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Voll das krasse Phänomen. Die expressive Intensivierung in der deutschen Umgangssprache

Title: Voll das krasse Phänomen. Die expressive Intensivierung in der deutschen Umgangssprache

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 44 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anna Hummel (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Ein eher vernachlässigtes Phänomen ist die expressive lexikalische Intensivierung, die man mittlerweile – hört man junge Leute miteinander reden – in fast jedem Satz zu hören bekommt. Auffällig ist dabei eine Konstruktion, die sonst in der deutschen Grammatik syntaktisch so nicht vorkommt: Im umgangssprachlichen Gebrauch wird das verstärkende Element vor die zu intensivierende Nominalphrase gestellt, wodurch Formen wie „Sie ist echt 'voll die gute' Sängerin'“ oder „Ich hab gestern 'total den süßen Typen' kennengelernt“ entstehen.

Solchen Konstruktionen soll in dieser Arbeit auf den Grund gegangen werden. Dazu wird in Punkt 2 zunächst ein theoretischer Überblick über die verschiedenen Arten und Strukturen der Intensivierung im Deutschen verschafft und speziell auf die Besonderheiten der lexikalischen Intensivierung im Allgemeinen, anschließend im Hinblick auf die „Sonderkonstruktion“ mit vorangestelltem Intensivierer, eingegangen, was als Grundlage für den darauffolgenden empirischen Teil dienen soll. Hier wird zuerst der Frage nachgegangen, wie weit verbreitet diese Konstruktion ist und inwiefern sie als standardsprachlich betrachtet werden kann. Außerdem soll gezeigt werden, in welchen Kontexten solche Bildungen bevorzugt gebraucht werden sowie auf verschiedene Regeln und Restriktionen in der Verwendung hingewiesen werden. Den syntaktischen Besonderheiten kommt anschließend ein weiterer wichtiger Analyseschwerpunkt zu, wobei zum einen die verwendeten Adjektive als intensivierte Elemente genauer untersucht, zum anderen die Funktion und Position dieser Konstruktion im Satz analysiert werden sollen. Darauf folgen zwei verschiedene Erklärungshypothesen, wie eine solche syntaktische Veränderung überhaupt entstanden sein könnte. Zudem werden die Intensivierer genauer unter die Lupe genommen und auf mögliche Verwendbarkeit getestet.

Des Weiteren sollen auch die Erscheinungsformen ohne Adjektiv, also Bildungen, in denen nur das Nomen verstärkt wird, Teil der Untersuchung sein. Hierbei wird vor allem ein Blick auf die dabei intensivierten Nomen und deren semantische Merkmale geworfen.

Abschließend steht die Semantik der verschiedenen Intensivierer im Fokus der Analyse: Wie viel Bedeutung tragen sie noch in sich? Und kann man hierbei bereits von einer Desemantisierung, also einem Verlust des Bedeutungsinhalts, sprechen? Diesen Fragen wird im Zuge der empirischen Sprachgebrauchsanalyse versucht, auf den Grund zu gehen und sie so weit wie möglich zu erklären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sprachsystemanalyse

2.1 Theorie der Intensivierung

2.1.1 Abgrenzung

2.1.2 Die lexikalische Intensivierung

2.2 Variation in der Jugendsprache: EDCs

2.2.1 Formale Aspekte

2.2.2 Verortung der Variation

2.2.3 Mögliche Interpretationsansätze

3. Empirische Sprachgebrauchsanalyse

3.1 Methodik der Untersuchung

3.2 Untersuchung der Hypothesen

3.2.1 Analyse der EDCs

3.2.2 Wegfallen des Adjektivs – Intensivierung von Nomen

3.2.3 Desemantisierung der Intensivierer

4. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das bisher in der Literatur vernachlässigte Phänomen der expressiven lexikalischen Intensivierung in der deutschen Umgangssprache, insbesondere die sogenannte "Sonderkonstruktion" mit vorangestelltem Intensivierer (z.B. "voll die gute Sängerin"). Ziel ist es, Verbreitung, syntaktische Regeln, semantische Merkmale und den Grad der Desemantisierung dieser Konstruktion empirisch zu analysieren.

