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Der 4. Tragfähigkeitsbericht der Bundesregierung. Eine persönliche Analyse

Title: Der 4. Tragfähigkeitsbericht der Bundesregierung. Eine persönliche Analyse

Research Paper (undergraduate) , 2016 , 26 Pages

Autor:in: Elke Schallmey (Author)

Politics - Political Systems - Germany

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Summary Excerpt Details

Der erste Bericht zur Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen wurde unter der Rot/Grünen Regierung im Juni 2005 veröffentlicht, noch vor ihrer Abwahl im September 2005. Schwerpunkt war der demografische Wandel, der mit verstärkter Zuwanderung von ausländischen Fachkräften als vermeintliche Lösung des Problems einer älter werdenden Gesellschaft in Deutschland thematisiert und anhand von Szenarien bis 2050 aufgezeigt wurde.

Der vierte Tragfähigkeitsbericht der Bundesregierung wirft elf Jahre später immer noch die Frage auf, wie vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Staatsverschuldung aufzuhalten oder umzukehren sei. Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit der Begriff des Demografischen Wandels kritisch hinterfragt. [...]

Vorschläge zur Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen hinsichtlich Finanzierungslücken aufgrund der geschildeten Themen werden in Kapitel 2 und Kapitel 3 aufgezeigt. In Kapitel 4 werden konkrete Einsparpotentiale benannt und kostenmäßig zusammengefasst.

Die Überalterung der Deutschen zu einem Hauptthema zu machen, ist m.E. nicht nur zu kurz gegriffen, sondern auch diskriminierend. Mögliche Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen, die für die Kosten z.B. des Klimawandels, die Energiewende oder die Übervölkerung der Erde bereitgestellt werden müssten, sind nicht Gegenstand
des Berichts. Die Ausklammerung dieser Themen vermindert m.E. die Aussagekraft dieser Tragfähigkeitsberichte für die öffentlichen Finanzen.

Der vierte Bericht der Bundesregierung zur Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen von diesem Jahr (2016), weist Szenarien bis 2060 auf, d.h., wie Entwicklungen bis zu diesem Zeitpunkt sein könnten. Tragfähige Berechnungen sind m.E. auf einen derart langen Zeitraum bezogen nicht realistisch.

In dieser Arbeit werden die konkreten Probleme benannt und Vorschläge zur Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen unterbreitet. Im Fazit werden die wichtigsten Fakten noch einmal kritisch zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Demografischer Wandel in Deutschland

2.1 Forderungen nach einer neuen Sichtweise auf das Alter

3 Die Zukunft des Arbeitsmarktes in einer älter werdenden Gesellschaft

3.1 Auswirkungen der Agenda 2010 auf den Arbeitsmarkt

3.2 Auswirkungen des technologischen Fortschritts auf den Arbeitsmarkt

3.3 Verlängerung der Lebensarbeitszeit im Einklang mit Lebensqualität

3.4 Migration und Integration in den Arbeitsmarkt

4 Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen

4.1 Einsparpotentiale zur langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch den vierten Tragfähigkeitsbericht der Bundesregierung und hinterfragt die gängige Interpretation des demografischen Wandels als Hauptursache für finanzielle Schieflagen. Ziel ist es, die Auswirkungen der Agenda 2010 sowie aktueller Arbeitsmarkt- und Sozialpolitiken auf die Staatsfinanzen zu beleuchten und alternative Lösungsansätze zur Sicherung der Tragfähigkeit aufzuzeigen.

  • Kritische Analyse des Demografie-Diskurses in Deutschland
  • Bewertung der Agenda 2010 und ihrer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
  • Einfluss der Digitalisierung und technologischer Entwicklungen auf Beschäftigung
  • Diskussion von Rentenpolitik und Mütterrente im Kontext der Generationengerechtigkeit
  • Identifikation von Einsparpotentialen in den öffentlichen Haushalten

Auszug aus dem Buch

Demografischer Wandel in Deutschland

In Deutschland vollzieht sich seit Jahren eine außergewöhnliche Dramatisierung des Begriffs Demografischer Wandel. Eine älter werdende Gesellschaft wird in der Öffentlichkeit geradezu dämonisiert, z.B. durch Aussagen mit Fragestellungen: „Leben wir auf Kosten der jüngeren Generation?“ „Wie soll die Alterssicherung künftig finanziert werden?“ und „Wie lassen sich Ansprüche erfüllen und Lasten gerecht verteilen?“

Dieser Diskurs über eine alternde Gesellschaft ist nicht neu. Der „stetig sinkende Kinderertrag“ wurde bereits im deutschen Kaiserreich durch den Hygieniker und Bakteriologen Max von Gruber angeprangert. In seiner zu Beginn des ersten Weltkrieges im Jahr 1914 erschienenen Schrift „Ursachen und Bekämpfung des Geburtenrückgangs im Deutschen Reich“ beklagte er insbesondere das „Zweikind“-, „Einkind“ -, sowie „Keinkindsystem“. Unberücksichtigt blieb in diesem Bericht die Tatsache, dass es aufgrund zunehmender Hygiene in den Haushalten der vorwiegend ärmeren Bevölkerungsschicht die Kindersterblichkeit zurückging. Ebenso, dass die Menschen aufgrund einer verbesserten Gesundheitspolitik älter werden konnten.

