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Zapatistischer Aufstand in Chiapas. Anarchie auf Erden?

Stimmt die Lage in den EZLN-Gebieten mit der Utopie „bolo'bolo“ überein?

Titel: Zapatistischer Aufstand in Chiapas. Anarchie auf Erden?

Hausarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Claudio Salvati (Autor:in)

Politik - Region: Mittel- und Südamerika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zwar müssten auf der Welt laut dem Autor des Werkes „bolo’bolo“ schon im Jahre 1987 über 2000 autonome Gemeinden namens Bolos auf der Welt vorhanden sein, aber Fahrpläne sind bekanntlich selten da, um eingehalten zu werden.

Trotz der nicht eingehaltenen Prophezeiung, werde ich einen Vergleich wagen:
Das utopische Werk mit der aktuellen Verwaltungssituation in Chiapas, Mexiko, in den von der EZLN gegründeten autonomen Gemeinden, sogenannten „Caracoles“, die vorwiegend von kleinbäuerlichen Inigena Familien bewohnt werden. Daran wird sich zeigen, ob der Aufstand in Chiapas auf dem Weg ist, wie in bolo'bolo beschrieben, eine neue autarkische Lebensform zu entwickeln, losgelöst von der Wirtschaftslogik und der heutigen politischen Repräsentation. Die EZLN ist eine Guerillabewegung, die passend erscheint, da die basisdemokratisch organisiert ist und einen Wandel vom Kampf bis zur Politikgestaltung in den besetzten Gemeinden durchlebt hat, sowie international sehr stark nach außen vertreten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auf dem Weg zur Utopie in bolo'bolo

2.1 Der Feind: Die PAM

2.2 Die drei Grundbestandteile der Maschine und C-Deals

2.3 Möglichkeiten des Widerstandes: Dysko

3. Aufbau der Utopie

3.1 „Geographische“ Einteilung

3.2 Wirtschaftliche Versorgung

3.3 Organisation des Zusammenlebens

4. Zapatistischer Aufstand in Chiapas

5. Aufstand im Sinne bolo'bolo?

5.1 Formen des Widerstandes

5.2 Municipio und Caracoles

5.3 Kollektiver Kaffeeanbau

5.4 Politische Organisation der Gemeinden

6. Zapatistische Utopie – Zapatistische Wirklichkeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die autonome Verwaltungspraxis der EZLN in den "Caracoles" von Chiapas mit den in dem utopischen Werk "bolo'bolo" beschriebenen anarchischen Organisationsprinzipien korrespondiert. Das primäre Ziel ist es, die Essenz zapatistischer Strukturen einer vergleichenden Analyse mit den theoretischen Modellen des Widerstands gegen die "Planetäre Arbeits-Maschine" (PAM) zu unterziehen.

  • Vergleich zapatistischer Praxis mit utopischen Modellen.
  • Analyse des Widerstands gegen neoliberale Strukturen (PAM).
  • Untersuchung kollektiver Kooperativen als alternative Wirtschaftsform.
  • Evaluierung basisdemokratischer Entscheidungsfindungsmechanismen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Feind: Die PAM

Es handelt sich um die sog. „Planetäre Arbeits-Maschine“, auch PAM genannt, diese ist kein einheitliches Gebilde, sondern ehe ein „biologischer Organismus“ und beherrscht offensichtlich, den ganzen Planeten, indem sie die einzelnen Individuen erfasst.1 Diese Erfassung kann ganz unterschiedlich erfolgen, indem ein Mensch einige Stunden seines Lebens hergibt, um arbeiten zu gehen, um Güter zu produzieren, also das Aufgeben von Lebenszeit, um eine unpersönlich zentral gelenkte Zirkulation zu fördern.2 „Die PAM verkörpert das Wirtschaftsprinzip“3, die Umwandlung von menschlicher Arbeit in messbare Produkte, dabei sind Staaten, Behörden, Firmen nur ihre Räder, die wissentlich oder auch nicht ihre Logik folgen und ihr Ziel ist Wachstum zu erreichen, um ihr Überleben zu sichern. Der gewöhnliche Widerstand, sei es durch Gewerkschaften, Parteien ist nicht gegeben, sie kann diese sozusagen „verdauen“ und die bisherige Logik bleibt. Aufstände können sie nicht aufhalten, sie werden zerschlagen oder einbezogen, dadurch wird die Maschine widerstandsfähiger.4

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung vor, ob die zapatistischen Gemeinden in Chiapas eine autarkische Lebensform entwickeln, die den Utopien aus "bolo'bolo" nahekommt.

