Unsere Meere sind nicht nur Ursprung des Lebens sondern auch lebenswichtig für die Zukunft Menschheit. Sie stellen unter anderem eine wichtige Nahrungsquelle dar und sind ein wichtiger Wirtschaftsraum. Auch auf das Weltklima haben die Meere Einfluss – allein in den letzten eineinhalb Jahrhunderten haben sie ungefähr die Hälfte des durch den Menschen produzieren Kohlendioxids aufgenommen. Trotz alldem sind heutzutage noch 90 Prozent des Meeres unerforscht. Aufgrund dessen sind Meere und Ozeane das Thema des Wissenschaftsjahres, welches sich 16 Monate lang mit dem unentbehrlichen, aber leider auch bedrohten Lebensraum Meer beschäftigt. Das Wissenschaftsjahr startete im Juni 2016 und geht bis September 2017. Es beschäftigt sich mit der Erforschung, aber auch mit dem Schutz der Ozeane und Meere.
Zu diesem Zeitpunkt, im Jahr der Meeresbiologie, führte die Universität Bielefeld eine Exkursion auf die kroatische Insel Krk durch, um sich mit dem Lebensraum der Adria vertraut zu machen. Dabei wurde die Diversität der Pflanzen und Tiere auf der Insel untersucht, der Schwerpunkt lag aber auf der Erkundung des adriatischen Meeres.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Eckdaten der Exkursion
1.2 Die Insel Krk und das adriatische Meer
2. Der Tauchgang am Tauchspot „Love Cave“
3. Organismen am Tauchspot „Love Cave“
3.1 Schwämme
3.2 Nesseltiere
3.3 Stachelhäuter
3.4 Großfische
3.5 Weichtiere
3.6 Krebstiere
3.7 Algen
3.7.1 Grünalgen
3.7.2 Braunalgen
4. Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die meeresbiologische Erforschung und Erfassung der Artenvielfalt am Tauchspot „Love Cave“ bei der Insel Plavnik, um die im Rahmen einer universitären Exkursion gewonnenen Erkenntnisse über den Lebensraum Adria zu dokumentieren und wissenschaftlich einzuordnen.
- Beschreibung der spezifischen topographischen Gegebenheiten des Tauchspots „Love Cave“
- Erfassung und Dokumentation der Diversität von Wirbellosen und Fischarten vor Ort
- Vergleich eigener Beobachtungen mit Literaturwerten und extern erhobenen Forschungsdaten
- Analyse der körperlichen Anpassungen und Lebensweisen ausgewählter Meeresbewohner
- Reflexion über die didaktische Bedeutung von Meeresbiologie für zukünftige Lehrkräfte
Auszug aus dem Buch
3.4 Großfische
Am „Love Cave“ waren zahlreiche Fischarten zu sehen. So viele, dass die Thematisierung aller über den Rahmen dieser Arbeit hinausgehen würde. Deshalb wird das Hauptaugenmerk auf Fische gelegt, die an diesem Tauchspot nach eigenen Notizen sehr häufig vorkamen: Mönchsfische, Meerjunker, gestreifte Knurrhähne, Schriftbarsche, Goldstrieme, Zweibindenbrassen, Gelbstriemenbrasse, Ringelbrasse und Pfauenlippfisch
An dieser Stelle sollen ebenfalls die Daten für die Masterarbeit von Nils Schünemann zu den Fischsichtungen am Tauchspot „Love Cave“ (siehe Anhang S. 37) thematisiert werden. Diese Ergebnisse zu der Anzahl der Sichtungen, dem zahlenmäßigen Auftreten, dem Aufenthaltsort und der Größe der Fische in cm, sind unter den jeweiligen Fischarten im Laufe des folgenden Textes eingefügt. Sie sollen mit eigenen Notizen des Tauchgangs und Literaturwerten verglichen werden.
