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Zur Shop-Startseite › Politik - Sonstige Themen zur Internationalen Politik

Covert Actions und das Theorem des Demokratischen Friedens

Eine Fallstudie zum Contra-Krieg der CIA in Nicaragua

Titel: Covert Actions und das Theorem des Demokratischen Friedens

Fallstudie , 2012 , 26 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen zur Internationalen Politik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In welchem Verhältnis steht Kants Kernthese zum Einsatz von covert actions durch Demokratien gegen ihresgleichen? Spielte die (zumindest partielle) demokratische Verfasstheit der betroffenen Staaten keine Rolle für die amerikanischen Entscheidungsträger? Handelten die USA gegenüber anderen Demokratien nur friedfertig, wenn Interessenkonformität bestand und ihre ökonomischen und geopolitischen Ambitionen nicht bedroht wurden? Verliert das „Fast-Gesetz“ der Internationalen Beziehungen vor dieser realistischen Kritik etwas von seiner Wirkungskraft? Hier möchte diese Arbeit ansetzen und den Fall Nicaragua vor diesen Fragestellungen untersuchen.

Demokratien führen untereinander (fast) keine Kriege. Diese auf Kant zurückgehende Hypothese des Demokratischen Friedens gehört zu den bekanntesten und am besten erforschten Befunden der Politikwissenschaft. Jack Levy erhob die erste Kernthese gar in den Rang eines – und des einzigen – empirischen Gesetzes der Internationalen Beziehungen.

Quantitative Untersuchungen der letzten Jahrzehnte belegten das Theorem, kamen jedoch zu einem Doppelbefund, der Demokratien genuin friedfertiges Verhalten abspricht: so verhalten sich demokratisch verfasste Staaten zwar in der Regel untereinander friedlich, führen aber sehr wohl Kriege gegen Nicht-Demokratien. Das generelle Fazit der Forschung lautet also, Demokratien sind fast ebenso häufig in Kriege verwickelt, wie andere Staaten.

Zusätzlich zu dieser Einschränkung der Friedfertigkeit von Demokratien lässt sich beobachten, dass diese immer wieder durch verdeckte Operationen, sogenannte covert actions, gewaltsam in andere Demokratien eingegriffen haben. David Forsythe zählt mindestens sechs dieser Ereignisse während des Kalten Krieges, die alle von den Vereinigten Staaten initiiert wurden: Iran (1953), Guatemala (1954), Indonesien (1955), Brasilien (1960er), Chile (1973) und Nicaragua (1980er).

Die Untersuchung dieser Fälle führte in der Forschung zu kontroversen Urteilen. Während Befürworter verschiedene Gründe aufführen, weshalb das Geschehene als vereinbar mit dem Theorem zu sehen sei, sehen Kritiker Kants Kernthese in dieser Hinsicht als widerlegt oder doch zumindest stark beschädigt an. Mary Lilley und Alexander Downes kommen in ihrer Analyse der Fälle Guatemala und Chile beispielsweise zu dem Ergebnis, dass klare Widersprüche zum Theorem bestehen, die auch durch die Argumente der Befürworter nicht entkräftet werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Covert Action und der Demokratische Friede

2.1 Covert Action als Instrument

2.2 Covert Action und der Demokratische Frieden

3. Der Contra-Krieg der CIA

3.1 Beginn des CIA-Engagements

3.2 Aufdeckung und Fortsetzung der Covert Action

3.3 Gründe für ein verdecktes Eingreifen

4. Game over Kant - Verdeckter Krieg gegen eine Demokratie?

4.1 Wirkungskraft der liberalen Normen

4.2 Die Covert Action als Krieg

4.3 Nicaragua als Demokratie

4.4 Schlussfolgerungen

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen dem Theorem des Demokratischen Friedens und der Praxis verdeckter Operationen (covert actions) am Beispiel des US-Engagements im Contra-Krieg in Nicaragua, um zu prüfen, ob liberale Normen im geheimen Handeln von Demokratien ihre friedensstiftende Wirkung verlieren.

  • Verhältnis von verdeckten Operationen zum Theorem des Demokratischen Friedens
  • Analyse des US-Engagements und des Contra-Krieges in Nicaragua
  • Untersuchung der institutionellen und normativen Erklärungsansätze für den Demokratischen Frieden
  • Die Rolle der Geheimhaltung und Täuschung in demokratischen Entscheidungsprozessen
  • Bewertung von Nicaragua hinsichtlich des Demokratiegrads und der US-Wahrnehmung

Auszug aus dem Buch

3.2 Aufdeckung und Fortsetzung der Covert Action

Fanden die Tätigkeiten der CIA in Nicaragua zu Beginn noch außerhalb des Lichtes der Öffentlichkeit statt, änderte sich dies am 8. November 1982 schlagartig, als die Wochenzeitung Newsweek das US-Engagement aufdeckte und titelte: „American Secret War: Target Nicaragua“. Mit dieser Enthüllung formierte sich verstärkt sowohl gesellschaftlicher als auch parlamentarischer Widerstand. Dieser mündete schließlich im ersten Boland-Gesetz, das jegliche militärische und finanzielle Hilfe für die Contras, mit dem Ziel die sandinistische Regierung zu stürzen, verbot.

