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Gandhi in Südafrika. Welche Rolle spielte das Kastensystem im Exil?

Titel: Gandhi in Südafrika. Welche Rolle spielte das Kastensystem im Exil?

Hausarbeit , 2016 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Daria Tonk (Autor:in)

Geschichte - Afrika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1893 kam Gandhi als Anwalt nach Südafrika, um anfänglich einen indischen Kaufmann in einem Rechtsstreit zu verteidigen. Es dauerte nicht lange bis Gandhi zur Erkenntnis kam, dass die Diskriminierung von Indern und Afrikanern in Südafrika zur Tagesordnung gehörte. Gandhi entschied sich zu bleiben und wurde später zu einem politischen Anführer der indischen Minderheit in Südafrika.

Die ersten politischen Aktivitäten gegen die diskriminierenden Gesetze für Inder in Südafrika blieben erfolglos. Es wurden leere Versprechungen gemacht oder Zusagen gemacht, die später nicht eingehalten wurden. Dies führte dazu, dass Gandhi seine politischen Aktivitäten stärkte und sie weiter entwickelte. Diese Entwicklung mündete in der Satyagraha. Die Satyagraha war ein Gemisch aus Askese, multireligiöser Spiritualität und Aufrichtigkeit. Mit der Satyagraha Kampagne soll es Gandhi gelungen sein, eine Mehrzahl aller in Südafrika lebenden Inder zu einer politischen Gruppe zu instrumentalisieren. Es sollen nicht nur die Anfänge eines neuen politischen Mittels gegen die diskriminierenden Gesetze gewesen sein, sondern auch der Anfang einer indischen Gemeinschaft, die hinweg über Kastengrenzen agiert haben soll.

Eine zentrale Frage, die Gandhi in Südafrika entwickelte, war die Frage der Identität der Inder. Außerhalb von Indien gelang es ihm einen schärferen Blick auf die Identitätsfrage der Inder zu werfen. Schließlich stellte er sich die Frage über die Einheit aller Inder und versuchte diese Einheit herzustellen. Gandhi sah für die Identität der Inder die gemeinsame kulturelle Identität als ausschlaggebend abseits der religiösen und sprachlichen Differenzen. Die kulturellen Gemeinsamkeit lagen für ihn folglich nicht in der hinduistischen Religion. Die Gemeinsamkeiten lagen für ihn in einer langen indischen Tradition, welche eine Zivilisation etablierte, die Moral in den Vordergrund stellte anstelle eines materialistisch orientierten Westens. Gandhi sah die Einheit aller Inder zunächst in einer moralischen und sozialen Umgestaltung

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Kastensystem

2.1. Definition: Das Kastensystem

2.2. Relevanz des Kastenwesens für die religiöse Praxis

2.3. Die Unberührbarkeit

3. Historischer Überblick - Inder in Südafrika

3.1. Beweggründe der Migration

3.2. Hinduismus und Kastensystem in Südafrika

3.3. Die Rolle der Kasten

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle des indischen Kastensystems innerhalb der indischen Minderheit in Südafrika während der Präsenz Mahatma Gandhis zwischen 1893 und 1914. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob es Gandhi gelang, die indische Gemeinschaft über Kastengrenzen hinweg zu einer einheitlichen politischen Gruppe zu formen, und inwieweit das Kastensystem den gemeinsamen politischen Kampf beeinflusste.

  • Historische Einordnung der indischen Migration nach Südafrika (1860-1911)
  • Definition und religiöse Bedeutung des hinduistischen Kastensystems
  • Einfluss der Lebensumstände in Südafrika auf traditionelle Kastenstrukturen
  • Analyse der Rolle Gandhis und der Satyagraha-Kampagne zur politischen Mobilisierung
  • Vergleich zwischen den ökonomischen Interessen und traditionellen Identitätsmerkmalen

