Diese Hausarbeit untersucht die Methoden der Studie „Ain’t no makin‘ it“ von Jay MacLeod und betrachtet sie kritisch.
Zuerst wird der Forschungsprozess von MacLeod skizziert. Als Nächstes werden die Ergebnisse der Studie zusammengefasst. Darauf folgt die methodische Analyse der Studie „Ain’t no makin‘ it“. Dabei wird zuerst die Stichprobe genauer betrachtet. Daraufhin werden die Erhebungsmethoden beschrieben. Diese gliedern sich in Beobachtungen, Gruppendiskussionen und Interviews. Schließlich werden die Analysemethoden dargestellt. Hier ging MacLeod scheinbar nach der Grounded Theory vor.
In den darauffolgenden Abschnitten werden die Methoden bewertet. Zuerst werden dabei die Erhebungsmethoden und dann die Analysemethoden evaluiert und im Anschluss wird eine allgemeine Bewertung der Methoden gemessen an gängigen Gütekriterien der Sozialforschung vorgenommen. Zuletzt erfolgt eine Zusammenfassung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungsprozess
3. Ergebnisse
4. Schlussfolgerung
5. Beschreibung der Methoden
I. Die Stichprobe
II. Die Erhebungsmethoden
a) Beobachtungen
b) Gruppendiskussionen
c) Interviews
III. Die Analysemethoden
6. Bewertung der Methoden
I. Erhebungsmethoden
a) Beobachtungen
b) Gruppendiskussionen
c) Interviews
II. Analysemethoden
III. Bewertung der Methoden anhand von Gütekriterien
7. Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, eine methodenkritische Auseinandersetzung mit der soziologischen Studie „Ain’t no makin‘ it“ von Jay MacLeod durchzuführen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie MacLeod die Reproduktion sozialer Ungleichheit bei Jugendlichen in Clarendon Heights erforscht hat und inwiefern die eingesetzten qualitativen Forschungsmethoden den wissenschaftlichen Gütekriterien gerecht werden.
- Methodische Analyse des Forschungsprozesses und der Datenerhebung
- Gegenüberstellung der sozialen Gruppen „Hallway Hangers“ und „Brothers“
- Einsatz und Bewertung qualitativer Methoden wie Beobachtungen und Interviews
- Kritische Reflexion der Anwendung von Elementen der Grounded Theory
- Überprüfung der Studie anhand von Gütekriterien für qualitative Forschung
Auszug aus dem Buch
b) Gruppendiskussionen
MacLeod gewann seine Daten auch durch Gruppendiskussionen mit den Jugendlichen beider Gruppen (MacLeod 2009: 9). Bei der Gruppenzusammensetzung der Diskussionen handelte es sich jeweils um Realgruppen. Realgruppen sind Gruppen, welche auch unabhängig von der Forschungssituation als Gruppe bestehen (Kruse 2015: 197). Dies trifft auf die Hallway Hangers und die Brothers zu. In seiner Studie kontrastiert MacLeod zwei Realgruppen. Beide Gruppen sind außerdem stark kohäsive Verbände, das heißt sie definieren sich selbst als soziale Gemeinschaft (Kruse 2015: 199). Die Gruppengröße variiert von Diskussion zu Diskussion. Manchmal sind nur jeweils zwei der Mitglieder einer Gruppe anwesend und oft auch mehrere.
Auch der Grad der Steuerung durch MacLeod ist unterschiedlich. Oft ist seine Diskussionsleitung non-direktiv, er initiiert einen selbstläufigen Diskurs durch die Stellung einer offenen Frage und stellt ab und zu immanente Fragen. Mit immanenten Fragen werden Fragen gemeint, die sich aus dem Gespräch ergeben (Kruse 2015: 199). Jedoch kommt es auch des Öfteren vor, dass er exmanente Fragen stellt, um spezifische Informationen zu erlangen. Exmanente Fragen zielen auf Informationen ab, welche nicht mit dem Gespräch verbunden sind (Kruse 2015: 199). Er benutzt auch steuernde Fragen, beispielsweise als er versucht zu verstehen, wie die Hallway Hangers ihre eigenen Fähigkeiten im Vergleich zu den Fähigkeiten anderer Kinder einschätzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Zielsetzung der Hausarbeit vor, die darin besteht, die Forschungsmethoden von MacLeods Studie kritisch zu analysieren.