Um diese Lücke auszunutzen, rechtfertigte die US-Regierung ihr weiteres Engagement mit der Zielsetzung, den Waffenschmuggel nach El Salvador unterbinden zu wollen. Dass diese Begründung als reiner Vorwand genutzt wurde, um weiter den Sturz der sandinistischen Regierung vorantreiben zu können, ist heute offenkundig. Berichte über die angeordnete Verminung von Häfen, für die die USA später vom Internationalem Gerichtshof verurteilt wurde, fehlender militärischer Erfolg der Contras und sinkende Unterstützung für den Kurs der Reagan-Regierung führten im Jahr 1985 schließlich dazu, dass mit dem dritten Boland-Gesetz alle Hilfen für die Contras verboten wurden. Zuvor hatte bereits ein von der CIA erstelltes Handbuch für Aufsehen gesorgt, in dem die Contras offen zu Attentaten auf Regierungsbeamte und Gewalt gegen Zivilisten aufgerufen worden waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Hypothese des Demokratischen Friedens ein und stellt die Problematik der covert actions als Herausforderung für diese Theorie dar.

2. Covert Action und der Demokratische Friede: Dieses Kapitel definiert covert actions als Instrument der Außenpolitik und beleuchtet deren theoretische Unvereinbarkeit mit den normativen und institutionellen Erklärungsansätzen des Demokratischen Friedens.

3. Der Contra-Krieg der CIA: Hier wird der historische Ablauf des US-Engagements in Nicaragua, von der verdeckten Unterstützung bis zur Umgehung parlamentarischer Kontrollmechanismen, detailliert nachgezeichnet.

4. Game over Kant - Verdeckter Krieg gegen eine Demokratie?: Die Analyse prüft, inwiefern die Ereignisse in Nicaragua das Theorem des Demokratischen Friedens widerlegen, und hinterfragt die Wirkmächtigkeit liberaler Normen sowie den Charakter der covert action als Krieg.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass das Nicaragua-Beispiel die Unwirksamkeit friedensstiftender Mechanismen in geheimen Entscheidungsprozessen demonstriert und das normative Argument des Demokratischen Friedens erheblich schwächt.

6. Literaturverzeichnis: Umfasst die zur Erstellung der Arbeit verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Demokratischer Friede, Covert Action, Nicaragua, Contra-Krieg, CIA, Außenpolitik, Reagan-Doktrin, Interventionskritik, Verdeckte Operationen, Internationale Beziehungen, Politische Institutionen, Liberale Normen, Geheime Kriegsführung, Demokratisierung, Sicherheitsdilemma.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretische Vereinbarkeit von verdeckten Operationen (covert actions) mit dem Theorem des Demokratischen Friedens anhand einer Fallstudie zum US-amerikanischen Eingreifen in Nicaragua.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Theorem des Demokratischen Friedens, die Praxis geheimer Kriegsführung durch Demokratien und die Rolle von Ideologie und Sicherheitsinteressen in der US-Außenpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu analysieren, ob das Handeln der USA in Nicaragua mit den normativen und institutionellen Erklärungsansätzen des Demokratischen Friedens vereinbar ist oder ob das Theorem durch verdeckte Operationen an Wirkungskraft verliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Fallstudie, die historische Belege und theoretische Konzepte (Demokratischer Friede) miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung von covert actions, die historische Darstellung des Contra-Krieges in Nicaragua sowie die anschließende kritische Analyse des Falles vor dem Hintergrund des Demokratischen Friedens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Demokratischer Friede, Covert Action, Nicaragua, Reagan-Doktrin und verdeckte Kriegsführung charakterisieren.

Warum war der Fall Nicaragua für die USA kein offener Krieg?

Aufgrund der innenpolitischen Stimmung nach dem Vietnamkrieg war ein offener militärischer Angriff auf Nicaragua politisch nicht mehrheitsfähig und hätte hohe Kosten sowie öffentliche Proteste hervorgerufen.

Wie umging die US-Regierung das Boland-Gesetz?

Die Regierung nutzte das National Security Council (NSC) und die Schatteninstitution "Enterprise", um die Contra-Hilfen geheim und unter Umgehung parlamentarischer Kontrolle fortzuführen.

Welche Rolle spielte die Wahrnehmung des Regimes für die Entscheidungsträger?

Die US-Entscheidungsträger nahmen die sandinistische Regierung ideologisch als kommunistische Diktatur wahr, was die Anwendung des Theorems des Demokratischen Friedens für die USA irrelevant machte.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Covert Actions und das Theorem des Demokratischen Friedens
Untertitel
Eine Fallstudie zum Contra-Krieg der CIA in Nicaragua
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1.3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V354459
ISBN (eBook)
9783668406148
ISBN (Buch)
9783668406155
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nicaragua Covert Action Geheime Operationen Demokratischer Friede
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2012, Covert Actions und das Theorem des Demokratischen Friedens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/354459
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Leseprobe aus  26  Seiten
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