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Rolle der Kasten

In folgendem Abschnitt soll näher beleuchtet werden, ob die Kasten unter den indischen Einwanderern in Südafrika weiterhin eine bedeutende Rolle spielten. Die Dissertation von Frene Ginwala soll dabei in Betracht gezogen werden. In ihrer Arbeit geht es um die Frage, ob Gandhi während seiner Zeit in Südafrika es geschafft hat, die indische Gemeinschaft als Einheit für die politischen Aktionen zu organisieren und ob die hierarchischen Differenzen abgeschafft wurden. Sie schreibt, dass es sich bei der gemeinsamen politischen Arbeit viel mehr um ökonomische Interessen, statt um religiöse Interessen handelte. Die Differenzen in Südafrika wurden nicht mehr anhand der Kasten sondern anhand des Status „indentured“ oder „passenger“ gemacht. Die passenger Indians, die sich wirtschaftlich etablieren wollten, interessierten sich somit für den politischen Kampf, um ihre politischen Rechte durchzusetzen. 39 Jene indentured Indians, die nach Beendigung ihrer Verträge zu freien Inder wurden, wollten sich ebenso wirtschaftlich etablieren, sodass im gemeinsamen Kampf um die Rechte der Inder die sprachlichen und religiösen Unterschiede an Bedeutung verloren. Anstelle nahm die Bedeutung des ökonomischen Status an größerer Bedeutung.40

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des indischen Kastensystems ein und formuliert die Untersuchung, inwiefern Gandhi das indische Volk in Südafrika zu einer einheitlichen, über Kastengrenzen agierenden Gemeinschaft formen konnte.

2. Das Kastensystem: Das Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen des Varna-Modells, erläutert die religiöse Verknüpfung mit ritueller Reinheit und beleuchtet die soziale Ausgrenzung der sogenannten Unberührbaren.

3. Historischer Überblick - Inder in Südafrika: Dieser Abschnitt beschreibt die Migrationsgeschichte von Vertragsarbeitern und freien Händlern und analysiert, wie sich das Kastensystem unter den veränderten sozialen Bedingungen in Südafrika wandelte oder auflöste.

4. Fazit: Die Zusammenfassung zieht den Schluss, dass Gandhi zwar eine Masseneinigung für politische Zwecke erreichte, jedoch die tief verwurzelten Kastenstrukturen und Vorurteile auch in Südafrika nicht vollständig verschwanden.

Schlüsselwörter

Gandhi, Kastensystem, Südafrika, Inder, Satyagraha, Hinduismus, Identität, Migration, indentured, passenger, Diskriminierung, Unberührbarkeit, politische Mobilisierung, Kolonialherrschaft, religiöse Praxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das indische Kastensystem in der Zeit von 1893 bis 1914 unter der indischen Minderheit in Südafrika wirkte und ob dieses durch das Wirken Mahatma Gandhis an Bedeutung verlor.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische indische Migration, die Struktur des hinduistischen Kastensystems, die sozialen und ökonomischen Herausforderungen der Inder in Südafrika sowie der politische Widerstand gegen diskriminierende Gesetze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist zu klären, ob es gelang, die indische Gemeinschaft in Südafrika über religiöse und kastenbasierte Differenzen hinweg zu einer einheitlichen politischen Kraft für den gemeinsamen Kampf gegen Unterdrückung zu vereinen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Analyse historischer Quellen, einschließlich Gandhis eigenen Schriften (wie der Zeitung Indian Opinion) sowie auf eine Auswertung der relevanten Fachliteratur zur indischen Migration und Sozialgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Kastensystems, der Migrationsgeschichte der Inder, dem Wandel religiöser Rituale in der neuen Heimat und der Rolle Gandhis bei der Mobilisierung der Gemeinschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Kastensystem, Satyagraha, indische Identität, soziale Diskriminierung und ökonomischer Status.

Wie wirkte sich die Seereise nach Südafrika auf das Kastenwesen aus?

Die Reise und das Zusammenleben auf den Schiffen machten die Einhaltung strenger Kastenvorschriften (z.B. getrenntes Essen und Schlafen) faktisch unmöglich, was dazu beitrug, dass die starren Strukturen ihre normative Kraft teilweise verloren.

Welche Rolle spielten ökonomische Faktoren bei der Identitätsbildung der Inder?

Der ökonomische Status (als "indentured" oder "passenger") wurde zu einem verbindenderen Merkmal als die Kaste, da die wirtschaftlichen Interessen und der Kampf gegen die Unterdrückung durch die Weißen die Inder stärker vereinten als ihre Herkunftskaste.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gandhi in Südafrika. Welche Rolle spielte das Kastensystem im Exil?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Historisches Institut)
Note
2,0
Autor
Daria Tonk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V352770
ISBN (eBook)
9783668395602
ISBN (Buch)
9783668395619
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gandhi Südafrika Kasten Hinduismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daria Tonk (Autor:in), 2016, Gandhi in Südafrika. Welche Rolle spielte das Kastensystem im Exil?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/352770
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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