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Heißt Mindestlohn auch gerechter Lohn? Die Grundprinzipien der neoklassischen Wirtschaftstheorie

Zu den theoretischen Ansätzen von J. M. Keynes und der aktuellen Empirie

Titel: Heißt Mindestlohn auch gerechter Lohn? Die Grundprinzipien der neoklassischen Wirtschaftstheorie

Seminararbeit , 2016 , 75 Seiten , Note: 17,00

Autor:in: Rene Engelhorn (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, die gängigen ökomischen Argumente in der Debatte um die Sinnhaftigkeit eines Mindestlohns zu untersuchen. Das Ergebnis soll hierbei ausdrücklich nicht sein, einen Mindestlohn ausschließlich aufgrund eines theoretischen Konstrukts zu bewerten. Vielmehr sollen die beiden gängigen Denkschulen der Ökonomik zu einer Aussage gebracht werden. Die Ergebnisse dieser Analyse werden im letzten Kapitel mit den Erkenntnissen der Realität verglichen. Konkret widmet sich daher die vorliegende Arbeit dem Ablauf der Lohnfindung in der neoklassischen Wirtschaftstheorie in einem vollkommenen Markt mit vollständiger Konkurrenz, dem Prozess der Lohnfindung nach J. M. Keynes und der Anwendung dieser beiden Denkschulen auf das Konstrukt eines gesetzlichen Mindestlohns. Zum Ende folgt ein Vergleich der vorherigen Kapitel mit der Veränderung des Grades der Beschäftigung in Deutschland seit der Einführung des Mindestlohns.

Ist es die Aufgabe des Staates, in einer Gesellschaft mit freiheitlich demokratischer Grundordnung trotz der Privatautonomie als elementarer Mechanismus dieser, im Bereich des Privatrechts für ein Mindesteinkommen einzelner Bürger zu sorgen und zumindest partiell, entgegen aller Grundsätze in das freie Spiel konkret gegenüberliegender Interessen zugunsten einer Partei einzugreifen?

Die seit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Jahr 2015 in der Bundesrepublik Deutschland oftmals emotional geführte Debatte offenbart die Komplexität der Thematik und verneint die Möglichkeit, eine einfache Antwort auf die Sinnhaftigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns zu geben. Vielmehr, so scheint es, kann ein gesetzlicher Mindestlohn nur Ergebnis einer Abwägung der verschiedenen Argumente sein. Inwiefern die einzelnen Argumente aber von belastbarer Struktur sind, muss anhand einer jeweils isoliert geführten Analyse erfolgen. Neben eher philosophischen Fragen, wie der nach Gerechtigkeit, nehmen insbesondere ökonomisch begründete Ansichten ein breites Feld im öffentlichen Diskurs ein. Besonders von Seiten der Gegner eines gesetzlichen Mindestlohns wurde vor dessen Einführung vor einer nachhaltigen Schädigung der deutschen Wirtschaft gewarnt. Obwohl die hierbei vorhergesagten Szenarien bisher nicht eingetreten sind, hat die öffentliche Beachtung für die dieser Warnungen zugrunde liegenden Argumente nicht abgenommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Grundlagen der Volkswirtschaftslehre

I. Einleitung

II. Historische Entwicklung der Volkswirtschaftslehre

1. Antike

2. Römisches Reich, Mittelalter und Merkantilismus

3. Paradigma nach Thomas S. Kuhn

4. Die Klassische Theorie

a) Eigeninteresse des Individuums entsprich dem Gemeininteresse

b) Wachstum, Geld und Zins

c) Der Marktmechanismus

aa) Nachfragekurve

bb) Angebotskurve

cc) Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage

dd) Marktkonträrer Eingriff

ee) Marktkonformer Eingriff

d) Rolle des Staates

e) Arbeitsteilung

f) Produktionsmittel

g) Arbeitsmarkt

B. Neoklassische Theorie vor Keynes

I. Die Grenznutzenschule

1. Das erste Gossen´sche Gesetz

Exkurs:

