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Die Rolle der Ratingagenturen in der globalen Finanzkrise

Eine kritische Betrachtung

Titel: Die Rolle der Ratingagenturen in der globalen Finanzkrise

Projektarbeit , 2016 , 29 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Yannic Grobe (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach dem Ausbruch der US-amerikanischen Immobilienkrise im Jahr 2007 folgte eine massenhafte Bonitätsherabstufung durch Ratingagenturen von strukturierten Kreditverbriefungen auf Hypothekenkredit-Basis, welche kurze Zeit vorher noch mit Bestnoten ausgestattet waren. Durch den darauf erfolgten hohen Werteverlust dieser Wertpapiere wurde aus einer Immobilienkrise eine globale Finanzkrise.

Nach dem Beginn der Finanzkrise gab es umfangreiche Kritik von Politikern und Wirtschaftswissenschaftlern an den Ratingagenturen, welche eine schnelle Regulierung forderten, da diese für den schwerwiegenden Verlauf der Krise mitverantwortlich gemacht wurden. Doch bevor man eine Regulierung anstreben kann, muss man die Probleme kennen und die Fehler der Ratingagenturen analysieren, welche für den Ausbruch der Finanzkrise mitverantwortlich waren.

Zielsetzung der Arbeit ist die Herausstellung und Analyse der Fehler von Ratingagenturen, welche zur globalen Finanzkrise im Jahr 2008 geführt haben könnten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Ausgangslage und Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Fragestellungen

1.3. Gliederung und methodisches Vorgehen

2. Ratingagenturen

2.1. Definitionen

2.1.1. Rating

2.1.2. Ratingobjekte

2.1.3. Ratingagenturen

2.1.4. Ratingsymbole

2.2. Funktionen des Ratings für ausgewählte Kapitalmarktteilnehmer

2.2.1. Investoren

2.2.2. Emittenten

2.3. Der Rating-Prozess

2.3.1. Das beauftragte Erstrating

2.3.2. Das Folgerating

3. Finanzkrise

3.1. Makroökonomische Ursachen

3.2. Mikroökonomische Ursachen

4. Ratingagenturen in der Finanzkrise

4.1. Rating von Kreditverbriefungen

4.2. Einfluss der Ratings von Kreditverbriefungen auf Investoren und Emittenten

4.3. Fehleranalyse der Ratingagenturen

4.3.1. Mögliche Fehler der Ratingagenturen

4.3.2. Ursachenanalyse der Fehler der Ratingagenturen

5. Diskussion

5.1. Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse

5.2. Implikationen für die Praxis

5.3. Kritische Reflexion

5.3.1. Methodisches Vorgehen

5.3.2. Limitationen der Arbeit

5.3.3. Implikationen für zukünftige Forschungen

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Identifikation und Analyse der Verhaltensweisen und Fehler von Ratingagenturen, die maßgeblich zur Entstehung der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 beigetragen haben könnten. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf die Mechanismen US-amerikanischer Agenturen und deren Rolle bei der Bewertung komplexer Kreditverbriefungen.

  • Theoretische Grundlagen und Funktionsweise von Ratingagenturen
  • Makro- und mikroökonomische Ursachen der Finanzkrise
  • Rolle und Fehler von Ratingagenturen bei Kreditverbriefungen (MBS und CDOs)
  • Interessenskonflikte und Agency-Probleme innerhalb der Ratingbranche
  • Einfluss von "Rating Shopping" und intransparenten Methoden auf die Stabilität der Finanzmärkte

