Diese Arbeit bezieht sich auf das Seminar „Romantische Stimmen aus Spanien und Lateinamerika“, das im Wintersemester 2016/17 im Modul Literaturwissenschaft des Spanischen stattgefunden hat. In dem Seminar wurden Werke der spanischen und lateinamerikanischen Romantik besprochen wie z. B. „noches lúgubres“ von José Cadalso, „el matadero“ von Echeverría und „en mi cumpleaños“ von Heredia des ersten romantischen Dichters Lateinamerikas. All diese Werke handelten von Trauer, Melancholie, tiefer Dunkelheit, schrecklichen Erfahrungen und Schicksalsschlägen. Um jedoch den Hintergrund der spanischen Romantik zu verstehen, muss ein Einblick in die Geschichte Spaniens zu jener Zeit geworfen werden
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung – Ziel dieser Arbeit
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Autor und Werk
2. Figurenkonstellation
2.1 Analyse der Figur „Don Álvaro“
2.2 Analyse der Figur „Doña Leonor“
3. Schicksal
3.1 Definition von „Schicksal“
3.2 Analyse des Schicksals im Drama
4. Zusammenfassung
4.1 Persönliches Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken des Schicksals im spanischen Drama „Don Álvaro o la fuerza del sino“ von Duque de Rivas, eingebettet in den Kontext der spanischen Romantik des 19. Jahrhunderts. Ziel ist es, anhand der Figurenkonstellation und der Analyse zentraler Wendepunkte aufzuzeigen, inwieweit die Protagonisten ihrem schicksalhaften Lebensweg trotz eigener Entscheidungen und Fluchtversuche entkommen können.
- Historischer und literarischer Kontext der spanischen Romantik
- Biografischer Hintergrund und Werkprägung von Duque de Rivas
- Detaillierte Analyse der Figurenkonstellation (Don Álvaro und Doña Leonor)
- Philosophische und religiöse Definitionen des Schicksalsbegriffs
- Untersuchung der Unausweichlichkeit des Schicksals im dramatischen Handlungsverlauf
Auszug aus dem Buch
1.2 Autor und Werk
„Don Álvaro o la fuerza del sino“ des spanischen Autors ist eines der bekanntesten Dramen der spanischen Literaturwissenschaft und handelt von dem tragischen Leben des Helden „Don Álvaro“. Das Werk erschien am 22. März 1835 in Madrid (Müller 2011). Der Autor Duque de Rivas, geboren am 10. März 1791 in Córdoba, eröffnete das romantische und somit auch das moderne Theater in Spanien. Er kämpfte im Unabhängigkeitskrieg gegen die Franzosen und gegen den Absolutismus Fernandos VII. Daraufhin musste er ins Exil nach Malta. Diese Erfahrungen prägten ihn seelisch und auch seine Dichtkunst, sodass das Werk „Con once heridas mortales“ zu jener Zeit kreierte.
Nachdem er einige Jahre in Frankreich lebte, erschien sein Werk „Don Álvaro o la fuerza del sino“ im Prosatext und in Versen. Das Drama enthält typische romantische Eigenschaften wie z. B. Melancholie und Pessimismus. Weitere romantische Aspekte wie Verhängnis, Schicksalsfügung und Widerspenstigkeit tauchten anhand der verschiedenen Figuren auf. Schauen wir uns nun den Inhalt dieses Dramas doch genauer an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung – Ziel dieser Arbeit: Dieses Kapitel verortet die Arbeit im Kontext der spanischen Romantik und erläutert die historisch-politischen Hintergründe des 19. Jahrhunderts.
2. Figurenkonstellation: Hier erfolgt eine detaillierte Charakterisierung der beiden Protagonisten Don Álvaro und Doña Leonor sowie deren tragische Verflechtung.
3. Schicksal: Dieses Kapitel widmet sich der theoretischen Begriffsbestimmung von Schicksal und analysiert dessen Rolle im dramatischen Handlungsverlauf.
4. Zusammenfassung: Der letzte Teil reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und zieht ein persönliches Fazit zur Unausweichlichkeit des Schicksals in der behandelten Tragödie.
Schlüsselwörter
Spanische Romantik, Don Álvaro, Duque de Rivas, Schicksal, Literaturwissenschaft, Figurenkonstellation, Tragödie, Absolutismus, Determinismus, spanische Literatur, Leonor, Identitätswechsel, Lebensweg, Dramentheorie, Melancholie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der literaturwissenschaftlichen Analyse des Dramas „Don Álvaro o la fuerza del sino“ von Duque de Rivas im Kontext der spanischen Romantik.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die Rolle des Schicksals als treibende Kraft der Handlung, die Analyse der Hauptfiguren sowie der historische und biographische Hintergrund des Autors.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Schicksal in diesem Werk als unausweichliche Macht dargestellt wird, die trotz der Bemühungen der Protagonisten, ihr Leben aktiv zu gestalten, das tragische Ende herbeiführt.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär textimmanente Interpretationsmethoden mit biografischen und historischen Kontextualisierungen verbindet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung der Figuren Don Álvaro und Leonor sowie die theoretische Definition und dramaturgische Untersuchung des Schicksalsbegriffs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören spanische Romantik, Schicksal, Tragik, Figurenkonstellation und das Werk „Don Álvaro o la fuerza del sino“.
Warum versucht Don Álvaro mehrfach, seine Identität zu wechseln?
Don Álvaro versucht durch Identitätswechsel und Ortswechsel dem sozialen Stigma seiner Herkunft sowie den nach Rache suchenden Brüdern der Leonor zu entfliehen, was ihm jedoch aufgrund der schicksalhaften Fügung nicht gelingt.
Welche Rolle spielt der historische Hintergrund für das Verständnis der Tragödie?
Die politische Spaltung Spaniens zwischen Absolutismus und Liberalismus bildet den Nährboden für die pessimistische Weltsicht der Romantiker, die sich in der hoffnungslosen Lage der Figuren widerspiegelt.
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- Nilofar Nassiri (Author), 2017, Die Macht des Schicksals im Werk "Don Álvaro o la fuerza del sino" von Duque de Rivas, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/370851