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Kinder und Jugendliche als Täter des sexuellen Missbrauchs. Welche Belastungs- und Risikofaktoren können innerhalb des Familiensystems dazu beitragen?

Title: Kinder und Jugendliche als Täter des sexuellen Missbrauchs. Welche Belastungs- und Risikofaktoren können innerhalb des Familiensystems dazu beitragen?

Research Paper (undergraduate) , 2016 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Law and Delinquency

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Summary Excerpt Details

Immer noch gibt es in unserer Gesellschaft die Wahrnehmung, dass Kinder und auch Jugendliche reine und sexuell uninteressierte Menschen sind. Die Vorstellung, dass bereits junge Heranwachsende sexuelle Neigungen haben und eventuell sogar ein sexuell grenzverletzendes Verhalten entwickeln können, ruft bei den meisten Menschen ein Unbehagen und Widerwillen hervor. Dabei werden ein Drittel aller Sexualdelikte von Kindern und Jugendlichen verübt. Doch welche Belastungs- und Risikofaktoren können innerhalb des Familiensystems zu diesem sexuell unangemessenen Verhalten beitragen?

Da diese Thematik erst in den letzten Jahren auch gesellschaftlich mehr in den Vordergrund gerückt ist, habe ich mich entschieden, dieses Thema meiner Hausarbeit zu widmen. Da ich als ausgebildete Erzieherin bereits einige Erfahrungen und Beobachtungen hinsichtlich sexuell grenzverletzenden Verhaltens bei Kindern zwischen drei und sechs Jahren gemacht habe, interessiert mich dieses Thema zusätzlich. Ziel dieser Ausarbeitung ist es, die Wichtigkeit des Hintergrundes bezüglich der Herkunftsfamilie und der familiären Biographie der kindlichen und jugendlichen Täter aufzuzeigen.

Zu Beginn werde ich das normale kindliche Sexualverhalten und das sexuelle Missbrauchsverhalten von Kindern und Jugendlichen definieren, damit jeder Leser auf dem gleichen Wissensstand ist. Es gibt zudem etliche Definitionen, die z.T. erhebliche Unterschiede aufweisen, sodass es wichtig ist, zu wissen, mit welcher Ausgangsdefinition gearbeitet wird. Danach nenne ich Zahlen und Fakten aus dem Hell- und Dunkelfeld, mit Zuhilfenahme der polizeilichen Kriminalstatistik aus dem Jahr 2014 (PKS) und einer Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2015. Im Anschluss geht es um den Kern der Hausarbeit, nämlich um die Belastungs- und Risikofaktoren innerhalb der Herkunftsfamilien der kindlichen und jugendlichen Täter. Dabei sollen die eventuellen Familienstrukturen, die Folgen eigener Misshandlungen und Missbrauchserfahrungen in der Familie, die sozioökonomischen Faktoren und die Merkmale sexuell aggressiver Kinder und Jugendlicher aufgezeigt werden. Sodann erläutere ich das bindungstheoretische Modell nach Bowlby zur Entstehung sexuell auffälligen Verhaltens von Kindern und die Tätertypologie nach Schorsch. Zum Abschluss gebe ich einen Einblick in die Empfehlungen für den fachlichen Umgang mit übergriffigen Kindern in Kindertagesstätten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Normales kindliches Sexualverhalten

2.2. Sexuelles Missbrauchsverhalten von Kindern und Jugendlichen

3. Zahlen und Fakten

3.1. Prävalenzraten: Kinder und Jugendliche als Täter

4. Risiko- und Belastungsfaktoren

4.1. Die Struktur der Herkunftsfamilien der jugendlichen Täter

4.2. Misshandlungen und Missbrauchserfahrungen innerhalb der Herkunftsfamilie

4.3. Die Bedeutung sozioökonomischer Faktoren für die Entwicklung sexualisierter Gewalt

4.4. Merkmale sexuell aggressiver Kinder und Jugendlicher

5. Theoretisches Modell zur Entstehung sexuell auffälligen Verhaltens von Kindern

5.1. Bindungstheoretisches Modell

6. Typologie von Eberhard Schorsch

7. Empfehlung für den fachlichen Umgang mit übergriffigen Kindern in Kindertagesstätten

8. Fazit

9. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Belastungs- und Risikofaktoren innerhalb des Familiensystems, die die Entwicklung von sexuell grenzverletzendem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen begünstigen oder verstärken können. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Hintergründe der Täterschaft zu schaffen und Empfehlungen für den fachlich-pädagogischen Umgang in Kindertagesstätten abzuleiten.

  • Analyse familiärer Strukturen und biographischer Hintergründe von Tätern
  • Einfluss von Missbrauchserfahrungen und Gewalt in der Herkunftsfamilie
  • Bindungstheoretische Erklärungsansätze nach Bowlby
  • Tätertypologien nach Eberhard Schorsch
  • Präventions- und Interventionsmöglichkeiten in pädagogischen Kontexten

Auszug aus dem Buch

4.4. Merkmale sexuell aggressiver Kinder und Jugendlicher

„Wo Gewalt angewandt wird, da wird Gewalt geweckt“. Dieses meist zutreffende Zitat des berühmten Psychiaters Carl Jaspers, mag bei einer Vielzahl der Täter im kindlichen und jugendlichen Alter zutreffen. Jedoch möchte ich hier ausdrücklich davor warnen, alle Heranwachsenden, die bereits in der Vergangenheit Gewalterfahrungen erlebt haben, ebenfalls zu Tätern zu automatisieren. Sexuell aggressive Kinder sind in beiden Geschlechtern vertreten. Wobei besonders erwähnenswert ist, dass sie zumeist mehrere Opfer haben und das Durchschnittsalter für die Täter zwischen sechs und neun Jahren liegt.

