Die Hausarbeit betrachtet die Durchführung einer Schülerfirma im Rahmen des Politik- und Wirtschaftsunterrichts aus didaktischer Perspektive. Dafür wird zunächst die Handlungsorientierung als grundlegendes Konzept des Unterrichts beschrieben um danach die Schülerfirma ausführlich als eine handlungsorientierte Methode untersuchen zu können. Dabei wird insbesondere auf den Ablauf, die Ziele sowie die Vor- und Nachteile eingegangen. Zum Abschluss wird noch ein Rahmenprogramm vorgestellt, in dessen Rahmen die Durchführung einer Schülerfirma einfach möglich ist: Das JUNIOR-Projekt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Handlungsorientierung im PoWi-Unterricht
2.1 Definition
2.2 Wieso Handlungsorientierung?
2.3 Kritik
2.4 Zwischenfazit
3 Die Schülerfirma
3.1 Definition
3.2 Erste Einordnung der praktischen Umsetzungsmöglichkeiten
3.3 Ablauf
3.4 Didaktische Überlegungen
3.4.1 Ziele
3.4.2 Flexibilität
3.4.3 Gründe für Schülerfirmen
3.4.4 Kritik am Konzept
4 Das JUNIOR-Programm
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen, das Konzept der Schülerfirma als handlungsorientierte Makromethode effektiv in den Politik- und Wirtschaftsunterricht an allgemeinbildenden Gymnasien zu integrieren.
- Grundlagen und Didaktik der Handlungsorientierung
- Konzept und Phasen einer Schülerfirma
- Didaktische Potenziale und Herausforderungen (Kompetenzerwerb vs. Zeitaufwand)
- Strukturelle Unterstützung durch das JUNIOR-Programm
- Praxisnahe Implementierungsmodelle für den gymnasialen Unterricht
Auszug aus dem Buch
3.3 Ablauf
Nun wurde viel darüber geschrieben, was unter einer Schülerfirma zu verstehen ist und wie variabel sie ist – im Folgenden soll eine Übersicht zum praktischen Ablauf einer Schülerfirma gegeben werden. Natürlich gibt es auch hier nicht ein festes Konzept, das verfolgt werden muss, daher wurde versucht, in diesem Kapitel Ansichten von verschiedenen Autoren zusammenzufügen und so eine gute und umfassende grundlegende Ablaufgestaltung wiederzugeben.
Der grobe Ablauf folgt dabei dem ‚Prinzip des vollständigen Handlungsablaufes‘: planen, durchführen, kontrollieren. Nach Gudjons braucht ein handlungsorientierter Unterricht dieses Prinzip, damit den Schülern Wissen und Kompetenzen vermittelt werden.25
Dieser Ablauf ist auch bei Webers Einteilung ersichtlich, die den Prozess der Schülerfirma in fünf Phasen untergliedert:
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Unterrepräsentanz von Schülerfirmen an Gymnasien und setzt das Ziel, das Konzept als handlungsorientierte Methode im PoWi-Unterricht zu etablieren.
2 Handlungsorientierung im PoWi-Unterricht: Dieses Kapitel definiert handlungsorientierten Unterricht, erläutert dessen Begründung durch fachdidaktische Ansätze und kritisiert die Kluft zwischen didaktischer Theorie und schulischer Praxis.
3 Die Schülerfirma: Hier wird das Konzept der Schülerfirma definiert, deren variabler Ablauf in fünf Phasen unterteilt und kritisch hinsichtlich didaktischer Ziele und praktischer Herausforderungen analysiert.
4 Das JUNIOR-Programm: Dieses Kapitel stellt das JUNIOR-Programm als unterstützenden organisatorischen Rahmen vor, der die Gründung und Durchführung von Schülerfirmen durch Strukturvorgaben vereinfacht.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und schlägt ein Modell vor, wie Schülerfirmen trotz lehrplanmäßiger Zwänge sinnvoll und motivierend in den PoWi-Unterricht an Gymnasien eingebunden werden können.
Schlüsselwörter
Schülerfirma, Politik und Wirtschaft, PoWi, Handlungsorientierung, Ökonomische Bildung, JUNIOR-Programm, Didaktik, Entrepreneurship Education, Kompetenzerwerb, Makromethode, Gymnasien, Wirtschaftsprojekte, Handlungskompetenz, Unternehmensgründung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Einbindung der Methode "Schülerfirma" in den Politik- und Wirtschaftsunterricht an allgemeinbildenden Gymnasien unter Berücksichtigung didaktischer Prinzipien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Handlungsorientierung, die organisatorischen Phasen von Schülerfirmen, didaktische Zielsetzungen sowie die Unterstützung durch das JUNIOR-Programm.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Konzept Schülerfirma als Makromethode ökonomischen Lernens erfolgreich in den Unterricht an Gymnasien integriert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische didaktische Konzepte mit praktischen Modellen der Schülerfirma und des JUNIOR-Programms verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Handlungsorientierung, die Phasen (Planung, Gründung, Geschäft, Auswertung, Reflexion) der Schülerfirma sowie deren Chancen und Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Schülerfirma, Handlungsorientierung, Ökonomische Bildung, Kompetenzerwerb und Entrepreneurship Education.
Warum schneiden Gymnasien laut der Explorationsstudie bei Schülerfirmen schlecht ab?
Es fehlt laut der Untersuchung an einer inhaltlichen Anbindung an die traditionellen Schulfächer am Gymnasium im Vergleich zu berufsbildenden Schulen.
Was ist der Vorteil des JUNIOR-Programms gegenüber einer eigenständigen Gründung?
JUNIOR bietet einen vorgegebenen organisatorischen Rahmen, der Aspekte wie Rechtsform, Versicherungsschutz und Startkapital standardisiert und somit den Aufwand für Lehrkräfte und Schüler reduziert.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2015, Das Didaktikkonzept "Schülerfirma" als handlungsorientierte Methode. Ihre Einsatzmöglichkeiten im Fach Politik und Wirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/359153