Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Benachteiligung türkischer Migranten im deutschen Bildungssystem

Titel: Benachteiligung türkischer Migranten im deutschen Bildungssystem

Hausarbeit , 2016 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Teresa Schenk (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit stellt sich die Frage, worin der Mindererfolg der türkischen Schüler begründet ist.

Zuerst wird die Theorie des französischen Soziologen Bourdieu über soziale Ungleichheit im Allgemeinen skizziert, da seine Theorie hilfreich bei der Erklärung von Bildungsungleichheit in Deutschland ist. Dabei werden die Begriffe des Habitus und der verschiedenen Kapitalien eingeführt und erläutert. Anschließend wird die Anwendung seiner Theorie auf die Bildung dargestellt. Im Anschluss an die Einführung in Bourdieus Theorie werden seine Konzepte verwendet, um die empirischen Befunde zur Bildungsungleichheit zwischen türkischen und deutschen Schüler einzuordnen.

Am Anfang der Datenanalysen werden Faktoren, die den Bildungserfolg im Allgemeinen behindern, genannt. Danach werden Bedingungen für eine schwache Lesekompetenz geschildert, da sich die Lesekompetenz als entscheidender Faktor für die schulischen Misserfolge türkischer Schüler herausgestellt hat. In den darauffolgenden Abschnitten wird auf zwei entscheidende Phasen des Bildungsweges türkischer Migranten eingegangen: Probleme für türkische Schüler bei der Einschulung und in der Adoleszenz. Die Hausarbeit wird mit einer Zusammenfassung und Schlussfolgerung abgeschlossen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Bildungsgerechtigkeit heute

2. Theorie der sozialen Ungleichheit nach Bourdieu

2.1. Der Habitus

2.2. Das Kapital

2.3. Ungleichheiten in der Bildung

2.4. Ungleiche Kapitalien in Migrantenfamilien und deutschen Familien

3. Die Bildungssituation türkischer Migranten: empirische Befunde und Analysen

3.1. Ursachen schulischen Misserfolgs

3.2. Lesekompetenz: Relevanz und Einflussfaktoren

3.3. Nachteile beim Schulstart

3.4. Nachteile durch die adoleszente Ablösung

4. Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen für den überdurchschnittlich häufigen schulischen Misserfolg von Kindern türkischer Migranten im deutschen Bildungssystem. Ziel ist es, durch die theoretische Linse von Pierre Bourdieu sowie empirische Daten zu erklären, welche sozioökonomischen und kulturellen Barrieren diesen Mindererfolg begründen und welche Rolle Faktoren wie Lesekompetenz, Sprachbeherrschung und elterliche Aspirationen dabei spielen.

  • Soziale Ungleichheit nach der Theorie von Pierre Bourdieu
  • Bedeutung von Kapitalformen (ökonomisch, kulturell, sozial) für den Bildungserfolg
  • Analyse der Bildungssituation türkischer Migranten in Deutschland
  • Einfluss von Sprachkompetenz und Lesefähigkeit auf den Schulerfolg
  • Auswirkungen von Rückstellungen beim Schulstart und adoleszenten Ablösungsprozessen

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Habitus

Der Begriff Habitus ist entscheidend für Bourdieus Theorie und bezeichnet ein verinnerlichtes Beurteilungsschema, das durch spezifische Handlungsweisen ausgelebt wird (Thürriedl 2012: 23). Der Habitus ist durch die primäre Sozialisation der Familie geprägt und ist relativ dauerhaft (Treibel 2000: 213). Oft haben Mitglieder derselben Klasse einen ähnlichen Habitus, jedoch sind weitere Faktoren wie Geschlecht, soziale Stellung, soziale Herkunft und ethnische Zugehörigkeit auch entscheidend (Treibel 2000: 213).

Der Habitus bezeichnet sowohl den Geschmack als auch das Verhalten einer Person (Bourdieu 1989: 278). Dabei kann man den Geschmack einer Person anhand von drei verschiedenen Bereichen festmachen: der Nahrung, der Kultur und der Selbstdarstellung (Bourdieu 1989: 299). Bourdieu untersuchte wieviel Geld Mitglieder verschiedener Gruppen in Güter der benannten Bereiche investierten. Er stellte fest, dass deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Berufsgruppen und Schichten bestehen. Beispielsweise entdeckte er, dass Lehrer prozentual mehr Geld für Kulturgüter, wie Bücher, Musik und Theaterbesuche, ausgeben als Freiberufler.

