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Musikpädagogik in der Schule. Ein erforderliches Fach für Kinder mit Hörschädigung?

Title: Musikpädagogik in der Schule. Ein erforderliches Fach für Kinder mit Hörschädigung?

Term Paper , 2016 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Franziska Erben (Author)

Pedagogy - Music education

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Wenn ich von meinem Studium und der seltenen Fächerkombination – Musik und Sonderpädagogik – berichte, dann stößt dies häufig auf starkes Interesse. Der Verweis auf meine Fachrichtungen Audiopädagogik und Sprachbehindertenpädagogik führt jedoch zu irritierten Gesichtern und den unumgänglichen Fragen: Wie kannst du mit den Kindern Musik machen, wenn sie eine Hörschädigung oder Sprachbehinderung haben? Geht das überhaupt? Sind nicht andere Fächer für diese Kinder wichtiger? Durch diese häufig gestellten Fragen von Verwandten und Bekannten ist es mir ein Bedürfnis, mit der vorliegenden Hausarbeit zu versuchen, die wichtigsten Fakten darzulegen und zu beweisen, wie notwendig die Förderung der Musikalität für hörgeschädigte Kinder ist.

Meine Motivation ist es, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren und ihnen bewusst zu machen, dass der Musikunterricht auch für hörgeschädigte Kinder eine Selbstverständlichkeit und ein fest verankerter Bestandteil in der Schullaufbahn sein muss. Die Leitfrage dieser Arbeit, ob die Musikpädagogik ein erforderliches Fach für Kinder mit Hörschädigung sei, wird als roter Faden dienen.

Auf die verschiedenen Arten und Ursachen einer Hörschädigung wird in dieser Arbeit aufgrund begrenzter Anzahl von Seiten nicht eingegangen. Vielmehr befasst sich der erste Abschnitt mit der Bedeutung und Notwendigkeit von Musik für hörgeschädigte Kinder. Der praxisbezogene Hauptteil schildert die verschiedenen Arbeitsweisen von Musikpädagogen, die sich das Musizieren mit hörgeschädigten Kindern zur Lebensaufgabe gemacht haben. Es werden die Unterrichtsmethoden erklärt, damit auch hörende Menschen sich ein Bild von dieser Arbeit machen können. Im Fazit fasse ich meinen Erkenntnisstand kompakt zusammen und werde Schlussfolgerungen für meine spätere Arbeit an der Schule ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung von Musik für hörgeschädigte Kinder

2.1 Wahrnehmung von Musik am Beispiel von Evelyn Glennie

3. Praktiken namenhafter Musikpädagogen

3.1 Scheiblauers Rhythmik mit Gehörlosen

3.2 Lernen mithilfe von Klang-Stäben

3.3 Der Effekt von Spielliedern im Musikunterricht

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Notwendigkeit und Relevanz einer musikalischen Förderung für Kinder mit einer Hörschädigung wissenschaftlich zu begründen und praktische Wege für den inklusiven Musikunterricht aufzuzeigen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob die Musikpädagogik als fest verankerter Bestandteil der Schullaufbahn für hörgeschädigte Kinder betrachtet werden muss.

  • Bedeutung von Musik als Ausdrucksform und Mittel zur nonverbalen Kommunikation
  • Physiologische Wahrnehmung von Musik über Vibrationen
  • Pädagogische Ansätze und Arbeitsweisen bedeutender Musikpädagogen
  • Praxisnahe Unterrichtsmethoden wie der Einsatz von Klang-Stäben und Spielliedern
  • Förderung der Gesamtentwicklung und Teilhabe durch Musik

Auszug aus dem Buch

3.1 Scheiblauers Rhythmik mit Gehörlosen

Mimi Scheiblauer wurde 1891 in der Schweiz geboren und gilt als Wegbereiterin für die musikalisch-rhythmische Arbeit mit hörgeschädigten Kindern. Sie entwickelte „[...] eine pädagogisch ausgereifte Arbeitsweise, die jedem Menschen – unabhängig jeglicher Beeinträchtigung – die Teilnahme am Rhythmikunterricht und somit eine Chance zur persönlichen Weiterentwicklung eröffnete.“ Scheiblauer, welche sich durch ihre Offenheit und ständige Selbstreflexion einen Namen machte, arbeitete vierzig Jahre lang als Musikpädagogin und schrieb ihre Vorbereitungen auf, sodass noch heute von ihren Aufzeichnungen profitiert werden kann. In einem Vortrag fasste sie ihre Ziele des Musikunterrichts für Hörgeschädigte wie folgt zusammen: Ausbildung des Vibrationssinnes, Auslösen des Sinns für den Sprachrhythmus, Förderung der visuellen Konzentration, Anregung der Bewegungsfantasie und Förderung des sozialen Verhaltens. Obwohl sie „[...] die Gebärdensprache nicht anwendete, vertraute sie auf die Aussagekraft ihrer auch sonst im Unterricht gern eingesetzten Gesten, die eigene Mimik, die Sprache der Musik und die taktilen Zeichen.“ Um den Vibrationssinn zu verfeinern und den ganzen Körper dafür zu sensibilisieren, sollten die Kinder zuerst die Musik mit einem Tamburin an der Lippe und der Hand spüren. Daraufhin wurde der Abstand zum immer-weiter-entfernten Klavier erfühlt, bis letztendlich die Musik nur durch aufgehaltene Hände wahrgenommen werden konnte.

