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Digitaler Editionen und digitale Gesamtausgaben. Theoretischer Hintergrund und praktische Umsetzung

Die digitale Gesamtausgabe der Werke und Briefe Friedrich Nietzsches

Title: Digitaler Editionen und digitale Gesamtausgaben. Theoretischer Hintergrund und praktische Umsetzung

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kristin Freter (Author)

Book Science

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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit ist es, den theoretischen Hintergrund zum Gebrauch elektronischer bzw. digitaler Editionen zu beschreiben und anhand eines Exempels praktisch zu veranschaulichen. Das Kapitel "Digitale Editionen" basiert auf Texten von Patrick Sahle, der bereits 1997 einige Thesen zur Digitalen Edition veröffentlicht und diese seitdem kontinuierlich weiterentwickelt hat. Die praktische Umsetzung der Anforderungen an elektronische Editionen wird schließlich anhand der "Bewertungskriterien für elektronische Editionen" von Fotis Jannidis untersucht. Jannidis nennt konkrete Bewertungsaspekte, die sich hervorragend mit bestehenden Digitalen Editionen abgleichen lassen.

Als Praxisbeispiel dient die derzeit philologisch aktuellste und umfangreichste Werksammlung Friedrich Nietzsches online, die Website "Nietzsche Source". Die Details zu dieser Website stammen zum Teil aus einem Forschungsbericht des Begründers und leitenden Herausgebers von "Nietzsche Source", Paolo D’Iorio. D‘Iorios Artikel "The Digital Critical Edition of the Works and Letters of Nietzsche" liefert wertvolle Hintergrund-informationen zu der untersuchten Digitalen Edition.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. FORSCHUNGSSTAND

2. EDITIONSFORMEN

2.1 GEDRUCKTE EDITIONEN

2.2 DIGITALE EDITIONEN

3. PROBLEME DER NACHLASSVERWALTUNG IM FALL FRIEDRICH NIETZSCHE

3.1 DIE LEGENDE VOM HAUPTWERK

3.2 DIE COLLI-MONTINARI-AUSGABE

4. DAS ONLINE-ARCHIV „WWW.NIETZSCHESOURCE.ORG“

4.1 DIE DIGITALE KRITISCHE GESAMTAUSGABE (EKGWB)

4.2 DIE DIGITALE FAKSIMILE GESAMTAUSGABE

4.3 DIE DIGITALE GENETISCHE EDITION

5. DIGITALE EDITIONEN IM WANDEL

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den theoretischen Hintergrund sowie die praktische Umsetzung digitaler Editionen am Beispiel der umfangreichen digitalen Gesamtausgabe der Werke und Briefe von Friedrich Nietzsche auf der Plattform "Nietzsche Source". Ziel ist es, die Möglichkeiten und Anforderungen der Digitalisierung für die philologische Editionspraxis im Vergleich zu traditionellen Druckausgaben aufzuzeigen.

  • Vergleich zwischen gedruckten historisch-kritischen Ausgaben und digitalen Editionsformen.
  • Analyse der spezifischen Probleme bei der Nachlassverwaltung im Fall Friedrich Nietzsche.
  • Detaillierte Untersuchung des Online-Archivs "Nietzsche Source" und dessen Komponenten (eKGWB, DFGA).
  • Evaluierung der methodischen Vorteile der digitalen Transformation (Hypertext, Suchbarkeit, Faksimile-Zugang).
  • Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der digitalen genetischen Editionen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Legende vom Hauptwerk

Das angebliche Hauptwerk aus dem Nachlass Nietzsches, die Schrift Der Wille zur Macht hat es in dieser Form von Nietzsche nie gegeben. Nietzsche-Forscher Karl Schlechta zufolge, stelle bereits „[…] der Gedanke an ein »Hauptwerk« - im systematischen Sinne – […] ein Mißverständnis in bezug auf Nietzsches Denkweise [die sich in Aphorismen ausdrückte] dar“. Zwar geht aus Nietzsches Unterlagen hervor, dass er tatsächlich ein systematisches Werk mit diesem Titel plante, doch blieb es lediglich bei Entwürfen in seinen Notizheften und Verweisen darauf in seinen bereits veröffentlichten Werken unter der Rubrik „In Vorbereitung“.

Der 1906 herausgegebene Wille zur Macht wurde hauptsächlich von Elisabeth Förster-Nietzsche und Peter Gast aus Notizen und Fragmenten zusammengestellt und von Förster-Nietzsche mit antisemitischen Spitzen versehen, wohlwissend, wie sehr ihr Bruder sowohl Antisemitismus als auch jene Deutschtümelei verachtete, derer sie so huldigte.

Elisabeth, die bereits als Kind von Nietzsche bezeichnenderweise nur „das Lama“ genannt wurde, nutzte den Zustand ihres kranken Bruders aus, um sich als alleinige Verwalterin über seine Werke zu erklären. Jenen, unter ihnen auch Schlechta, die an der Echtheit der von ihr herausgegebenen Texte zweifelten, verweigerte sie den Zugang zu den Originalen. Da sie bis zu ihrem Tod im Herbst 1935 die Leitung des Nietzsche-Archivs in Weimar innehatte, war eine ungehinderte Sichtung der Quellen erst ab diesem Zeitpunkt möglich. Nach Ablauf der Schutzfrist der Werke im Jahr 1930, wurde vom Archiv eine neue kritische Ausgabe geplant, wahrscheinlich, um sich das Monopol auf die Ausgaben zu erhalten. Diese neue HKA wurde 1933 bei C. H. Beck verlegt und ist unter der Sigle BAW (Beck’sche Ausgabe Werke) bekanntgeworden. Herausgeber waren Hans Joachim Mette und Karl Schlechta. Kritik seitens der Nationalsozialisten und der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1938 verhinderten die Ausgabe weiterer Bände. Davon abgesehen enthielt auch diese Ausgabe philologische und editorische Mängel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. FORSCHUNGSSTAND: Es wird die theoretische Basis für elektronische Editionen skizziert, wobei die Thesen von Patrick Sahle und die Bewertungskriterien von Fotis Jannidis als maßgebliche Rahmenbedingungen dienen.

