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Helmuth Plessners Anthropologie und deren politischen Konsequenzen

Plessners Modell der Menschenwürde in "Grenzen der Gemeinschaft"

Titel: Helmuth Plessners Anthropologie und deren politischen Konsequenzen

Hausarbeit , 2016 , 25 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Karsten Wollersheim (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ist Plessners politische Konsequenz aus seiner Anthropologie eine kalte, diktatorische, elitäre, politische Positionierung, oder ein Konzept der Menschenwürde? In der vorliegenden Arbeit werde ich versuchen Helmuth Plessners politische Schriften, als der für mich derzeit, überzeugendste Beitrag zur Menschenwürde, darzustellen.

Da Plessner sein Modell der Menschenwürde auf den Menschen selbst rückführt, werde ich im ersten Teil auf die philosophische Anthropologie Plessners eingehen. Diese stellt die Normative für eine politische Positionierung auf, die ich als "modernen Skeptizismus" beschreiben werde.

Im zweiten, dem Hauptteil, werde ich dann auf die politischen Konsequenzen von Plessners Anthropologie kommen. Hier werde ich mich im Wesentlichen auf seine Schrift „Grenzen der Gemeinschaft“ von 1924 beziehen. In dieser entwirft Plessner in Abgrenzung des Gemeinschaftsgedanken, vor allem des Kommunismus und Nationalsozialismus, ein Modell das er als „Gesellschaft“ bezeichnet. Die "Gesellschaft" setzt den Rahmen, in welchem der Mensch sich verwirklichen und seine Würde als Mensch erhalten kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die philosophische Anthropologie Helmuth Plessners

2.1. Doppelaspektivität

2.2. Grenze

2.3. Positionalität

2.3.1. Die offene Form der Positionalität

2.3.2. Die geschlossene Form der Positionalität

2.4. Exzentrische Positionalität

2.5. „Homo-obsconditus“ - Die Grundlosigkeit des Menschseins

2.6. Die Beseitigung des Dualismus bei Plessner

3. Die politischen Konsequenzen der Anthropologie Helmuth Plessners

3.1. Der Weg Plessners zur politischen Positionierung

3.2. Plessners politische Positionierung anhand seiner Schrift „Grenzen der Gemeinschaft“

3.2.1. Die Weimarer Republik – Konzentration der Krise des abendländischen Humanismus

3.2.2. Die Grenzüberschreitung der Humanität und Menschenwürde durch den sozialen Radikalismus

3.2.3. Faschismus und Kommunismus als jeweils ein Modell des sozialen Radikalismus

3.2.4. Plessners Modell der Gesellschaft

3.2.5. Die Maske in der Politik

4. Die Kritik an Plessner und die Kritik an der Kritik

5. Zusammenfassung

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob Helmuth Plessners politische Konsequenzen aus seiner Anthropologie als ein Konzept der Menschenwürde zu verstehen sind oder ob sie eine elitäre, diktatorische Positionierung darstellen. Hierbei wird Plessners skeptische Philosophie als Gegenentwurf zu statischen, ideologischen Modellen positioniert und in Abgrenzung zu zeitgenössischen Kritikern wie Helmuth Lethen dargelegt.

  • Philosophische Anthropologie und das Konzept der exzentrischen Positionalität
  • Kritik am sozialen Radikalismus und an monistischen Gemeinschaftsmodellen
  • Die Rolle von „Maske“ und „Gesellschaft“ bei der Wahrung menschlicher Würde
  • Auseinandersetzung mit der Kritik an Plessners politischer Theorie

Auszug aus dem Buch

3.2.5. Die Maske in der Politik

Vorerst muss angemerkt werden, da es in der Diskussion um Plessners Kritik am sozialen Radikalismus immer wieder vernachlässigt wird, dass er zwischen zwei Formen menschlichen Zusammenlebens unterscheidet, nämlich zwischen einerseits natürlichen Personen und anderseits zwischen irrealisierten Personen.

Zwischen natürlichen Personen gilt die Verhaltensstrategie des Taktes. Diese Beziehungen sind auf Ausgleich angelegt. Der Kampf um die Macht hat hier keinen Platz und die Schonung des anderen in sozialen Beziehungen findet um seiner Selbstwillen statt.

Es ist die Zone, in die der Mensch sich zurückziehen kann und dessen Ergebnis das Überflüssige ist.

Dies gilt es als Wertäquivalent der Gesellschaft zur Liebesgemeinschaft zu erhalten. Die Balance darf nicht zu Gunsten des Geschäftlichen untergehen.

Anders sieht der Umgang von irrealiserten Personen untereinander aus. Dazu zählt die Politik.

Hier geht es um Macht. Dieses ist unser Körper-Sein geschuldet, unserem Teil des Menschseins als Naturwesen. Es ist der Kampf um die besten Futterplätze, der Kampf um die besten Paarungspartner. Dieser Wille zur Macht ist einfach da und muss jedem zugestanden werden. Somit ist der Wille zur Macht ein Kampf um den gegenseitigen Vorteil.

