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Mehrsprachigkeit bei Kindern. Chancen und Herausforderungen für Bildungseinrichtungen

Mit besonderem Bezug auf das Verfahren zur Sprachstandserhebung HAVAS 5

Titel: Mehrsprachigkeit bei Kindern. Chancen und Herausforderungen für Bildungseinrichtungen

Studienarbeit , 2013 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Larissa Sarand (Autor:in)

Didaktik - Germanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein nützliches Instrument, um die Sprachwelt von Kindern zu erforschen ist die Sprachstandsdiagnose, mit der sich diese Arbeit auseinandersetzen wird. Die Anforderungen an Diagnoseverfahren sind hoch. Ein besonders wichtiger Aspekt ist hierbei die Berücksichtigung und der Einbezug von Mehrsprachigkeit in den Ergebnissen. Bereits hier aber stellt sich die Frage: Wann kann bei einem Kind von Mehrsprachigkeit gesprochen werden? Und wie kann ermittelt werden, welche Sprache als Erst- und welche als Zweitsprache angesehen werden muss? Mit eben diesen Fragen setzt sich Kapitel 2 dieser Arbeit auseinander.

Sprachförderung wird von Ländern und Kommunen häufig nur dann finanziert, wenn Ergebnisse aus Sprachstandsdiagnosen dies unabdingbar machen. Außerdem beginnt die finanzielle Unterstützung von sprachlichen Fördermaßnahmen oft erst ab dem dritten Lebensjahr und hängt auch von einem Mindestprozentsatz an Kindern nicht-deutscher Herkunft ab. Eine fundierte Diagnose über Entwicklungsrückstände und Fördermaßnahmen obliegt hierbei Ärzt/innen und Logopäd/innen – nichts desto trotz müssen Defizite bereits vorher von Erzieher/innen und Lehrer/innen erkannt werden.

Der Umgang mit sprachlichen Defiziten ist an Schulen in aller Welt heterogen. Kapitel 3 setzt sich mit Forderungen bezüglich des Umgangs mit Mehrsprachigkeit im Unterricht und den aktuellen Problemen mit
Mehrsprachigkeit an deutschen Schulen auseinander. Es zeigt auf, dass in Kanada bereits ein Weg gefunden wurde mit den Herausforderungen, die Mehrsprachigkeit im Unterricht mit sich bringt, für alle Beteiligten
zufriedenstellend umzugehen. Wenn Verfahren zur Sprachstandsdiagnose nachhaltig von Nutzen sein sollen, müssen klare Ansprüche an sie formuliert werden. Darum bemüht sich Kapitel 3. Welche Entscheidungshilfen für oder gegen sprachlichen Förderbedarf es gibt, wird in Kapitel 3.1 dargelegt.

Kapitel 4 widmet sich dem Diagnoseverfahren HAVAS 5. Die besonderen Merkmale und der positive Nutzen, den es mit sich bringt, werden aufgezeigt. Anschließend wird das Verfahren genauer erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache – ein Abgrenzungsproblem

3. Der Umgang mit Zwei- und Mehrsprachigkeit im Unterricht

4. Leitgedanken der Sprachstandsdiagnostik

4.1 Entscheidungshilfen für oder gegen sprachliche Fördermaßnahmen bei Mehrsprachigkeit

5. HAVAS 5 – Das Hamburger Verfahren zur Analyse des Sprachstands bei Fünfjährigen

5.1 Entstehung

5.2 Reich und Roth über Sprachstand

5.3 HAVAS 5: Die Durchführung

5.4 HAVAS 5: Die Auswertung

5.5 HAVAS 5: Perspektiven

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Mehrsprachigkeit bei Kindern in Bildungseinrichtungen mit einem besonderen Fokus auf das Diagnoseinstrument HAVAS 5. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie eine fundierte Sprachstandserhebung bei mehrsprachigen Kindern gelingen kann, um individuellen Förderbedarf frühzeitig und adäquat zu identifizieren.

  • Grundlagen und Abgrenzung von Erst-, Zweit- und Fremdsprache
  • Umgang mit Mehrsprachigkeit im schulischen Unterricht
  • Theoretische Leitgedanken moderner Sprachstandsdiagnostik
  • Detaillierte Analyse des Verfahrens HAVAS 5 (Durchführung und Auswertung)
  • Perspektiven für zukünftige Diagnoseverfahren und Förderkonzepte

Auszug aus dem Buch

5.3 Durchführung von HAVAS 5

HAVAS 5 bedient sich der Profilanalyse, zeichnet also sprachliche Aussagen auf und wertet diese im Nachhinein aus. Um freies und unverstelltes Sprechen für die Jungen und Mädchen zu begünstigen, sollte für eine natürliche Aufnahmesituation Sorge getragen werden. Aufgezeichnet wird die Nacherzählung folgender kurzen Bildergeschichte:

Die Kinder sehen einen singenden, auf einer Mauer sitzenden Vogel, den eine Katze zu erhaschen versucht. Der Vogel flüchtet zunächst in einen Baum – die Katze folgt ihm. Schließlich landet der Vogel wieder auf der Mauer, wo er, sicher vor dem Vierbeiner, weiter sein Lied singt.

Nun sollen die Kinder ihren Lehrer/innen oder Erzieher/innen in einem zeitlichen Rahmen von fünf bis zehn Minuten erzählen, was sie den Bildern entnommen haben. Der/die Interviewer/in darf das Gespräch zwar unterstützen und anregen, aber nicht beeinflussen. Gestartet wird das Gespräch von der interviewenden Person mit Fragen wie Was ist hier los? Oder Was passiert hier? Das Kind soll ausreichend Zeit für seine Antwort bekommen. Gerät es ins Stocken, kann es durch Fragen wie Siehst du sonst noch etwas? Oder Kannst du das noch genauer sagen? Zum Weitersprechen angeregt werden.