2. EDITIONSFORMEN: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen gedruckten Editionstypen wie der historisch-kritischen Ausgabe und der Studienausgabe und kontrastiert diese mit den erweiterten Möglichkeiten digitaler Editionsformen.

3. PROBLEME DER NACHLASSVERWALTUNG IM FALL FRIEDRICH NIETZSCHE: Die historische Problematik der Nietzsche-Rezeption wird durch die fragwürdigen Herausgabepraktiken des Nietzsche-Archivs und die damit verbundenen editionstechnischen Mängel beleuchtet.

4. DAS ONLINE-ARCHIV „WWW.NIETZSCHESOURCE.ORG“: Der Hauptteil analysiert das Portal "Nietzsche Source" hinsichtlich seiner technischen Umsetzung der Kritischen Gesamtausgabe (eKGWB), der Faksimile-Ausgabe und der in Planung befindlichen genetischen Edition.

5. DIGITALE EDITIONEN IM WANDEL: Das Fazit fasst zusammen, dass digitale Editionen die Grundlage für moderne, forschungsnahe Arbeit bilden, jedoch weitere Verbesserungen in der Interaktion und Usability erfordern.

Schlüsselwörter

Digitale Edition, Nietzsche Source, Historisch-Kritische Ausgabe, Nachlassverwaltung, Hypertext, Faksimile, Editionswissenschaft, eKGWB, Philologie, Genese, XML-TEI, Information Retrieval, Nietzsche-Archiv, Digitale Genetische Edition, Medien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den theoretischen Hintergrund und die praktische Anwendung von digitalen Editionen, illustriert am Beispiel des Online-Projekts "Nietzsche Source", das eine philologisch hochaktuelle Werksammlung Friedrich Nietzsches bietet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Editionstechniken, der Problematik historischer Buchausgaben, den technischen Standards der digitalen Philologie sowie der spezifischen Aufarbeitung des Nietzsche-Nachlasses.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, zu zeigen, wie digitale Editionen die editorischen Defizite gedruckter Ausgaben ausgleichen können und welche Anforderungen an eine medienneutrale und wissenschaftlich fundierte digitale Edition gestellt werden müssen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse philologischer Fachbeiträge (u.a. von Patrick Sahle und Fotis Jannidis) sowie die Untersuchung und Dokumentation der webbasierten Funktionalitäten von "Nietzsche Source".

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich intensiv der Geschichte der Nietzsche-Editionen, den Problemen bei deren editorischer Betreuung sowie einer detaillierten technischen Beschreibung der auf "Nietzsche Source" verfügbaren Komponenten wie der eKGWB und der digitalen Faksimile-Ausgabe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Digitale Edition, Nietzsche Source, Historisch-Kritische Ausgabe, Nachlassverwaltung, Editionswissenschaft und Philologie sind die zentralen Begriffe.

Warum war die Editionspraxis des Nietzsche-Archivs problematisch?

Unter der Leitung von Elisabeth Förster-Nietzsche wurden Handschriften teilweise gefälscht oder im Sinne einer völkischen Ideologie umgedeutet, was über Jahrzehnte hinweg zu einer systematischen Fehlrezeption des Philosophen führte.

Wie unterscheidet sich die eKGWB von traditionellen Druckausgaben?

Sie ermöglicht eine medienneutrale, hypertexbasierte Navigation, bietet eine akribische Fehlerkorrektur mit direkter Errata-Integration und stellt eine zitierfähige, stabile Internetadresse für jeden einzelnen Aphorismus oder jedes Fragment bereit.

Was ist das Ziel der geplanten "Digitalen Genetischen Edition"?

Sie soll die Entstehungsprozesse von Nietzsches Schreibprojekten transparent machen, indem Dokumente in sogenannten "genetischen Dossiers" nach ihren inhaltlichen und genetischen Verbindungen strukturiert und visualisiert werden.

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Details

Title
Digitaler Editionen und digitale Gesamtausgaben. Theoretischer Hintergrund und praktische Umsetzung
Subtitle
Die digitale Gesamtausgabe der Werke und Briefe Friedrich Nietzsches
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Buchwissenschaft)
Course
Digitalisierung und Geisteswissenschaften
Grade
1,0
Author
Kristin Freter (Author)
Publication Year
2011
Pages
27
Catalog Number
V368576
ISBN (eBook)
9783668480667
ISBN (Book)
9783668480674
Language
German
Tags
Digitalisierung Literaturarchiv Nietzsche Paolo D’Iorio Editionswissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristin Freter (Author), 2011, Digitaler Editionen und digitale Gesamtausgaben. Theoretischer Hintergrund und praktische Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/368576
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