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7 Tage im Oktober 1989. Dresden zwischen Volksaufstand und Dialog

Titel: 7 Tage im Oktober 1989. Dresden zwischen Volksaufstand und Dialog

Seminararbeit , 2011 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Benjamin Priebst (Autor:in)

Geschichte Europas - Europa ab kaltem Krieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Zielsetzung dieser Hausarbeit ist es, den Verlauf der Ereignisse in Dresden vom 3. bis zum 9. Oktober nachzuzeichnen, und dabei zu zeigen, welche die spezifischen Faktoren, die günstigen Umstände also waren, die in Dresden den Weg für diesen ersten friedlichen Dialog ebneten. Anhand der Erinnerungen engagierter Bürger, Demonstranten und unbeteiligter Zeugen auf der einen Seite, aber auch durch die kritische Auseinandersetzung mit Interviewtexten, Memoiren und anderen Stellungnahmen damaliger Entscheidungsträger auf der anderen, werden die so dramatischen wie folgenreichen sieben Tage im Oktober dargestellt. Hierbei ist von zentralem Interesse, welche die Faktoren für die Mobilisierung und Politisierung der Bevölkerung waren, und inwieweit der Verlauf der Ereignisse auch von den Entscheidungen bzw. Initiativen einzelner Personen abhing.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Szenen der Gewalt als Auftakt der Friedlichen Revolution – Die Unruhen am den Dresdner Hauptbahnhof vom 3. bis 5. Oktober 1989

3. Vom „Wir wollen raus!“ zum „Wir bleiben hier!“ – Das Erwachen der Dresdner Bürgerschaft

4. Der Richtungswechsel in letzter Minute – Hans Modrow und Wolfgang Berghofer auf Deeskalationskurs

5. Ausblick und Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Verlauf der Ereignisse in Dresden zwischen dem 3. und 9. Oktober 1989. Dabei wird analysiert, wie aus ersten, gewaltsamen Auseinandersetzungen am Dresdner Hauptbahnhof eine gewaltfreie Bürgerbewegung entstand, die einen direkten Dialog mit der Staatsmacht erzwang und somit maßgeblich zum friedlichen Umbruch in dieser Region beitrug.

  • Die Eskalation der Gewalt am Dresdner Hauptbahnhof Anfang Oktober 1989
  • Die Entwicklung und Veränderung der Proteste in der Dresdner Bevölkerung
  • Die Rolle der lokalen Entscheidungsträger wie Hans Modrow und Wolfgang Berghofer
  • Die Bedeutung des Übergangs von Konfrontation zu Dialog
  • Die symbolische Wirkung der Ereignisse für die gesamte DDR

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Nach einem bekannten Ausspruch Richard Schröders, gelingen Revolutionen „immer (nur) unter günstigen Umständen, andernfalls sind es gescheiterte Revolutionen.“ Betrachtet man den Verlauf der Ereignisse des Herbstes 1989 in der DDR, so wird an diesem die Richtigkeit dieser Feststellung nur zu deutlich: Ohne Gorbatschows Außerkraftsetzung der Breschnew-Doktrin, ohne den Verfall des Machtmonopols der sozialistischen Parteien in Polen und vor allem Ungarn, ohne den zunehmenden Vertrauensverlust der SED-Parteibasis zu ihrer Führung – man könnte die Liste fortführen – ohne all diese Faktoren wäre das bewundernswerte Engagement hunderttausender DDR-Bürger nicht von Erfolg gewesen und hätte möglicherweise ein ähnliches Ende gefunden wie der Volksaufstand 36 Jahre zuvor.

Ihren Anfang nahm die Erhebung des Volkes, die schließlich innerhalb weniger Wochen eine Diktatur hinwegfegte, in Sachsen. Hier entwickelte sich, mit den Worten Frank Richters, ein „revolutionäre(r) Flächenbrand, der innerhalb weniger Wochen das gesamte Land erfasste.“ In Dresden herrschte ein besonders hohes Protestpotential. Bis Ende 1988 stellten etwa 30.000 Dresdner einen Ausreiseantrag. Ein Viertel aller Reiseanträge des Jahres 1989 entfielen auf den Bezirk Dresden, obwohl hier lediglich elf Prozent der DDR-Bevölkerung lebte. Hier, wo also scheinbar die Frustration der Bevölkerung am größten war, entwickelte sich im zeitigen Oktober 1989 aus Protesten verzweifelter Ausreisewilliger eine Demonstrationsbewegung, die innerhalb weniger Tage einen ersten friedlichen Dialog mit lokalen Vertretern der Staats- und Parteiführung erzwang, obwohl die äußeren Umstände eher darauf hindeuteten, dass der Protest in einem Blutbad enden würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den historischen Kontext des DDR-Herbstes 1989 dar und definiert das Ziel der Arbeit, die Ereignisse in Dresden zwischen dem 3. und 9. Oktober zu analysieren.

