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Priskos‘ Gesandtschaftsbericht. Diplomatie zwischen dem Oströmischen Reich und den Hunnen

Title: Priskos‘ Gesandtschaftsbericht. Diplomatie zwischen dem Oströmischen Reich und den Hunnen

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

World History - Antiquity

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Summary Excerpt Details

Nach der Aufspaltung des Römisches Reichs in einen West- und Ostteil 395 n. Chr. waren gute diplomatische Beziehungen zu den Nachbarn wichtig, um die Sicherheit der Bevölkerung weiterhin sicherzustellen. Denn infolge von inneren Konflikten hat das einstige Imperium Romanum längst seine Vormachtstellung verloren und ist gewissermaßen vom Gutdünken benachbarter "Barbaren" abhängig. Welch ein Kraftakt die Diplomatie zu dieser Zeit für das Oströmische Reich ist, macht der Gesandtschaftsbericht von Priskos deutlich, der als Augenzeuge an einer diplomatischen Mission zum Hunnenkönig Attila teilnimmt.

Diplomatie bezeichnet „völkerrechtliche Regeln für außenpolitische Verhandlungen“, ebenso wie „kluges, geschicktes Verhalten“. Für das Römische Reich ist die Diplomatie unabdingbar, um eine dauerhafte Rechtsordnung zu gewährleisten. Kluge Diplomaten bringen das Römische Reich nach vorne, sie vergrößern die Einflusssphären. Wohingegen leichtfertige Staatsmänner den inneren und äußeren Frieden nachhaltig beeinflussen können. Die Diplomatie stellt also neben der „Befriedung“ ein wichtiges Medium für das Römische Reich dar, um die Rechtsordnung zu wahren und sie erfolgreich gegen Feinde zu verteidigen. Ein diplomatischer Fehltritt kann also schon ausreichen um das Gemeinwesen nachhaltig zu schädigen, um einen Krieg heraufzubeschwören. Um die Vormachtstellung zu behalten, musste sich das Römische Reich also immer klug gegenüber seiner Nachbarn verhalten. Solange die Anrainer des Römischen Reichs sich auf diplomatische Beziehungen einlassen, gibt es keinen Grund für Beanstandungen. Als aber im vierten und fünften Jahrhundert n. Chr. die Völker in der römischen Umgebung zunehmend wandern, fällt es dem Römischen Reich immer schwerer nachhaltige diplomatische Beziehungen zu den „Barbaren“ zu halten. Die römischen Foederati merken zunehmend wie unstabil das Römische Reich ist, denn innenpolitisch gibt es nicht mehr nur einen Herrscher, sondern mehrere zerstrittene Konfliktparteien, was 395 n. Chr. letztlich zur Reichsteilung führt. Kluge „Barbaren“ nutzen diese innenpolitische Krise für sich aus: Sie fordern immer höhere Tributzahlungen zur Beibehaltung von Frieden, die das Gemeinwesen zunehmend in nicht nur finanzielle Bedrängnis bringen. Der einstiege Unterdrücker, das Römische Reich, scheint nun im Laufe der Zeit zum Unterdrückten geworden zu sein. Jedenfalls deutet die Abhängigkeit vom Gutdünken der Barbaren bei Tributzahlung sichtlich daraufhin.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Priskos von Panion

3. Gesandtschaftsbericht von Priskos

4. Zusammenfassung

5. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das diplomatische Verhältnis zwischen dem Oströmischen Reich und den Hunnen im fünften Jahrhundert, wobei der Gesandtschaftsbericht des Historikers Priskos von Panion als zentrale historische Quelle dient.

  • Diplomatische Praxis und Verhandlungsführung im spätantiken Kontext
  • Die Machtstellung von Attila und das Rollenverständnis des Hunnenkönigs
  • Analyse der Abhängigkeit Ostroms von den Tributforderungen der Hunnen
  • Die Darstellung von kultureller Assimilation und Inszenierung bei den Hunnen
  • Priskos von Panion als Zeitzeuge und historischer Beobachter