Scheiblauer war der Meinung, dass Pädagogen den Kindern mehr Raum zum Erleben und Ausprobieren geben sollen, damit sie begeisterungsfähig werden können. Diese Auffassung beweist, wie weit Scheiblauer ihrer Zeit voraus war und somit die aktuellen pädagogischen Ansichten unterstützt. Viele Schulfächer beinhalten Lernstoffe, die durch “trockene“ Unterrichtseinheiten vermittelt werden und der Frontalunterricht eine zentrale Rolle spielt. Im Musikunterricht können und müssen sich die Kinder frei entfalten, weil der Fantasie keine Grenzen gesetzt werden. Durch das Ausprobieren von Instrumenten und das Staunen und Bewundern der Musik lernen die Kinder im Unterbewusstsein die Sprache der Musik. Scheiblauer „[...] betont, dass das Wichtigste sei, dass jeder Lehrer wisse, was er mit einer Übung bezwecken wolle, dass er flexibel den Schwierigkeitsgrad verändern könne und dass er im richtigen Moment die richtige Übung zur Verfügung habe.“ Angehende Lehrer sollten demnach den Unterricht nicht zu akribisch planen, sondern vielmehr Platz für spontane Aufgaben haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin, die Notwendigkeit von Musikunterricht für hörgeschädigte Kinder darzulegen und die Leitfrage der Arbeit zu etablieren.

2. Bedeutung von Musik für hörgeschädigte Kinder: Dieses Kapitel erläutert die essentielle Rolle von Musik in der allgemeinen Lebenswelt und die spezifische Notwendigkeit der Förderung von Dialogfähigkeit und multisensorischer Wahrnehmung bei Hörgeschädigten.

2.1 Wahrnehmung von Musik am Beispiel von Evelyn Glennie: Anhand der Biografie der Schlagzeugerin Evelyn Glennie wird verdeutlicht, wie Musik durch Vibrationen anstelle von Gehör wahrgenommen und empfunden werden kann.

3. Praktiken namenhafter Musikpädagogen: Hier werden die praktischen Ansätze von erfahrenen Pädagogen in den Fokus gestellt, um den theoretischen Rahmen durch anwendungsorientierte Konzepte zu ergänzen.

3.1 Scheiblauers Rhythmik mit Gehörlosen: Dieser Abschnitt beschreibt die bahnbrechende Arbeit von Mimi Scheiblauer, die durch taktilen Kontakt und Vibrationswahrnehmung den Grundstein für die rhythmische Arbeit mit Gehörlosen legte.

3.2 Lernen mithilfe von Klang-Stäben: Es wird die Methode von Claus Bang vorgestellt, bei der gezielt tieffrequente Vibrationen von Klang-Stäben genutzt werden, um Hörreste zu aktivieren und Tonhöhenunterschiede erfahrbar zu machen.

3.3 Der Effekt von Spielliedern im Musikunterricht: Dieser Teil zeigt auf, wie durch Spiellieder verschiedene Sinne angesprochen und Kinder in heterogenen Gruppen spielerisch zur Kreativität und Bewegung animiert werden.

4. Fazit: Das Fazit bestätigt, dass Musik für hörgeschädigte Kinder ein erforderliches Fach ist, da es Teilhabe ermöglicht und die musikalische Bildung ein grundlegendes Recht jedes Kindes darstellt.

Schlüsselwörter

Musikpädagogik, Hörschädigung, Inklusion, Rhythmik, Vibrationssinn, Spiellieder, Klang-Stäbe, Musikunterricht, multisensorischer Ansatz, nonverbale Kommunikation, Teilhabe, Hörbeeinträchtigung, Musiktherapie, Frühförderung, ästhetische Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz und Notwendigkeit des Musikunterrichts für Kinder mit Hörschädigung im Rahmen einer inklusiven pädagogischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die musikalische Wahrnehmung trotz Hörbeeinträchtigung, historische und moderne musikpädagogische Methoden sowie der Beitrag von Musik zur sozialen und kognitiven Entwicklung hörgeschädigter Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und zu belegen, dass Musik ein unverzichtbares Fach für hörgeschädigte Kinder ist, das ihre Teilhabe und ihre individuelle Entwicklung maßgeblich unterstützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Grundlagen mit praxisorientierten Fallbeispielen von renommierten Musikpädagogen kombiniert, um didaktische Schlussfolgerungen zu ziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begründung der Bedeutung von Musik, die Darstellung von Wahrnehmungsprozessen (Beispiel Evelyn Glennie) und die detaillierte Vorstellung spezifischer Unterrichtsmethoden, wie die Rhythmik nach Scheiblauer, die Klang-Stab-Arbeit und den Einsatz von Spielliedern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Inklusion, Musikpädagogik, Vibrationssinn, Teilhabe und multisensorisches Lernen charakterisiert.

Warum ist die Arbeit von Evelyn Glennie für das Thema so wichtig?

Sie dient als exemplarisches Beispiel dafür, dass Musik nicht zwingend ein intaktes Gehör erfordert, sondern auch über taktile Reize und Vibrationen am ganzen Körper tiefgreifend wahrgenommen werden kann.

Wie unterstützen Klang-Stäbe hörgeschädigte Kinder konkret?

Klang-Stäbe machen durch ihre spezifische Frequenzspanne Vibrationen erfahrbar, wodurch selbst Kinder mit hochgradiger Hörschädigung oder Gehörlosigkeit Töne spüren, Tonhöhen unterscheiden und ein Verständnis für musikalische Strukturen entwickeln können.

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Details

Title
Musikpädagogik in der Schule. Ein erforderliches Fach für Kinder mit Hörschädigung?
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1,3
Author
Franziska Erben (Author)
Publication Year
2016
Pages
11
Catalog Number
V369886
ISBN (eBook)
9783668477377
ISBN (Book)
9783668477384
Language
German
Tags
musikpädagogik schule fach kinder hörschädigung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Erben (Author), 2016, Musikpädagogik in der Schule. Ein erforderliches Fach für Kinder mit Hörschädigung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/369886
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