Laut einer Längsschnittstudie mit 72 Kindern die Günther Deegener erwähnt, weisen diese zumeist spezifische Merkmale auf. Zum einen hat ein Großteil selbst in früheren Jahren körperliche und sexuelle Misshandlungen und Missbrauchserfahrungen erlebt. Zum anderen gab es in den Herkunftsfamilien häufiger gewalttätige Streitigkeiten zwischen den Elternteilen, sodass die Kinder bereits früh erleben konnten, wie Bedürfnisse des Einzelnen durch gewalttätige Aktionen durchgesetzt werden können. Des Weiteren zeigen diese Kinder bereits früh ein sexuell inadäquates Verhalten, wobei sie im Durchschnitt ein erhöhtes Aufkommen an sexuellen Problemverhalten aufweisen (Vgl. Heyden & Jarosch, 2010, S.95).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der kindlichen und jugendlichen Täter ein, skizziert die Fragestellung zur Rolle des Familiensystems und begründet die Relevanz des Themas für pädagogische Fachkräfte.

2. Definitionen: Dieses Kapitel differenziert zwischen altersangemessenem, kindlichem Sexualverhalten und pathologischem, sexuellem Missbrauchsverhalten.

3. Zahlen und Fakten: Es werden statistische Daten der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) präsentiert, um das Hellfeld der Täter im Kindes- und Jugendalter zu beleuchten.

4. Risiko- und Belastungsfaktoren: Der Hauptteil analysiert, wie dysfunktionale Familienstrukturen, Missbrauchserfahrungen und sozioökonomische Bedingungen das Entstehen von Täterbiographien fördern können.

5. Theoretisches Modell zur Entstehung sexuell auffälligen Verhaltens von Kindern: Hier wird das bindungstheoretische Modell nach Bowlby herangezogen, um Zusammenhänge zwischen Bindungsstörungen und aggressivem Sexualverhalten zu erklären.

6. Typologie von Eberhard Schorsch: Dieses Kapitel stellt die Täterklassifikationen von Schorsch vor und diskutiert verschiedene Täterprofile von Kindern und Jugendlichen.

7. Empfehlung für den fachlichen Umgang mit übergriffigen Kindern in Kindertagesstätten: Der Abschnitt gibt praxisorientierte Hinweise, wie Erzieher professionell und pädagogisch angemessen auf Grenzverletzungen reagieren sollten.

8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Prävention, Selbstbildung und einem geschulten Blick der Fachkräfte.

9. Anhang: Der Anhang enthält das Literaturverzeichnis sowie die verwendeten Internetquellen.

Schlüsselwörter

Sexualisierte Gewalt, Kindesmissbrauch, Familiensystem, Bindungstheorie, Risikofaktoren, Täterbiographie, Pädagogik, Prävention, Kindertagesstätte, sexuelle Grenzverletzung, jugendliche Täter, Bindungsstörung, Misshandlungsfolgen, Interventionsmöglichkeiten, Kindheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik von Kindern und Jugendlichen, die sexuelle Übergriffe begehen, und untersucht dabei insbesondere, welchen Einfluss das familiäre Umfeld und dortige Belastungsfaktoren auf die Entwicklung eines solchen Verhaltens haben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition sexuellen Fehlverhaltens, der Analyse von Risikofaktoren wie Missbrauchserfahrungen oder Bindungsstörungen, der Vorstellung theoretischer Modelle sowie praktischen Handlungsstrategien für Pädagogen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Belastungsfaktoren innerhalb des Familiensystems dazu beitragen, sexuell grenzverletzendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen zu bestärken oder hervorzurufen, um pädagogisches Handeln zu fundieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der aktuelle Statistiken (PKS), empirische Studien von Autoren wie Deegener und theoretische Ansätze wie die Bindungstheorie von Bowlby verarbeitet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben statistischen Daten vor allem die Struktur der Herkunftsfamilien, die Bedeutung von selbst erlebtem Missbrauch der Täter, sozioökonomische Faktoren sowie spezifische Merkmale sexuell aggressiver Heranwachsender diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind hierbei sexualisierte Gewalt, Bindungstheorie, Kindesmissbrauch, Risiko- und Belastungsfaktoren sowie pädagogische Prävention.

Wie bewertet die Autorin die Tätertypologie nach Schorsch?

Sie findet die Typologie sinnvoll für eine erste Einordnung und Sensibilisierung, weist jedoch kritisch darauf hin, dass die Einteilung in zwei oder vier Klassen für die Komplexität individueller Täterbiographien nicht ausreicht.

Welche Empfehlung gibt die Arbeit für den Umgang in Kindertagesstätten?

Es wird empfohlen, das Gespräch in einer ruhigen Atmosphäre zu führen, dem Kind die Verantwortung für das gezeigte Verhalten zu verdeutlichen, ohne es vorschnell als „Täter“ zu stigmatisieren, und stets den Entwicklungsstand des Kindes zu berücksichtigen.

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Details

Title
Kinder und Jugendliche als Täter des sexuellen Missbrauchs. Welche Belastungs- und Risikofaktoren können innerhalb des Familiensystems dazu beitragen?
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Course
Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt und sexuellem Missbrauch
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
20
Catalog Number
V372011
ISBN (eBook)
9783668501379
ISBN (Book)
9783668501386
Language
German
Tags
kinder jugendliche täter missbrauchs welche belastungs- risikofaktoren familiensystems
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Kinder und Jugendliche als Täter des sexuellen Missbrauchs. Welche Belastungs- und Risikofaktoren können innerhalb des Familiensystems dazu beitragen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/372011
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