Auszug aus dem Buch

4.3.2.1. Interessenskonflikte (Agency-Probleme)

Beim Prozess des Erschaffens und Verkaufens von MBS`s und CDO´s gab es zwischen den beteiligten Kapitalmarktteilnehmern und den Ratingagenturen viele Agency-Probleme bzw. Interessenskonflikte. Die Agency-Probleme lassen sich nach Hiß und Nagel (2012, S. 183) in zwei Konflikte aufteilen: Das Bezahlmodell und die Beraterrolle der Ratingagenturen. Diese beiden Probleme entstanden durch den hohen Konkurrenzdruck innerhalb des oligopolistischen Rating-Marktes (Hiß & Nagel, 2012, S. 185). Beim Rating-Markt handelt es sich um ein Oligopol, da nur wenige Anbieter ihre Dienstleistung in dieser Branche anbieten. Deshalb muss Kundenzufriedenheit als oberste Priorität gelten, denn sollten Kunden verloren gehen, würde man automatisch einen hohen Marktanteil einbüßen. Und an diesem Punkt kommt das erste Agency-Problem zustande: Das Bezahlmodell für Ratingagenturen. Bei Ratingagenturen handelt es sich um börsennotierte Unternehmen, d.h. ihr vorrangiges Ziel muss die Gewinnmaximierung und nicht das Erstellen von gewissenhaften Ratings sein. Ihren Umsatz generieren die Ratingagenturen durch das Rating von Emittenten bzw. Emissionen gegen Bezahlung durch den Emittenten. Bei dem Bezahlmodell handelt es sich also um das „issuer-pay-Prinzip“, bei dem sich die Ratingagentur „für ihre Ratings von der zu bewertenden Einheit bezahlen“ (Hiß & Nagel, 2012, S. 184) lassen. Durch das herrschende Oligopol müssen die Ratingagenturen versuchen die Kunden möglichst zufrieden zu stellen. Dadurch kommen sie in die Versuchung sog. „Gefälligkeitsratings“ durchzuführen, d.h., dass die Ratingagenturen ein gutes Rating erstellen, obwohl die Bonitätsbewertung nicht so gut ausgefallen ist (Sinn, 2010, S. 181).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problematik des starken Einflusses von Ratingagenturen auf die Weltwirtschaft und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2. Ratingagenturen: Erläuterung der theoretischen Grundlagen, Definition wichtiger Begriffe, Darstellung der Funktionen für Marktteilnehmer sowie Beschreibung des Rating-Prozesses.

3. Finanzkrise: Analyse der makro- und mikroökonomischen Ursachen, insbesondere der Geldpolitik der FED und der Entwicklung von strukturierten Finanzprodukten.

4. Ratingagenturen in der Finanzkrise: Detaillierte Untersuchung der Rolle der Agenturen bei Kreditverbriefungen, Identifikation von Fehlern und Analyse der Ursachen wie Interessenkonflikten und methodischer Intransparenz.

5. Diskussion: Zusammenfassung der Ergebnisse, Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Praxis und kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise sowie Limitationen.

Schlüsselwörter

Ratingagenturen, Finanzkrise 2008, Kreditverbriefungen, Bonitätsanalyse, MBS, CDO, Agency-Probleme, Interessenskonflikte, Rating Shopping, Subprime-Kredite, Finanzmarktstabilität, Ratingmethodik, Lehman Brothers, Kapitalmarkt, Risikobewertung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht kritisch die Rolle, die Ratingagenturen bei der Entstehung und Verschärfung der globalen Finanzkrise ab 2008 gespielt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise von Ratingagenturen, der Entstehung der Finanzkrise durch komplexe Finanzprodukte sowie den systemischen Fehlern und Interessenkonflikten bei der Bonitätsbewertung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Identifikation und Analyse der spezifischen Fehler bei Ratingagenturen, die dazu geführt haben, dass hochriskante Kreditverbriefungen mit Bestnoten bewertet wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse, bei der relevante Quellen, Studien und Fachliteratur ausgewertet wurden, um die Zusammenhänge wissenschaftlich darzustellen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Rating-Prozess, die spezifischen Fehlbewertungen bei Kreditverbriefungen und die ursächlichen strukturellen Probleme wie das "Issuer-Pay-Prinzip" und mangelnde Transparenz detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Ratingagenturen, Finanzkrise, Kreditverbriefungen (MBS/CDO), Interessenkonflikte, Rating Shopping und systemische Risiken.

Warum war das Geschäftsmodell der Ratingagenturen während der Krise so problematisch?

Durch das "Issuer-Pay-Prinzip" entstand ein Interessenkonflikt: Ratingagenturen wollten ihre Kunden, die Emittenten der Wertpapiere, zufriedenstellen, um Aufträge zu sichern, was den Anreiz für kritische Bewertungen reduzierte.

Welche Rolle spielte das "Rating Shopping" im Kontext der Finanzkrise?

Es bezeichnet die Praxis von Emittenten, Ratingagenturen gezielt auszuwählen oder mehrere zu beauftragen, um die Agentur zu finden, die die vorteilhafteste, also meist beste, Bewertung für ein Finanzprodukt in Aussicht stellt.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle der Ratingagenturen in der globalen Finanzkrise
Untertitel
Eine kritische Betrachtung
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Yannic Grobe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
29
Katalognummer
V355957
ISBN (eBook)
9783668416925
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ratingagenturen Finanzkrise Rating Rating-Prozess Kreditverbriefungen Folgerating Emittenten Investoren Ratingsymbole Ratingobjekte Erstrating
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yannic Grobe (Autor:in), 2016, Die Rolle der Ratingagenturen in der globalen Finanzkrise, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/355957
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Leseprobe aus  29  Seiten
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