Die folgende Arbeit befasst sich mit Sinn und Nutzen einer IT-gestützten Pflegedokumentation und der Frage nach der Einstellung der Pflegemitarbeiterinnen hinsichtlich des Umganges mit dem Computer, als auch einer IT-gestützten Pflegedokumentation.
Im Hinblick auf die Terminologie in der Pflege, wird es erst möglich gemacht, Begrifflichkeiten zuzuordnen und so einer Dokumentation zuzuführen. Der Nutzen von Pflegeterminologien ist im nachfolgenden Zitat von Norma Lang 1991 sehr gut dargestellt: „If we cannot name it, we cannot control it, finance it, teach it, research it
or put it into public policy.”
Als Softwareprogramm wird erst einmal das IBAS–pflege Dokumentationssystem der Fa. Xxxx vorgestellt. Danach erfolgt ein Einblick in die Praxis. Die Erkenntnisse der Mitarbeiterbefragung und der Patienteninterviews zeigen die Probleme und Schwierigkeiten mit IT-gestützter Pflegedokumentation auf.
Nachdem Vor- und Nachteile aus der Sicht von Patient/Bewohner und Anwender ausgearbeitet werden, gibt es einen Ausblick auf die Tendenz der Sinnhaftigkeit von ITgestützer Pflegedokumentation.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Terminologie
2.1 Terminologiearbeit in der Pflege
2.2 Gewichtung der Terminologie in der Pflege
3. Expertenstandards – Standards
4. Organisatorische Voraussetzungen für die Implementierung
4.1 Darstellung des gewählten IT Systems IBAS –pflege der Fa.
3. Methodik
4. Ergebnisse
4.1 Zur Einführung
4.2 Zum Zeitaufwand
4.3. Nachteile
4.3.1 Aus der Sicht des Anwenders (Einrichtungsleitung / Pflegepersonal)
4.3.2 Aus der Sicht des Patienten
4.4 Vorteile
4.4.1 Aus der Sicht des Anwenders (Einrichtungsleitung / Pflegepersonal)
4.4.2 Aus Sicht des Patienten
5. Diskussion
6. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit analysiert kritisch den Nutzen einer IT-gestützten Pflegeplanung und Pflegedokumentation im Kontext der modernen Pflegepraxis. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich der Einsatz von EDV-Systemen auf den Arbeitsalltag des Pflegepersonals auswirkt und welche Herausforderungen sowie Chancen sich daraus sowohl für die Anwender als auch für die Patienten ergeben.
- Kritische Evaluation der Akzeptanz von IT-Dokumentationssystemen bei Pflegekräften.
- Gegenüberstellung von Zeitaufwand und administrativen Vorteilen digitaler Pflegedokumentation.
- Bedeutung von einheitlichen Terminologien für die Pflegequalität und Abrechnung.
- Herausforderungen bei der Implementierung von IT-Systemen in verschiedenen Pflegeeinrichtungen.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Viel Aufwand – viel Geld heißt die Devise wenn heute von Pflegedokumentation gesprochen wird, dazu weniger Zeit für den Patienten.
Patientenakten in früherer Zeit beinhalteten lediglich Laborbefunde, Röntgenbilder, Arztberichte und Notizen der Oberschwester zur Befindlichkeit des Patienten und die Vitalwerte. Später erweiterte sich die Dokumentation. Stammblatt, „Fieberkurve“, Berichteblatt, Biografiebogen, unterschiedliche Assessments und Pflegemodelle (ATL im klinischen Bereich und ABEDL in der Altenpflege) kamen ergänzend hinzu. Der Aufwand erweiterte sich.