Auszug aus dem Buch

3. Gesandtschaftsbericht von Priskos

Priskos macht relativ klar deutlich, dass das Römische Reich sich lieber von den Hunnen erpressen lässt, als einen Krieg zu riskieren. Dies deutet daraufhin, dass das Oströmische Reich nicht in der Lage ist genug Ressourcen für einen Krieg bereitzustellen und dass es infolge eines Krieges droht eine Niederlage zu erleiden. Demzufolge versucht es möglichst alles diplomatisch so zu lösen, dass ihnen die Hunnen möglichst gutgesinnt gegenüberstehen, was diese wiederum für sich ausnutzen. Außerdem habe Ostrom noch genügend andere schwerwiegende Probleme, so Priskos: „die Parther rüsteten zum Krieg, die Vandalen machten die Küsten unsicher, die Isaurier unternahmen fortwährend Raubzüge, die Sarazenen verheerten die Ostgebiete des Reiches in immer neuen Einfällen; obendrein standen auch die äthiopischen Stämme zum Kriege gerüstet.“ Hierdurch wird deutlich, dass sich Ostrom gegen viele Feinden verteidigen muss und scheinbar alles dafür tut, dass es nicht noch mehr werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Diplomatie im spätantiken Kontext und stellt die schwierige politische Lage des Oströmischen Reiches gegenüber den Hunnen dar.

2. Priskos von Panion: Dieses Kapitel skizziert die Biografie des Historikers Priskos von Panion und erläutert seine Rolle sowie die Bedeutung seines Gesandtschaftsberichts als historische Quelle.

3. Gesandtschaftsbericht von Priskos: Der Hauptteil analysiert detailliert den Ablauf der diplomatischen Mission, die Machtposition Attilas und das Scheitern der römischen Verhandlungsziele.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Asymmetrie in der hunnisch-oströmischen Diplomatie, in der das Römische Reich zunehmend in die Rolle des Erpressten gerät.

5. Bibliografie: Die Bibliografie listet die verwendeten Quellen und die wissenschaftliche Literatur zur weiteren Vertiefung auf.

Schlüsselwörter

Diplomatie, Oströmische Reich, Hunnen, Priskos von Panion, Attila, Gesandtschaftsbericht, Tributzahlungen, Spätantike, Machtpolitik, Überläufer, Kriegsführung, Onegesios, Völkerwanderung, Byzanz, Römische Außenpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit den diplomatischen Beziehungen zwischen dem Oströmischen Reich und den Hunnen im 5. Jahrhundert, basierend auf dem Bericht des Zeitzeugen Priskos von Panion.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die diplomatischen Konventionen der Spätantike, die militärische und politische Schwäche Ostroms sowie die Machtinszenierung Attilas.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie die diplomatischen Verhandlungen zwischen Ostrom und den Hunnen funktionierten und warum das Römische Reich trotz diplomatischer Bemühungen in eine starke Abhängigkeit geriet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, die den Gesandtschaftsbericht des Priskos von Panion als Hauptquelle untersucht und in einen größeren zeitgeschichtlichen Kontext einordnet.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil widmet sich dem konkreten Ablauf der Gesandtschaftsreise zu Attila, den Gesprächen mit hunnischen Würdenträgern sowie den Spannungen und Intrigen während der Verhandlungen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Diplomatie, Attila, Hunnen, Oströmische Reich und Quellenanalyse geprägt.

Wie nimmt die Arbeit die Person Attila wahr?

Attila wird als übermächtiger Herrscher und geschickter Erpresser dargestellt, der die innenpolitische Krise des Oströmischen Reiches bewusst für seine Machtexpansion ausnutzt.

Welche Rolle spielen die Gastmähler im Bericht des Priskos?

Die Gastmähler dienen im Bericht als Schauplatz für Attilas Selbstinszenierung, bei der er seine vermeintliche Bescheidenheit betont, während er gleichzeitig seine Überlegenheit gegenüber den römischen Gesandten unterstreicht.

Wie bewertet der Autor das Ergebnis der Gesandtschaft?

Die Mission wird als weitgehend ergebnislos eingestuft, da beide Seiten auf ihren Positionen verharrten und Ostroms Versuche, den Frieden durch Konzessionen zu sichern, von den Hunnen lediglich zur weiteren Unterdrückung genutzt wurden.

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Details

Title
Priskos‘ Gesandtschaftsbericht. Diplomatie zwischen dem Oströmischen Reich und den Hunnen
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Attila. Ein biographischer Versuch
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V374632
ISBN (eBook)
9783668529816
ISBN (Book)
9783668529823
Language
German
Tags
Attila Hunnen Diplomatie Spätantike Ostrom Römisches Reich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Priskos‘ Gesandtschaftsbericht. Diplomatie zwischen dem Oströmischen Reich und den Hunnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/374632
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