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Was sind ontologische Verpflichtungen und wie kann man sie sich zu Nutze machen?

Über Quines Analysemethode von ontologischen Theorien

Title: Was sind ontologische Verpflichtungen und wie kann man sie sich zu Nutze machen?

Research Paper (undergraduate) , 2015 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jeremias Düring (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll zum Einen aufzeigen, wie Quine den Begriff der ontologischen Verpflichtung erklärt. Um diesen Zusammenhang verständlich zu machen, werde ich im folgenden Kapitel den Argumentationsgang im Bezug auf die negativen Existenzaussagen rekonstruieren. Danach werde ich mich dem zweiten Teil meiner Fragestellung zuwenden. Anhand eines Beispiels aus der sogenannten Universaliendebatte werde ich zeigen, wie sich die logische Analyse der ontologischen Verpflichtungen als philosophisches Entscheidungswerkzeug nutzen lässt. Abschließend werde ich mich mit einigen Schwierigkeiten befassen und bewerten, inwieweit sich Quines Methode als Entscheidungshilfe eignet.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stürzte die Ontologie durch die Schriften der Logischen Empiristen in eine schwere Krise. Ihnen zufolge seien ontologische Fragen empirisch unlösbar und damit belanglos. Dieser vernichtenden Behauptung zum Trotz entwickelte der amerikanische Philosoph Willard Van Orman Quine in seinem Aufsatz "On What There Is" von 1948 ein neues Verständnis von Ontologie. Diese soll nun nicht mehr die Welt, sondern vielmehr unsere Theorien über die Welt zum Gegenstand haben.

Als Ausgangspunkt für seine Argumentation dient Quine die vermeintlich einfache Frage: Was gibt es? Die zunächst naheliegende Antwort sei sogar noch kürzer als die Frage selbst: Es gibt Alles. Wer dies sagt, äußert im Grunde nur eine Tautologie. Er sagt nichts anderes, als dass es die Dinge gibt, die es gibt. Deshalb ist eine genauere Untersuchung des Problems dringend erforderlich. Zahlreiche Einzelfälle, bei denen man sich auch nach Jahrhunderten des philosophischen Disputes nicht einig wird, behindern eine zufriedenstellende Beantwortung der Ausgangsfrage. Einer dieser Einzelfälle ist das Problem der negativen Existenzaussagen. Durch eine ausführliche Erörterung dieses Problems leistet Quine die Vorarbeit, um auf den für sein Ontologieverständnis entscheidenden Begriff der ontologischen Verpflichtung zu stoßen. Als zweiten Schritt entwirft er eine Methode zur logischen Analyse jener Verpflichtungen, die ein probates Mittel sei, um zwischen Theorien über die Welt abwägen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Problem: Platons Bart

2.1 Widerlegung des Platonischen und Meinongschen Ansatzes

2.2 Quines Lösung

3. Die ontologische Verpflichtung

4. Anwendungsbeispiel: Universalienstreit

5. Bewertung der Quineschen Methode

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das von W.V.O. Quine entwickelte Konzept der ontologischen Verpflichtung, um eine methodische Grundlage für den Vergleich konkurrierender philosophischer Theorien zu schaffen. Ziel ist es, die Analysemethode auf Basis der Prädikatenlogik darzulegen und deren Eignung als Entscheidungshilfe in ontologischen Debatten kritisch zu prüfen.

  • Die Problematik negativer Existenzaussagen ("Platons Bart")
  • Die logische Analyse von Existenzannahmen mittels Quantoren
  • Die Anwendung der Methode am Beispiel des Universalienstreits
  • Kritische Reflexion der logischen Fundierung und des infiniten Regresses

Auszug aus dem Buch

2.2 Quines Lösung

Wie gedenkt Quine Platons Bart zu entwirren? Als Rasiermesser dient ihm die Kennzeichnungstheorie Bertrand Russells, die dieser in dem Aufsatz On Denoting formulierte. Durch eine logische Analyse vermeintlicher Eigennamen wie „der gegenwärtige König von Frankreich“, zeigte Russell, dass es sich hierbei um sogenannte Kennzeichnungsphrasen (siehe Russel 2005, S. 873) handelt.