Dies darf in Maßen auch durch wertende Kommentare wie genau, richtig oder dem Erteilen von Lob erfolgen. Es gibt die Möglichkeit, dies vor Durchführung des Interviews in einem Kommunikationstraining zu üben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Sprache als „Grenze der Welt“ und führt in die Notwendigkeit von Sprachstandsdiagnosen sowie die Problematik der Mehrsprachigkeit ein.

2. Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache – ein Abgrenzungsproblem: Dieses Kapitel erörtert die begriffliche Unschärfe bei der Definition von Sprachbezeichnungen und die Schwierigkeit der Differenzierung bei Kindern, die mit mehreren Sprachen aufwachsen.

3. Der Umgang mit Zwei- und Mehrsprachigkeit im Unterricht: Es werden Probleme und Vorbehalte in deutschen Schulen analysiert und mit erfolgreichen internationalen Konzepten wie dem Immersionsunterricht verglichen.

4. Leitgedanken der Sprachstandsdiagnostik: Die Anforderungen an Diagnoseverfahren werden definiert, wobei der Fokus darauf liegt, dass Diagnostik nicht der Selektion, sondern der individuellen Förderung dienen soll.

4.1 Entscheidungshilfen für oder gegen sprachliche Fördermaßnahmen bei Mehrsprachigkeit: Hier werden vier Aspekte aufgeführt, die bei der Identifikation von Förderbedarf helfen, wie die Unterscheidung zwischen Sprach- und Entwicklungsstörungen sowie die Berücksichtigung von Erwerbstypen.

5. HAVAS 5 – Das Hamburger Verfahren zur Analyse des Sprachstands bei Fünfjährigen: Das Kapitel stellt das Diagnoseinstrument vor, das den kindlichen Sprachgebrauch als Bezugsgröße nutzt.

5.1 Entstehung: Ein kurzer Abriss zur Entwicklung des HAVAS 5 Verfahrens im Auftrag der Hamburger Behörde für Bildung und Sport.

5.2 Reich und Roth über Sprachstand: Es wird das theoretische Modell von Reich und Roth präsentiert, welches den Sprachstand als „Momentaufnahme“ eines komplexen Aneignungsprozesses begreift.

5.3 HAVAS 5: Die Durchführung: Detaillierte Beschreibung der Anwendung des Verfahrens durch eine Nacherzählung anhand einer Bildergeschichte.

5.4 HAVAS 5: Die Auswertung: Erläuterung der Kriterien, nach denen verbale Wortstellung, Verbmorphologie und andere Kompetenzen bewertet werden.

5.5 HAVAS 5: Perspektiven: Diskussion über die zukünftige Anpassung des Verfahrens an weitere Sprachen und die Nutzung technischer Hilfsmittel bei der Auswertung.

6. Fazit: Abschließende Reflexion über die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und das Potenzial, aber auch die finanziellen Grenzen bei der Umsetzung individueller Fördermaßnahmen im Schulalltag.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Sprachstandsdiagnose, HAVAS 5, Erstsprache, Zweitsprache, Förderdiagnose, Bildungseinrichtungen, Sprachförderung, Immersionsunterricht, Profilanalyse, Sprachkompetenz, Schulerfolg, Sprachstandserhebung, Kindheit, Unterrichtsentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, die sprachlichen Fähigkeiten von mehrsprachigen Kindern in Bildungseinrichtungen präzise zu erfassen, um eine gezielte Förderung zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit deckt die Definition von Sprache, die schulischen Rahmenbedingungen für Mehrsprachigkeit, die theoretischen Grundlagen der Diagnose und die praktische Anwendung des Instruments HAVAS 5 ab.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie das Verfahren HAVAS 5 als Instrument für die Förderdiagnose genutzt werden kann, um den individuellen Entwicklungsstand von Kindern unabhängig von ihrer Herkunftssprache zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und das Diagnoseverfahren HAVAS 5 anhand von Fachliteratur systematisch beschreibt und reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Auseinandersetzung mit Sprachbegriffen, eine Analyse der schulischen Herausforderungen und eine detaillierte Vorstellung des Diagnoseverfahrens HAVAS 5 inklusive dessen Entstehung, Durchführung und Auswertung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch die Begriffe Mehrsprachigkeit, Sprachstandsdiagnose, Förderplanung und das Hamburger Verfahren (HAVAS 5) geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Erst- und Zweitsprache laut Autorin problematisch?

Da Kinder oft mit zwei Erstsprachen gleichzeitig aufwachsen oder der Erwerb fließend ineinander übergeht, lassen sich die Sprachkompetenzen in der Praxis schwer trennscharf voneinander abgrenzen.

Welche Rolle spielen technische Hilfsmittel bei der Zukunft des HAVAS 5 Verfahrens?

Technische Hilfsmittel und Computerprogramme sollen künftig die zeitintensive Auswertung der Grammatikmuster übernehmen, um die pädagogischen Fachkräfte zu entlasten.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mehrsprachigkeit bei Kindern. Chancen und Herausforderungen für Bildungseinrichtungen
Untertitel
Mit besonderem Bezug auf das Verfahren zur Sprachstandserhebung HAVAS 5
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Germanisitk)
Note
1,7
Autor
Larissa Sarand (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V357322
ISBN (eBook)
9783668429154
ISBN (Buch)
9783668429161
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachstand Diagnoseverfahren Mehrsprachigkeit DaF DaZ
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Larissa Sarand (Autor:in), 2013, Mehrsprachigkeit bei Kindern. Chancen und Herausforderungen für Bildungseinrichtungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/357322
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Leseprobe aus  19  Seiten
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