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Kommunikationsförderung durch Rollenspiel - ein Unterrichtsversuch zum Thema Wut

Titel: Kommunikationsförderung durch Rollenspiel - ein Unterrichtsversuch zum Thema Wut

Examensarbeit , 2005 , 38 Seiten , Note: 2

Autor:in: Tina Steidten (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit dokumentiert die Planung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtseinheit zur Förderung der Kommunikationsfähigkeit in einer fünften Förderschulklasse. Dem Entschluss, die Schüler1 in ihrem Sprachverhalten zu fördern, liegt die Überlegung zu Grunde, Aggression2 durch Kommunikation vorzubeugen und abzubauen. Als ich der Klasse begegnete, zeigten die Schüler wenig positives Sozialverhalten3 und der Schulalltag wurde von aggressivem Verhalten bestimmt. Die Schüler waren nur bedingt in der Lage, ohne Konflikte die Pause zu gestalten oder offene Unterrichtssituationen zu bewältigen. Durch die Spracharmut, die fast durchgängig bei den Schülern festzustellen war, erlebte ich Konfliktgespräche als sehr kontraproduktiv. Die Schüler konnten Konflikte auch mit Unterstützung des Lehrers nicht lösen, da sie Schwierigkeiten hatten, auf sprachliche Muster zurückzugreifen und sich verbal zu äußern. Unter den Kindern konnte ich selten kommunikativen Austausch beobachten. Ein hoher Grad an Verunsicherung und Sprechhemmung wurde auch in den unterschiedlichsten Unterrichtssequenzen deutlich. Die Schwierigkeiten in den Bereichen Syntax und Artikulation sowie in der Intonation erschwerten neben dem sehr geringen Wortschatz Unterrichtsgespräche erheblich. Die Schüler konnten oft auch einfache Fragen aufgrund ihrer Kommunikationsschwierigkeiten nicht beantworten. Durch diese Defizite wurden Konflikte durch Missverständnisse geschürt. Der Unterrichtsversuch basiert auf der Annahme, dass kommunikative Kompetenz aggressives Verhalten vermindern kann (vgl. Kapitel 2.4). Das Rollenspiel stellt meiner Überlegung nach eine geeignete Methode dar, Kindern vielfältige Möglichkeiten zu bieten, um kommunikativen Austausch zu erleben, auszuprobieren und zu erfahren. Aus diesen Überlegungen ergibt sich folgende Leitfrage: Kann durch Rollenspiel die Kommunikationsfähigkeit der Schüler gefördert werden? Die Arbeit wird ihren Schwerpunkt innerhalb des Kommunikationsbegriffes auf die Sprachverwendung legen und damit nur Teilbereiche der Kommunikationsförderung durchleuchten. [...] 1 Zur besseren Lesbarkeit werde ich in dieser Arbeit bei Substantiven, die sowohl in einer männlichen als auch in einer weiblichen Form stehen können, die männliche benutzen, wobei ich mich immer auf beide Geschlechter beziehe. 2 Aggression wird in Kapitel 2.1 näher definiert. 3 Siehe Sozialverhalten der Lerngruppe Kap.3.1

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Definition Aggression

2.2 Begriffsbestimmung von Kommunikation

2.3 Kommunikationsförderung

2.4 Zusammenhänge zwischen Kommunikation und Aggression

2.5 Zusammenhänge zwischen Kommunikation und sozialem Lernen

2.6 Kommunikation und Unterricht

2.6.1 Methoden der Kommunikationsförderung

2.6.2 Das Rollenspiel

3. Planung

3.1 Lerngruppenbeschreibung

3.2 Vorhabenbezogene Lernvoraussetzungen

3.3 Richtlinien /KMK- Empfehlungen

3.4 Didaktisch- methodische Überlegungen

3.4.1 Didaktische und methodische Entscheidungen unter dem Gesichtspunkt Kommunikation

3.4.2 Didaktische und methodische Entscheidungen unter Berücksichtigung der emotionalen und sozialen Entwicklung der Schüler

3.4.3 Didaktische und methodische Entscheidungen nach motivationalen Aspekten

3.5 Lernziele

3.6 Erarbeitung der Beobachtungsfragen

4. Darstellung einzelner Unterrichtssequenzen

4.1 Darstellung einer Wutsituation durch Rollenspiel

4.2 Die Schüler spielen unterschiedliche Situation mit Unterstützung des Wutzauberspruchs

4.3 Die Schüler spielen unterschiedliche Situationen mit Unterstützung der Selbstbehauptung, des Wutzauberspruches und der Wutsätze

4.4 Ich kann Sätze unterschiedlich sagen

4.5 Zusammenfassung des Lernzuwachses der beobachteten Schüler

5. Abschlussreflexion

6. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch den Einsatz von Rollenspielen in einer fünften Förderschulklasse die Kommunikationsfähigkeit der Schüler zu fördern, um dadurch aggressives Verhalten präventiv zu vermindern und den konstruktiven Umgang mit Konflikten zu stärken.

