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Der technisch bedingte Strukturwandel der Öffentlichkeit und Habermas' Konzept des Publikums aus dem "Strukturwandel der Öffentlichkeit"

Title: Der technisch bedingte Strukturwandel der Öffentlichkeit und Habermas' Konzept des Publikums aus dem "Strukturwandel der Öffentlichkeit"

Term Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Luise von Finckh (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions

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Im Internet kann Content, ob wahr oder falsch, produziert und unter den Massen verbreitet werden. Die Öffentlichkeit, welche im 21. Jahrhundert maßgebend vom Austausch im Netz geprägt ist, hat zwar dadurch neue Chancen, ist aber auch Bedrohungen ausgesetzt. Im Folgenden soll anhand von Russlands Desinformationskampagnen analysiert werden, wie sich die Öffentlichkeit gewandelt hat. Hierfür soll Habermas’ Öffentlichkeitskonzept aus "Strukturwandel der Öffentlichkeit" (1962) die Grundlage der Analyse bieten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Habermas’ Theorie der Öffentlichkeit

3. Strukturelle Veränderungen der Öffentlichkeit im 21. Jahrhundert

3.1. Ebenbürtigkeit vs. Machtasymmetrie

3.2. Diskussion und Problematisierung vom „Allgemeinen“ vs. Manipulation

3.3. Unabgeschlossenheit des Publikums vs. Kontrolle und Fragmentierung

4. Hybridwarfare

5. Limitation der Untersuchung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den durch technologischen Fortschritt induzierten Wandel der Öffentlichkeit im 21. Jahrhundert, wobei insbesondere die Rolle von Desinformationskampagnen analysiert wird. Basierend auf Jürgen Habermas’ Öffentlichkeitskonzept wird erörtert, wie staatliche Akteure wie Russland moderne Kommunikationsstrukturen nutzen, um mediale Manipulation zu betreiben und politische Ziele zu verfolgen.

  • Analyse der Transformation der Öffentlichkeit unter dem Einfluss digitaler Leitmedien
  • Anwendung der Habermaschen Kriterien auf moderne, internetgestützte Diskurse
  • Untersuchung von Machtasymmetrien und Informationskontrolle durch Algorithmen
  • Dekonstruktion von Desinformationsstrategien im Kontext von "Hybrid Warfare"

Auszug aus dem Buch

3.1. Ebenbürtigkeit vs. Machtasymmetrie

Mit dem Kriterium der Ebenbürtigkeit beschreibt Habermas die Egalität im Publikum. Für die Kommunikation im Publikum fordert er einen gesellschaftlichen Verkehr, der nicht etwa die Gleichheit des Status voraussetzt, sondern von diesem überhaupt absieht (vgl. Habermas, 1971: 52). Hierbei sollen wirtschaftliche Abhängigkeiten keine Rolle spielen, die Gesetze des Marktes ebenso wie die Gesetze des Staates unwirksam sein (vgl. ebd.: 52).

Eigentlich müssten die aktuellen Entwicklungen, die Möglichkeiten, die das Internet zur Kommunikation bietet, genau dieses Kriterium gewährleisten. „Nie zuvor hat ein Medium die breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der öffentlichen Kommunikation so leicht gemacht“, behauptet Christoph Neuberger, Professor für Kommunikationswissenschaft in München (Neuberger & Wendelin, 2012). Doch diese neue Egalität ist fragwürdig. Der Internet-Vordenker Jaron Lanier spricht von einer Machtasymmetrie, die sich mit dem Internet erst auf den zweiten Blick identifizieren lässt. Die erste Entwicklung, die sich im Internet beobachten lässt, entspricht dem was auch Neuberger konstatiert. Computernetzwerke ermöglichen dem Einzelnen Zugang zu Kommunikation und Information und stürzen so zentralisierte Macht (vgl. Lanier, 2014:19 ). Der Einzelne erhält dabei Macht durch zunehmendes Wissen und Beteiligung. Diese positive Entwicklung zeigt sich auch am arabischen Frühling, in den das Medium Internet zum Mittel der Selbstermächtigung wurde (vgl. El Difraoui, 2011). Auf der anderen Seite zeigt sich aber die Entwicklung, dass Macht zentralisiert wird aus rein strukturellen Gegebenheiten des Kapitalismus. „Wenn dieselben Leute aber über ein Computernetzwerk verfügen, dann steht von vornherein fest, dass derjenige der den leistungsstärksten Computer hat, auch die Informationshoheit erlangen wird.“ (vgl. Lanier, 2014: 20).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet aktuelle Desinformationskampagnen, insbesondere am Beispiel des "Falls Lisa", und führt in die Fragestellung ein, wie das Internet die Habermasche Öffentlichkeit verändert.

