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Medien, Bildung und Kontemplation. Pädagogische Reflexionen über ein Vermittlungsproblem

Titel: Medien, Bildung und Kontemplation. Pädagogische Reflexionen über ein Vermittlungsproblem

Essay , 2016 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stephan Schmider (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird der ursprüngliche Medienbegriff deutlich erweitert und alles, was etwas vermittelt, wird als Medium gedeutet. Das heißt auch Sprache, Schrift und sogar Gedanken sind Medien, die etwas vermitteln möchten. Somit ist die Pädagogik eine Praxis, die mit verschiedenen Medien agieren muss.

Bei der Erziehung eines Kindes zum Beispiel mit der Sprache, in der Schule mit der Schrift oder mit den so genannten neuen Medien wie dem Computer. Sprache ist im Alltag wohl das häufigste Medium, da wir einen Großteil unserer Kommunikation hierüber steuern. Auch PädagogInnen verwenden dieses Medium gerne um „pädagogische Erfolge“ zu erzielen. So ist eine gezielte Sprachförderung oft ein Hauptargument für PädagogInnen, um große Bildungserfolge zu erreichen (vgl. z.B. das Projekt Bildung durch Sprache und Schrift am deutschen Institut für internationale pädagogische Forschung dipf.de).

Der/die DozentIn an der Universität versucht den Studierenden die neuesten Erkenntnisse der Erziehungswissenschaft mit Hilfe der Sprache zu erläutern, der/die MathelehrerIn an der Schule spricht mit den Schülern über Dezimalgleichungen und Prozentrechnen und der/die HeimerzieherIn maßregelt die Kinder mit Hilfe des Mediums Sprache. In der Moderne ist zusätzlich die Verschriftung für die breite Bevölkerung zugänglich geworden, sodass Schrift und Zahlen häufige Medien für pädagogische Prozesse geworden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.Zeichen und Pädagogik

2.1 Das Alte Testament - Exodus

2.2 Exkurs: Walter Benjamin

2.3 Das Neue Testament – Paulus Briefe an die Römer und die Angst um Gott

3. Medien und Bildung

4. Bildungsideal und Wilhelm von Humboldt

5. Kontemplation und das Schauen ins Innere

5.1 Was ist Kontemplation?

5.2 Die Praxis der Kontemplation

5.3 Bildung und Kontemplation

5.4 Kontemplation und Medium

6. Abschluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das grundlegende Problem pädagogischer Vermittlungsprozesse unter dem Aspekt der Medientheorie. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob Bildung durch Medien überhaupt vermittelbar ist oder ob das Medium das eigentlich zu Vermittelnde in seinem Kern zerstört. Dabei wird die These vertreten, dass Bildung ein nicht-medialer innerer Prozess ist und Kontemplation als medienfreie Praxis einen Ausweg aus diesem Vermittlungsdilemma bieten kann.

  • Medientheoretische Analyse von Sprache und Schrift in der Pädagogik
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Bildungsbegriff nach Wilhelm von Humboldt
  • Untersuchung von Entfremdungsprozessen durch mediale Vermittlung
  • Kontemplation als medienfreie Praktik und Bildungsmoment
  • Die Unvermittelbarkeit von Gotteserfahrung und existenzieller Bildung

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Neue Testament – Paulus´ Briefe an die Römer und die Angst um Gott

Auch im Neuen Testament finden sich pädagogische Probleme der Vermittlung bzw. das Problem des Mediums und dessen, was das Medium vermitteln möchte/soll. Paulus erläutert ein typisch pädagogisches Dilemma, wie es häufig bei praktizierenden PädagogInnen anzutreffen ist. Hierbei geht es um ein Lehrproblem, das auftritt, sobald jemand lehrt und das, was er/sie lehrt, selbst nicht ausführt:

„Wenn du dich aber Jude nennst und verlässt dich aufs Gesetz und rühmst dich Gottes und kennst seinen Willen und prüfst, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, was das Beste zu tun sei, und maßt dir an, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, weil du im Gesetz die Richtschnur der Erkenntnis und Wahrheit hast-: Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht? Du predigst, man solle nicht stehlen, und du stiehlst? Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe? Du verabscheust die Götzen und beraubst ihre Tempel? Du rühmst dich des Gesetzes und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes? Denn „euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Heiden“, wie geschrieben steht (Jesaja 52,5).“ (Römer 2, 17-25).