In der Weimarer Republik (erste parlamentarische-demokratische Republik von 1918 bis 1933) kämpfte der Bevölkerungsstatistiker Friedrich Burgdörfer für einen reichen Kindersegen. Mit seinem 1932 veröffentlichen Hauptwerk „Volk ohne Jugend“ verhalf Burgdörfer dem Demografie-Diskurs endgültig zum Durchbruch. Mit seiner Idee einer „volkserneuernden Familienpolitik“ wollte er die angebliche „biologische Selbstvernichtung“ des deutschen Volkes abwenden.

Die Nationalsozialisten machten nach ihrer Machtübernahme 1933 demografische Themen in Deutschland zu ihrem zentralen Politikum und damit zur Grundlage ihrer Weltanschauung: Alte, Kranke und pflegebedürftige Menschen galten als „unproduktive Ballastexistenzen“, die dem deutschen Volk in ihrem Kampf um ihr Dasein im Wege standen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Tragfähigkeitsberichte der Bundesregierung unter besonderer Berücksichtigung des demografischen Wandels und sozialpolitischer Paradigmenwechsel seit 1998.

2 Demografischer Wandel in Deutschland: Historische und kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Wahrnehmung des Älterwerdens und der Instrumentalisierung demografischer Daten.

3 Die Zukunft des Arbeitsmarktes in einer älter werdenden Gesellschaft: Analyse der Folgen der Agenda 2010, des technologischen Fortschritts und Fragen der Lebensarbeitszeit sowie der Migration auf den Arbeitsmarkt.

4 Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen: Untersuchung konkreter Einsparpotentiale, insbesondere in Bezug auf Rentenleistungen und Hartz-IV-Aufstocker-Systeme, ergänzt um eine Datenanalyse der Staatsverschuldung.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse mit der Schlussfolgerung, dass die bisherige Tragfähigkeitspolitik gesellschaftliche Probleme eher verschärft als löst.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, Agenda 2010, Tragfähigkeitsbericht, öffentliche Finanzen, Altersarmut, Rentenreform, Arbeitsmarkt, Digitalisierung, Mütterrente, Sozialpolitik, Staatsverschuldung, Migration, Hartz IV, Generationengerechtigkeit, Überbevölkerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Analyse der Tragfähigkeitsberichte der deutschen Bundesregierung und hinterfragt die politische sowie gesellschaftliche Interpretation des demografischen Wandels.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Auswirkungen der Agenda 2010 auf den Arbeitsmarkt, die Rentenpolitik, der technologische Wandel, Fragen der Staatsfinanzen sowie der Umgang mit der alternden Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen unter Berücksichtigung sozialer Gerechtigkeit zu prüfen und aufzuzeigen, wo aktuelle politische Maßnahmen, wie z.B. die Mütterrente oder Arbeitsmarktreformen, dysfunktional wirken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine diskursanalytische Vorgehensweise, kombiniert mit einer Auswertung statistischer Daten zur Staatsverschuldung und einer Gegenüberstellung von offiziellen Berichten der Bundesregierung mit sozioökonomischen Realitäten.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Agenda 2010, die Auswirkungen der Digitalisierung, die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Evaluierung von Einsparpotentialen in den öffentlichen Haushalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Demografischer Wandel, Altersarmut, Agenda 2010, Nachhaltigkeit und Sozialstaatsprinzip geprägt.

Wie bewertet die Autorin die sogenannte „Mütterrente“?

Die Autorin kritisiert die Mütterrente als finanziell ineffizient und ungerecht, da sie keine berufliche Lebensleistung abbildet und die Mittel an anderer Stelle (z.B. gegen globale Probleme wie die Überbevölkerung) wirkungsvoller eingesetzt werden könnten.

Welche Position vertritt die Analyse zur Digitalisierung?

Die Digitalisierung wird als eine neue technologische Herausforderung gesehen, die nicht nur einfache Arbeiten ersetzt, sondern auch das Herz der bürgerlichen Gesellschaft und deren geistige Tätigkeiten bedroht, was eine neue Arbeitsmarktreform notwendig macht.

Wie steht die Arbeit zur Zuwanderung in Bezug auf den Arbeitsmarkt?

Die Arbeit hinterfragt die Notwendigkeit von Zuwanderung zur Lösung des Fachkräftemangels kritisch und verweist stattdessen auf das Versäumnis der deutschen Wirtschaft, Jugendliche im Zeitraum 1990 bis 2005 ausreichend auszubilden.

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Details

Title
Der 4. Tragfähigkeitsbericht der Bundesregierung. Eine persönliche Analyse
Author
Elke Schallmey (Author)
Publication Year
2016
Pages
26
Catalog Number
V365698
ISBN (eBook)
9783668449824
ISBN (Book)
9783668449831
Language
German
Tags
Der 4. Tragfähigkeitsbericht der Bundesregierung Agenda 2010 Hartz IV Dritter Weg Alternde Bevölkerung Demografischer Wandel Alterspyramide Globalisierung Digitalisierung Arbeitsmarkt Bevölkerungspyramide Öffentliche Finanzen Flüchtlingskrise Überbevölkerung der Erde EU-Afrika-Gipfel G 20 Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen Tragfähigkeitsberichte Bundesamt für Migration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elke Schallmey (Author), 2016, Der 4. Tragfähigkeitsbericht der Bundesregierung. Eine persönliche Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/365698
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