Für das Verständnis von Russells Analysetechnik, sind einige Grundkenntnisse in der Prädikatenlogik vonnöten. Die einfachste Satzstruktur in der Prädikatenlogik ist die sogenannte Subjekt-Prädikat-Struktur. Hierbei kommt einem Subjekt - wie einem Eigennamen - ein bestimmtes Prädikat zu (Siehe Strobach 2013, S.80). Zusammen formen sie einen Aussagesatz. Den vermeintlichen Eigenamen spricht Russell diesen Subjektstatus ab. Ein Aussagesatz wie: „Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahlköpfig.“, lasse sich wie folgt in eine prädikatenlogische Notation umwandeln: „Es gibt etwas, das König von Frankreich ist und kahl[köpfig] ist und alles, was König von Frankreich ist, ist damit identisch“. Dies zeige, dass es sich bei dem Ausdruck „der gegenwärtige König von Frankreich“ nicht um einen Eigenamen mit eigener Bedeutung handle (siehe Russell 2005, S.882). Er sei vielmehr eine kennzeichnende Phrase für denjenigen Namen, auf den die Phrase zutreffend ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die ontologische Krise des 20. Jahrhunderts und Darstellung von Quines Neuinterpretation der Ontologie als Theorie der Theorie.

2. Das Problem: Platons Bart: Erläuterung der Schwierigkeiten bei negativen Existenzaussagen anhand der Positionen von McX und Wyman sowie deren Widerlegung.

2.1 Widerlegung des Platonischen und Meinongschen Ansatzes: Analyse der Fehlannahmen bezüglich Benennung und Bedeutung bei der Existenzfrage von fiktiven Objekten.

2.2 Quines Lösung: Darlegung der Kennzeichnungstheorie von Russell als Werkzeug zur Eliminierung problematischer Eigennamen durch logische Umformung.

3. Die ontologische Verpflichtung: Definition des Begriffs als Notwendigkeit, Entitäten anzuerkennen, auf die eine Theorie im Rahmen ihrer logischen Struktur referiert.

4. Anwendungsbeispiel: Universalienstreit: Demonstration der Methode anhand der ontologischen Debatte zwischen Realismus, Konzeptualismus und Nominalismus.

5. Bewertung der Quineschen Methode: Kritische Untersuchung der Anwendbarkeit logischer Notationen auf komplexe Theorien und Reflexion des infiniten Regresses.

6. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Methode als wertvolles, aber voraussetzungsreiches Instrument zur rationalen Theorieabwägung.

Schlüsselwörter

Ontologie, Quine, ontologische Verpflichtung, Prädikatenlogik, Existenzquantor, Kennzeichnungstheorie, Universalienstreit, Nominalismus, Realismus, analytische Philosophie, Existenzannahmen, Theorievergleich, Sprachphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Willard Van Orman Quines Methode zur Bestimmung ontologischer Verpflichtungen, um rational abwägen zu können, welche Entitäten eine wissenschaftliche Theorie voraussetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Ontologie, die Sprachphilosophie, insbesondere die Kennzeichnungstheorie von Russell, und die Anwendung der formalen Logik auf philosophische Fragestellungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Quines Analysemethode verständlich zu erklären und zu zeigen, wie sie als Instrument genutzt werden kann, um Theorien hinsichtlich ihrer Existenzannahmen zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Methode verwendet, die auf der Rekonstruktion von Quines logischer Argumentation und der Anwendung der Prädikatenlogik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Lösung des Problems der negativen Existenzaussagen, die Definition der ontologischen Verpflichtung und die Anwendung dieser Konzepte auf den Universalienstreit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch die Begriffe Ontologie, ontologische Verpflichtung, Existenzquantor, logische Analyse und Theorievergleich charakterisieren.

Warum ist das Problem der negativen Existenzaussagen für Quine so relevant?

Es ist der Ausgangspunkt seiner Überlegungen, da er zeigen möchte, dass Eigennamen wie "Pegasus" nicht zwingend ein Sein voraussetzen müssen, sondern logisch eliminiert werden können.

Welche Schwachstellen identifiziert der Autor an Quines Methode?

Der Autor kritisiert insbesondere die Schwierigkeit, Theorien vollständig in logische Notationen zu übertragen, sowie das Problem der Selbstanwendung, das in einen infiniten Regress führen kann.

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Details

Title
Was sind ontologische Verpflichtungen und wie kann man sie sich zu Nutze machen?
Subtitle
Über Quines Analysemethode von ontologischen Theorien
College
University of Münster  (Philosophisches Seminar)
Grade
1,7
Author
Jeremias Düring (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V374078
ISBN (eBook)
9783668518193
ISBN (Book)
9783668518209
Language
German
Tags
verpflichtungen nutze über quines analysemethode theorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jeremias Düring (Author), 2015, Was sind ontologische Verpflichtungen und wie kann man sie sich zu Nutze machen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/374078
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