Am Ende der Jahrgangsstufe 6 sollen die SuS Grundvorstellungen zum Verhältnis zwischen Flächenumfang und
Flächeninhalt erlangen und elementare mathematische Regeln und Verfahren zum Lösen von Alltagsproblemen
erlernen (vgl. Bildungsplan 2010. S.10f.). Im Themenfeld Geometrie ist im Bereich „Messen“ das Messen und
Berechnen von Umfang und Flächeninhalten von Quadraten und Rechtecken vorgesehen (vgl. Bildungsplan 2010.
S. 17). Die vorliegende Stunde stellt eine Hinführung zur genannten Kompetenz dar.
Inhaltsverzeichnis
1. Angaben zur Lerngruppe und zur Unterrichtssituation
1.1 Rahmenbedingungen
1.2 Kompetenzorientierte Lern- und Arbeitsvoraussetzungen
1.2.1 Personale und Soziale Kompetenzen
1.2.2 Methodische Kompetenzen
1.2.3 Fachkompetenzen
1.3 Interaktionsbeziehung
2. Einordnung des Themas in curriculare Vorgaben und in eine Unterrichtseinheit
3. Sachanalyse
4. Didaktische Überlegungen und Entscheidungen
5. Kompetenzen
6. Methode
7. Geplanter Verlauf des Unterrichts
8. Literatur
9. Anlagen
Zielsetzung & Themen der Unterrichtseinheit
Das Hauptziel dieser Unterrichtsstunde ist es, Lernende bei der Entwicklung von Kompetenzen zur Bestimmung und zum Vergleich von Flächeninhalten anzuleiten, wobei der Fokus auf kooperativen Arbeitsformen zur gemeinsamen Strategieentwicklung liegt.
- Erfassung ebener Strukturen im Bereich der Geometrie
- Konstruktiver Vergleich von Flächeninhalten in Kleingruppen
- Entwicklung und Anwendung eigener Lösungsstrategien
- Förderung methodischer und sozialer Kompetenzen durch das Gruppenpuzzle
- Reflexion über den Unterschied zwischen Umfang und Flächeninhalt
Auszug aus dem Buch
4 Didaktische Überlegungen und Entscheidungen
Der Stunde liegt die Leitidee zu Grunde, dass die SuS verschiedene Flächen erkunden, indem sie sie auf ihre Größe hin vergleichen. Dabei geht es um die Entwicklung und Anwendung von verschiedenen Strategien des Flächeninhaltsvergleiches in Kleingruppen. Zum Vergleich der Flächen werden die SuS durch einen alltagsnahen Kontext motiviert, innerhalb dessen sie fünf verschiedene Zimmer nach einer festgelegten Regel auf fünf Kinder verteilen sollen. Durch diesen Kontext wird die Zugänglichkeit sowie die Gegenwartbedeutung nach Klafki (2007) gewährleistet.
Darüber hinaus lässt sich die Stunde in das Modell der Grunderfahrungen im Mathematikunterricht nach Winter (1996) einordnen. Durch die Entwicklung von eigenen Lösungsstrategien ist die Stunde der Grunderfahrung „Mathematik als Anwendung“ zuzuordnen. Außerdem ist durch den Kontext und die Auseinandersetzung mit Flächeninhalten in einem Alltagskontext die Grunderfahrung „Mathematik als Handlungsfeld“ erkennbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Angaben zur Lerngruppe und zur Unterrichtssituation: Analyse der Rahmenbedingungen und der lernvoraussetzungen der 6. Klasse, inklusive der sozialen und methodischen Kompetenzen.
2. Einordnung des Themas in curriculare Vorgaben und in eine Unterrichtseinheit: Verortung der Unterrichtsstunde innerhalb des schulinternen Curriculums und Darstellung des zeitlichen Ablaufs der Einheit.
3. Sachanalyse: Mathematische Grundlagen zum Themenbereich Geometrie, speziell zur Definition von Flächeninhalt, Polygonen und Rechtecken.
4. Didaktische Überlegungen und Entscheidungen: Begründung der Themenwahl sowie methodische Einbettung in die Theorie des Mathematikunterrichts.
5. Kompetenzen: Übersicht über die angestrebten KMK-Standards und die daraus abgeleiteten lernzielorientierten Kompetenzen der Stunde.
6. Methode: Darstellung der gewählten Sozial- und Arbeitsformen zur Förderung des kooperativen Lernens.
7. Geplanter Verlauf des Unterrichts: Tabellarische Übersicht der einzelnen Unterrichtsphasen mit zeitlichem Rahmen und inhaltlichen Schwerpunkten.
8. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Lehrmaterialien.
9. Anlagen: Dokumentation der Arbeitsmaterialien wie Kurzgeschichte, Rollenkarten und Arbeitsblätter.
Schlüsselwörter
Geometrie, Flächeninhalt, Gruppenpuzzle, Mathematikunterricht, Kooperatives Lernen, Unterrichtsentwurf, Planimetrie, Kompetenzorientierung, Schulmathematik, Didaktik, Geometrische Strukturen, Gruppenarbeit, Strategieentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler verschiedene Flächengrößen vergleichen und dabei eigene Strategien zur Bestimmung des Flächeninhalts entwickeln und in der Gruppe diskutieren.
Welches zentrale Thema wird behandelt?
Das Hauptthema ist die operative und rechnerische Bestimmung von Flächeninhalten von Vielecken im Geometrieunterricht der 6. Klasse.
Welche wissenschaftliche Methode wird im Unterricht angewandt?
Es wird primär die Methode des Gruppenpuzzles eingesetzt, um kooperatives Lernen zu fördern und die Schülerinnen und Schüler aktiv am Lernprozess zu beteiligen.
Wie ist der Unterricht inhaltlich strukturiert?
Die Stunde beginnt mit einer motivierenden Einstiegsgeschichte und gliedert sich danach in mehrere Erarbeitungsphasen, in denen die Lernenden in Kleingruppen ihre Lösungsstrategien entwickeln und vorstellen.
Welche Rolle spielt der Alltagskontext in dieser Arbeit?
Der Alltagskontext dient dazu, die Relevanz der mathematischen Problemlösung zu erhöhen und den Zugang zu den abstrakten geometrischen Inhalten zu erleichtern.
Welche Kompetenzen sollen primär gefördert werden?
Gefördert werden insbesondere inhaltsbezogene mathematische Kompetenzen wie "Raum und Form" sowie prozessbezogene Kompetenzen wie "Problemlösen", "Modellieren" und "Kommunizieren".
Warum wird im Unterricht mit Rollenkarten gearbeitet?
Rollenkarten wie Gruppenchef oder Zeitwächter dienen dazu, die Zusammenarbeit in heterogenen Gruppen zu strukturieren und die Verantwortlichkeit der Lernenden für den Arbeitsprozess zu erhöhen.
Wie gehen die Lernenden mit der "kognitiven Dissonanz" um?
In der Schlussphase der Stunde wird die Differenz zwischen intuitiver Vermutung und tatsächlicher Flächengröße analysiert, um kognitive Dissonanz aufzulösen und das Verständnis für das Messen von Flächen zu vertiefen.
- Quote paper
- Peer-Magnus Dunker (Author), 2016, Der Vergleich von Flächen (Mathematik, 6. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/353836