  • Theoretische Fundierung von Kommunikation, Aggression und sozialem Lernen
  • Entwicklung und Planung einer Unterrichtsreihe zum Thema Wut mittels Rollenspielen
  • Förderung der Sprachverwendung durch strukturierte Satzmuster und Ich-Botschaften
  • Analyse von Kommunikationsprozessen in Partnerarbeitsphasen und vor der Klasse

Auszug aus dem Buch

4.1 DARSTELLUNGEN EINER WUTSITUATION DURCH ROLLENSPIEL

Beobachtungsschwerpunkt: Wie erlebten die Schüler die Situation, vor der Klasse ohne Stabpuppen zu sprechen? (kommunikatives Zutrauen/Sprechsicherheit)

Das Darstellen von Wutsituationen war fester Bestandteil der Unterrichtseinheit. Die Schüler wurden durch das in vorangegangenen Stunden geübte Stabpuppenspiel sicherer in ihrem kommunikativen Zutrauen. Sie konnten zu diesem Zeitpunkt mit der Stabpuppe vor der Klasse stehen. Wutsätze wurden erarbeitet und konnten im Stabpuppenspiel angewandt werden.

Durchführung:

Die Schüler zeigten hohes Interesse und starke Motivation am „Spielen“ vor der Klasse. Diese Leistungsmotivation erreichte ich durch Lob, Ermutigung und die Verbalisierung der Erfolgserlebnisse von vorausgegangenen Stunden innerhalb der kognitiven Rückschau.

Die Schüler wurden am Anfang der Unterrichtssequenz mit einem Hörspiel konfrontiert, welches sie nachspielen sollten. Das Hörspiel stellte eine Konfliktsituation dar, in der ein Mädchen an der Bushaltestelle steht und von einem anderen Kind geärgert und beschimpft wird. Das Mädchen reagierte auf diese Situation mit ‚sauberer Wut’. Anschließend wurde das Hörerlebnis verbalisiert und die Schüler tauschten Eindrücke und Erfahrungen aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage in der Förderschulklasse sowie der zentralen Leitfrage zur Kommunikationsförderung durch Rollenspiele.

2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Begriffe Aggression und Kommunikation sowie Darstellung der Zusammenhänge zwischen Sprachförderung, sozialem Lernen und Unterrichtsmethodik.

3. Planung: Analyse der Lerngruppenstruktur, der Lernvoraussetzungen sowie methodisch-didaktische Herleitung der Unterrichtsplanung unter Berücksichtigung motivationaler Aspekte.

4. Darstellung einzelner Unterrichtssequenzen: Dokumentation und Reflexion praktischer Übungsphasen, in denen die Schüler mit Satzmustern und Rollenspielen an Konfliktsituationen arbeiten.

5. Abschlussreflexion: Zusammenfassende Bewertung des Unterrichtsversuchs hinsichtlich der Wirksamkeit von Rollenspielen zur Steigerung der kommunikativen Kompetenz.

6. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Kommunikationsförderung, Rollenspiel, Aggression, Förderschule, Sozialverhalten, Sprachverwendung, Satzmuster, Ich-Botschaften, Selbstbehauptung, Soziales Lernen, Unterrichtsmethodik, Sprachhemmungen, Konfliktbewältigung, Emotionen, Partnerarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert den Einsatz von Rollenspielen zur Förderung der Kommunikationsfähigkeit in einer fünften Förderschulklasse, um aggressives Verhalten abzubauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen zu Aggression und Kommunikation sowie die praktische Anwendung von Übungsspielen im Deutschunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch die Erarbeitung und Anwendung von sprachlichen Mustern die Kommunikationskompetenz der Schüler in Konfliktsituationen zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine unterrichtspraktische Forschungsarbeit durchgeführt, die auf systematischer Beobachtung und Reflexion von Unterrichtssequenzen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung, die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit und die Darstellung der durchgeführten Unterrichtssequenzen inklusive Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kommunikationsförderung, Rollenspiel, Sozialverhalten und Sprachverwendung charakterisiert.

Welche Bedeutung hat die Stabpuppe in der Arbeit?

Die Stabpuppe dient als wichtiges Hilfsmittel für unsichere Schüler, um Distanz zu schaffen und die Identität beim Rollenspiel zu entlasten, bevor sie frei vor der Klasse sprechen.

Wie werden die Paare für die Arbeit eingeteilt?

Die Paareinteilung erfolgt sowohl unter sozialen Aspekten als auch nach sachstrukturellen Kompetenzen, insbesondere unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lesefähigkeiten der Schüler.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kommunikationsförderung durch Rollenspiel - ein Unterrichtsversuch zum Thema Wut
Hochschule
Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg
Note
2
Autor
Tina Steidten (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
38
Katalognummer
V36697
ISBN (eBook)
9783638362450
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikationsförderung Rollenspiel Unterrichtsversuch Thema
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tina Steidten (Autor:in), 2005, Kommunikationsförderung durch Rollenspiel - ein Unterrichtsversuch zum Thema Wut, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/36697
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