Für viele Menschen gehört der Verlust eines geliebten Menschen zu den schlimmsten Lebenskrisen, die sie bewältigen müssen. Oft entstehen auch Sinnkrisen, die den Rest des Lebens nicht mehr lebenswert erscheinen lassen. Die Gefühle, die dabei erlebt werden, können mitunter so intensiv oder anders sein, dass man sich fremd im eigenen Körper fühlt. Wann ist das Erleben des Trauernden noch normal, und wann ist die Trauer schon pathologisch?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungsstand: wichtige tangierte Theorien und Begriffe
a) Trauer und Trauermodelle
b) Nicht erschwerte, erschwerte, komplizierte Trauer und Trauma
3. Beschreibung der Feldarbeit
a) Abgrenzung des Forschungsfeldes
b) Beschreibung des Feldzugangs
c) Beschreibung der angewandten Methoden: Das Leitfadeninterview
d) Auswertungstechnik für Leitfadeninterviews nach C. Schmidt
4. Qualitative Auswertung eines Leitfadeninterviews
a) materialorientierte Bildung von Auswertkategorien
b) Zusammenstellung der Auswertkategorien zum Codierleitfaden
c) Codierung der Interviews mit dem Codierleitfaden
d) quantifizierende Materialübersicht
e) vertiefende Fallinterpretation
5. Ausblick
Anhang A: Reflexion des Einführungsseminars
Anhang B: Schwerpunktthema der Präsentation „komplizierte Trauer“
Anhang C: Reflexion der Podiumsdiskussion
Anhang D: Reflexion des Vortrages von Prof. Dr. Albrecht
Anhang E: Reflexion des Weiterbildungswochenendes
Anhang F: Interview mit einer Trauerbegleiterin
a) Abstrakt
b) Herstellung des Kontakts:
c) Kurzcharakteristik der interviewten Person Frau Karin Müller
d) Reflexion der Interviewsituation
e) Kurzbericht über Beruf und Tätigkeitsfeld
f) Interviewleitfaden
g) transkribiertes Interview
Anhang G: Interview mit dem Geschäftsführer eines Handwerksbetriebes
a) Abstrakt
b) Herstellung des Kontakts
c) Kurzcharakteristik der interviewten Person
d) Reflexion der Interviewsituation
e) Kurzbericht über Beruf und Tätigkeit
f) Interviewleitfaden
g) transkribiertes Interview
Anhang H: Interview mit der Geschäftsführerin eines Waisenheimes in Sansibar
a) Abstrakt
b) Herstellung des Kontakts
c) Kurzcharakteristik der interviewten Person
d) Reflexion der Interviewsituation
e) Kurzbericht über Beruf und Tätigkeit
f) Interviewleitfaden
g) transkribiertes Interview
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Rolle des Arbeitgebers und des Arbeitsplatzes bei der Begleitung von trauernden Menschen. Das Ziel besteht darin, ein tieferes Verständnis dafür zu gewinnen, welche Ressourcen Arbeitgeber nutzen können, um trauernde Mitarbeiter zu unterstützen und wie diese Trauerbegleitung als sinnvolle Unterstützung im beruflichen Kontext integriert werden kann.
- Trauerprozesse und ihre theoretische Modellierung
- Die Rolle der Unternehmenskultur bei der Trauerbegleitung
- Methoden der qualitativen Sozialforschung im Bereich Trauer
- Handlungsmöglichkeiten und Grenzen für Arbeitgeber im Trauerfall
- Der Umgang mit komplizierter Trauer am Arbeitsplatz
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Der Tod ist wohl als sicherster und absolutester Bestandteil unseres Lebens auszumachen. Ob das Leben danach weitergeht, ob man in eine andere Welt gelangt, oder ob danach einfach „nichts“ mehr ist, variiert dabei stark von den Überzeugungen des Menschen. Was passiert aber mit den Hinterbliebenden Menschen, die um den Verstorbenen trauern?
Trauer ist ein heikles Thema, das sogar in unserer aufgeklärten Gesellschaft noch nicht vollständig angekommen ist. Mit dem Sterben und dem Tod wird sich selten freiwillig beschäftigt. Was ist Trauer also eigentlich?
Für viele Menschen gehört dann der Verlust eines geliebten Menschen zu den schlimmsten Lebenskrisen, die sie bewältigen müssen. Oft entstehen auch Sinnkrisen, die den Rest des Lebens nicht mehr lebenswert erscheinen lassen. Die Gefühle, die dabei erlebt werden, können mitunter so intensiv oder anders sein, dass man sich fremd im eigenen Körper fühlt. Wann ist das Erleben des Trauernden noch normal, und wann ist die Trauer schon pathologisch?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Endlichkeit des Lebens als fundamentale menschliche Erfahrung und wirft die Frage nach dem Umgang mit Trauer am Arbeitsplatz auf.
2. Forschungsstand: wichtige tangierte Theorien und Begriffe: Dieses Kapitel führt theoretische Modelle und Klassifikationen von Trauer ein und differenziert zwischen normalen, erschwerten und komplizierten Trauerprozessen.
3. Beschreibung der Feldarbeit: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, einschließlich der Abgrenzung des Forschungsfeldes, der Gewinnung des Feldzugangs und der theoretischen Einbettung des Leitfadeninterviews.
4. Qualitative Auswertung eines Leitfadeninterviews: Dieses Kapitel widmet sich der praktischen Auswertung der geführten Interviews nach der Methode von Christiane Schmidt, inklusive der Bildung eines Codierleitfadens.
5. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Diskrepanz zwischen theoretischen Modellen und betrieblicher Realität und fordert eine menschlichere Betrachtung des Arbeitnehmers in Krisensituationen.
Schlüsselwörter
Trauer, Trauerbegleitung, Arbeitsplatz, Arbeitgeber, qualitative Sozialforschung, Leitfadeninterview, Lebenskrise, Trauermodelle, Betriebliche Unterstützung, Trauer am Arbeitsplatz, Arbeitskultur, Trauerprozesse, Psychische Gesundheit, Soziologie, Krisenbewältigung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche und betriebliche Rolle bei der Begleitung von Trauernden und wie diese Prozesse am Arbeitsplatz gestaltet werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Trauer, die Rolle von Trauerbegleitern sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Arbeitgebers in Trauerfällen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erforschung von Strategien zur Unterstützung trauernder Mitarbeiter und die Analyse des Ist-Zustandes im beruflichen Umfeld.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine qualitative Sozialforschung, die auf Leitfadeninterviews und der Auswertungstechnik nach Christiane Schmidt basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Beschreibung des Forschungsfeldes, die methodische Vorgehensweise und die konkrete Auswertung der Interviews mit Experten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Trauerbegleitung, Arbeitgeberverantwortung, Trauermodelle, qualitative Forschung und Krisenbewältigung am Arbeitsplatz.
Welchen Stellenwert nimmt die Rolle der Trauerbegleiter ein?
Die Trauerbegleiter werden als Experten verstanden, die durch ihre Ausbildung und Selbsterfahrung Ressourcen für die Trauerarbeit aktivieren.
Wie bewertet der Autor die betriebliche Unterstützung von Trauernden?
Der Autor stellt eine deutliche Diskrepanz zwischen Soll- und Ist-Zustand fest; Betriebe betrachten Trauerfälle oft lediglich als störend, statt Ressourcen der Mitarbeiter aktiv zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Melissa Quantz (Autor:in), 2016, Trauer und ihre Begleitung am Arbeitsplatz. Über den Umgang mit Trauernden, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/353326