Die rasant entwickelte und stetig fortschreitende Digitalisierung beeinflusst nahezu alle Bereiche unserer heutigen Gesellschaft, so auch den Bildungssektor. Ein Großteil der Angebote des Bildungssektors findet sich bereits in Form verschiedenster Online-Kurse und Fernstudiengänge. Auch Bildungsmaßnahmen wie beispielsweise die ausbildungsbegleitenden Hilfen wären theoretisch auf Online-Basis sinnvoll durchführbar. Durch Tools wie Foren, Wikis, Videokonferenzen, virtuelle Klassenzimmer, etc. würden Auszubildende von zu Hause aus am PC oder auch unterwegs per Laptop, Tablet oder Smartphone in virtuellen kollaborativen Online-Lernumgebungen gefördert werden.
In dieser Arbeit wird das fiktive Szenario einer Online-Bildungsmaßnahme namens „ausbildungsbegleitende Hilfen-Online“ theoretisch beschrieben und hinsichtlich ihres Lernerfolgs theoretisch-konzeptionell evaluiert. Ausbildungsbegleitende Hilfen-Online sind, abgesehen davon, dass sie online durchgeführt werden, konzeptionell an der realen Bildungsmaßnahme ausbildungsbegleitende Hilfen orientiert. Im hier gewählten Beispiel erhalten Auszubildende des Berufs Industriemechaniker online, auf Basis eines Mediums namens virtuelles Klassenzimmer, eine dreimonatige Prüfungsvorbereitung auf ihre Abschlussprüfung Teil 2, um letztlich die Frage beantworten zu können, welchen Effekt die Teilnahme an der Prüfungsvorbereitung dieser Bildungsmaßnahme auf die Teilnehmerkompetenz in prüfungsrelevanter Fachkunde hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Lernerfolg im Bereich Bildungsmaßnahmen und E-Learning
2.2. Lernerfolg durch die Teilnahme an ausbildungsbegleitenden Hilfen
2.3. Lernerfolg durch die Nutzung des Mediums virtuelles Klassenzimmer
2.4. Bedeutung von Partizipation in computergestützten kollaborativen Lernprozessen
3. Forschungsfrage
4. Ziele der Evaluation
5. Methodische Vorgehensweise
5.1. Hypothesen
5.2. Operationalisierung der Variablen
5.3. Beschreibung der Stichprobe
5.4. Durchführung der Untersuchung
6. Ergebnisse
6.1 Auswertung der Ergebnisse
7. Diskussion der Ergebnisse
8. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit evaluiert theoretisch-konzeptionell den Lernerfolg von Auszubildenden des Berufs Industriemechaniker durch die Teilnahme an einer fiktiven, onlinebasierten Prüfungsvorbereitung im virtuellen Klassenzimmer.
- Analyse des Lernerfolgs in digitalen Lernumgebungen
- Einfluss der Partizipation auf den kollaborativen Lernerfolg
- Vergleich von Vorbereitungsmaßnahmen mittels Prä- und Post-Tests
- Evaluation der Qualität von Bildungsinhalten in E-Learning-Szenarien
- Messung der Kompetenzsteigerung bei förderbedürftigen Jugendlichen
Auszug aus dem Buch
2.4. Bedeutung von Partizipation in computergestützten Lernprozessen
Bei der Nutzung des virtuellen Klassenzimmers findet ein kollaborativer computergestützter Lernprozess statt. In dieser Art Lernprozess spielt die Partizipation des Teilnehmers eine wichtige Rolle, damit der Lernprozess sowohl beim Individuum als auch bei der gesamten Gruppe stattfinden kann. Partizipation in kollaborativen Onlineumgebungen bezeichnet das Ausmaß, in welchem ein Individuum an gemeinsamen Onlineaktivitäten teilnimmt. Bei Lernprozessen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, ist unter Partizipation somit der Faktor Kontinuität der Teilnahme zwangsläufig mit eingebunden. Partizipation in Onlinelernumgebungen ist eine notwendige, unabdingbare Voraussetzung für einen Lernprozess und somit auch für einen Lernerfolg (Carell, Jahnke, & Reiband, 2002, S. 27). Um bei den ausbildungsbegleitenden Hilfen-Online einen Lernerfolg erreichen zu können, ist die Partizipation der Teilnehmer, welche Kontinuität der Teilnahme mit einschließt, somit unabdingbar. Da bei den ausbildungsbegleitenden Hilfen-Online in Kleingruppen gelernt wird, der Dozent stets Motivationsarbeit leistet und die Teilnehmer aus freiem Willen an dieser Bildungsmaßnahme teilnehmen, wird davon ausgegangen, dass bei Anwesenheit der Teilnehmer mit einem Mindestmaß an Partizipation zu rechnen ist. Die Anwesenheit der Teilnehmer ist hinsichtlich Lernerfolg also ein wichtiger und einflussreicher Faktor, welcher durch Anwesenheitsprotokolle überprüft wird. Anhand dieser Protokolle können Schlüsse auf die Kontinuität der Teilnahme und somit auf die Partizipation der Teilnehmer gezogen werden, welche als Voraussetzung für einen Lernprozess den Lernerfolg beeinflusst.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hinführung zum Thema Berufsausbildung, Beschreibung der Bildungsmaßnahmen "BvB" und "abH" sowie Einführung des fiktiven Szenarios "ausbildungsbegleitende Hilfen-Online".
