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Die Dichotomie von Gut und Böse in David Lynchs "Blue Velvet"

Title: Die Dichotomie von Gut und Böse in David Lynchs "Blue Velvet"

Term Paper , 2012 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Movies and Television

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll David Lynchs Film "Blue Velvet" anhand der Gesichtspunkte von Gut und Böse betrachtet werden. Dafür wird zunächst nach einer griffigen Definition des Bösen gesucht, anhand derer der Film mit besonderem Augenmerk auf die beiden Hauptprotagonisten analysiert wird.

"Blue Velvet" erschien 1986 und spaltete die Gemüter des Publikums. Dabei handelt es sich bei "Blue Velvet" schon selbst um einen Film der zwei Welten. Lynch kreiert in seinem Film eine amerikanische Kleinstadtfassade ohne Makel, aber auch eine Seite voll Schmutz und Mysterien, deren Grenzen nach und nach verschwimmen. Mit Blue Velvet bricht Lynch mit den klassischen Hollywoodcharakteren des Helden und des Bösewichts und schafft stattdessen komplexe Charaktere, welche nicht nach einem klaren Schwarzweißmuster kategorisiert werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Bösen

3. Lumberton: Paradies und Hölle

4. Jeffrey und Frank – Gegensatz und Spiegelbild

5. Schluss

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht David Lynchs Film "Blue Velvet" (1986) unter der Fragestellung, wie die klassische Dichotomie von Gut und Böse in der Filmhandlung aufgehoben bzw. transgrediert wird. Dabei wird analysiert, inwiefern die Hauptprotagonisten komplexe, ambivalente Charaktere darstellen, die statt einer schwarz-weißen Rollenverteilung individuelle Mischformen aus biophilen und nekrophilen Tendenzen verkörpern.

  • Philosophische und psychologische Definition des Begriffs "Böse"
  • Analyse der amerikanischen Kleinstadt Lumberton als Schauplatz der Gegenüberstellung von Ordnung und Chaos
  • Untersuchung der Spiegelbild-Dynamik zwischen Jeffrey Beaumont und Frank Booth
  • Dekonstruktion des amerikanischen Kleinstadtmythos und der bürgerlichen Moralvorstellungen
  • Rolle von Identitätsspaltung und voyeuristischen Sehnsüchten im Film

Auszug aus dem Buch

4. Jeffrey und Frank – Gegensatz und Spiegelbild

Mit den beiden Protagonisten, Jeffrey und Frank, zeigt Lynch, dass es keinen dezidiert guten und bösen Charakter gibt, sondern beide Züge sich in einer ambivalenten Person vereinen. Wenngleich aber eine Seite dominiert, wie es auch Fromm in seiner Abhandlung über die Seele des Menschen feststellt. Im Folgenden soll dargestellt werden, dass Jeffrey einen stärkeren Hang zur Biophilie und Frank einen ausgeprägteren Hang zur Nekrophilie hat, in beiden aber auch die jeweils andere Seite vorhanden ist und der eine das Spiegelbild des anderen ist.

Jeffrey, der unschuldige College-Boy, kehrt in seine Heimatstadt zurück, um die Position seines Vaters einzunehmen, solange dieser im Krankenhaus liegt. Hierin liegt zum einen der Stoff für eine 'initiation story" und zum anderen der Ödipuskomplex. Bereits im Prolog kann das Windelkind, welches zum bewusstlosen Mr. Beaumont läuft als Anspielung auf Jeffrey gesehen werden, der nun erwachsen werden muss.

Das Verhalten von Jeffrey, als er das von Ameisen übersäte, abgeschnittene Ohr findet, ist analog zu dem von Eva, wenn sie die verbotene Frucht erspäht. Beide befinden sich im Paradies und werden vom Verbotenen angelockt, sie nehmen die Verbannung aus dem Garten Eden in Kauf, um mehr Wissen und Erkenntnis zu erlangen, auch wenn sie niemals wieder in die heile Welt zurückkehren können und von nun an auch immer das Böse Teil ihrer Welt sein wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenstellung von David Lynchs "Blue Velvet" ein und erläutert die Zielsetzung, den Film anhand der Kategorien Gut und Böse zu untersuchen.