2. Habermas’ Theorie der Öffentlichkeit: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der bürgerlichen Öffentlichkeit und die zentralen Kriterien der Ebenbürtigkeit, Diskussion des Allgemeinen sowie die Unabgeschlossenheit des Publikums.

3. Strukturelle Veränderungen der Öffentlichkeit im 21. Jahrhundert: Es wird analysiert, wie technische Rahmenbedingungen und das Internet die ursprünglichen Kriterien der Öffentlichkeit durch Machtasymmetrien, Ökonomisierung und Filterblasen herausfordern.

3.1. Ebenbürtigkeit vs. Machtasymmetrie: Hier wird diskutiert, wie trotz der scheinbaren Demokratisierung der Kommunikation durch das Internet reale Machtkonzentrationen bei Akteuren mit hoher Rechenkapazität und Marktmacht entstehen.

3.2. Diskussion und Problematisierung vom „Allgemeinen“ vs. Manipulation: Das Kapitel befasst sich mit der Ökonomisierung des Journalismus und dem Aufmerksamkeitswettbewerb, der Öffentlichkeitsarbeit begünstigt und gezielte Manipulation ermöglicht.

3.3. Unabgeschlossenheit des Publikums vs. Kontrolle und Fragmentierung: Es wird verdeutlicht, wie durch Algorithmen und "Filterblasen" eine Fragmentierung stattfindet, die den diskursiven Austausch mit der allgemeinen Öffentlichkeit einschränkt.

4. Hybridwarfare: Der Abschnitt verbindet die theoretischen Analysen mit dem Phänomen der hybriden Kriegsführung, in der Desinformation als militärische Strategie eingesetzt wird.

5. Limitation der Untersuchung: Dieses Kapitel reflektiert die methodische Herangehensweise und räumt ein, dass das Habermas-Modell aufgrund seiner historischen Gebundenheit nicht universell anwendbar ist.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die moderne Öffentlichkeit durch digitale Filter und Machtungleichgewichte anfällig für staatliche Desinformationskampagnen ist.

Schlüsselwörter

Öffentlichkeit, Jürgen Habermas, Medienwandel, Digitalisierung, Desinformation, Propaganda, Hybrid Warfare, Internet, Machtasymmetrie, Filterblase, Meinungsbildung, Journalismus, Aufmerksamkeitsökonomie, Fragmentierung, Partizipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Öffentlichkeit im 21. Jahrhundert durch den technischen Wandel verändert hat und welche Konsequenzen dies für die Verbreitung von Desinformationen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Strukturwandel der Öffentlichkeit, digitale Machtstrukturen, die Rolle von sozialen Medien und die Strategien der hybriden Kriegsführung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu ergründen, wie Staaten wie Russland moderne Kommunikationsmittel nutzen, um gezielte Desinformation in die Öffentlichkeit zu bringen und diese zu manipulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine qualitativ literaturbasierte Methode, indem sie das theoretische Konstrukt von Jürgen Habermas auf die aktuelle digitale Realität anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Ebenbürtigkeit, Diskussion des Allgemeinen und der Unabgeschlossenheit des Publikums unter dem Einfluss von Internet und modernen Computernetzwerken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Öffentlichkeit, Desinformation, Hybrid Warfare, Machtasymmetrie und Filterblase charakterisiert.

Was unterscheidet "Hybrid Warfare" von klassischen Cyber-Attacken?

Im Gegensatz zu reinen Cyber-Angriffen agiert "Hybrid Warfare" subtiler, indem es Information als Waffe nutzt, um das Vertrauen des Publikums zu untergraben und öffentliche Meinungsbildungsprozesse zu beeinflussen.

Inwiefern beeinflussen Algorithmen die "Unabgeschlossenheit des Publikums"?

Algorithmen führen zur Bildung sogenannter Filterblasen, die den Nutzer in einer "persönlichen Öffentlichkeit" gefangen halten und so die eigentlich geforderte offene Diskursfähigkeit einschränken.

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Details

Title
Der technisch bedingte Strukturwandel der Öffentlichkeit und Habermas' Konzept des Publikums aus dem "Strukturwandel der Öffentlichkeit"
College
Zeppelin University Friedrichshafen
Course
Medienwandel & Digitalisierung
Grade
1,3
Author
Luise von Finckh (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V359197
ISBN (eBook)
9783668440258
ISBN (Book)
9783668440265
Language
German
Tags
Habermas Öffentlichkeit2.0 Öffentlichkeitsprinzip
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luise von Finckh (Author), 2016, Der technisch bedingte Strukturwandel der Öffentlichkeit und Habermas' Konzept des Publikums aus dem "Strukturwandel der Öffentlichkeit", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/359197
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