2. Theoretischer Hintergrund: Darstellung der theoretischen Rahmenbedingungen zu Lernerfolg, Qualitätsmerkmalen von Bildungsmaßnahmen, dem Medium virtuelles Klassenzimmer und der Bedeutung von Partizipation.
3. Forschungsfrage: Ableitung der zentralen Forschungsfrage zur Untersuchung des Effekts der Online-Prüfungsvorbereitung auf die Teilnehmerkompetenz.
4. Ziele der Evaluation: Darlegung der Ziele wie Transparenz, Qualitätssicherung und Legitimierung von Bildungsmaßnahmen durch wissenschaftliche Daten.
5. Methodische Vorgehensweise: Definition der Hypothesen, Operationalisierung der Variablen, Beschreibung der Stichprobe und Ablauf der Untersuchung (Pre-/Post-Test).
6. Ergebnisse: Darstellung und statistische Aufarbeitung der erzielten Testergebnisse von Gruppe A und Gruppe B.
7. Diskussion der Ergebnisse: Interpretation der Befunde, Validierung der Hypothesen und Reflexion der Bedeutung von Anwesenheit und Partizipation.
8. Zusammenfassung: Synthese der Kernergebnisse und wissenschaftliche Beantwortung der Forschungsfrage.
Schlüsselwörter
Berufsausbildung, Lernerfolg, ausbildungsbegleitende Hilfen, E-Learning, virtuelles Klassenzimmer, Partizipation, Bildungsevaluation, Industriemechaniker, Prüfungsvorbereitung, Kompetenzsteigerung, kollaboratives Lernen, Qualitätssicherung, Fernlehre.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es geht um die theoretisch-konzeptionelle Evaluation einer fiktiven Online-Bildungsmaßnahme, die Auszubildende auf ihre Abschlussprüfung vorbereitet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die zentralen Felder sind die Wirksamkeit von Online-Lernumgebungen, der Lernerfolg in Fördermaßnahmen und die Bedeutung der Teilnehmer-Partizipation.
Welches Ziel verfolgt die Evaluation?
Ziel ist der Nachweis, ob die Teilnahme an der onlinebasierten Prüfungsvorbereitung die Fachkompetenz der Auszubildenden signifikant steigert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen Vergleich zwischen einer Untersuchungsgruppe und einer Kontrollgruppe mittels Pre- und Post-Tests in Form von Probe-Abschlussprüfungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen, das Forschungsdesign, die Datenerhebung durch Testreihen und die anschließende Auswertung der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie Lernerfolg, virtuelles Klassenzimmer, Partizipation und die spezifische berufliche Fachkunde des Industriemechanikers.
Welchen Einfluss hat die Kontinuität der Teilnahme?
Die Studie zeigt, dass eine höhere kontinuierliche Teilnahme korreliert mit einem größeren Zuwachs an fachlicher Kompetenz und somit einem höheren Lernerfolg.
Wie unterscheidet sich Gruppe A von Gruppe B?
Gruppe A nahm an der Online-Vorbereitung teil, während Gruppe B als Kontrollgruppe ohne diese spezifische Maßnahme fungierte, was den Effekt der Maßnahme messbar machte.
- Arbeit zitieren
- Bastian Leis (Autor:in), 2016, Steigt der Lernerfolg durch die "ausbildungsbegleitenden Hilfen-Online"? Eine theoretisch-konzeptionelle Evaluation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/372225