Mit Einzug des Computerzeitalters wurden sog. Dokumente zur Patientenerfassung zuerst einmal nur im EDV System identisch der Papierform dargestellt, indem sie einfach eingescannt wurden. So konnten sie am PC ausgefüllt und danach ausgedruckt werden. Die Patientenakte wurde durch neu hinzukommende Formblätter und Befunde immer umfangreicher. Durch die jährliche gesetzliche Kontrolle des MDK, der Wunsch nach Zertifizierung und die deutliche Zunahme von Patientenklagen vor Gericht war schnell eine zwingende Notwendigkeit der exakten Dokumentation geschaffen, sozusagen als schriftlicher Nachweis für geleistete Tätigkeiten. Der Papieraufwand erhöhte sich so im Laufe der Zeit. Damit ergab sich die Notwendigkeit für IT-gestützte Pflegeplanung und Pflegedokumentation.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beleuchtet die historische Entwicklung der Pflegedokumentation vom Papier hin zum Computerzeitalter und definiert das Interesse an Sinn und Nutzen IT-gestützter Systeme.
2. Terminologie: Erläutert die Bedeutung einer einheitlichen Fachsprache in der Medizin und Pflege sowie deren Relevanz für effiziente Kommunikation und Dokumentationsprozesse.
3. Expertenstandards – Standards: Beschreibt die Rolle wissenschaftlich erarbeiteter Expertenstandards als verpflichtendes Instrument der Qualitätsentwicklung und Grundlage für eine IT-gestützte Dokumentation.
4. Organisatorische Voraussetzungen für die Implementierung: Definiert die notwendigen Rahmenbedingungen wie Hardware, Software und Schulungsmaßnahmen sowie die spezifischen Funktionalitäten des Systems IBAS-pflege.
3. Methodik: Beschreibt das empirische Forschungsdesign unter Verwendung qualitativer und quantitativer Befragungen von Pflegepersonal und Patienten.
4. Ergebnisse: Präsentiert die Resultate zur Einführung, zum Zeitaufwand sowie die Vor- und Nachteile aus Sicht der Anwender und Patienten.
5. Diskussion: Reflektiert die Ergebnisse unter Berücksichtigung von Unterschieden zwischen Alten- und Krankenpflege und betont die Notwendigkeit von Medienkompetenz.
6. Schlussbetrachtung: Fasst zusammen, dass eine IT-gestützte Dokumentation trotz anfänglicher Hürden für die Transparenz und Professionalisierung der Pflege unverzichtbar ist.
Schlüsselwörter
Pflegedokumentation, IT-gestützte Pflegeplanung, IBAS-pflege, Pflegeprozess, Terminologie, Expertenstandards, EDV, Pflegemanagement, MDK, Datensicherheit, Anwenderakzeptanz, Altenpflege, Krankenhaus, Pflegefachsprache, Dokumentationsaufwand.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Digitalisierung der Pflegedokumentation auseinander und untersucht, ob der Einsatz von IT-Systemen den pflegerischen Alltag sinnvoll unterstützt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Untersuchung umfasst die terminologischen Grundlagen, die organisatorischen Voraussetzungen einer Implementierung sowie eine empirische Auswertung von Vor- und Nachteilen aus Sicht der Betroffenen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Nutzen IT-gestützter Pflegedokumentation zu beleuchten und herauszufinden, wie Pflegemitarbeiterinnen den Umgang mit diesen digitalen Systemen bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde ein empirischer Ansatz gewählt, der quantitative Fragebögen bei Pflegepersonal sowie qualitative Interviews bei Patienten und einer Expertengruppe kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Terminologie, die Vorstellung des Softwareprogramms IBAS-pflege und die detaillierte Auswertung der erhobenen Praxisdaten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Pflegedokumentation, IT-gestützte Pflegeplanung, Anwenderakzeptanz, Pflegefachsprache und der Vergleich zwischen Alten- und Krankenpflege.
Warum zeigt sich die Umstellung auf EDV in der Altenpflege als schwieriger?
Laut den Ergebnissen liegt dies oft an einer geringeren fachlichen Besetzung sowie an fehlenden Vorkenntnissen der Mitarbeiter im Umgang mit Computertechnik und „Computersprache“.
Welchen Stellenwert nimmt der Kostenfaktor bei der Implementierung ein?
Kosten für Hardware, Lizenzen und Schulungen werden als erste Hemmschwelle genannt, die viele Einrichtungen zögern lässt, obwohl das System für das Qualitätsmanagement notwendig ist.
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- Evi Bielmeier (Author), 2013, Kritische Beurteilung des Nutzens einer IT-gestützten Pflegeplanung und Pflegedokumentation, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/367906