2. Das zweite Gossen´sche Gesetz

3. Gossen und die Begründung der Grenznutzenschulen

II. Gleichgewichtstheorie von Walras

III. Preis-Mengen-Diagramm nach Marshall

C. Denkschule des Keynesianismus – J. M. Keynes

I. Arbeitslosigkeit – Probleme der bisherigen Ansätze

II. (weitere) Widerlegung des Sayschen Theorems

1. Die aggregierte Angebotsfunktion

2. Die aggregierte Nachfragefunktion

3. Die Konsumfunktion

a) Objektive Faktoren sind:

b) Subjektive Faktoren sind:

c) Die marginale Konsumneigung

d) Der Multiplikatoreffekt

e) Das Sparen der Haushalte

4. Zusammenhang zwischen Sparen und dem Zins

5. IS- und LM-Modell

6. Der Arbeitsmarkt

III. Zusammenfassung

IV. Keynes und ein gesetzlicher Mindestlohn

D. Neoklassische Theorie nach Keynes

I. Mikroökonomik

II. Makroökonomik

III. Die Lohnfindung in der Neoklassischen Theorie

IV. Die Neoklassik und ein gesetzlicher Mindestlohn

E. Forschung in der Volkswirtschaftslehre und der Mindestlohn in der Realität

F. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Sinnhaftigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns durch eine Gegenüberstellung der neoklassischen Theorie und der keynesianischen Denkweise. Das Ziel ist es, die ökonomischen Argumente beider Denkschulen kritisch zu analysieren und mit den Erfahrungen der Realität seit Einführung des Mindestlohns in Deutschland zu vergleichen.

  • Analyse des Marktmechanismus und der Lohnfindung in der neoklassischen Theorie
  • Untersuchung des keynesianischen Ansatzes zur effektiven Nachfrage und Arbeitslosigkeit
  • Kritische Bewertung der theoretischen Argumente gegen den Mindestlohn
  • Vergleich theoretischer Prognosen mit der tatsächlichen Entwicklung der Beschäftigung in Deutschland

Auszug aus dem Buch

3. Paradigma nach Thomas S. Kuhn

An dieser Stelle der Arbeit wird zur Erleichterung der systematischen Einordnung der nachfolgenden Abschnitte bewusst die Theorie der „Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ von Thomas S. Kuhn eingeführt. Nach Kuhn bildet eine ausgereifte Wissenschaft ein Paradigma, welches von der Mehrzahl der Angehörigen der Wissenschaftsdisziplin vertreten wird. Ein solches Paradigma kann jede einzelne Ansicht, aber auch eine ganze Theorie sein, zu der in der Wissenschaft (genauer: einer Gemeinschaft in einer Wissenschaft) Konsens besteht. Bestand hat ein solches Paradigma aber nur, solange dieses ohne Widersprüche anwendbar ist.

Reicht ein Paradigma nicht mehr aus, so wird es von einem neuen Paradigma ersetzt, welches die Fragen, an denen das vorherige Paradigma scheiterte, klären kann. Eine solche Revolution kann sowohl klein, d. h. nur ein untergeordnetes Fachgebiet berührend, als auch groß sein. Der Übergang zu einem neuen Paradigma geht nach Kuhn zwangsläufig mit einem Regelbruch der bisherigen Methoden einher. Die Ansicht von Kuhn ist nicht gleichzusetzen mit dem weit verbreiteten klassischen Bild einer linearen Wissensakkumulation. Die Anwendbarkeit der Theorie von Kuhn auf die Ökonomik ist allerdings umstritten und Kuhn selbst schränkt die Anwendbarkeit stark ein. Rothschild führte hierzu aus: „Auch soweit Wandel stattfindet, vollzieht er sich nicht in einigermaßen geradliniger Folge, wie das bis zu einem gewissen Grade in den Naturwissenschaften der Fall ist, wo ein sich als unzulängliche erweisendes Theoriegebäude (Paradigma) allmählich durch ein brauchbareres ergänzt und schließlich verdrängt wird. Vielmehr bleiben in der Ökonomie verschiedene Basistheorien (Paradigmen) – teils einander ergänzend, teil miteinander konkurrierend – nebeneinander bestehen, jede in weiterer Entwicklung (im engeren Sinn) begriffen und immer wieder zu neuer Konfrontation mit den alternativen Systemen herausgefordert.“

Zusammenfassung der Kapitel

A. Grundlagen der Volkswirtschaftslehre: Einführung in die wissenschaftliche Disziplin der Volkswirtschaftslehre, ihre historische Entwicklung von der Antike bis zur klassischen Theorie sowie die methodische Einordnung durch Kuhns Paradigmentheorie.

