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Language of Thought und der Konnektionismus

Titel: Language of Thought und der Konnektionismus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 19 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Stanislaw Wirok-Stoletow (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir sind in der Lage, komplizierte Abfolgen von Handlungen zu planen, rationale Schlussfolgerungen zu ziehen und lösen oftmals auf unvorhersehbare Art und Weise die unterschiedlichsten Probleme. Für gewöhnlich erklären wir all das mit dem Vorhandensein von inneren Vorgängen, in denen wir uns mit unserer Umwelt in Beziehung setzen: dem Denken.
Es ist eine große, längst nicht abgeschlossene Herausforderung für die Naturwissenschaften, menschliches Denken zu erklären.
Wie können physische Wesen auf so vielfältige Art und Weise planen, schlussfolgern und darauf aufbauend
handeln?

Die Language of Thought Hypothese (LOTH) ist ein Ansatz, diese Fragen zu beantworten. Ihr zufolge müssen die physischen Prozesse, die unser Denken ausmachen, in einer mentalen Sprache ablaufen, um sowohl derart vielfältig als auch kausal wirksam zu sein.
Diesem Ansatz zufolge kann ein Gedanke nur so etwas wie ein Satz in unserem Gehirn sein, der nach bestimmten grammatikalischen Regeln aus Symbolen zusammengesetzt ist. Denken würde dann einen Mechanismus beinhalten, der solche Sätze verarbeitet und sie mit unserem motorischen und verbalen Verhalten verschaltet.

Mit dem Konnektionismus hat sich in den letzten vier Jahrzehnten eine Bestrebung in den Kognitionswissenschaften etabliert, welche versucht die intellektuellen Fähigkeiten des Menschen mithilfe künstlicher Netzwerke zu modellieren. Diese ahmen die Funktionsweise der neuronalen Netze im menschlichen Gehirn nach. Jerry Fodor, der bedeutendste Vertreter der LOTH, übt Kritik an konnektionistischen Modellen. Ihm zufolge seien sie nicht in der Lage bestimmte Eigenschaften menschlichen Denkens zu erklären und damit die Anforderungen der LOTH an eine Theorie der Kognition zu erfüllen. Währenddessen meinen viele Konnektionisten bestimmte Modelle konstruiert zu haben, die wichtige Aspekte menschlichen Denkens aufweisen, ohne einer Language of Thought zu bedürfen.

Murat Aydede fasst dieses angespannte Verhältnis anders auf. Er plädiert für die Auffassung, dass auch die besagten konnektionistischen Modelle eine Language of Thought (LOT) voraussetzen.

Wie sollte man das Verhältnis zwischen der Language of Thought Hypothese und dem Konnektionismus nun auslegen? Ich argumentiere dafür, den Konnektionismus als einen neuen Ansatz in den Kognitionswissenschaften aufzufassen, der den Klassizismus herausfordert, dabei aber immer noch in der Tradition der LOTH steht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Die Language of Thought Hypothese

1.1 Mentale Repräsentationen

1.2 Kausale und semantische Beziehungen

1.3 Kombinatorische Syntax & Semantik

2 Konnektionismus und die klassische Alternative

2.1 Grundzüge konnektionistischer Modelle

2.2 Konnektionistische & klassische Modelle

3 Fodors Kritik und konnektionistische Entgegnungen

3.1 Lokale & verteilte Repräsentation

3.2 Konkatenation

4 Das Verhältnis des Konnektionismus zur LOTH

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der "Language of Thought"-Hypothese (LOTH) und konnektionistischen Modellen der Kognitionswissenschaft. Dabei wird analysiert, ob konnektionistische Architekturen die für die LOTH postulierten Anforderungen an kombinatorische Strukturen und systematische Denkprozesse erfüllen können oder ob sie als bloße Gegenentwürfe zu betrachten sind.

  • Grundlagen der Language of Thought Hypothese nach Jerry Fodor
  • Konnektionismus als Modellierungsansatz künstlicher neuronaler Netze
  • Kritik an der Kompatibilität von Konnektionismus und klassischer Symbolverarbeitung
  • Die Rolle der (nicht-)konkatenativen Repräsentation und impliziter Strukturen
  • Neubewertung der LOTH als umfassende Forschungstradition

