Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der digitalen Kunst- und Kulturvermittlung sowie mit neuen Kommunikations- und Marketinginstrumenten von Museen auseinander. Schwerpunkt wird dabei vor allem die Nutzung neuer und sozialer Medien im Museum sein. Hierbei werden mögliche Chancen und Vorteile, Schwierigkeiten und Risiken für das Museum sowie für den Museumsbesucher in den Blick genommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklung und Wandel des Museums
3. Museen im Zeitalter der Digitalisierung
3.1 Chancen des Einsatzes neuer und sozialer Medien im Museum
3.2 Das partizipative Museum
4. Risiken und Nachteile des Einsatzes sozialer Medien im Museum
4.1 Auswirkungen auf das Museum
4.2 Auswirkungen auf Museumsbesucher
5. Deutsche und internationale Museen im Vergleich
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern neue und soziale Medien im Zeitalter der Digitalisierung als Chance für Museen und Kultureinrichtungen dienen können, um eine zeitgemäße Vermittlung zu gewährleisten, und setzt dies in Bezug zu potenziellen Risiken und Herausforderungen für die Institution und deren Besucher.
- Wandel des Museumsverständnisses im digitalen Zeitalter
- Potenziale und Chancen von Social Media und Web 2.0
- Konzept des partizipativen Museums und Nutzerbeteiligung
- Risiken der digitalen Transformation für Museen und Besucher
- Vergleich der digitalen Strategien nationaler und internationaler Museen
Auszug aus dem Buch
3.1 Chancen des Einsatzes neuer und sozialer Medien im Museum
Das Internet ist mittlerweile ein wichtiger Teil unseres Alltags geworden und heutzutage kaum noch wegzudenken. Museen vernetzen sich aus diesem Grund immer häufiger mit sozialen Netzwerken. An den Kernaufgaben des Museums ändert sich aufgrund der neuen Medien jedoch nichts. Das Social Web eröffnet Museen heute lediglich einen zusätzlichen Kommunikationsraum, der für Austausch und Interaktion genutzt werden kann. Eine Studie der American Association of Museums sagt, dass Social Media in Zukunft ein wichtiger Kommunikationskanal für PR- und Marketingaktivitäten des Museums sein wird. Auch wenn aktuell nicht alle Institutionen dieser Entwicklung positiv entgegenblicken, nutzen viele Kultureinrichtungen die Chance bereits und sehen das Social Web als gute Möglichkeit und Unterstützung bei der Vermittlungsarbeit, sowie für Kommunikation und Marketing.
Der Einsatz von sozialen Medien kann Museen zum Beispiel dazu verhelfen, neue Besucher zu gewinnen. Interessante Beiträge im Internet können Motivation und Anreiz sein, sich die Ausstellungen „live“ im Museum anzuschauen. Die meisten Museen haben in ihren Archiven „verborgene Schätze“, die niemand mehr ansehen kann. Dank der vielen Online-Möglichkeiten können Museen diese Werke für interessierte Besucher zugänglich machen. Eine Möglichkeit, die Werke mit den Nutzern zu teilen, wäre zum Beispiel das Erstellen einer Software, die die Nutzer sich herunterladen können. Das Rijkmuseum in Amsterdam hat eine Anwendung namens Rijkswidget erstellt, auf der täglich ein Kunstwerk aus der Sammlung erscheint und wodurch ältere Werke nicht vergessen werden. Ohne die neuen Medien wäre dies zum Beispiel nicht möglich. Ein weiterer Vorteil der Nutzung des Social Webs ist, dass Museen die Besucher an sich binden können, indem sie ständig in den sozialen Medien präsent sind. Eine ständige Medienpräsenz, sowie der Austausch mit den Besuchern schafft ein Gefühl von Verbundenheit zwischen Museum und Besucher.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz digitaler Kunstvermittlung und definiert das Ziel, Chancen und Risiken sozialer Medien für Museen kritisch zu beleuchten.
2. Entwicklung und Wandel des Museums: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung vom reinen Bewahrungsort zur heutigen museumspädagogischen Einrichtung nach.
3. Museen im Zeitalter der Digitalisierung: Es werden die technischen Grundlagen des Web 2.0 sowie die Chancen der Vernetzung und die Partizipation der Besucher als Kernaspekte moderner Vermittlung erörtert.
4. Risiken und Nachteile des Einsatzes sozialer Medien im Museum: Hier werden die Herausforderungen durch den Kontrollverlust, Sicherheitsrisiken sowie die mögliche Entwertung des originalen Kunstwerks und der Rückzug ins Digitale thematisiert.
5. Deutsche und internationale Museen im Vergleich: Die Gegenüberstellung zeigt, dass internationale Häuser oft innovativer agieren, während deutsche Museen sich häufig noch in einer Erprobungsphase befinden.
6. Fazit: Das Fazit bekräftigt, dass die Transformation zum modernen Museum trotz anfänglicher Ängste notwendig ist, um die gesellschaftliche Relevanz zu erhalten.
Schlüsselwörter
Museum, Digitalisierung, Social Media, Kunstvermittlung, Partizipation, Web 2.0, User Generated Content, Museumspädagogik, Kulturvermittlung, Online-Marketing, Interaktion, Digitale Transformation, Soziale Netzwerke
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit?
Die Arbeit analysiert, wie Museen soziale Medien und Web-2.0-Technologien nutzen können, um Kommunikation und Kulturvermittlung im digitalen Zeitalter zu modernisieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Der Fokus liegt auf der Entwicklung des Museums, den Chancen und Risiken durch digitale Medien, dem Konzept der Partizipation und einem Vergleich zwischen nationalen und internationalen Praxisbeispielen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Nutzen von Social Media als Unterstützung für Museen darzustellen und zu erörtern, ob Museen sich anpassen oder an traditionellen Kommunikationswegen festhalten sollten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zur digitalen Kulturvermittlung aufzuarbeiten und durch Praxisbeispiele zu illustrieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung, eine detaillierte Risikoanalyse sowie eine Bestandsaufnahme der digitalen Adaption in deutschen im Vergleich zu internationalen Museen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Museum, Partizipation, Social Media, Digitale Kulturvermittlung und User Generated Content.
Was genau versteht die Autorin unter einem "partizipativen Museum"?
Ein partizipatives Museum involviert Besucher aktiv in den Gestaltungsprozess, wobei Wissen nicht mehr nur vermittelt, sondern von den Besuchern selbst generiert und eingebracht wird.
Welche kritischen Argumente führt die Autorin gegen den verstärkten Medieneinsatz an?
Sie nennt unter anderem den Verlust der "Aura des Kunstwerks", Sicherheitsrisiken, den hohen zeitlichen Aufwand für das Personal sowie die Gefahr, dass die konzentrierte Betrachtung vor dem Original durch die Smartphone-Nutzung leidet.
- Arbeit zitieren
- Carolin Kraus (Autor:in), 2017, Museum 2.0. Der Einsatz neuer und sozialer Medien als Instrument der Kommunikation und Vermittlung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/368381