Der Mensch sieht sich Zeit seines Lebens Krisen gegenüber. Die bedeutendsten Krisen unserer Zeit, die die gesamte Menschheit betreffen, sind die Umweltkrisen und die existentiellen.
Diese Arbeit vergleicht die Romane "Ein Freund der Erde" von T. C. Boyle und "Der Schwarm" von Frank Schätzing daraufhin, wie die Krisen dargestellt werden.
Mein Thema habe ich gewählt, da Krisen ein Aspekt im Leben eines jeden Menschen sind. Da gibt es finanzielle Krisen, Daseinskrisen, Ehekrisen, etc.
Sie betreffen jeden von uns zu jeder Zeit. Die aktuellsten Krisen sind aber meiner Meinung nach die der Umwelt und die in der Religion bzw. die existenziellen.
Die Natur wird von den Menschen immer mehr bedroht und schon heute sind weltweit Millionen Menschen von den Folgen betroffen. Die Meere sind durch die Konsumgesellschaft überfischt, die tropischen Regenwälder der Erde werden aus Profitgier abgeholzt, ohne Rücksicht auf die Auswirkungen auf das Weltklima und die unterschiedlichsten Tierarten wurden schon so gut wie ausgerottet, auch für Atommüll gibt es keine wirklich guten Entsorgungslösungen.
Anscheinend denken Politiker und Profitgeile Manager nicht daran, dass Probleme wie die Klimaerwärmung oder eben Atommülllagerung nicht mit dem Ende einer Generation plötzlich wie durch Zauberhand verschwinden. Sie bestehen schließlich weiter und die folgenden Generationen müssen damit leben und versuchen sie zu lösen.
Auch in der Religion vollzieht sich ein Wandel. Immer weniger Menschen interessieren sich für die Lehren Gottes. Wissenschaftler finden immer mehr über die Entstehung des Lebens heraus und auch im Weltall gibt es immer öfter Anzeichen für Planeten mit lebensfreundlichen Bedingungen. Diese Anzeichen, die weitergehend auch auf extraterrestrisches Leben schließen lassen, führen dazu, dass die Menschen ihre göttliche Schaffung in Frage stellen müssen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Gründe für die Wahl meines Themas
1.2 Bedeutung und Aktualität des Themas für immer mehr Autoren
1.3 Vorgehen in meiner Facharbeit
2. Hauptteil
2.1 „Ein Freund der Erde“ von T.C.Boyle
2.1.1 Inhalt des Romans
2.1.2 Vorstellung des Protagonisten Ty Tierwater
2.1.3 Darstellung der klimatischen Situation
2.1.4 Informationen über den Autor T. C. Boyle
2.2 „Der Schwarm“ von Frank Schätzing
2.2.1 Inhalt des Romans
2.2.2 Vorstellung der Protagonisten
2.2.3 Darstellung der von Einzellern ausgelösten Existenzkrise des Menschen
2.2.4 Darstellung der durch Einzeller ausgelösten Katastrophen in den Gewässern der Erde
2.2.5 Informationen zum Autor Frank Schätzing
2.3 Vergleich der beiden Romane
2.3.1 Zeit und Ort des Geschehens
2.3.2 Struktur des Romans
2.3.3 Sprache
2.3.4 Aussageabsicht
2.4 Rezensionen
2.4.1 durch Literaturkritiker
2.4.2 durch andere Leser in Internetforen
3. Schluss
3.1 Persönliche Stellungnahme zu beiden Romanen
3.2 Auswirkungen der heutigen Klimasituation auf die Literatur
3.2.1 Häufigeres Thema in der Literatur?
3.2.2 Schwarzmalerei oder Schönrederei?
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht, wie die Romane „Ein Freund der Erde“ von T.C. Boyle und „Der Schwarm“ von Frank Schätzing ökologische und existenzielle Krisen thematisieren und welche Rolle der Mensch in Bezug auf diese Herausforderungen spielt.
- Darstellung ökologischer Krisen (Klimawandel, Umweltverschmutzung)
- Analyse der Protagonisten in Extremsituationen
- Vergleich von Erzählstrukturen und sprachlichen Mitteln
- Reflektion über die gesellschaftliche Bedeutung der Literatur im Kontext globaler Bedrohungen
- Diskussion der menschlichen Überlegenheit gegenüber der Natur
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Vorstellung des Protagonisten Ty Tierwater
Tyrone „Ty“ O‘Shaughnessy Tierwater ist 75 Jahre alt (vgl. S. 23) und wurde in der, 1950 größten Stadt der Welt (vgl. ebd. S. 17), New York geboren. Seine 75 Jahre sind ihm auch anzusehen. Er hat eine Glatze (vgl. ebd. S. 21), eine „übergroße[ ], demütigend lange Altmännernase“ (ebd. S. 13), außerdem einen „Truthahnlappen unter [s]einem Kinn“ (ebd. S. 17) und „dürre[ ] Beine“ (ebd. S. 19). Sein Alter ist ihm auch an einigen Gebrechen anzumerken, wie an seiner Schwerhörigkeit (vgl. ebd. S. 22) und Sehschwäche (ebd. vgl. S. 20), sowie Arthritis (vgl. ebd. S. 27) oder auch ein schwaches, unregelmäßig schlagendes Herz (vgl. ebd. S. 18).
