahme Einflusspotential Konzernrecht faktischer Konzern Loyalitätspflicht Förderpflicht Schutzinteressen Stimmrecht Gesellschafterversammlung Sondervorteile formale Gründe Zuständigkeit OLG München BGH Existenzvernichtungshaftung Geschäftsführer Minoritätsrechte Rechtsunklarheit Widersprüchliches Verhalten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ralph Kokott (Autor:in), 2017, Neues zur Treuepflicht. Die Media-Saturn-Entscheidung des BGH. Urteil v. 12.4.2016 – II ZR 275/14, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/374673
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