2. Auf dem Weg zur Utopie in bolo'bolo: Dieses Kapitel definiert die "Planetäre Arbeits-Maschine" als universellen Feind und erörtert Strategien wie die "Substruktion" zur Überwindung globaler Wirtschaftslogik.

3. Aufbau der Utopie: Hier werden die organisatorischen Grundpfeiler des Werks "bolo'bolo" wie die geographische Einteilung, autarke Selbstversorgung und die Organisation des Zusammenlebens erläutert.

4. Zapatistischer Aufstand in Chiapas: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der EZLN von einer Guerillabewegung hin zu einer politischen Bewegung, die indigene Autonomie einfordert.

5. Aufstand im Sinne bolo'bolo?: Der Hauptteil untersucht die praktische Umsetzung zapatistischer Widerstandsformen, Kooperativen und politischer Strukturen im Vergleich zum theoretischen Modell.

6. Zapatistische Utopie – Zapatistische Wirklichkeit: Das abschließende Kapitel resümiert die Übereinstimmungen und Differenzen zwischen den zapatistischen Realitäten und der Utopie, wobei die Zapatisten als "Utopische Insel" eingeordnet werden.

Schlüsselwörter

EZLN, Chiapas, bolo'bolo, Planetäre Arbeits-Maschine, PAM, Autonomie, Caracoles, Basisdemokratie, Kooperativen, Neoliberalismus, Widerstand, Zapatisten, Selbstversorgung, Utopie, indigene Rechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Übereinstimmungen zwischen der realen politischen und ökonomischen Situation der zapatistischen Gemeinden in Chiapas und den theoretischen Modellen aus dem anarchischen Utopie-Entwurf "bolo'bolo".

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind autonomer Widerstand gegen neoliberale Strukturen, basisdemokratische Selbstorganisation, kollektiver Kaffeeanbau sowie die Konzepte von Arbeit und Gemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu eruieren, ob die zapatistischen Gebiete eine autarkische Lebensform losgelöst von der "Planetären Arbeits-Maschine" (PAM) praktizieren, wie es in "bolo'bolo" skizziert wird.

Welche methodische Vorgehensweise findet Anwendung?

Es erfolgt eine vergleichende Analyse: Zuerst werden Kriterien aus dem Werk "bolo'bolo" herausgefiltert, um diese anschließend mit den beobachteten Strukturen der EZLN-Gemeinden in Mexiko seit 1994 zu kontrastieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Im Hauptteil wird beleuchtet, wie die Zapatisten durch Institutionen wie die "Junta del buen gobierno", kollektive Kooperativen (z.B. Mut Vitz) und basisdemokratische Prozesse versuchen, sich der globalen Marktlogik zu entziehen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Autonomie, EZLN, Caracoles, PAM, basisdemokratische Organisation und indigene Souveränität.

Wie gehen die Zapatisten mit externen Interessenten um?

Die Zapatisten nutzen internationale Besucher als "lebende Schutzschilder" und zur internationalen Verbreitung ihres Kampfes, wobei sie sich gastfreundlich gegenüber Außenstehenden zeigen.

Warum wird die zapatistische Bewegung als "Utopische Insel" bezeichnet?

Der Autor bezeichnet sie so, da zwar interne Strukturen große Ähnlichkeiten zu "bolo'bolo" aufweisen, eine flächendeckende gesellschaftliche Verbreitung dieser Organisationsform auf Weltebene jedoch (noch) nicht stattgefunden hat.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zapatistischer Aufstand in Chiapas. Anarchie auf Erden?
Untertitel
Stimmt die Lage in den EZLN-Gebieten mit der Utopie „bolo'bolo“ überein?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für politische Wissenschaften)
Veranstaltung
Anarchismus Reloaded
Note
1,7
Autor
Claudio Salvati (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V366373
ISBN (eBook)
9783668448971
ISBN (Buch)
9783668448988
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anarchismus Zapatisten Marcos Revolution EZLN Utopie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudio Salvati (Autor:in), 2011, Zapatistischer Aufstand in Chiapas. Anarchie auf Erden?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/366373
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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