Auszug aus dem Buch

3.2 Konkatenation

Dem Urteil von F&P entgegnen viele Konnektionisten, dass zusammengesetzte verteilte Repräsentationen sehr wohl eine kombinatorische Struktur haben könnten, ohne klassische Modelle zu implementieren [vgl. 6, s.344]. Diese Struktur wäre dadurch gekennzeichnet, dass sie im Gegensatz zum Fall klassischer Modelle implizit sei. Die Bestandteile solcher Repräsentationen seien nicht als explizite, unveränderte Teile in der Repräsentation enthalten (konkatenative Zusammensetzung). Stattdessen seien sie in einem neuen Ganzen zusammengefügt - ähnlich wie zwei hintereinander geschaltete Dias, die ein neues Bild ergeben, ohne dass die Ursprungsbilder in diesem Bild einzeln auftauchen, (nicht konkatenative Zusammensetzung). Darauf reagiert Fodor mit der Aussage, dass auf diese Weise Information über syntaktische Struktur in einem konnektionistischen Netz vielleicht gespeichert, aber nicht verarbeitet werden könne. Die Anforderung, die die LOTH an Modelle menschlicher Kognition stelle, sei, dass die formalen Eigenschaften der Bestandteile einer komplexen Repräsentation explizit in ihr vorhanden sein müssen. Nur dann könnten komplexe Repräsentationen auch auf der Grundlage ihrer kombinatorischen Struktur verarbeitet werden [vgl. 4, s.200]. Konkatenation wäre demnach ein notwendiger Bestandteil der LOT.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Language of Thought Hypothese: Einführung in die Grundlagen der Theorie, die mentale Repräsentationen als notwendige Voraussetzung für produktives und systematisches Denken betrachtet.

2 Konnektionismus und die klassische Alternative: Erläuterung der Architektur künstlicher neuronaler Netze und Abgrenzung zum klassischen Ansatz der regelbasierten Symbolverarbeitung.

3 Fodors Kritik und konnektionistische Entgegnungen: Diskussion der kritischen Auseinandersetzung zwischen Fodor und Konnektionisten hinsichtlich der Frage, ob konnektionistische Netze eine kombinatorische Struktur aufweisen können.

4 Das Verhältnis des Konnektionismus zur LOTH: Kritische Reflexion und Neuinterpretation der LOTH als übergeordnete Forschungstradition, in der der Konnektionismus neue Realisierungsmöglichkeiten bietet.

Schlüsselwörter

Language of Thought, LOTH, Konnektionismus, Mentale Repräsentation, Kognitionswissenschaft, Jerry Fodor, Systematizität, Produktivität, Konkatenation, Neuronale Netze, Symbolverarbeitung, Klassizismus, Implizite Struktur, Kognitive Modellierung, Murat Aydede

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Konflikt zwischen zwei Paradigmen der Kognitionswissenschaft: der "Language of Thought"-Hypothese und dem Konnektionismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Architektur mentaler Repräsentationen, die Natur von Denkvorgängen und die Frage, wie menschliche Kognition modelliert werden kann.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verhältnis zwischen der klassischen LOTH und neueren konnektionistischen Ansätzen zu klären und zu prüfen, ob letztere tatsächlich in der Lage sind, die Bedingungen der LOTH zu erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin oder der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturkritik, insbesondere unter Einbeziehung der Debatte zwischen Jerry Fodor und verschiedenen Konnektionisten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der LOTH, die technischen Grundlagen konnektionistischer Modelle sowie die detaillierte Diskussion der Kritikpunkte Fodors (insbesondere Systematizität und Konkatenation).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Begriffe sind Language of Thought, Konnektionismus, mentale Repräsentation, Systematizität und kombinatorische Struktur.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "konkatenativer" und "nicht-konkatenativer" Zusammensetzung?

Konkatenative Zusammensetzung bezeichnet das explizite Vorhandensein unveränderter Teile innerhalb einer Struktur, während bei der nicht-konkatenativen Zusammensetzung die Bestandteile in einem neuen Ganzen implizit, ähnlich wie bei überlagerten Dias, enthalten sind.

Welche Rolle spielt das RAAM-Modell für die Argumentation?

Das RAAM-Modell dient als Gegenbeispiel zu Fodors Kritik, um aufzuzeigen, dass künstliche neuronale Netze auch ohne explizite Konkatenation implizite kombinatorische Strukturen verarbeiten können.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Language of Thought und der Konnektionismus
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Veranstaltung
Intentionalität und mentale Repräsentation
Note
1.0
Autor
Stanislaw Wirok-Stoletow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V374062
ISBN (eBook)
9783668539792
ISBN (Buch)
9783668539808
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konnektionismus Language of Thought Fodor Kognitivismus Philosophie des Geistes Intentionalität Mentale Repräsentation Propositionale Einstellungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stanislaw Wirok-Stoletow (Autor:in), 2017, Language of Thought und der Konnektionismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/374062
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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