Dabei kaufen Freiberufler öfter Güter, die der Selbstdarstellung dienen, wie Kleider und Kosmetikartikel (Bourdieu 1989: 299). Auch wenn man die Kleidung betrachtet, sind Unterschiede zwischen verschiedenen Klassen zu erkennen. Untere Klassen kleiden sich häufig funktionalistisch, zum Beispiel tragen sie Schutzkleidung, während die oberen Klassen mehr Wert darauflegen, sich elegant zu kleiden (Bourdieu 1989: 322 f.). Bourdieu verwendet den Begriff „Notwendigkeitsgeschmack“. Damit ist gemeint, dass der Geschmack nicht willkürlich ist, sondern sich an die bestehende Realität anpasst. (Bourdieu 1989: 285 f.). Für die unteren Klassen ist beispielsweise funktionale Kleidung unvermeidbar, daher richtet sich auch ihr Geschmack auf diese Art der Kleidung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Bildungsgerechtigkeit heute: Das Kapitel führt in die Problematik des schulischen Mindererfolgs türkischer Migranten ein und stellt die theoretische sowie methodische Vorgehensweise der Arbeit vor.

2. Theorie der sozialen Ungleichheit nach Bourdieu: Es werden die zentralen Begriffe des Habitus und der verschiedenen Kapitalformen (ökonomisch, kulturell, sozial) erläutert, um soziale Ungleichheiten in Bildungsprozessen theoretisch fundieren zu können.

3. Die Bildungssituation türkischer Migranten: empirische Befunde und Analysen: Dieses Kapitel verknüpft die soziologischen Theorien mit empirischen Befunden zu Faktoren wie Lesekompetenz, Einschulungsproblemen und dem Einfluss familiärer Aspirationen auf den Schulerfolg türkischer Migranten.

4. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Hier werden die Kernergebnisse synthetisiert, wobei insbesondere die mangelnde deutsche Sprachkompetenz als zentrale Ursache für die bildungsbezogene Benachteiligung hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Bildungsgerechtigkeit, soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Habitus, Kapital, kulturelles Kapital, Bildungserfolg, türkische Migranten, Lesekompetenz, Sprachkompetenz, Migrationshintergrund, Schulfähigkeit, Adoleszenz, Bildungsaspirationen, sozioökonomischer Status.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für die im Vergleich zu anderen Gruppen geringeren Bildungserfolge türkischer Schüler im deutschen Bildungssystem.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Soziologie der Ungleichheit (Bourdieu), die Rolle von Sprach- und Lesekompetenz sowie die Bedeutung sozioökonomischer Rahmenbedingungen und familiärer Prägungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie fehlende spezifische Kapitalien und soziokulturelle Faktoren zu einer ungleichen Ausgangslage für Schüler mit türkischem Migrationshintergrund führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse soziologischer Theorien sowie eine Auswertung empirischer Sekundärdaten (z. B. Mikrozensus, PISA-Studien, Längsschnittstudien).

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Habitus und Kapitals sowie die Anwendung dieser Konzepte auf die Analyse von Lesekompetenz, Einschulungsbedingungen und Ablösungsprozessen in der Adoleszenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Bildungsgerechtigkeit, Bourdieu, Kapital, Lesekompetenz, Migrationshintergrund und sprachliche Integration.

Warum spielt das Konzept des Kapitals nach Bourdieu eine so wichtige Rolle für diese Arbeit?

Es dient als Erklärungsmodell, um zu verdeutlichen, dass Bildungserfolg nicht nur von kognitiven Fähigkeiten abhängt, sondern maßgeblich von Ressourcen (kulturell, ökonomisch, sozial) beeinflusst wird, die in Migrantenfamilien oft in anderer Form vorliegen.

Welche Rolle spielt die Lesekompetenz für den Schulerfolg türkischer Schüler?

Sie gilt als entscheidender Schlüsselfaktor; eine schwache Lesekompetenz, oft bedingt durch fehlende deutsche Sprachpraxis in der Familie, korreliert stark mit dem schulischen Misserfolg.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Benachteiligung türkischer Migranten im deutschen Bildungssystem
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,7
Autor
Teresa Schenk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V367656
ISBN (eBook)
9783668461192
ISBN (Buch)
9783668461208
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Benachteiligung Migranten Bildungssystem Soziologie Chancen Bourdieu
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Teresa Schenk (Autor:in), 2016, Benachteiligung türkischer Migranten im deutschen Bildungssystem, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/367656
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum