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Die Kultivierungshypothese nach George Gerbner et al

Titel: Die Kultivierungshypothese nach George Gerbner et al

Seminararbeit , 2000 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Julia Kahl (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Fragestellung, ob stetig steigende Gewaltbereitschaft im amerikanischen Fernsehen eine negative Auswirkung auf seine Zuschauer haben könnte, war der Antrieb vieler Sozialwissenschaftler in den USA sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Ab Mitte der 60er Jahre sollte die Sachlage anhand von Untersuchungen mehrerer Forschungsteams geklärt werden. Finanzielle Hilfestellung und Koordination sollte dabei von der amerikanischen Gesundheitsbehörde und hier speziell von der Surgeon Generals’s Scientific Advisory Committee on Television and Social Behavior gewährleistet werden. Unter den Teams befand sich auch der Sozialwissenschaftler George Gerbner mit seiner Forschungsgruppe der Annenberg School of Communication der Universität von Philadelphia, die zu ihren eigenen Ergebnissen kamen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Forschungsinitiativen, die sich mit der Fragestellung befaßten, ob mediale Gewalt das Verhalten von Kindern auf negative Weise beeinflussen würde, widmete sich das Team um George Gerbner auch der inhaltsanalytischen Erfassung von Gewalt im Fernsehen. Hierzu wurden entsprechende Experimente und Feldstudien durchgeführt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklungsgeschichte

2. Der Violence Index

2.1. Die Berechnung des Violence Index

2.2. Victimization Scores und Killer Killed Ratio

3. Die Kultivierungsanalyse

4. Mainstreaming

4.1. Resonanz

5. Kritik

5.1. Paul Hirsch

5.2. Kritik zur Message System Analysis

6. Schlusswort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kultivierungshypothese nach George Gerbner, welche den Einfluss von erhöhtem Fernsehkonsum auf die Wahrnehmung der sozialen Realität beim Zuschauer analysiert. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern eine Diskrepanz zwischen medial dargestellter Gewalt und der tatsächlichen Welt von den Rezipienten als "Fernsehantwort" verinnerlicht wird.

  • Historische Entstehung und Einordnung der Kultivierungsanalyse.
  • Methodische Messgrößen: Violence Index, Victimization Scores und Killer-Killed Ratio.
  • Erweiterungsmodelle der Theorie: Mainstreaming und Resonanz.
  • Kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung, insbesondere durch Paul Hirsch.
  • Reflektion der empirischen Validität und der Grenzen der Kultivierungsforschung.

Auszug aus dem Buch

3. Die Kultivierungsanalyse

Während ihrer neunjährigen Studie entwickelte das Team um George Gerbner eine neue Hypothese, die die Konsequenzen erhöhten Fernsehkonsums ausdrücken sollte: die Kultivierungshypothese. Die Annahme, dass das Fernsehen ein bestimmtes Welt und Selbstbild, das deutlich von der Realität abweicht beim Zuschauer kultiviert, war Kern der Kultivierungshypothese. Dem Zuschauer erscheint seine Umwelt häufig angsterregender und gefährlicher als sie in Wirklichkeit ist. Diese Veränderungen in der Weltsicht des Rezipienten wurden als Kultivierungseffekt bezeichnet. Nach George Gerbner et al. treten diese Effekte in erhöhtem Maße bei Menschen auf, die sich häufig dem Medium aussetzen. Das Vorspielen einer unsicheren, gefährlichen Welt beeinflußt ihrer Meinung nach stärker das Verhalten der Vielseher, ihre Wertvorstellungen, ihre Gefühle und Denkweise als die der Wenigseher.

Die Kultivierungseffekte können am wirksamsten durch Fragen erfasst werden, die sich auf TV-Inhaltsmerkmale der Message System Analysis beziehen. Deshalb konzentrierte sich die Analyse ausschließlich auf den Gewaltaspekt. Wird hierbei eine Frage im Sinne der Fernsehwelt beantwortet, handelt es sich um eine Fernsehantwort und beweist damit die Beeinflussung des Rezipienten durch die Fernsehwelt. Die TV-Konsumenten wurden im Sinne der Studie in drei Kategorien eingeteilt: Der Wenigseher 51% täglich 0-2 Stunden TV, Der Normalseher 19% täglich 3 Stunden TV, Der Vielseher 30% täglich 4-24 Stunden TV.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entwicklungsgeschichte: Das Kapitel erläutert die Entstehung der Kultivierungsforschung im Kontext der US-amerikanischen Gesundheitsstudien zu Fernsehen und Gewalt in den 1960er Jahren.

2. Der Violence Index: Hier werden die quantitativen Messinstrumente zur Erfassung von Gewalt in Fernsehprogrammen, wie der Violence Index und die Killer-Killed Ratio, eingeführt und erläutert.

3. Die Kultivierungsanalyse: Dieses Kapitel definiert die Kernhypothese, wonach häufiger Fernsehkonsum zu einer verzerrten Wahrnehmung der sozialen Realität beim Zuschauer führt.

4. Mainstreaming: Es wird das Konzept des "Mainstreaming" beschrieben, bei dem unterschiedliche Weltsichten der Rezipienten durch verstärkten Fernsehkonsum an einen medialen Hauptstrom angeglichen werden.

4.1. Resonanz: Dieses Unterkapitel erläutert, wie persönliche Erfahrungen des Zuschauers die Wirkung von Fernsehinhalten durch "Doppeldosierung" verstärken können.

5. Kritik: Das Kapitel bietet eine Übersicht über die wissenschaftlichen Einwände und die Debatte um die methodische Schwäche der Kultivierungshypothese.

5.1. Paul Hirsch: Eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Kritik von Paul Hirsch, der die methodische Repräsentativität und die Schlussfolgerungen von Gerbner in Frage stellt.

5.2. Kritik zur Message System Analysis: Hier wird die inhaltliche und methodische Kritik an den Erhebungsinstrumenten der Annenberg-Gruppe, insbesondere der Reduktion auf physische Gewalt, vertieft.

6. Schlusswort: Das Fazit fasst die Kontroverse zusammen und betont, dass ein kausaler Nachweis der Kultivierungseffekte wissenschaftlich weiterhin umstritten bleibt.

Schlüsselwörter

Kultivierungsanalyse, George Gerbner, Fernsehkonsum, Violence Index, Mainstreaming, Resonanz, Medienwirkung, Fernsehantwort, Sozialwissenschaften, Rezipientenforschung, Paul Hirsch, Message System Analysis, Medienpsychologie, Gewaltforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Kultivierungsanalyse von George Gerbner, eine medienwissenschaftliche Theorie, die untersucht, wie der Fernsehkonsum das Weltbild und die Wahrnehmung der sozialen Realität bei Zuschauern beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Messung von medialer Gewalt, die psychologischen Effekte von Langzeit-Fernsehkonsum sowie die kritische methodische Überprüfung der theoretischen Annahmen Gerbners.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wirkungszusammenhänge zwischen Fernsehinhalten und der Weltsicht der Zuschauer darzustellen sowie die wissenschaftliche Validität dieser Theorie anhand vorliegender Kritik zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse und Literaturarbeit durchgeführt, die auf empirischen Studien der Annenberg School und deren kritischer Reanalyse durch Wissenschaftler wie Paul Hirsch basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Entwicklung der Kultivierungshypothese, die Instrumente zur Gewaltmessung (Violence Index), die Konzepte Mainstreaming und Resonanz sowie die detaillierte Kritik an diesen Methoden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kultivierungseffekt, Fernsehantwort, Violence Index, Vielseher, Mainstreaming und die kritische Distanz zur empirischen Beweisführung.

Was unterscheidet Mainstreaming von Resonanz?

Mainstreaming beschreibt die Angleichung unterschiedlicher Ansichten an einen durch das Fernsehen vorgegebenen Durchschnitt, während Resonanz eine Verstärkung dieser Effekte bei Menschen beschreibt, deren reale Lebenswelt mit den im Fernsehen gezeigten Inhalten korrespondiert.

Warum kritisierte Paul Hirsch die Arbeit von George Gerbner?

Hirsch kritisierte insbesondere die methodische Stichprobenauswahl, die unzulässige Vermischung von Daten ("Äpfel und Birnen") und konnte in eigenen Analysen die von Gerbner behaupteten Effekte nicht bestätigen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Kultivierungshypothese nach George Gerbner et al
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Theorien und Modelle der Massenkommunikation
Note
2,3
Autor
Julia Kahl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
16
Katalognummer
V37022
ISBN (eBook)
9783638364928
ISBN (Buch)
9783638749473
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kultivierungshypothese George Gerbner Theorien Modelle Massenkommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Kahl (Autor:in), 2000, Die Kultivierungshypothese nach George Gerbner et al, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/37022
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