Ty Tierwater ist halb irisch-katholisch und halb Jude (vgl. ebd. S. 17). Sein Vater war ein Immobilienmogul, der riesige Wohnhäuser bauen ließ.
Außerdem war er zweimal verheiratet. Einmal mit der Mutter seiner Tochter, Jane. Diese starb an einem anaphylaktischen Schock durch einen Bienenstich (ebd. vgl. S. 137) und das andere Mal mit Andrea Cotton, die ihn für den Umweltaktivisten Teo verließ. Seine Tochter starb mit 25 bei einem Protest, bei der sie einen Redwood besetzte, um zu verhindern, dass die Redwoods gefällt werden. Eines Tages fiel sie vor Schwäche von ihrer Plattform. Seine Exfrau Andrea liebt er immer noch, doch er kann ihr nicht wirklich verzeihen, dass sie ihn für einen seiner Rivalen verlassen hat. Im Jahr 2025 kehrt sie zu ihm zurück, um mit einer anderen Aktivistin ein Buch über Sierra Tierwater zu schreiben, um zu Geld zu kommen. Das Geld soll dazu verwendet werden, „E.F.! wieder aufleben zu lassen“ (vgl. ebd. S. 99).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Erläutert die Motivation zur Themenwahl und die Relevanz von Umwelt- und Existenzkrisen in der zeitgenössischen Literatur.
2. Hauptteil: Detaillierte inhaltliche Analyse der Romane „Ein Freund der Erde“ und „Der Schwarm“ sowie ein Vergleich der erzählerischen Mittel und Aussageabsichten.
3. Schluss: Persönliche Reflektion über die Romane sowie ein Ausblick auf die zukünftige Behandlung ökologischer Themen in der Literatur.
Schlüsselwörter
Klimawandel, Umweltverschmutzung, T.C. Boyle, Frank Schätzing, Der Schwarm, Ein Freund der Erde, Ökologie, Existenzkrise, Literaturanalyse, Treibhauseffekt, Überfischung, Tsunami, Nachhaltigkeit, Romanvergleich, Literaturkritik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung ökologischer und existenzieller Krisen in den Romanen „Ein Freund der Erde“ von T.C. Boyle und „Der Schwarm“ von Frank Schätzing.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die zentralen Themen sind der Klimawandel, die Zerstörung der Natur, die Überfischung der Meere und die Frage nach der Stellung des Menschen innerhalb der Schöpfung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu analysieren, wie die Autoren aktuelle Umweltprobleme in ihre fiktiven Erzählungen einbetten und durch ihre Protagonisten veranschaulichen.
Welche Methode wird angewendet?
Es erfolgt eine inhaltliche Zusammenfassung der Romane, gefolgt von einem direkten Vergleich von Struktur, sprachlichen Mitteln und den zugrunde liegenden Aussageabsichten der Autoren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Werke, die detaillierte Analyse der Umweltkrisen im jeweiligen Buch, den direkten Vergleich sowie eine Untersuchung von Rezensionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Klimawandel, Umweltzerstörung, Romananalyse und ökologische Verantwortung sind prägende Begriffe.
Wie bewertet der Autor „Ein Freund der Erde“ im Vergleich zu „Der Schwarm“?
Der Autor findet, dass „Ein Freund der Erde“ eine realistische Zukunftsvision darstellt, während „Der Schwarm“ eher der spannenden Unterhaltungsliteratur zuzuordnen ist.
Welche Rolle spielen die religiösen Anspielungen bei Frank Schätzing?
Schätzing nutzt religiöse Motive, um die amerikanische Frömmigkeit zu kritisieren und die Krise des menschlichen Selbstverständnisses gegenüber einer vermeintlich intelligenten, fremden Macht zu verdeutlichen.
- Arbeit zitieren
- Martina-Michaela Haberland (Autor:in), 2010, Die menschliche Zivilisation in der Krise am Beispiel zweier Romane. T. C. Boyle, "Ein Freund der Erde" und Frank Schätzing, "Der Schwarm", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/372121