B. Neoklassische Theorie vor Keynes: Erläuterung der Marginalrevolution, der Grenznutzenschule und der Gleichgewichtstheorie, die das neoklassische Fundament der Marktmechanismen prägten.

C. Denkschule des Keynesianismus – J. M. Keynes: Analyse von Keynes' Kritik an klassischen Ansätzen, insbesondere hinsichtlich unfreiwilliger Arbeitslosigkeit und der Bedeutung der effektiven Nachfrage für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

D. Neoklassische Theorie nach Keynes: Auseinandersetzung mit der modernen Neoklassik, die Keynesianische Ansätze integriert hat, und der Kritik, die sich im Rahmen von Monetarismus und Neoliberalismus entwickelte.

E. Forschung in der Volkswirtschaftslehre und der Mindestlohn in der Realität: Kritische Prüfung der theoretischen Prognosen gegenüber der realen Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland nach Einführung des Mindestlohns.

F. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass ökonomische Dogmen hinter menschlichen Aspekten wie Fairness und Gerechtigkeit zurückstehen sollten, sofern der Mindestlohn keinen volkswirtschaftlichen Schaden anrichtet.

Schlüsselwörter

Mindestlohn, Neoklassik, Keynesianismus, Arbeitsmarkt, Marktmechanismus, effektive Nachfrage, Vollbeschäftigung, Grenznutzenschule, ökonomische Theorie, Paradigma, Lohnfindung, Beschäftigungsgrad, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftspolitik, Konsumneigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der ökonomischen Debatte um den Mindestlohn, indem sie neoklassische und keynesianische Argumentationsmuster gegenüberstellt und mit der Realität abgleicht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Ökonomik, der Paradigmenwechsel zwischen den Denkschulen sowie die spezifische Rolle der Lohnfindung auf dem Arbeitsmarkt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung der Sinnhaftigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns, nicht nur auf Basis theoretischer Konstrukte, sondern auch durch den Abgleich mit empirischen Erkenntnissen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine deduktive und analytische Vorgehensweise, wobei sie sich auf die historische ökonomische Ideengeschichte und die kritische Analyse theoretischer Modelle stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der klassischen und neoklassischen Theorie sowie die keynesianische Gegenposition, gefolgt von einer Analyse der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Mindestlohn, neoklassische Theorie, Keynesianismus, Marktmechanismus und effektive Nachfrage.

Warum ist das "Tableau économique" der Physiokraten für diese Arbeit relevant?

Es dient Keynes als grundlegendes Modell für den Wirtschaftskreislauf und die sektorale Unterteilung der Volkswirtschaft, was für die Entwicklung seiner makroökonomischen Theorie entscheidend war.

Wie bewertet der Autor die Aussagekraft von theoretischen Wirtschaftsmodellen?

Der Autor weist auf die Problematik hin, dass Annahmen Modelle zwar vereinfachen, aber oft den Blick auf die Realität verfälschen und somit eine kritische ex-post-Überprüfung notwendig machen.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Heißt Mindestlohn auch gerechter Lohn? Die Grundprinzipien der neoklassischen Wirtschaftstheorie
Untertitel
Zu den theoretischen Ansätzen von J. M. Keynes und der aktuellen Empirie
Hochschule
Universität Leipzig  (Juristenfakultät)
Note
17,00
Autor
Rene Engelhorn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
75
Katalognummer
V371167
ISBN (eBook)
9783668497146
ISBN (Buch)
9783668497153
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mindestlohn Keynes neoklassische Wirtschaftstheorie Empirie Neoklassik Neoclassik Gerechtigkeit Rechtsphilosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rene Engelhorn (Autor:in), 2016, Heißt Mindestlohn auch gerechter Lohn? Die Grundprinzipien der neoklassischen Wirtschaftstheorie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/371167
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Leseprobe aus  75  Seiten
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