2. Definition des Bösen: Das Kapitel liefert eine theoretische Grundlage zur Definition des Bösen, wobei psychologische und philosophische Konzepte, wie die von Erich Fromm, herangezogen werden.

3. Lumberton: Paradies und Hölle: Dieser Abschnitt analysiert den Schauplatz Lumberton als einen Ort, der eine oberflächliche Kleinstadtidylle mit einer darunter verborgenen, abgründigen Welt kontrastiert.

4. Jeffrey und Frank – Gegensatz und Spiegelbild: Hier werden die beiden Hauptprotagonisten als psychologische Spiegelbilder gegenübergestellt, um ihre ambivalente Natur und die Verschränkung von Gut und Böse innerhalb ihrer Identitäten zu beleuchten.

5. Schluss: Der Schluss reflektiert die im Film aufgeworfene Problematik der Dichotomie von Gut und Böse und hinterfragt, ob eine reine Welt ohne Triebe überhaupt existieren kann.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und der filmischen Referenzgrundlage.

Schlüsselwörter

Blue Velvet, David Lynch, Gut und Böse, Dichotomie, Nekrophilie, Biophilie, Lumberton, Jeffrey Beaumont, Frank Booth, Identitätsspaltung, Voyeurismus, symbolische Ordnung, moralische Ambivalenz, Filmtheorie, psychologische Filmdeutung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Film "Blue Velvet" von David Lynch und untersucht, wie die traditionelle Trennung zwischen Gut und Böse durch eine differenzierte Betrachtung der Charaktere und ihrer psychologischen Abgründe dekonstruiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die psychologische Definition des Bösen, der Kontrast zwischen Kleinstadtidylle und Schattenwelt sowie die Analyse der Charaktere als ambivalente Persönlichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Protagonisten Jeffrey und Frank keine eindimensionalen Helden oder Bösewichte sind, sondern Spiegelbilder, die sowohl gute als auch destruktive Anteile in sich tragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche und kulturtheoretische Analyse, die mit psychologischen Konzepten (insbesondere von Erich Fromm) angereichert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition des Bösen, der symbolischen Bedeutung von Lumberton als Schauplatz sowie der detaillierten Gegenüberstellung der Protagonisten Jeffrey und Frank hinsichtlich ihrer inneren Triebe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Biophilie, Nekrophilie, Identitätsspaltung, symbolische Ordnung, Voyeurismus und die Transgression von Moralvorstellungen.

Wie interpretiert der Autor die Figur des Frank Booth?

Der Autor versteht Frank als einen nekrophilen Charakter, dessen Gewalt als kompensatorisch für seine Impotenz dient, der jedoch zugleich durch seine extremen Emotionen eine eigene Form der Intensität verkörpert.

Welche Bedeutung kommt dem Motiv des Ohrs im Film zu?

Das Ohr fungiert als ein rahmendes Motiv, das den Übergang zwischen der heilen Welt und der abgründigen Schattenwelt symbolisch markiert – der Eintritt in die Dunkelheit und der Ausgang zurück in das scheinbare Paradies.

Was besagt die Schlussfolgerung über das "Böse"?

Der Schluss kommt zu dem Ergebnis, dass die Dichotomie von Gut und Böse eine menschliche Erfindung ist, die als Utopie dient, während die Realität eine ständige, oft schmerzhafte Vermischung beider Pole darstellt.

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Details

Title
Die Dichotomie von Gut und Böse in David Lynchs "Blue Velvet"
College
LMU Munich  (Theaterwissenschaft)
Course
Theater analysieren - Transgression und Emanzipation im Film
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2012
Pages
16
Catalog Number
V355979
ISBN (eBook)
9783668422179
ISBN (Book)
9783668422186
Language
German
Tags
Blue Velvet David Lynch Erich Fromm Gut und Böse Filmanalyse biophiler Charakter nekrophiler Charakter Spiegel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2012, Die Dichotomie von Gut und Böse in David Lynchs "Blue Velvet", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/355979
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