Diese Arbeit geht der Frage nach, welche Auswirkungen die verschiedenen Grundlagen der Macht haben, wenn sie genutzt werden, um Macht über eine andere Person auszuüben. Die Arbeit beginnt mit einem kurzen Abschnitt über die Definition des Begriffs der Macht. Im darauffolgenden Kapitel geht es um die verschiedenen Machtgrundlagen, auch Machtbasen genannt. Dabei wird zunächst die Machtbasentheorie von French und Raven vorgestellt und kritisch betrachtet, bevor in der weiteren Literatur nach Machtbasen gesucht wird, die über diese Theorie hinausgehen.
Anschließend werden dann die Auswirkungen der gefundenen Machtbasen untersucht. Dabei wird sowohl die Effektivität der Machtbasen beschrieben als auch auf die psychischen Auswirkungen eingegangen, die die Machtausübung auf den Machtunterlegenen hat.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Machtdefinition
3 Die Grundlagen der Macht - Machtbasentheorien
3.1 Machtbasentheorie von French und Raven
3.1.1 Die sechs Machtbasen
3.1.2 Kritische Auseinandersetzung
3.2 Weitere Machtbasen
4 Auswirkungen des Einsatzes von verschiedenen Machtgrundlagen
4.1 Effektivität der verschiedenen Machtgrundlagen
4.2 Auswirkung der Machtgrundlagen auf die Psyche des Machtunterlegenen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, welche Auswirkungen die verschiedenen Grundlagen der Macht haben, wenn sie genutzt werden, um Macht über eine andere Person auszuüben. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation der Machtbasen sowie deren Effektivität und psychologischen Konsequenzen für den Machtunterlegenen.
- Grundlagen und Definitionen des Machtbegriffs in der Soziologie
- Analyse der Machtbasentheorie nach French und Raven
- Kritische Reflexion der Machtbasen und deren theoretische Einordnung
- Untersuchung der Effektivität verschiedener Machtgrundlagen
- Psychologische Auswirkungen von Machtausübung auf den Beeinflussten
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Die sechs Machtbasen
French und Raven benannten 1959 fünf Machtbasen, 1965 wurde von Raven noch eine weitere ergänzt. Diese sechs sollen in diesem Abschnitt erläutert werden.
Macht durch Belohnung: Die erste hier vorgestellte Machtbasis ist die Belohnung. Sie stützt sich auf die Fähigkeit, jemanden in eine Situation zu versetzen, die von ihm als positiv empfunden wird oder eine negative Situation für ihn aufzuheben. Dabei hängt es von der Einschätzung von B ab, ob A die Belohnung tatsächlich umsetzen kann, ob die Machtausübung erfolgreich ist. 1992 hat Raven diese Machtbasis nochmal aufgeteilt: Für ihn kann man noch unterscheiden in unpersönliche und persönliche Belohnungsmacht, denn Belohnungen können natürlich materieller Natur sein – also z. B. Geld, Süßigkeiten, Technik -, aber mindestens genauso gut funktioniert (bei Menschen die man mag) Zuneigung als starke Belohnung. Psychologisch gesehen ist die Belohnungsmacht als Verstärkung zu sehen; außerdem ist Belohnung eine sehr wertvolle Machtbasis, da sie knapp ist: materielle Belohnungen sind begrenzt und persönliche Belohnungen können nur bei wenigen Personen angewendet werden.
Macht durch Bestrafung: Die Machtgrundlage der Bestrafung ist sehr eng verknüpft mit der Belohnung – zum einen ist sie das genaue Gegenteil, zum anderen (wie später noch zu sehen sein wird) ist die Abgrenzung zwischen Belohnung und Bestrafung nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick wirkt. Macht durch Bestrafung stützt sich auf die Furcht von B vor negativen Folgen, die A bewirken kann, und sie ist vermutlich eine der am häufigsten eingesetzten Machtgrundlagen. Psychologisch gesehen baut die Bestrafungsmacht darauf, dass B die Bestrafung schlimmer empfindet als das von ihm geforderte Verhalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das intuitive Machtverständnis ein, skizziert die Problematik unterschiedlicher Machtausübung und erläutert den Aufbau sowie die Zielsetzung der Hausarbeit.
2 Machtdefinition: In diesem Kapitel wird der Machtbegriff theoretisch hergeleitet und definiert, wobei insbesondere auf die Definition von Max Weber und die Asymmetrie sozialer Prozesse eingegangen wird.
3 Die Grundlagen der Macht - Machtbasentheorien: Dieses Kapitel widmet sich der Identifikation von Ressourcen, die Macht verleihen, mit einem Schwerpunkt auf der Typologie von French und Raven sowie einer kritischen Analyse und ergänzenden Theorien.
4 Auswirkungen des Einsatzes von verschiedenen Machtgrundlagen: Hier wird untersucht, wie effektiv verschiedene Machtbasen sind und welche psychologischen Auswirkungen ihre Anwendung auf den Machtunterlegenen hat.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Effektivität und den psychologischen Auswirkungen der Machtbasen zusammen und beantwortet die in der Einleitung formulierte Fragestellung.
Schlüsselwörter
Macht, Machtbasen, French und Raven, Machtgrundlagen, Belohnungsmacht, Bestrafungsmacht, Expertenmacht, Identifikationsmacht, Informationsmacht, Legitimität, Machtausübung, Psychologie, Effektivität, Sozialer Prozess, Einfluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen von Macht und den Konsequenzen, die sich aus dem Einsatz verschiedener Machtgrundlagen (Machtbasen) für den Machtunterlegenen ergeben.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themenfelder umfassen die soziologische Machtdefinition, die Machtbasentheorie nach French und Raven sowie die Analyse von Effektivität und psychologischen Wirkungen der Machtausübung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich existierende Machtgrundlagen auswirken – sowohl im Hinblick auf die intendierte Wirkung (Effektivität) als auch auf die psychologische Wirkung beim Machtunterlegenen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und einem Vergleich bestehender Machtbasentheorien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Macht, die detaillierte Vorstellung und kritische Auseinandersetzung mit Machtbasentheorien sowie die Untersuchung der Effektivität und psychologischen Folgen des Machteinsatzes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Machtbasen, French und Raven, Effektivität, psychologische Auswirkungen und Machtdefinition charakterisiert.
Warum ist die Abgrenzung zwischen Belohnung und Bestrafung laut Autor relevant?
Die Abgrenzung ist laut Autor deshalb relevant, weil sie im subjektiven Unterbewusstsein des Machtunterlegenen verankert ist und maßgeblich darüber entscheidet, ob das Machtverhältnis zu Stress führt oder die Attraktivität des Machthabers steigert.
Was zeichnet die Identifikationsmacht im Vergleich zu anderen Basen besonders aus?
Identifikationsmacht basiert darauf, dass der Machtunterlegene den Machthaber als Vorbild sieht, was häufig zu einer positiven emotionalen Bindung und einer Internalisierung der Werte des Machthabers führt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2016, Die Grundlagen von Macht und deren Auswirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/359349