Allgemein gesprochen wird als Inferenz die Schlussfolgerung des Rezipienten einer oder mehrerer Aussagen bezeichnet. Doch um eine Inferenz möglich zu machen, müssen gewisse Bedingungen erfüllt werden, auf die später eingegangen wird.
Die wichtigsten Punkte der Inferenz sind direkte und indirekte Anaphern, sowie elaborative Inferenzen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Inferenz ist die Textkohärenz. Diese ist wichtig, um einen schlüssigen Text entwickeln zu können. Nach den genannten Punkten wird sich diese Hausarbeit richten.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Allgemeines
- 2. Formen der Wiederaufnahme
- 2.1. Die explizite (direkte) Wiederaufnahme
- 2.2. Die implizite (indirekte) Wiederaufnahme
- 3. Textkohärenz
- 3.1. Allgemeines
- 3.2. Referenz, Kohärenz und Inferenz
- 4. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Konzept der Inferenz im Kontext des Textverstehens. Sie untersucht, wie der Rezipient aus den gegebenen Aussagen Schlussfolgerungen zieht und somit den Text kohärent interpretieren kann. Dabei werden verschiedene Formen der Wiederaufnahme und ihr Einfluss auf die Textkohärenz beleuchtet.
- Explizite und implizite Wiederaufnahme
- Anaphern und elaborative Inferenzen
- Die Rolle der Textkohärenz im Inferenzprozess
- Zusammenhänge zwischen Referenz, Kohärenz und Inferenz
- Bedeutung von Weltwissen und Kontextinformationen für die Inferenz
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeines
Dieses Kapitel führt allgemein in das Thema der Inferenz ein. Es definiert den Begriff und beschreibt die Voraussetzungen für die Bildung von Inferenzen. Außerdem werden die zentralen Elemente der Inferenz, wie direkte und indirekte Anaphern sowie elaborative Inferenzen, vorgestellt. Darüber hinaus wird die Bedeutung der Textkohärenz für das Verstehen von Texten hervorgehoben.
2. Formen der Wiederaufnahme
2.1. Die explizite (direkte) Wiederaufnahme
Dieses Kapitel analysiert die direkte Wiederaufnahme, bei der eine Äußerung durch eine andere Äußerung in den nachfolgenden Sätzen explizit wiederaufgenommen wird. Es werden verschiedene Formen der Wiederaufnahme, wie die Wiederaufnahme durch Pronomen, Substantive und Synonyme, erläutert und mit Beispielen illustriert. Dabei wird der Fokus auf die Rolle des bestimmten Artikels und die Unterscheidung zwischen „bekannt“ und „nicht bekannt“ gelegt.
2.2. Die implizite (indirekte) Wiederaufnahme
Im Gegensatz zur direkten Wiederaufnahme erfolgt die indirekte Wiederaufnahme nicht durch explizite sprachliche Mittel, sondern durch semantische Zusammenhänge zwischen den Ausdrücken. Dieses Kapitel stellt verschiedene Formen der indirekten Wiederaufnahme vor, wie die „Teil-von- oder Enthaltenseinsrelation“ und die „semantische Kontiguität“. Anhand von Beispielen aus Texten wird gezeigt, wie der Rezipient auf der Basis von Weltwissen und Kontextinformationen implizite Verbindungen zwischen den Aussagen herstellen kann.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter einer Inferenz beim Lesen?
Eine Inferenz ist die Schlussfolgerung, die ein Rezipient zieht, um Informationen zu verknüpfen, die nicht explizit im Text stehen.
Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Wiederaufnahme?
Direkte Wiederaufnahme nutzt explizite Mittel wie Pronomen oder Synonyme. Indirekte Wiederaufnahme basiert auf semantischen Zusammenhängen (z.B. Teil-Ganzes-Relationen).
Warum ist Textkohärenz für Inferenzen wichtig?
Kohärenz sorgt dafür, dass ein Text als sinnvolles Ganzes wahrgenommen wird. Inferenzen sind das Werkzeug, um diese Kohärenzlücken im Kopf des Lesers zu schließen.
Was sind elaborative Inferenzen?
Dies sind Schlussfolgerungen, die über das für das Textverständnis absolut Notwendige hinausgehen und den Text mit dem eigenen Weltwissen anreichern.
Welche Rolle spielt das Weltwissen beim Inferenzprozess?
Ohne Weltwissen könnten Leser keine logischen Verbindungen zwischen Sätzen herstellen, die semantisch nur implizit verknüpft sind.
Wie beeinflusst der bestimmte Artikel die Wiederaufnahme?
Der bestimmte Artikel signalisiert dem Leser oft, dass eine Information bereits „bekannt“ ist und eine Inferenz zur vorherigen Erwähnung hergestellt werden muss.
- Quote paper
- Kristina Grasmik (Author), 2013, Inferenzen. Eine Betrachtung der Bedingungen um Inferenzen möglich zu machen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/369279