Mönchsfisch (Chromis chromis)
Der Mönchsfisch ist laut den Daten von Nils mit 43 Sichtungen der zweithäufigste Fisch, der uns am Tauchspot „Love Cave“ begegnet ist. Auf unserem eigenen Tauchgang waren sie überall im Freiwasser, in großen Schwärmen anzutreffen (Abb. 25). Sie sind deshalb auch gut zu beobachten – man trifft sie laut Literatur vor allem im freien Wasser über Felsen und im Flachwasser bis in ca. 20 m Tiefe an (vgl. Riedl, 2011, S. 693). Auch die Daten der Masterarbeit bestätigen unsere Beobachtung und die Angaben in der Literatur: In 34 von 43 Sichtungen kamen die Mönchsfische in Schwärmen von mehr als 10 Individuen und in 38 von 43 Sichtungen auch im Freiwasser vor. Bei unserem Sicherheitsstopp auf fünf Metern, waren viele Schwärme dieses Fisches zu betrachten. Er kann bis zu 15 cm groß werden (wir sahen vor allem Individuen, die größer als 5 cm, aber kleiner als 20 cm waren) und ist an seinem seitlich abgeflachten Körper, seinen großen Schuppen, die jeweils dunkel gerandet sind, seiner langen, durchgehenden Rückenflosse und der tief gegabelten Schwanzflosse zu erkennen (Abb. 26). Die Jungtiere, die bis zu 2 cm groß sind, sind leuchtend blau (Abb. 27). Sie halten sich im Gegensatz zu den ausgewachsenen Individuen im Schutz von Spalten oder unter Überhängen auf. Die erwachsenen Tiere haben eine kastanienbraune Färbung. Er ist im gesamtem Mittelmeer (als einer der dort häufigsten Fische), im schwarzen Meer und im Ostatlantik von Angola bis Südportugal verbreitet. Er frisst Plankton, aber auch Fischbrut. (vgl. Bergbauer et. al, 2009, S. 292)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel liefert den Kontext zur Exkursion, erläutert die Bedeutung der Meere im Wissenschaftsjahr und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die Eckdaten der Reise vor.
2. Der Tauchgang am Tauchspot „Love Cave“: Hier werden der Verlauf und die topographischen Besonderheiten des Tauchspots „Love Cave“ an der Insel Plavnik detailliert beschrieben, inklusive der Bedingungen vor Ort.
3. Organismen am Tauchspot „Love Cave“: Der Hauptteil dokumentiert die beobachtete Artenvielfalt, unterteilt in die Taxa der Schwämme, Nesseltiere, Stachelhäuter, Großfische, Weichtiere, Krebstiere und Algen.
4. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Exkursion und bewertet den Lernerfolg der Studierenden im Hinblick auf ihre zukünftige Tätigkeit als Biologielehrkräfte.
Schlüsselwörter
Meeresbiologie, Kroatien, Insel Krk, Love Cave, Adria, Artenvielfalt, Tauchausbildung, Fischsichtungen, Ökosystem Meer, Bestimmungsmerkmale, Tauchspot, Unterwasserwelt, Biologiedidaktik, Mittelmeer, Exkursion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert eine meeresbiologische Exkursion zur kroatischen Insel Krk und beschreibt im Kern die biologischen Beobachtungen am Tauchspot „Love Cave“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Artenvielfalt im Mittelmeer, die ökologischen Bedingungen des Tauchspots, die methodische Erfassung von Fischbeständen und die didaktische Vorbereitung von Exkursionen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Diversität von Pflanzen und Tieren am Tauchspot „Love Cave“ zu erfassen, zu dokumentieren und die gewonnenen Erkenntnisse mit wissenschaftlicher Literatur zu vergleichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Untersuchung basiert auf Beobachtungen während Tauchgängen, der Auswertung von Unterwasser-Videoaufnahmen sowie dem Vergleich dieser Daten mit einer externen Masterarbeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die taxonomische Beschreibung der vorgefundenen Organismen, von Schwämmen und Nesseltieren bis hin zu verschiedenen Fischarten und Algen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Meeresbiologie, Adria, Artenvielfalt, Tauchspot und Biologiedidaktik charakterisiert.
Was macht den Tauchspot „Love Cave“ besonders?
Er ist nach einer kleinen Höhle benannt, die durch ein Loch in der Decke beleuchtet wird und einen markanten Lebensraum für diverse Meeresbewohner bietet.
Welche Bedeutung haben die im Anhang aufgeführten Daten?
Die Tabellen bieten eine quantifizierte Übersicht der Fischsichtungen und Wassertemperaturen, die als wissenschaftliche Basis für die im Text getroffenen Aussagen dienen.
Wie wurden die Fischsichtungen ausgewertet?
Die Sichtungen wurden durch die Teilnehmenden notiert, durch Videoanalysen verifiziert und mit den Ergebnissen einer begleitenden Masterarbeit in Bezug gesetzt.
- Arbeit zitieren
- Anna Baer (Autor:in), 2016, Meeresbiologische Exkursion auf die kroatische Insel Krk, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/374446