Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Sachverhalt, inwiefern sich das Thema „Das alte Ägypten“ im Rahmen einer Projektarbeit in einer dritten Klasse auf theoretischer Basis realisieren lässt. Da dieser Bereich ein gängiger Unterrichtsinhalt des Sachunterrichts darstellt, ist es gerade für eine angehende Lehrkraft interessant, eine mögliche Gestaltung zu erfahren. Aufgrund der Vielzahl an Methoden kann es schwierig sein, hier eine Auswahl zu treffen, die dem Sachverhalt und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schülern gerecht wird. Ziel dieser Arbeit soll es daher sein, den historischen Unterrichtsgegenstand „Altes Ägypten“ in Beziehung zu einer Projektarbeit zu setzten umso eine mögliche Gestaltungsvariante einer Unterrichtseinheit zu veranschaulichen.
Dazu werden zunächst die Grundlagen skizziert, die wichtig sind, um die Argumente und Methoden dieser Arbeit zu verstehen. Hier wird deshalb als erstes ein fachlicher Einstieg geboten, indem hauptsächlich etwas zu dem Inhalt des Themas erklärt wird. Dieser Inhalt soll im Groben den Erkenntnisgewinn darstellen, welcher auch die Schülerinnen und Schüler am Ende dieser Reihe im Optimalfall erfahren.
Bevor es dann zur Planung der Projektarbeit kommt, werden zunächst anhand der Begriffsklärung des „Geschichtsbewusstseins“ nach Pandel und das Konzept des Fuer-Modells die Ziele der Unterrichtsreihe im Detail definiert. Diese Erkenntnisse sollen weiterführend im nächsten Schritt auf die einzelnen Phasen des Projekts übertragen werden. Doch zunächst einmal kommt es zur Vorstellung der Rahmenbedingungen, welche auf die gesammelten Daten eines vergangenen Praktikums basieren. Im Anschluss werden dann die Projektphasen, die auf der Konzeption von Michael Sauer basieren, detailliert aufgezeigt. Diese Unterteilung der Unterrichtsreihe zum Thema „Altes Ägypten“ resultiert aus der Tatsache, dass die Kinder die Chance haben, möglichst eigenständig und frei zu arbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Fachlicher Einstieg
2.1.1 Der Nil
2.1.2 Pharaonen
2.1.3 Das Leben nach dem Tod
2.1.4 Pyramiden
2.1.5 Die Kindheit und das Familienleben im alten Ägypten
2.1.6 Was geschah nach der Zeit des alten Ägyptens?
3. Projektarbeit
3.1 Ziele des Projekts
3.1.1 Geschichtsbewusstsein
3.1.2 Das FUER-Modell
4. Beschreibung des Projektverlaufs
4.1 Rahmenbedingungen
4.2 Initiierungsphase
4.3 Planungsphase
4.4 Durchführungsphase
4.5 Präsentationsphase
4.6 Auswertungsphase
4.7 Museum des alten Ägyptens
4.8 Reflexion
5. Differenzierungsmöglichkeiten
6. Begründung der Projektarbeit zum alten Ägypten
6.1 Perspektivrahmen
6.2 Lehrplan
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen, das Thema „Das alte Ägypten“ in einer dritten Klasse der Grundschule auf Basis einer handlungsorientierten Projektarbeit zu behandeln, um historisches Lernen und Geschichtsbewusstsein zu fördern.
- Methodische Gestaltung einer Unterrichtsreihe zum Thema „Das alte Ägypten“
- Anwendung des FUER-Modells zur Förderung historischer Kompetenzen
- Umsetzung von handlungsorientiertem Lernen durch Projektarbeit
- Integration von Differenzierungsmöglichkeiten in heterogenen Lerngruppen
- Einordnung des Themas in den Perspektivrahmen und Lehrplan NRW
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Pharaonen
Unter einem Pharao verstand man im alten Ägypten ein Gottkönig, welcher sowohl über das Unter-, als auch das Oberägypten regierte. Dabei konnte nicht jeder König werden, denn dieser wurde als leiblicher Sohn des Sonnengottes Re in das Amt hineingeboren. Die Krönung diente deshalb lediglich als endgültige Vollendung des Königs, welcher als Verbindungsglied zwischen Mensch und Gott angesehen wurde. Das Wort „Pharao“ lässt sich mit „großes Haus“ übersetzen (vgl. Simpson 2002, S. 63). Dieser Titel weist bereits auf die Macht und den Platz eines Pharaos in der Gesellschaft hin. So stand die König an erster Stelle, während seine Familienmitglieder direkt nach ihm positioniert waren. Die Edelleute und die reiche Mittelschicht folgten den Familienmitglieder. Die letzte Position hatten die Bauern inne (vgl. ebd., S. 12). Durch dieses soziale Modell ist erkennbar, dass die Form der Regierung monarchisch ausgeübt wurde. Hierbei herrscht eine Person über den Rest der Gesellschaft und gibt diese Regentschaft nur mit dem eigenen Tod ab.