Es wird veranschaulicht, dass es scheinbar nicht ausreicht, vom Gesetz unterrichtet worden zu sein und dieses perfekt zu kennen. Dies zu meinen hat scheinbar schwerwiegende Folgen, wie Paulus ausdrücklich warnt. Weiter unten macht Paulus dies anhand der Beschneidung nochmal klar. Nicht derjenige ist ein wahrer Jude, der äußerlich beschnitten ist, sondern der, der „(...) die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstabe geschieht.“ vollzogen hat (Römer 2, 29). Hier wird sogar direkt vor dem Buchstabe, also vor der Verschriftlichung gewarnt und verdeutlicht, dass der Teil des „Herzens“ mitgenommen werden muss, um bei Gott anzukommen. Dieser Teil des „Herzens“ wird in der vorliegenden Arbeit im zweiten Kapitel näher betrachtet und als Bildungsmoment gedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die These, dass Pädagogik als Medienpraxis problematisch ist, da Medien das zu Vermittelnde in der Kommunikation oft zerstören.

2.Zeichen und Pädagogik: Anhand biblischer Texte und Walter Benjamins Medientheorie wird aufgezeigt, dass Medien wie Sprache und Schrift zur Entfremdung des Eigentlichen führen.

3. Medien und Bildung: Dieses Kapitel kritisiert den Versuch, Bildung durch mediale Vermittlung oder Bildungsdogmen mechanisch erzwingen zu wollen, was zu Halbbildung führt.

4. Bildungsideal und Wilhelm von Humboldt: Humboldts Konzept der Bildung als innerer Prozess wird vorgestellt, um die These zu stützen, dass Bildung nicht vermittelbar, sondern nur durch Erfahrung möglich ist.

5. Kontemplation und das Schauen ins Innere: Kontemplation wird als medienfreie, mystische Praxis definiert, die den Menschen zum eigentlichen Kern seiner Existenz zurückführt.

6. Abschluss: Das Fazit fasst die Problematik der pädagogischen Vermittlung zusammen und positioniert die Kontemplation als notwendiges, nicht-mediales Korrektiv.

Schlüsselwörter

Medien, Pädagogik, Vermittlungsproblem, Bildung, Wilhelm von Humboldt, Kontemplation, Stille, Zeichen, Erfahrung, Entfremdung, Halbbildung, Mystik, Medientheorie, Gotteserfahrung, Innenwelt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die medienkritische Problematik der pädagogischen Vermittlung und stellt die These auf, dass Medien das, was sie eigentlich vermitteln wollen, in diesem Prozess zerstören.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die Medientheorie, die Philosophie der Bildung nach Humboldt, biblische Hermeneutik und die spirituelle Praxis der Kontemplation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Grenzen medialer Vermittlung in der Pädagogik aufzuzeigen und zu ergründen, wie Bildung jenseits von rationalen Medien als Erfahrung stattfinden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medientheoretische und hermeneutische Untersuchung, die Textstellen aus der Bibel und von Philosophen wie Adorno, Benjamin und Humboldt kritisch analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Zeichenproblematik in religiösen Texten, eine Kritik der medialen Bildungsvermittlung und die Darlegung der Kontemplation als medienfreie Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medien, Bildung, Vermittlungsproblem, Kontemplation und innere Erfahrung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Humboldts Bildungsbegriff von modernen pädagogischen Ansätzen?

Humboldt versteht Bildung als individuellen Prozess aus Selbstzweck, während moderne Ansätze oft auf Wissensvermittlung und Zielerreichung abzielen, was die Arbeit kritisiert.

Warum wird Kontemplation als „medienfrei“ bezeichnet?

Kontemplation fokussiert auf das unmittelbare Hier und Jetzt, ohne den Umweg über Symbole, Sprache oder Zielsetzungen, die in der Arbeit als mediale Strukturen identifiziert werden.

Welche Rolle spielt die biblische Erzählung über Mose für das Argument der Arbeit?

Die Geschichte des Mose dient als Beispiel dafür, wie selbst ein „göttliches“ Zeichen durch die Unzulänglichkeit von Sprache und Medium als Vermittlungsinstanz entfremdet werden kann.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medien, Bildung und Kontemplation. Pädagogische Reflexionen über ein Vermittlungsproblem
Hochschule
Universität Trier
Note
1,3
Autor
Stephan Schmider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V359295
ISBN (eBook)
9783668442115
ISBN (Buch)
9783668442122
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien Medium Pädagogik Bibel Zen Kontemplation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Schmider (Autor:in), 2016, Medien, Bildung und Kontemplation. Pädagogische Reflexionen über ein Vermittlungsproblem, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/359295
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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