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Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie

Einflussmöglichkeiten der Politik auf die Anzahl von Asylbewerben in Deutschland. Eine ökonomische Analyse anhand von Push- und Pull-Faktoren

Titel: Einflussmöglichkeiten der Politik auf die Anzahl von Asylbewerben in Deutschland. Eine ökonomische Analyse anhand von Push- und Pull-Faktoren

Seminararbeit , 2017 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Florian Raupach (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll erklären, wie es zu einem solch drastischen Rückgang an Asylbewerben aus dem Westbalkan kam, während die Zahl an Asylbewerben aus Syrien, Afghanistan oder anderen Staaten ähnlich hoch blieb, oder sogar deutlich zunahm. Als Erklärung soll folgende These gelten, die es im Verlaufe der Arbeit zu überprüfen gilt: Die deutsche Politik hat aufgrund gewisser, noch zu identifizierender Maßnahmen Einfluss auf Migrationsbewegungen aus dem Westbalkan genommen, so dass diese infolgedessen gesunken sind, wohingegen diese Maßnahmen keinen Einfluss auf die Migrationsbewegungen aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak genommen haben.

Dieser These zugrunde liegt die Theorie von Everett S. Lee, der verschiedene Faktoren herausgearbeitet hat, welche die Motivation von Migranten mit Hilfe von Push- und Pull-Faktoren erklären soll. Ergänzt um ökonomische Aspekte, soll diese Theorie in der Anwendung auf den konkreten Fall zeigen, dass die deutsche Politik Maßnahmen getroffen hat, welche zur Folge hatten, dass die Migration vom Westbalkan nach Deutschland, zumindest als Asylbewerber, ökonomisch betrachtet nicht mehr rentabel erschien, so dass die Zahl an Asylbewerbern aus dem Westbalkan sank. Anders formuliert: die deutsche Politik hat Einfluss genommen auf bestehende Pull-Faktoren, so dass die Zahl an Asylbewerben aus dem Westbalkan gesunken ist.

Um diese These zu überprüfen, soll wie folgt vorgegangen werden: zuerst sollen die Begriffe „Migration“ und „Asyl“ definiert werden. Hernach wird die Theorie von Lee, vor allem in Hinblick auf die Push- und Pull-Faktoren, vorgestellt, und um einige ökonomische Betrachtungen ergänzt. Danach sollen die Push-Faktoren, die in Syrien/ Afghanistan, und die auf dem Westbalkan, identifiziert werden können, herausgearbeitet werden. Dazu wird auf Aussagen von Asylbewerbern zurückgegriffen.

Dann wird, ebenfalls mit Hilfe von Aussagen von Asylbewerbern, untersucht, welche Pull-Faktoren zur Migration nach Deutschland bewegt haben. Daran anschließend werden konkrete Maßnahmen der deutschen Politik, welche die Reduzierung von Asylbewerberzahlen zum Ziel hatten, auf ihren Einfluss auf bestehende Pull-Faktoren hin untersucht. Auf diesen Untersuchungen basierend soll es dann möglich sein, die eingangs aufgestellte These entweder zu unterstützen oder zu verwerfen. Idealerweise ergibt sich daraus dann eine Erklärung für die festgestellte Abnahme an Asylbewerbern aus dem Westbalkan bei insgesamt steigenden Zahlen an Asylbewerbern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Theoretische Vorüberlegungen

Definition von „Migration“ unter ökonomischen Aspekten

Definition von „Asylbewerbern“

Push- und Pull-Faktoren nach Lee

Empirische Untersuchung- Asylbewerber in Deutschland

Push Faktoren- Gründe der Asylbewerber, ihre Heimat zu verlassen

Pull-Faktoren- Gründe, warum Asylbewerber nach Deutschland kommen

Kurzer Abriss der deutschen Asylpolitik in den letzten 5 Jahren

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ökonomischen Einflussfaktoren der deutschen Politik auf die Anzahl der Asylbewerber unter Anwendung der Theorie von Everett S. Lee. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, warum Maßnahmen der Politik zu einem drastischen Rückgang von Asylbewerbern aus dem Westbalkan führten, während die Zahlen aus anderen Krisenregionen vergleichsweise hoch blieben.

  • Anwendung der ökonomischen Migrationstheorie (Push- und Pull-Faktoren)
  • Differenzierung der Migrationsgründe zwischen Westbalkan und anderen Herkunftsstaaten
  • Analyse der Rolle des deutschen Asylsystems als Pull-Faktor
  • Evaluierung der Auswirkungen von „sicheren Herkunftsstaaten“ auf Migrationsentscheidungen

Auszug aus dem Buch

Push- und Pull-Faktoren nach Lee

An dieser Stelle soll nun vorgestellt werden, welche Gründe dafür verantwortlich sind, dass sich Personen, egal ob als Asylbewerber im Speziellen oder als Migranten im Allgemeinen, zur Migration entschließen. Wie bereits angerissen, hat sich Lee mit der Erforschung dieser Gründe auseinandergesetzt, und dabei hat er sogenannte Push- und Pull-Faktoren herausgearbeitet. Hierbei hat er vier übergeordnete Faktorengruppen identifiziert: Erstens seien „factors associated with the area of origin“ zu beobachten; zweitens „factors associated with the area of destination“, drittens „intervening obstacles“ und schließlich und letztens „personal factors“.12 Was ist nun aber unter den einzelnen Faktorengruppen zu verstehen?

Grundsätzlich kann man dabei die erstens beiden Faktorengruppen zusammengefasst betrachten, da sie dem Wesen nach gleich sind, und sie sich nur in ihrer geographischen Verbreitung unterscheiden. Das heißt, dass sowohl im Herkunfts- als auch im Zielland Faktoren zu beobachten sind, die für oder gegen Migration sprechen. Lee definiert dies als Plus- und Negativfaktoren; Plusfaktoren in dem Herkunftsland sprechen gegen Migration, wohingegen Plusfaktoren im Zielland für Migration sprechen. Genau umgekehrt verhält es sich mit den Negativfaktoren. Hierbei muss aber folgendes beachtet werden: „Clearly the set of +´s and -´s at both origin and destination is differently defined for every migrant or prospective migrant.“13 Lee fährt jedoch fort: “Nevertheless, we may distinguish classes of people who react in similar fashion to the same general sets of factors at origin and destination.”14 Aus diesen Sätzen kann man also die Erkenntnis gewinnen, dass es sowohl Gründe für Migration als auch Gründe gegen Migration gibt, die von jeder einzelnen Person abhängig unterschiedlich sein können; jedoch kann man einige Generalisierungen diesbezüglich aufstellen. Wichtig ist zudem auch, zu erkennen, dass es Push- und Pull Faktoren (ersteres bei Lee als – und letzteres als + bezeichnet) sowohl im Herkunfts- als auch Zielland gibt. Bereits hieraus kann man ableiten, die Trägheit des Menschen und sein Streben nach Gewinnmaximierung bedenkend, dass Migration nur dann erfolgt, wenn eine einzelne Person glaubt, die Anzahl an Plusfaktoren, also Pull-Faktoren, überwiegt im Zielland, im Vergleich zum Herkunftsland.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Entwicklung der Migration nach Deutschland dar, benennt den Rückgang der Zahlen vom Westbalkan im Vergleich zu anderen Regionen und formuliert die zu prüfende These über den politischen Einfluss auf Migrationsbewegungen.

Theoretische Vorüberlegungen: Hier werden die Begriffe Migration und Asyl ökonomisch und juristisch definiert sowie die Theorie von Lee zu Push- und Pull-Faktoren als analytischer Rahmen für die Arbeit eingeführt.

Empirische Untersuchung- Asylbewerber in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert anhand von Daten des BAMF und IAB die unterschiedlichen Fluchtmotive verschiedener Gruppen und bewertet das deutsche Asylsystem und dessen Leistungen als ökonomische Anreize.

Fazit: Das Fazit bestätigt die These, dass die Politik durch die Anpassung von Pull-Faktoren, wie etwa die Einstufung als sichere Herkunftsstaaten, Migration steuern kann, insbesondere bei Gruppen mit ökonomischen statt politisch verfolgungsbasierten Fluchtmotiven.

Schlüsselwörter

Migration, Asylbewerber, Westbalkan, Push-Faktoren, Pull-Faktoren, Everett S. Lee, Asylsystem, Wirtschaftsflüchtlinge, Deutschland, Migrationspolitik, Asylgesetz, Humankapital, Gewinnmaximierung, sichere Herkunftsstaaten, Asylverfahren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie die deutsche Politik durch gezielte Maßnahmen auf die Anzahl der Asylbewerber einwirken kann, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen Migranten vom Westbalkan und solchen aus anderen Krisenstaaten liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die ökonomische Analyse von Migrationsentscheidungen mittels der Push- und Pull-Theorie, das deutsche Asyl- und Wohlfahrtssystem sowie die empirische Auswertung von Fluchtmotiven.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu erklären, warum Asylbewerberzahlen vom Westbalkan drastisch sanken, während sie aus anderen Regionen hoch blieben, und ob dies auf spezifische politische Entscheidungen zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird ein theoretischer Rahmen nach Everett S. Lee verwendet, der durch eine empirische Auswertung von Befragungsdaten (BAMF/IAB) und eine ökonomische Betrachtung der Anreizstrukturen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Migration dargelegt, die Fluchtmotive der verschiedenen Gruppen gegenübergestellt und der Einfluss des deutschen Asylsystems sowie politischer Maßnahmen (z.B. Einstufung als sichere Herkunftsstaaten) untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Migration, Push- und Pull-Faktoren, ökonomische Analyse, Westbalkan, Asylpolitik und Gewinnmaximierung beschreiben.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „Wirtschaftsflüchtlingen“ und „politisch Verfolgten“ in der Analyse eine Rolle?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, da die Analyse zeigt, dass ökonomische Anreize (Pull-Faktoren) bei Wirtschaftsflüchtlingen stärker steuernd wirken können als bei Menschen, die aufgrund unmittelbarer Lebensgefahr aus Kriegsgebieten flüchten.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der politischen Steuerung von Migration?

Der Autor schlussfolgert, dass die Politik zwar die Push-Faktoren (z.B. Krieg im Herkunftsland) kaum beeinflussen kann, durch die gezielte Reduktion von Pull-Faktoren im Zielland jedoch effektiv auf Migrationsströme einwirken kann.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einflussmöglichkeiten der Politik auf die Anzahl von Asylbewerben in Deutschland. Eine ökonomische Analyse anhand von Push- und Pull-Faktoren
Hochschule
Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer (ehem. Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer)
Note
1,3
Autor
Florian Raupach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V369178
ISBN (eBook)
9783668481473
ISBN (Buch)
9783668481480
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einflussmöglichkeiten politik anzahl asylbewerben deutschland eine analyse push- pull-faktoren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Raupach (Autor:in), 2017, Einflussmöglichkeiten der Politik auf die Anzahl von Asylbewerben in Deutschland. Eine ökonomische Analyse anhand von Push- und Pull-Faktoren, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/369178
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Leseprobe aus  14  Seiten
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