Einer der bekanntesten Pharaonen war unter anderem Tutanchamun, den weiterführend eine kurze Beschreibung vollzogen wird. Vorher bleibt aber noch zu erwähnen, dass ein Pharao bei seiner Krönung fünf Königstitel erhält. Während beispielsweise der Name „Tutachnamun“ bereits bei der Geburt vergeben wird, erhielt er die vier übrigen Titel erst am Tag seiner Krönung. Diese Namen wurden, so glaubten die Ägypter, von den Göttern entschieden und von den Priestern verkündet. Sie repräsentierten die Macht, das Regierungsprogramm und den Charakter der Herrschers. (Vgl. Felske 2016).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Absicht, das Thema „Das alte Ägypten“ in einer dritten Klasse der Grundschule durch eine Projektarbeit handlungsorientiert zu vermitteln.
2. Grundlagen: Es werden fachliche Hintergründe zu Aspekten wie den Pharaonen, dem Nil und dem Totenkult sowie geschichtliche Entwicklungen des alten Ägyptens dargelegt.
3. Projektarbeit: Dieses Kapitel definiert Ziele der Projektarbeit, insbesondere das Geschichtsbewusstsein und die Kompetenzstufen des FUER-Modells.
4. Beschreibung des Projektverlaufs: Die einzelnen Phasen des Projekts, von der Initiierung bis zur Reflexion und dem „Museum des alten Ägyptens“, werden detailliert beschrieben.
5. Differenzierungsmöglichkeiten: Es wird erörtert, wie auf die Heterogenität in einer Grundschulklasse durch verschiedene Differenzierungsangebote reagiert werden kann.
6. Begründung der Projektarbeit zum alten Ägypten: Die Arbeit wird theoretisch durch den Abgleich mit dem Perspektivrahmen des Sachunterrichts und dem offiziellen Lehrplan in Nordrhein-Westfalen begründet.
7. Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema für eine Projektarbeit gut geeignet ist, jedoch eine sorgfältige Planung unter Berücksichtigung methodischer Vielfalt erfordert.
8. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Das alte Ägypten, Projektarbeit, Grundschule, handlungsorientiertes Lernen, Geschichtsbewusstsein, FUER-Modell, Historisches Lernen, Sachunterricht, Pharaonen, Tutanchamun, Differenzierung, Lehrplan, Unterrichtsreihe, Perspektivrahmen, Projektverlauf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und methodischen Realisierung einer Projektarbeit zum Thema „Das alte Ägypten“ für eine dritte Klasse der Grundschule.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die historische Sachanalyse, die didaktische Aufbereitung für den Sachunterricht, das FUER-Modell zur Kompetenzförderung sowie die praktische Strukturierung des Projekts.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, historisches Lernen durch eine handlungsorientierte Unterrichtsreihe zu fördern und aufzuzeigen, wie das Thema „Das alte Ägypten“ für Schülerinnen und Schüler der Grundschule fachlich und didaktisch aufbereitet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer didaktischen Aufbereitung, die den Projektverlauf unter Einbeziehung des FUER-Modells und aktueller Richtlinien für den Sachunterricht strukturiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in fachliche Grundlagen, die theoretische Fundierung des Projektbegriffs, die detaillierte Beschreibung des Projektverlaufs sowie die Begründung des Vorhabens durch Bezugnahme auf Lehrpläne.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie das alte Ägypten, Projektarbeit, handlungsorientiertes Lernen, Geschichtsbewusstsein und historisches Lernen.
Welche Rolle spielt das FUER-Modell in diesem Projekt?
Das FUER-Modell dient als theoretischer Rahmen, um Kompetenzen wie die historische Fragekompetenz, Methodenkompetenz, Orientierungskompetenz und Sachkompetenz bei den Kindern gezielt zu fördern.
Wie wird mit der Heterogenität in der Klasse umgegangen?
Es werden spezifische Differenzierungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie etwa variable Zeitvorgaben oder unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bei den Arbeitsaufgaben, um den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.
Warum ist eine Reflexion am Ende des Projekts so wichtig?
Die Reflexion dient dazu, den Lernprozess zu evaluieren, erfolgreich verlaufene Prozesse zu identifizieren und Ausblicke für zukünftige Projekte zu gewinnen.
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- Anonym (Author), 2017, Historisches Lernen im Sachunterricht. Möglichkeiten einen Unterrichtsentwurf zum Thema "Altes Ägypten" zu erstellen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/372124