  • Strukturen und Arten der lexikalischen Intensivierung im Deutschen
  • Die Sonderkonstruktion "External Degree Modification Construction" (EDC)
  • Syntaktische Funktionen und Beschränkungen der EDC im Sprachgebrauch
  • Semantische Analyse der Operatoren und deren Desemantisierungstendenzen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Ein in der Literatur bisher eher vernachlässigtes Phänomen ist die expressive lexikalische Intensivierung, die man mittlerweile – hört man junge Leute miteinander reden – in fast jedem Satz zu Ohren bekommt. Besonders auffällig ist dabei eine Konstruktion, die sonst in der deutschen Grammatik syntaktisch so nicht vorkommt: Im umgangssprachlichen Gebrauch wird, nicht nur von Jugendlichen, das verstärkende Element vor die zu intensivierende Nominalphrase (NP) gestellt, wodurch Formen wie Sie ist echt voll die gute Sängerin oder Ich hab gestern total den süßen Typen kennengelernt entstehen. Solchen Konstruktionen soll in dieser Arbeit auf den Grund gegangen werden. Dazu wird in Punkt 2 zunächst ein theoretischer Überblick über die verschiedenen Arten und Strukturen der Intensivierung im Deutschen verschafft und speziell auf die Besonderheiten der lexikalischen Intensivierung im Allgemeinen, anschließend im Hinblick auf die „Sonderkonstruktion“ mit vorangestelltem Intensivierer, eingegangen, was als Grundlage für den darauffolgenden empirischen Teil dienen soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Phänomen der expressiven lexikalischen Intensivierung und die Relevanz der "Sonderkonstruktion" (EDC) in der deutschen Jugendsprache.

2. Sprachsystemanalyse: Theoretische Fundierung der Intensivierungsarten, unterteilt in morphologische und syntaktische Intensivierung sowie die Analyse der Konstruktion von EDCs.

3. Empirische Sprachgebrauchsanalyse: Empirische Überprüfung der Hypothesen anhand von Korpusdaten (DeWaC, COSMAS II) bezüglich Verbreitung, syntaktischer Funktion und Semantik der Intensivierer.

4. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse: Synthese der Forschungsergebnisse, die den festen Platz der EDCs in der gesprochenen Umgangssprache sowie den Prozess der Desemantisierung der Operatoren bestätigt.

Schlüsselwörter

Lexikalische Intensivierung, Jugendsprache, Umgangssprache, EDC, External Degree Modification, Sprachwandel, Desemantisierung, Korpusanalyse, Intensivierer, Operator, Operand, Grammatikalisierung, Syntax, Semantik, Sprachvariation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem speziellen, umgangssprachlichen Phänomen der deutschen Sprache: der expressiven lexikalischen Intensivierung, bei der Verstärkungselemente (wie "voll" oder "total") nicht mehr nur Adjektive, sondern ganze Nominalphrasen modifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung der Intensivierung, die syntaktische Struktur sogenannter EDCs (External Degree Modification Constructions) sowie die Analyse, wie sich die Bedeutung dieser Intensivierer durch häufigen Gebrauch verändert (Desemantisierung).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Verbreitung, die syntaktischen Regeln und die semantische Entwicklung dieser bisher wenig erforschten "Sonderkonstruktion" in der deutschen (jugend-)umgangssprachlichen Kommunikation wissenschaftlich zu fundieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine empirische Korpusanalyse durchgeführt, wobei Daten aus standardisierten Korpora (COSMAS II, DWDS) sowie aus dem World Wide Web (DeWaC, gezielte Google-Recherchen) ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Systemanalyse, die Untersuchung der Hypothesen anhand der Korpusdaten sowie eine vertiefte Analyse der syntaktischen Besonderheiten und des Bedeutungsverlusts der verwendeten Intensivierer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lexikalische Intensivierung, Jugendsprache, EDC, Desemantisierung und Sprachwandel.

Warum wird zwischen "normalen" und "nominalen" EDCs unterschieden?

Die Unterscheidung erfolgt, da EDCs sowohl mit Adjektiv (z.B. "voll die coole Party") als auch ohne Adjektiv, also nur mit Nomen (z.B. "voll der Hammer"), auftreten können, wobei bei letzteren das Nomen die tragende Rolle der Skalierbarkeit übernimmt.

Welche Rolle spielt der Prozess der Desemantisierung?

Die Desemantisierung beschreibt das Verblassen der ursprünglichen lexikalischen Bedeutung eines Wortes, sodass es primär nur noch als rein funktionales Verstärkungselement dient. Die Arbeit zeigt an Beispielen wie "schrecklich" oder "voll", wie dieser Prozess fortlaufend stattfindet.

Warum gelten EDCs als einflussreich für die Sprachentwicklung?

Die Konstruktionen zeigen die Dynamik und Innovationskraft der Jugendsprache. Da sie sich aus dem spezifischen Gruppenregister in die breitere Umgangssprache ausbreiten, gelten sie als Ausdruck eines ständigen sprachlichen Erneuerungsprozesses.

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Details

Title
Voll das krasse Phänomen. Die expressive Intensivierung in der deutschen Umgangssprache
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Department Germanistik und Komparatistik)
Course
Hauptseminar: Sprachnorm und Variation
Grade
1,0
Author
Anna Hummel (Author)
Publication Year
2016
Pages
44
Catalog Number
V355084
ISBN (eBook)
9783668412620
ISBN (Book)
9783668412637
Language
German
Tags
Intensivierung Steigerung Jugendsprache Umgangssprache Sprachwandel Externale Intensivierung Grammatik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Hummel (Author), 2016, Voll das krasse Phänomen. Die expressive Intensivierung in der deutschen Umgangssprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/355084
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