Da der Mensch aber nicht nur Naturwesen, sondern auch Kulturwesen ist, muss er diesen Kampf kultivieren. Einen Ethos des „Kriegers“ der uns verloren gegangen ist. Die Verhaltenstrategie dazu ist die Diplomatie.

Fehlt uns dieser Ethos des Kriegers, verroht der Kampf um die Macht. Wird die Strategie der Diplomatie missachtet, endet der Kampf in einer Gewaltentscheidung. Der Bestand dieser Gewaltentscheidung hat als Bedingung die weitere Gewalt. Es würde der Körper den Geist, den Mensch als Kulturwesen vernichten, den Dualismus monistisch eines Teils zu Gunsten des anderen Teils des Menschsein auflösen, somit die Würde unseres Menschsein verletzen, wie auch die Verneinung des Willens um die Macht, eine Verletzung der Menschenwürde darstellt.

Der kultivierte Kampf um die Macht, ist somit ein diplomatisches Spiel gleicher Mittel. Ein kultiviertes Spiel des Egoismus, begründet im Körper-Sein.

Diese gegenseitige Achtung des Egoismus und die Achtung das daraus resultierenden Strebens nach Macht, ist die Achtung des Menschen und seiner Würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird die Forschungsfrage formuliert, ob Plessners politische Schlussfolgerungen ein Konzept der Menschenwürde bilden, und die methodische Abgrenzung zu existierenden Interpretationen skizziert.

2. Die philosophische Anthropologie Helmuth Plessners: Das Kapitel entwickelt die anthropologischen Grundlagen, insbesondere die exzentrische Positionalität, um den cartesianischen Dualismus zu überwinden und eine Basis für Menschlichkeit zu schaffen.

3. Die politischen Konsequenzen der Anthropologie Helmuth Plessners: Dies bildet den Hauptteil, in dem Plessners Modell auf die Analyse von Gemeinschaftsformen und die politische Realität angewendet wird, um Gefahren des sozialen Radikalismus aufzuzeigen.

4. Die Kritik an Plessner und die Kritik an der Kritik: Hier setzt sich der Autor kritisch mit den Vorwürfen von Kritikern wie Helmuth Lethen auseinander, die Plessner in die Nähe von Carl Schmitt rücken oder ihm Elitarismus unterstellen.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Plessners skeptische Philosophie eine überzeugende, radikale Begründung für die menschliche Würde liefert, die sich gegen ideologische Festlegungen behauptet.

6. Anhang: Enthält den ausführlichen Quellennachweis zu den zitierten Werken und Positionen.

Schlüsselwörter

Helmuth Plessner, Philosophische Anthropologie, Exzentrische Positionalität, Menschenwürde, Skeptische Philosophie, Gesellschaft, Gemeinschaft, Sozialer Radikalismus, Dualismus, Maske, Politik, Macht, Humanität, Individuum, Körper-Haben

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Anthropologie Helmuth Plessners und leitet daraus politische Konsequenzen ab, um zu klären, ob diese ein Konzept der Menschlichkeit und Menschenwürde darstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Feldern gehören die anthropologischen Kategorien Plessners, seine Kritik an gemeinschaftsideologischen Modellen sowie die Unterscheidung zwischen natürlicher und politischer Sphäre.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob Plessners politische Konsequenzen eine „kalte, diktatorische“ Positionierung oder tatsächlich ein tragfähiges Konzept der Menschenwürde sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Der Autor nutzt eine kritische, anthropologische Methode, die Plessners Werk auf seine logischen Konsequenzen hin überprüft und diese gegen konträre Auslegungen (wie etwa durch Helmuth Lethen) verteidigt.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf Plessners Schrift „Grenzen der Gemeinschaft“ und der Analyse, wie gesellschaftliche Strukturen, Politik und das Prinzip der „Maske“ zur Wahrung der menschlichen Würde beitragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem exzentrische Positionalität, Menschenwürde, Skeptische Philosophie, Gesellschaft und Gemeinschaft.

Warum lehnt Plessner laut Autor ideologische Modelle ab?

Ideologien werden abgelehnt, weil sie den Menschen festlegen und fixieren wollen, was nach Plessner seiner „Grundlosigkeit“ und damit seiner Würde als exzentrisches Wesen widerspricht.

Wie unterscheidet Plessner zwischen Politik und persönlichen Beziehungen?

Plessner differenziert zwischen dem Takt in persönlichen Beziehungen, der auf Ausgleich beruht, und der Politik als notwendigem, aber zu kultivierendem Kampf um Macht, der in der diplomatischen Spielregel seine Form findet.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Helmuth Plessners Anthropologie und deren politischen Konsequenzen
Untertitel
Plessners Modell der Menschenwürde in "Grenzen der Gemeinschaft"
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2,3
Autor
Karsten Wollersheim (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
25
Katalognummer
V371338
ISBN (eBook)
9783668495265
ISBN (Buch)
9783668495272
Sprache
Deutsch
Schlagworte
helmuth plessners anthropologie konsequenzen modell menschenwürde grenzen gemeinschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karsten Wollersheim (Autor:in), 2016, Helmuth Plessners Anthropologie und deren politischen Konsequenzen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/371338
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Leseprobe aus  25  Seiten
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