2. Szenen der Gewalt als Auftakt der Friedlichen Revolution – Die Unruhen am den Dresdner Hauptbahnhof vom 3. bis 5. Oktober 1989: Dieses Kapitel beschreibt die gewaltsame Eskalation am Dresdner Hauptbahnhof, ausgelöst durch die erzwungene Ausreise von Flüchtlingen aus der Prager Botschaft.

3. Vom „Wir wollen raus!“ zum „Wir bleiben hier!“ – Das Erwachen der Dresdner Bürgerschaft: Hier wird der inhaltliche Wandel der Proteste thematisiert, die sich von reiner Ausreisewilligkeit hin zu Forderungen nach Reformen, Demokratie und einem Dialog mit der Führung entwickelten.

4. Der Richtungswechsel in letzter Minute – Hans Modrow und Wolfgang Berghofer auf Deeskalationskurs: Das Kapitel analysiert die Handlungen lokaler SED- und Stadt-Funktionäre, die sich angesichts der drohenden Eskalation für einen Deeskalationskurs entschieden.

5. Ausblick und Schluss: Der abschließende Teil fasst zusammen, wie die Dresdner Ereignisse als Katalysator für eine DDR-weite Bürgerbewegung fungierten und den Weg zur friedlichen Revolution ebneten.

Schlüsselwörter

Dresden, Oktober 1989, Friedliche Revolution, DDR, SED, Hans Modrow, Wolfgang Berghofer, Hauptbahnhof, Bürgerbewegung, Demonstrationen, Dialog, Deeskalation, Staatsmacht, Reformen, Zivilgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die entscheidenden Tage im Oktober 1989 in Dresden und analysiert den Prozess, der von gewaltsamen Ausschreitungen am Hauptbahnhof bis hin zum ersten Dialog zwischen der Bevölkerung und der örtlichen Staatsführung führte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Staatsmacht, die Dynamik der Protestbewegung, den Einfluss lokaler Entscheidungsträger sowie den Wandel der Forderungen der Bürger von der reinen Ausreise hin zu politischen Reformen.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie es in Dresden trotz einer drohenden gewaltsamen Niederschlagung der Proteste gelang, einen Weg zum friedlichen Dialog einzuschlagen, und welche Faktoren diesen Prozess begünstigten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von Zeitzeugenberichten, zeitgenössischen Dokumenten, Memoirenliteratur der damaligen Entscheidungsträger und wissenschaftlichen Sekundärquellen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Eskalationsphase am Hauptbahnhof, die darauffolgende Politisierung und Mobilisierung der Bürgerschaft sowie das Einlenken lokaler Führungskräfte in eine deeskalierende Strategie.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Begriffe sind Friedliche Revolution, Dresden, Dialog, SED-Führung, Bürgerbewegung und Deeskalation.

Welche Rolle spielten Hans Modrow und Wolfgang Berghofer?

Sie werden als Akteure dargestellt, die in einer kritischen Situation entgegen der harten Linie der Berliner Zentrale handelten, um durch einen Dialog mit den Demonstrierenden ein weiteres Blutvergießen zu verhindern.

Warum war gerade der Dresdner Hauptbahnhof ein so zentraler Ort?

Der Bahnhof diente als Schauplatz für die drängende Ausreiseproblematik und entwickelte sich zum Ausgangspunkt für die ersten großen Proteste, die den Machtverlust der SED-Spitze in Dresden symbolisierten.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
7 Tage im Oktober 1989. Dresden zwischen Volksaufstand und Dialog
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Neuere und Neueste Geschichte)
Veranstaltung
Hauptseminar: Die Friedliche Revolution
Note
1,0
Autor
Benjamin Priebst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
26
Katalognummer
V353968
ISBN (eBook)
9783668543201
ISBN (Buch)
9783668543218
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gruppe der Zwanzig; Friedliche Revolution; Wende; Niedergang der DDR; Wendezeit in Dresden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Priebst (Autor:in), 2011, 7 Tage im Oktober 1989. Dresden zwischen Volksaufstand und Dialog, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/353968
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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