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Schuleintrittskrisen

Titel: Schuleintrittskrisen

Hausarbeit , 2003 , 14 Seiten , Note: sehr ordentliche Arbeit

Autor:in: Jana Becker (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Auch wenn sich die meisten Kinder auf den Schulbeginn freuen und sich schnell in dem neuen „sozialen Kontext Schule“ 1 einleben, so treten doch bei einigen SchulanfängerInnen in den ersten Wochen Anpassungsschwierigkeiten auf. Diese können sich äußern als Unausgeglichenheit, Unruhe, Anschmiegsamkeit oder Aggressivität. Es kann zu Schwierigkeiten mit den Geschwistern kommen, oder das Kind kann uninteressiert, passiv und still wirken. Solche Anpassungsschwierigkeiten an den Lebensraum Schule können Symptome für Schuleintrittskrisen sein.

Zwar lösen sich viele dieser Probleme im Laufe der Zeit wie von selbst, sie können jedoch auch zu dauerhaften Schulschwierigkeiten, Aggression oder Überanpassung usw. führen.

Kinder, die von Schuleintrittskrisen betroffen sind, erleben den Schulanfang häufig als Brucherfahrung. Manche Kinder kommen schon mit einer negativen Erwartungshaltung in die Schule, die auf unterschiedlichen Wegen entstanden sein kann. Wenn diese Erwartungshaltungen eine subjektive Bestätigung in der Schulerfahrung finden, so bleiben Schwierigkeiten in den wenigsten Fällen aus. 2

Es lassen sich verschiedene Arten von Schuleintrittskrisen feststellen. Im Folgenden werde ich einige Krisenfelder am Schulanfang darstellen. In diesem Rahmen ist es mir jedoch nicht möglich, die gesamte Bandbreite von mit dem Schulanfang verbundenen Problemfeldern darzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schwierigkeiten mit anderen Kindern

3. Schulanfang als kritisches Lebensereignis

3.1. Kritische Lebensereignisse aus der Sicht des Symbolischen Interaktionismus

4. Krisen des Selbstbildes und des Selbstwertgefühls am Schulanfang

4.1. Das Selbstbild von Grundschulkindern

4.2. Selbsteinschätzung und Leistung

4.3. Schule als Korrektur der bisherigen Selbsteinschätzung

5. Schulphobie als Ausdruck eines Mutterablösungskonfliktes

5.1. Schulphobie psychologisch betrachtet

5.2. Pädagogische Reaktionen auf Schulphobie

6. Weitere Schwierigkeiten von SchulanfängerInnen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die vielfältigen Anpassungsschwierigkeiten und Krisen, die Kinder beim Eintritt in die Grundschule erleben können, und analysiert deren psychologische Hintergründe sowie pädagogische Interventionsmöglichkeiten.

  • Anpassungsschwierigkeiten im sozialen Kontext der Schule
  • Der Schulanfang als kritisches Lebensereignis
  • Entwicklung des Selbstbildes und der Selbsteinschätzung im frühen Schulalter
  • Psychologische Ursachen und Erscheinungsformen der Schulphobie
  • Pädagogische Handlungsmöglichkeiten bei Krisen

Auszug aus dem Buch

3. Schulanfang als kritisches Lebensereignis

Kritische Lebensereignisse sind solche Situationen, die mit den bisher gelernten Handlungsmustern und Routinen nicht mehr bewältigt werden können und evtl. tiefgreifende emotionale Umstellungen erfordern. Hierzu zählen der „Auszug aus dem Elternhaus, Berufseintritt und Berufswechsel, das Zusammenziehen und die Trennung von einem Partner, das erste Kind, [...], Tod des Lebenspartners, Pensionierung“ usw. Auch der Schulbeginn kann zu einem solchen kritischen Lebensereignissen werden. Kritische Lebensereignisse weisen drei Merkmale auf:

1. Sie heben sich von normalen Lebensalltag ab und haben einen Charakter des Außergewöhnlichen.

2. Sie stellen neue Anforderungen an den Betroffenen.

3. Sie sind von begrenzter Dauer.

In solchen Situationen muss meist – auch bei positiver Bewertung - eine Phase durchlaufen werden, die mit Stress und negativen Gefühlen einhergeht. Die Entwicklung vom Kindergartenkind zum Schulkind erfordert die Übernahme neuer Rollen, den Erwerb neuer Bezugspersonen, Vergleichsgruppen und –normen, es müssen neue Anpassungs- und Lernleistungen erbracht werden und die Normen und Werte wandeln sich. Der Schuleintritt gehört somit eindeutig zu den kritischen Lebensereignissen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass der Schulbeginn bei vielen Kindern Anpassungsschwierigkeiten auslösen kann, die als Brucherfahrung wahrgenommen werden.

2. Schwierigkeiten mit anderen Kindern: Das Kapitel thematisiert den oft schwierigen Umgang mit Mitschülern, der von Konflikten, Rangkämpfen oder Ausgrenzung geprägt sein kann.

3. Schulanfang als kritisches Lebensereignis: Hier wird der Schulbeginn theoretisch als einschneidendes Ereignis definiert, das neue Anpassungsleistungen und emotionale Umstellungen erfordert.

4. Krisen des Selbstbildes und des Selbstwertgefühls am Schulanfang: Dieses Kapitel erläutert die Dynamik, in der sich das Selbstbild der Kinder durch schulische Leistungserfahrungen und Vergleiche oftmals negativ verändert.

5. Schulphobie als Ausdruck eines Mutterablösungskonfliktes: Die Analyse konzentriert sich auf die Schulphobie als irrationalen inneren Konflikt, der vor allem in der unbewussten Ablösung von der Mutter begründet liegt.

6. Weitere Schwierigkeiten von SchulanfängerInnen: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass neben schulischen Anforderungen auch das veränderte Verhältnis zwischen Eltern und Kind durch Leistungsdruck zusätzliche Spannungsfelder schafft.

Schlüsselwörter

Schuleintritt, Schulanfang, Anpassungsschwierigkeiten, Krise, Selbstbild, Selbstwertgefühl, Schulerfahrung, Schulphobie, Mutterablösungskonflikt, Sozialisation, Rollenerwartungen, Grundschule, Leistungsdruck, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen, mit denen Schulanfänger konfrontiert sind, und untersucht, warum der Eintritt in die Grundschule für manche Kinder zu einer krisenhaften Erfahrung wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Anpassung, die Entwicklung des Selbstbildes, schulische Leistungsanforderungen und die psychologischen Hintergründe der Schulphobie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Ursachen für Schuleintrittskrisen aufzuzeigen und ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Kinder diese kritische Phase bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse fachwissenschaftlicher Literatur zu pädagogischen und psychologischen Aspekten des Schulanfangs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Konflikten mit Mitschülern, die Einordnung des Schulbeginns als kritisches Lebensereignis, die Entwicklung des Selbstbildes sowie die tiefenpsychologische Betrachtung der Schulphobie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Schuleintritt, Selbstbild, Schulphobie, Ablösungskonflikt und soziale Anpassung.

Welche Rolle spielt die Mutter-Kind-Beziehung bei der Schulphobie?

Die Arbeit stellt dar, dass Schulphobie oft nicht aus Angst vor der Schule selbst, sondern aus einem unbewussten Ambivalenzkonflikt hinsichtlich der Ablösung von der Mutter entsteht.

Wie können Lehrer auf Schulphobie reagieren?

Die Arbeit empfiehlt, betroffene Kinder nicht unter Druck zu setzen, Verständnis für die Situation aufzubringen und gegebenenfalls flexiblere Lösungen wie Kontaktaufnahmen zum Elternhaus zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schuleintrittskrisen
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Veranstaltung
Der Unterricht im 1. Schuljahr - zeitgemäßer Erstunterricht
Note
sehr ordentliche Arbeit
Autor
Jana Becker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
14
Katalognummer
V35428
ISBN (eBook)
9783638353465
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schuleintrittskrisen Unterricht Schuljahr Erstunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jana Becker (Autor:in), 2003, Schuleintrittskrisen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/35428
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Leseprobe aus  14  Seiten
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