2. Forschungsprozess: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsproblem der sozialen Reproduktion und beschreibt, wie MacLeod die Ambitionen der Jugendlichen in verschiedenen Lebensbereichen untersucht hat.
3. Ergebnisse: Hier werden die zwei Gruppen, die „Hallway Hangers“ und die „Brothers“, charakterisiert und deren unterschiedliche Zukunftsaussichten sowie Einflüsse von Familie und Schule beschrieben.
4. Schlussfolgerung: Das Kapitel diskutiert theoretische Widersprüche zu Modellen von Bowles, Gintis und Willis und reflektiert die Bedeutung individueller Autonomie gegenüber strukturellen Faktoren.
5. Beschreibung der Methoden: Hier werden die Stichprobe, die Erhebungsmethoden (Beobachtung, Gruppendiskussion, Interviews) und die analytische Vorgehensweise detailliert dargelegt.
6. Bewertung der Methoden: Dieser Abschnitt unterzieht die Erhebungs- und Analysemethoden einer kritischen Prüfung anhand von Gütekriterien für qualitative Sozialforschung.
7. Schluss: Die Arbeit schließt mit einem Resümee über die Stärken und Schwächen der Studie von MacLeod sowie Hinweisen auf den weiteren Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Soziale Ungleichheit, soziale Reproduktion, Clarendon Heights, Hallway Hangers, Brothers, Qualitative Methoden, Gruppendiskussion, Beobachtung, Grounded Theory, Gütekriterien, Habitus, Ambition, Bildungswege, Sozialforschung, Jay MacLeod
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine kritische methodische Analyse der soziologischen Studie „Ain’t no makin‘ it“ von Jay MacLeod, die sich mit der Reproduktion sozialer Ungleichheit bei Jugendlichen befasst.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zentrale Themen sind die sozialen Unterschiede zwischen zwei Jugendgruppen, der Einfluss des familiären und schulischen Umfelds auf die persönlichen Ambitionen sowie die Dynamik der sozialen Mobilität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel der Hausarbeit ist es, das methodische Vorgehen MacLeods zu beschreiben und die Qualität sowie die Gültigkeit seiner qualitativen Erhebungsmethoden wissenschaftlich zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird von MacLeod verwendet?
MacLeod nutzt einen qualitativen Ansatz, bestehend aus teilnehmender Beobachtung, Gruppendiskussionen sowie informellen und semi-strukturierten Interviews, kombiniert mit einer Analyse, die Elemente der Grounded Theory enthält.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Beschreibung des Forschungsprozesses, eine Zusammenfassung der Ergebnisse, eine methodische Beschreibung sowie eine kritische Evaluation der Methoden anhand von Gütekriterien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Soziale Ungleichheit, soziale Reproduktion, Qualitative Sozialforschung, Habitus, Gruppendiskussion und Gütekriterien.
Inwiefern beeinflusst MacLeods Freundschaft zu den Jugendlichen die Datenerhebung?
Die Nähe zu den Jugendlichen ermöglichte MacLeod tiefe Einblicke in ihre Lebenswelt, birgt jedoch laut der Arbeit das Risiko, dass die nötige Forscherdistanz verloren ging.
Wie bewertet die Arbeit die Anwendung der Grounded Theory?
Die Arbeit merkt an, dass die Datenauswertung zwar Grundelemente der Grounded Theory aufweist, jedoch durch die bereits vorab festgelegte Kernkategorie („Ambitionen“) vom idealen Vorgehen abweicht.
Wie wird das Problem der Suggestivfragen bei MacLeod eingeordnet?
Die Arbeit kritisiert, dass MacLeod vereinzelt suggestive Fragen stellte, was die Offenheit der Antworten potenziell einschränkte, ordnet dies jedoch als ein spezifisches methodisches Problem innerhalb der Gruppendiskussionen ein.
- Quote paper
- Teresa Schenk (Author), 2016, Methodenkritische Stellungnahme zur Studie „Ain’t no makin‘ it“ von Jay MacLeod, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/367657